Wie hoch liegt der Profit beim CFD Trading?

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cfd profit

Jeder Trader, der sich für den CFD Handel entscheidet, möchte damit natürlich einen Profit machen. Allerdings ist es auf der anderen Seite bei kaum einem anderen Finanzprodukt so schwer einzuschätzen, ob Gewinne erzielt werden und falls ja, wie hoch diese sind.

Daher möchten wir uns im folgenden Beitrag dem Thema widmen, wie hoch der CFD Profit in der Praxis liegt, wie CFDs funktionieren und wie man mit dem CFD Trading Geld verdienen kann.

CFDs und CFD Trading erklärt

Bevor wir darauf eingehen, wie hoch der CFD Profit in der Praxis ausfallen kann, möchten wir kurz für Anfänger erläutern, was CFDs sind und wie der CFD Handel in der Praxis funktioniert. CFDs sind Contracts For Difference, auf Deutsch: Differenzkontrakte.

Sie fallen in die Gruppe der Derivate, weil sich auch CFDs immer auf einen einzelnen Basiswert beziehen. Diesen Basiswert bilden die Differenzkontrakte im Verhältnis 1:1 ab. Der entsprechende Basiswert wird auch als Underlying bezeichnet und ist beim CFD Handel einer der folgenden Rubriken zuzuordnen:

  • Aktien
  • Indizes
  • Devisen
  • Rohstoffe
  • Kryptowährungen

Wenn Sie sich also für einen bestimmte CFD entscheiden, wählen Sie automatisch den entsprechenden Basiswert. Der große Vorteil gegenüber dem Direktinvestment – denn natürlich könnten Sie auch einfach zum Beispiel die jeweilige Aktie als Basiswert an der Börse kaufen – ist der wesentlich geringerer Kapitaleinsatz. Sie müssen beim CFD Trading nämlich nur einen Bruchteil des Geldes einsetzen, welches Sie aufwenden müssten, wenn Sie zum Beispiel Aktien oder auch Rohstoffe auf direktem Wege erwerben. 

Der Grund besteht darin, dass der CFD Handel auf Basis von Hebeln funktioniert. Das wiederum heißt, dass der jeweilige CFD Broker Ihnen Geld leiht, und zwar ein Vielfaches Ihres eigenen Kapitaleinsatzes. Die heute üblichen Hebel bewegen sich zum Beispiel im Bereich 5:1 bis 20:1. Bei einem Hebel von 20:1 könnten Sie mit jedem Euro Eigenkapital entsprechend 20 Euro Gegenwert handeln.

CFD Margin Positionsgroeße geliehenes Kapital

Für diese Kapitalleihe, die durch den Hebel realisiert wird, möchte der CFD Broker lediglich eine kleine Sicherheitsleistung haben. Diese ist der eigene Kapitaleinsatz, der auf dem Handelskonto vorzuhalten ist und als die Margin bezeichnet wird. Der CFD Handel funktioniert dann so, dass Sie entsprechend die Differenzkontrakte für den gewünschten Basiswert kaufen oder verkaufen

Dabei findet tatsächlich immer ein Tausch von Geld und Basiswerten statt, allerdings ausschließlich über die entsprechende Kursdifferenz. Sie schließen nämlich beim CFD Trading mit dem jeweiligen Broker einen Vertrag über die Kursdifferenz, die sich aus Ihrem Kaufkurs und dem aktuellen Kurs des Basiswertes und damit auch des Differenzkontraktes ergibt.

Wie kann man mit CFDs Geld verdienen?

Da es sich bei CFDs um Derivate handelt, ist es natürlich das vorrangige Ziel jedes Traders, mit dem entsprechenden CFD Profit zu erzielen. Wie Sie mit CFDs Geld verdienen können, ist von der Theorie her sehr einfach: Sie müssen lediglich auf die richtige Kursentwicklung des Basiswertes spekulieren.

