Was ist ein CFD Konto? – Erklärung für Trader

INHALTSÜBERSICHT

Seit fast einem Jahrzehnt sind die Zinsen im Euroraum konstant am Boden und bewegen sich maximal bei 2 %. Das verunsichert unter anderem viele deutsche Anleger, die normalerweise ihr Geld auf dem Sparbuch geparkt haben, um damit jedes Jahr eine solide Verzinsung zu erhalten.

Weiter angefeuert durch die steigende Inflation, schauen sich immer mehr Menschen nach neuen Investments um und werden dabei auch zwangsläufig auf CFDs stoßen. Deshalb wollen wir dir in diesem Beitrag diese Art des Investments genauer erklären.

CFD: Ein Vertrag über den Wert, aber kein eigener Wert

CFD können auf den ersten Blick für viele etwas verwirrend erscheinen. Schauen wir uns zuerst die klassische Definition genauer an und gehen dann der Reihe nach zu den komplizierteren Teilen dieses Investments über.

Im Grunde handelt es sich bei einem CFD, in Deutsch auch Differenzkontrakt genannt, um ein Produkt, das es Kunden ermöglicht, auf Kursentwicklungen an der Börse zu spekulieren. Dabei können Sie im Prinzip auf alle Arten von Vermögenswerten (Aktien, ETF, Währungen usw.), die an der Börse gehandelt werden, setzen.

Dabei kopiert der CFD sozusagen die Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Wertes, ohne dass Sie dabei den eigentlichen Wert besitzen. Bewegt sich der Wert des „Originals“, bewegt sich auch der abgebildete Wert Ihres CFDs entsprechend. Sie können dabei aufgrund unterschiedlicher Mechanismen sowohl bei Kursgewinnen als auch Verlusten Profite erwirtschaften.

Tipp: Klicken Sie hier, um mehr über die Risiken und Chancen von CFD Trading zu erfahren.

Wie entsteht Wert in einem CFD Konto?

Die meisten fragen sich nach dieser kurzen Erklärung, wie und wo der Wert bei einem CFD entsteht, wenn doch nur ein Wert abgebildet wird. Der Wert bei CFDs entsteht in erster Linie dadurch, dass ein CFD einen Vertrag über eine Differenz darstellt.

  Ausgeschrieben bedeutet CFD übrigens: „Contract for Difference“.  

Durch diesen Vertrag wird zwischen dem Käufer und Verkäufer geregelt, dass am Abschluss des Geschäftsverhältnisses die Differenz zwischen Kaufpreis und aktuellem Wert ausgeglichen wird. Wenn Sie mit dem CFD Trade im Plus liegen, dann erhalten Sie Geld vom Verkäufer, sind Sie allerdings im Minus, dann müssen Sie die Differenz an den Verkäufer zahlen.

Hier sieht man den größten Unterschied zwischen einem CFD und der klassischen Aktie. Eine klassische Aktie zum Vergleich generiert Wert daraus, dass es einen Anteil an einem Unternehmen darstellt. Hier erhalten Sie Geld, wenn der Wert steigt und verlieren Geld, wenn der Wert fällt.

Aktien vs. CFDs – Die kleinen, aber feinen Unterschiede

AktieCFD
Hat einen eignen WertLeitet sich vom Basiswert ab
Profit nur bei KursgewinnenProfit bei sowohl Kursgewinnen als auch Verlusten
Um den Vermögenswert zu erwerben, muss der volle Wert investiert werdenDank Hebel und Margin muss nur ein Teil des Wertes investiert werden
Aktien zahlen in der Regel Dividenden ausCFDs zahlen keine Dividenden aus, werden in der Regel aber entsprechend angepasst.
Der Handel ist auf die Öffnungszeiten der Börse beschränktIn der Theorie kann man CFDs rund um die Uhr handeln
Aktien gewähren das Aktionär-PrivilegCFDs gewähren kein Aktionär-Privileg

Die etwas andere Sprache der Broker

Wenn Sie Ihre ersten Schritte in der Welt der CFDs gehen und ein CFD-Konto eröffnen, werden Sie schnell merken, dass Sie auf viele Fachbegriffe stoßen werden. Deshalb wollen wir Ihnen, um den Start zu erleichtern, hier ein kleines „Wörterbuch“ an die Hand geben.