Kaufen Sie zum Beispiel Gold CFDs und sind davon überzeugt, dass die Goldpreise in den nächsten Tagen oder Wochen steigen werden, erzielen Sie mit CFDs dann einen Gewinn, wenn diese Entwicklung auch tatsächlich eintritt. Voraussetzung ist ein lediglich, dass die Goldpreise zuvor nicht – zwischenzeitlich – so stark sinken, dass Ihre Margin nicht mehr ausreicht.

Zur Verdeutlichung möchten wir im folgenden Beispiel zeigen, dass Sie manchmal selbst beim Eintritt der von Ihnen prognostizierten Kursentwicklung mit dem CFD Trading nicht zwangsläufig Geld verdienen müssen, zumindest nicht bei der entsprechenden Einzelposition. Folgende Werte nehmen wir in unserem Beispiel an:

  • Kaufpreis: 1.650 Euro (Gold CFD)
  • Hebel: 20:1
  • Margin: 5 %
  • Margin in Euro: 82,50 Euro
  • Kurs nach einer Woche: 1.560 Euro
  • Kurs nach drei Wochen: 1.690 Euro

Dieses Beispiel zeigt, dass der Kurs der Gold CFD insgesamt innerhalb der ersten drei Wochen gestiegen ist, nämlich von 1.650 Euro auf 1.690 Euro. Das Problem ist allerdings, dass es zuvor einen deutlicheren Preisrückgang von 90 Euro und damit umgerechnet mehr als fünf Prozent gab. Das wiederum führt dazu, dass Ihre Sicherheitsleistung zwischenzeitlich nicht mehr ausgereicht hat, sodass der Broker die Position eventuell schließen musste. 

kursverlauf gold

Lediglich dann, wenn er Ihnen zuvor einen Margin Call gesendet hat und Sie entsprechend weiteres Geld auf Ihr Handelskonto eingezahlt haben, kann dieser Totalverlust verhindert worden sein. Sie hätten in dem Beispiel also eventuell sogar einen Totalverlust erlitten und keinen CFD Profit erzielt, auch wenn sich die Goldpreise in der Summe (nach drei Wochen) sogar positiv entwickelt haben.

An diesem Beispiel erkennen Sie, dass es zum Geld verdienen mit CFDs auch gehört, dass Sie stetig eine ausreichende Margin auf Ihrem Handelskonto vorhalten. Daher raten Experten auch dazu, dass Sie maximal zwei bis drei Prozent Ihres Gesamtkapitals auf eine Position verteilen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Mittel, damit Sie möglichst auf Dauer einen CFD Profit erzielen und demzufolge mit CFDs Geld verdienen können, nämlich:

  • Strategie anwenden
  • Optimale Positionsgröße wählen
  • Mit Absicherungen arbeiten (insbesondere Stop-Loss)
  • Margin Calls nicht ignorieren
  • Passenden Broker wählen
  • Möglichst auf die im Nachhinein korrekte Kurs- oder Preisentwicklung spekulieren

Wie hoch ist der CFD Profit?

Wie hoch der CFD Profit in der Praxis ausfallen kann, hängt von zahlreichen Faktoren ab und ist dementsprechend sehr individuell. Daher können selbst Experten keine validen Aussagen dazu machen, welche Gewinne Trader grundsätzlich beim CFD Trading erzielen können. In erster Linie sind es die folgenden Faktoren, die sich darauf auswirken, ob Sie mit dem CFD Trading Gewinne erzielen und wie hoch dann Ihr CFD Profit sein kann:

  • Fundamentale Daten und Zahlen beim Basiswert
  • Neuigkeiten und Entwicklungen zum Basiswert
  • Börsenpsychologie
  • Charttechnik
  • Entwicklung in der entsprechenden Branche
  • Allgemeine Wirtschaftsentwicklung
  • Politische Situation
  • Krisen

Wie Sie an dieser kurzen Auflistung erkennen, geht es bei den Einflussfaktoren natürlich immer darum, wie sich Angebot und Nachfrage im Hinblick auf den Basiswert gestalten. Einen direkten Einfluss auf die Differenzkontrakte gibt es insoweit nicht, sondern es geht stets ausschließlich um das entsprechende Underlying.

Einen weiteren Faktor haben wir bisher noch nicht erwähnt, nämlich die Gebühren. Diese stellen Kosten dar. Sie wirken sich somit negativ auf die zu erzielende Rendite aus und reduzieren dementsprechend den möglichen CFD Profit.

Die Gebühren beim CFD Handel berücksichtigen

Bei nahezu allen Finanzprodukten, so auch im Bereich der Differenzkontrakte, setzen sich die zu erzielenden Erträge / Gewinne nicht nur aus einer positiven Entwicklung zusammen, sondern ebenfalls müssen die anfallenden Kosten eingerechnet werden.

Daher hängt auch der CFD Profit von seiner Höhe her davon ab, welche Gebühren entstehen und wie hoch diese ausfallen. Beim CFD Handel sind es in erster Linie die folgenden zwei Kostenarten, die Sie berücksichtigen müssen:

Depotgebühren oder Ordergebühren im klassischen Sinne, wie Sie sie vielleicht beim Handel mit Wertpapieren kennen, gibt es sich beim CFD Trading nicht. Es existieren nur wenige Broker, die statt des Spreads eine Kommission berechnen. Davon abgesehen fallen beim CFD Trading immer Kosten in Form des Spreads an, der die Differenz zwischen dem vom Broker gestellten An- und Verkaufskurs zu den jeweiligen Differenzkontrakten darstellt. 

spread ordermaske dax

Diese Spreads reduzieren Ihren möglichen CFD Profit allerdings nur in sehr geringem Umfang, weil sie sich umgerechnet eher im Promillebereich bewegen. Bei DAX CFDs zum Beispiel liegt der Spread meistens im Bereich zwischen ein bis fünf Pips, was umgerechnet lediglich rund 0,02 Prozent des Handelsgegenwertes ausmacht.

Gemessen am Spread können die Finanzierungszinsen hingegen deutlich mehr zu Buche schlagen und sich dementsprechend negativ auf Ihren möglichen CFD Profit auswirken. Bei einer Handelsposition von beispielsweise 10.000 Euro können Sie damit rechnen, dass Sie pro Overnight – je nach der Höhe der Finanzierungszinsen – etwa drei bis vier Euro an Kosten in Form der Finanzierungsgebühren tragen müssen. Wenn Sie diese Long-Position demnach beispielsweise 30 Tage halten, lägen die Gebühren immerhin bei fast 100 Euro, um die entsprechend Ihr CFD Profit geringer ausfallen wurde.

beispiel finanzierungskosten dax

Wie hoch ist mein CFD Profit? – Ein Beispiel 

Wie bereits mehrfach erwähnt, gibt es keine einheitlichen Aussagen dazu, wie hoch ein CFD Profit ausfallen kann. Sie können auf der einen Seite durchaus innerhalb eines Tages mehr als 100 Prozent Gewinn erzielen (auf Grundlage des genutzten Hebels). Es kann aber auch passieren, dass Sie im gleichen Zeitraum einen Totalverlust erleiden. Daher möchten wir an einem durchschnittlichen Beispiel aus der Praxis zeigen, wie Ihr CFD Profit eventuell ausfallen könnte.

  • Basiswert: Gold
  • Preis für einen Gold CFD: 1.650 Euro
  • Haltedauer: 10 Tage
  • Preis Gold CFD nach 10 Tagen: 1.683 Euro
  • Hebel: 10:1
  • Eigener Kapitaleinsatz: 165 Euro
  • CFD Profit in Prozent: 20 Prozent
  • CFD Profit in Euro: 33 Euro

In diesem Beispiel ist der Goldpreis innerhalb von zehn Tagen um zwei Prozent gestiegen, was ein durchaus realistischer Wert ist. Aufgrund des Hebels von 10:1 hätten Sie – bezogen auf Ihren Kapitaleinsatz von 165 Euro – demzufolge einen Gewinn von 20 Prozent erzielt, also 33 Euro. Nun kommen allerdings noch zwei Komponenten hinzu, damit wir am Ende einen realistischen CFD Profit nennen können. 

cfd handel mit gold infografik

Auf der einen Seite werden Sie vermutlich nicht nur einen Gold CFD handeln, sondern beispielsweise zehn Differenzkontrakte. Dann wir sich Ihr CFD Profit naturgemäß aus dem Beispiel verzehnfachen, sodass er bei 330 Euro läge. Zum anderen müssen wir noch die für die Long-Position anfallenden Finanzierungskosten berücksichtigen.