  • Basiswerte: Unter Basiswerten versteht man den dem CFD zugrunde liegenden Wert, wie z. B. eine Aktie.
  • Derivate: CFD sind Derivate. Derivate besitzen keinen eigenen Wert, sondern bilden einen Basiswert ab.
  • Short: Wenn man etwas „shortet“ spekuliert man auf einen Kursverlust des Basiswerts.
  • Long: Unter „long“ versteht man die Spekulation auf einen Kursgewinn des Basiswerts.
  • Charting: Die Darstellung von unterschiedlichen Trends auf einem Kurschart, um zu versuchen, zukünftige Marktbewegungen vorherzusagen.

Wo werden CFDs gehandelt?

In der Regel hängt die Antwort auf diese Frage auch mit dem Anbieter zusammen, bei dem Sie Ihr CFD Konto eröffnet haben. Üblicherweise werden CFDs aber auf organisierten börslichen, aber auch auf außerbörslichen Plattformen gehandelt. In der Sprache der Broker nennt man diese auch „Over the Counter“ Märkte.

Allerdings gibt es hierbei auch Unterschiede, je nachdem in welchem Land gehandelt wird. So wurde zum Beispiel in den USA der Handel durch die Securities & Exchange Commission (kurz: SEC) eingeschränkt. Dabei wird der SEC oft nachgesagt, dass dies aus rein finanziellen Gründen geschehen ist. Wir können weder Beweise für oder gegen diese Aussage finden.

Ein CFD selbst hat dabei kein vorher festgelegtes Verfallsdatum, zu dem Sie verkaufen müssen und auch die Größe ist in den meisten Fällen nicht vordefiniert. Hier gibt es aber auch Ausnahmen, Sie sollten sich also immer die Konditionen des Anbieters genau durchlesen, bevor Sie ein CFD Konto eröffnen.

Die Vorteile eines CFD Kontos

Ein CFD Konto bietet gegenüber dem normalen Aktienkonto natürlich einige Vorteile, aber auch Nachteile, auf die wir im Anschluss zu sprechen kommen. Dabei gilt allerdings immer der Grundsatz, dass Sie sich vor jedem Investment über alle Risiken informieren sollten.

  • CFDs ermöglichen Ihnen, die Hebelwirkung bei Ihrem Investment zu nutzen. Im Prinzip ermöglicht das Ihnen, Ihr anfängliches Investment zu multiplizieren. Dabei werden auch die Gewinne mit demselben Faktor behandelt, allerdings auch die Verluste, also bitte mit Bedacht einsetzen.
  • Ein CFD Konto ermöglicht es Ihnen, mit nur einer Anmeldung auf alle Finanzmärkte zuzugreifen. Dabei können Sie je nach Anbieter von New York bis nach Tokyo spekulieren.
  • CFDs ermöglichen es Ihnen sowohl von Kursgewinnen, als auch von Kursverlusten zu profitieren.
  • Je nach Anbieter sind die Gebühren bei einem CFD Konto geringer als bei einem normalen Aktienkonto. Hier gilt wie so oft der Grundsatz: Anbieter vergleichen!
  • CFDs können 24 Stunden lang gehandelt werden, sodass Sie rund um die Uhr neue Signale des Markts für sich nutzen können. Dadurch wird es Ihnen auch ermöglicht, unabhängig von Zeitzonen zu agieren.

Die etwas anderen Vorteile der CFDs

Bevor wir uns mit den Nachteilen der CFDs beschäftigen, wollen wir noch kurz auf einige etwas ungewöhnlichere Vorteile der CFDs eingehen. So können Sie mit einem CFD auch in Zeiten hoher Volatilität, wie aktuell aufgrund des Ukrainekriegs, bestimmte Aktien, deren Leerverkauf untersagt ist, shorten und so von den fallenden Kursen profitieren.

Außerdem können Sie auch in volatilen Phasen die Verluste Ihrer herkömmlichen Aktien zumindest teilweise und in der Theorie mit CFDs ausgleichen. Fällt Ihre Aktie, dann können Sie auf diese Short gehen und die Verluste ausgleichen. Schließen Sie den Trade, sobald sich der Trend ändert und machen Sie Profite mit einem long Trade und der Aktie selbst.

Die Nachteile eines CFD Kontos

Obwohl der Hebel einer der großen Vorteile bei CFDs ist, handelt es sich hierbei um ein zweischneidiges Schwert. Zwar können Sie durch einen gut gesetzten Hebel gute Gewinne einfahren, allerdings kann ein schlecht gesetzter Hebel auch schnell das eigene Portfolio zerstören.