Bei einem Handelsgegenwert von 16.500 Euro (10 Gold CFDs) nehmen wir an, dass die Finanzierungszinsen pro Overnight bei fünf Euro liegen würden. Für zehn Tage müssten wir dementsprechend 50 Euro an Kosten abziehen, die Ihren CFD Profit verringern. 

Der Gesamtertrag würde dann bei diesem CFD Geschäft bei 280 Euro liegen. Streng genommen müssten wir den Spread natürlich ebenfalls noch mit einrechnen. Da dieser aber – wie erwähnt – eher im Promillebereich liegt und somit vielleicht zwei oder drei Euro ausmachen würde, ist er tatsächlich in der Praxis meistens zu vernachlässigen. Lediglich bei sehr vorläufigen Handelsaktivitäten und sehr hohen Gegenwerten kann natürlich auch der Spread etwas mehr ins Gewicht fallen.

Fazit: CFD Profit ist sehr individuell

Als Fazit lässt sich festhalten, dass der CFD Profit sehr individuell ist. Er kann von über 100 Prozent an nur einem Tag bis hin zu einem Totalverlust reichen. Dabei hängt die Höhe des möglichen Gewinns nicht nur vom Kapitaleinsatz ab, sondern durchaus auch davon, wie volatil die entsprechenden Basiswerte sind. Zudem wirken sich auch die Kosten auf den CFD Profit aus, in dem Fall natürlich negativ. 

Allgemein sieht das Fazit so aus, dass der CFD Profit umso höher ausfällt, je günstiger der durchschnittliche Trade ist. Daher macht es durchaus Sinn, bei einem Brokervergleich darauf zu achten, wie hoch die Spreads sind und welche Finanzierungszinsen eventuell für entsprechenden Long-Positionen anfallen. Zudem wirkt sich natürlich auch die Höhe des Hebels auf den CFD Profit aus, sodass dieser Faktor beim Vergleich der Anbieter eine Rolle spielen sollte.

FAQ – Wie hoch liegt der Profit beim CFD Trading?

Wie hoch ist der Profit beim CFD Trading?

Der Profit beim CFD Trading hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Basiswert, dem Hebel, dem Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt sowie dem Risikomanagement. Es ist daher schwierig, pauschal eine Aussage über die Höhe des Profits zu treffen.

Wie wird der Profit berechnet?

Der Profit beim CFD Trading wird anhand der Differenz zwischen dem Einstiegskurs und dem Ausstiegskurs berechnet. Falls der Kurs des Basiswertes während der Haltedauer gestiegen ist, erzielt der Trader einen Gewinn, der sich aus der Differenz zwischen Einstiegskurs und Ausstiegskurs errechnet. Sollte der Kurs hingegen fallen, erleidet der Trader einen Verlust.

Gibt es Gewinnbegrenzungen beim CFD Trading?

Gewinnbegrenzungen gibt es beim CFD Trading in der Regel nicht. Da CFDs auf Hebel basieren, können Trader jedoch durch den Einsatz von Stop-Loss-Orders oder das Setzen von Risikogrenzen eine Obergrenze für den möglichen Verlust festlegen.

Kann man auch beim CFD Trading Verluste machen?

Ja, es besteht immer das Risiko von Verlusten beim CFD Trading, da die Kurse von Basiswerten volatile sind und sich jederzeit ändern können. Trader sollten daher immer ausreichend Risikomanagement betreiben und sich über die Risiken des CFD-Handels im Klaren sein.

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