Ein weiterer Nachteil ist die Komplexität des Handelns mit einem CFD Konto. Während man in den Aktien-/ETF-Handel verhältnismäßig (!) einfach einsteigen kann, sieht das Ganze eben auch wegen des Hebels bei CFDs schon etwas anders aus. Beim Handel mit Derivaten kommt es auf Feingefühl für den Kurs an, welches man sich erst einmal aneignen muss.

Außerdem muss man auch als Nachteil anführen, dass CFDs primär von großen Hedgefonds genutzt werden. Kleine Trader müssen also im Zweifelsfall gegen diese Giganten der Finanzwelt antreten und werden in der Regel nicht gewinnen.

Augen auf beim CFD Trading

Um diesem Nachteil etwas entgegenzuwirken, empfehlen wir neuen Händlern in der Regel drei Dinge, wenn man mit dem CFD Konto loslegt:

  1. Nutzen Sie nur einen Hebel zwischen 2 und 5. Dadurch werden die Profite schön erhöht, aber vor allem bleiben die Verluste übersichtlich. Auch wenn Ihr Broker einen 100er-Hebel anbietet, sollten Sie diesen lieber den Profis überlassen.
  1. Nutzen Sie das Demokonto, um sich mit dem Handel vertraut zu machen. Fast alle Broker bieten heutzutage ein Demokonto an, mit dem man unterschiedliche Trading Strategien ausprobieren kann und sich an den Handel heranwagen kann.

Hier geht es zu unserem Überblick von verschiedenen CFD-Trading-Strategien

  1. Bilden Sie sich stets weiter. Wie Sie vermutlich während des Lesens schon bemerkt haben, handelt es sich bei CFDs um ein komplexes Produkt, das in der umso komplexeren Finanzwelt gehandelt wird. Da gilt es ganz klar, dass man sich immer weiterbilden muss, um auf dem neuesten Stand zu sein.

So können Sie Ihr CFD Konto registrieren

Sollten Sie sich dazu entscheiden, bei einem der vielen Anbieter ein CFD Konto zu erstellen, läuft die Anmeldung in der Regel immer gleich ab. Doch bevor Sie sich registrieren, sollten Sie immer die Lizenz des Anbieters überprüfen, leider gibt es immer wieder schwarze Schafe in der Finanzwelt. Wenn allerdings alles in Ordnung ist, dann läuft die Anmeldung in der Regel wie folgt ab:

  • Eingabe einer E-Mail-Adresse und eines Passworts.
  • Angabe Ihrer persönlichen Daten wie Wohnort, Alter, Geschlecht etc.
  • In der Regel werden Sie auch nach einer Telefonnummer für die Zwei-Faktor-Authentifizierung gefragt.
  • Angabe der Erfahrungen mit unterschiedlichen Finanzprodukten, damit der Broker passende Lehrinhalte und Produkte vorschlagen kann.
  • Belehrung über die Risiken des Handels mit Finanzprodukten.
  • Einreichung eines Dokuments zu Identifikation. In der Regel wird dafür der Personalausweis oder Reisepass genutzt.
  • Freischaltung des Kontos, wenn alles in Ordnung ist – Und schon können Sie mit dem Handel beginnen.

Wissenswert: Mit diesen Kosten können Sie beim CFD-Trading rechnen

Unser Fazit zu CFD Konten

CFD Konten sind, wie so viele Produkte in der Finanzwelt, ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sind hohe Profite dank der Hebelwirkung möglich, andererseits kann man aber auch das eigene Portfolio im Handumdrehen vernichten.

Auch bietet CFD-Trading die Möglichkeit, auf Kursverluste zu setzen, neue Strategien an den Finanzmärkten zu testen und von den unterschiedlichsten Marktsignalen zu profitieren. Hierbei sollte man aber nie gegen Hedgefonds setzen.

Bevor Sie sich entscheiden, ein CFD Konto zu eröffnen, sollten Sie sich aber vor allem im Klaren sein, dass Sie schnell viel Geld verlieren können. Wenn das kein Problem für Sie ist und Sie sich dem Risiko bewusst sind, dann wünschen wir viel Erfolg beim Trading und vor allem hohe Profite.

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