CFD Trading Schulden – So lassen sie sich vermeiden

INHALTSÜBERSICHT

Unter bestimmten Voraussetzungen kann es passieren, dass Sie beim CFD Trading Schulden machen. Damit kann gemeint sein, dass Sie zum Beispiel geliehenes Kapital verlieren oder Sie müssen mehr Geld einsetzen, als Sie eigentlich geplant haben.

Die gute Nachricht ist, dass es durchaus Optionen gibt, mittels derer Sie vermeiden können, dass beim CFD Trading Schulden entstehen. Wir möchten in unserem Beitrag zunächst darauf eingehen, wie Sie beim CFD Trading Schulden machen und diese verhindern. Dabei ist das Risikomanagement ein wichtiger Aspekt, den wir ebenfalls näher beschreiben.

Schulden beim CFD Trading vermeiden

Um beim CFD Trading Schulden vermeiden zu können, müssen Sie natürlich zunächst einmal wissen, wie solche Schulden beim Handel mit Differenzkontrakten entstehen können. In erster Linie kann es unter den folgenden Voraussetzungen zu CFD Trading Schulden kommen:

Auf die einzelnen Punkte möchten wir jetzt etwas näher eingehen. 

Nachschusspflicht

Die größte Gefahr beim CFD Trading, die definitiv zu Schulden und unvorhersehbaren Zusatzausgaben führen kann, stellen Broker mit Nachschusspflicht dar. Das Problem besteht darin, dass Sie dann bei Verlusten und nicht mehr ausreichender Margin weiteres Geld einzahlen müssen, welches Sie vielleicht gar nicht besitzen.

Sie können also durch die Nachschusspflicht mehr Kapital verlieren, als Sie eigentlich einsetzen wollten. Diesen Betrag müssen Sie natürlich irgendwie abdecken, sodass eventuell eine Kreditaufnahme notwendig wird und Sie echte Schulden machen.

Vermeiden können Sie diese Art von CFD Trading Schulden ganz einfach dadurch, dass Sie sich bewusst für einen CFD Broker ohne Nachschusspflicht entscheiden. Das funktioniert relativ einfach, denn beispielsweise alle von der ESMA regulierten CFD Broker dürfen in der EU keine Nachschusspflicht haben. Deshalb ist es in der Hinsicht wichtig, darauf bei der Auswahl des Brokers zu achten.

Weiteres Geld nach einem Margin Call einzahlen

Die gleiche Auswirkung wie die Nachschusspflicht kann im Grunde ein Margin Call haben, wenn Sie darauf hin weiteres Geld auf Ihr Handelskonto einzahlen. Der einzige Unterschied zur Nachschusspflicht besteht lediglich darin, dass Sie dazu nicht verpflichtet und gezwungen sind, aber dennoch fließt unter Umständen weiteres Geld auf das Handelskonto. Wenn Sie dem Margin Call nämlich keine Folge leisten, ist der CFD Broker dazu gezwungen, die Position zu schließen, sollte die Margin nicht mehr ausreichen. 

infografik margin call

Um diese Art von CFD Trading Schulden zu vermeiden, sollten Sie stets sehr gut überlegen, ob Sie dem Margin Call Folge leisten und weiteres Geld auf Ihr Handelskonto einzahlen. Auch wenn es eventuell ärgerlich ist, ist es manchmal die bessere Lösung, den Verlust zu akzeptieren als weiteres Kapital einzuzahlen, dass Sie anschließend vielleicht auch noch verlieren. Dabei sollte unter anderem auch eine Rolle spielen, ob es sich bei dem eingesetzten Kapital um Ihr eigenes Kapital oder vielleicht bereits um einen Kredit handelt. 

Hohe Hebel nutzen

Hohe Hebel haben einerseits den Vorteil, dass dadurch sehr hohe Gewinne möglich sind. Der Nachteil ist jedoch, dass dadurch die entsprechende Margin sehr niedrig ausfallen kann. Bei einem Hebel von zum Beispiel 200:1 brauchen Sie lediglich eine Sicherheitsleistung von 0,5 Prozent. Das heißt, sobald Ihre Position einen Verlust von mehr als 0,5 Prozent aufweist – was sehr schnell passieren kann – reicht Ihre Margin eventuell nicht mehr aus. 

Der Broker schließt dann die Position automatisch oder es gibt sogar eine Nachschusspflicht. Solch hohe Hebel gibt es zwar bei in der EU regulierten Brokern nicht mehr, aber andere Anbieter außerhalb der Europäischen Union bieten solche Hebel durchaus noch an. Um hier die Gefahr von CFT Trading Schulden zu vermeiden, sollten Sie deutlich geringere Hebel und damit eine höhere Margin wählen. 

Kreditaufnahme

Typisch beim CFD Trading ist es ohnehin, dass der Broker Ihnen durch den Hebel Geld zum Handel leiht. Darüber hinaus ist bei manchen Tradern nicht einmal die Margin Eigenkapital, sondern einige Trader nehmen einen Kredit auf, um anschließend mit Differenzkontrakten handeln zu können.

Dabei handelt es sich zum Beispiel um einen Ratenkredit der Bank oder der Dispositionskredit wird in Anspruch genommen. In dem Fall können Sie leicht (zusätzliche) CFD Trading Schulden machen, denn Sie müssen mit dem Handel Gewinne erzielen, um den Kredit zurückzahlen zu können. Zudem verursacht in dem Fall natürlich die Kreditaufnahme zusätzliche Kosten in Form der Darlehenszinsen

Wenn Sie stattdessen beim CFD Trading Verluste erleiden, haben Sie sofort Schulden im doppelten Sinne gemacht. Zum einen existieren ohnehin die Kreditschulden und zum anderen haben Sie nicht einmal mehr das geliehene Kapital, um den Kredit zurückzuzahlen bzw. das geliehene Geld zu verwenden. Deshalb raten nahezu alle Experten dringend dazu, nicht auf Kreditbasis mit Differenzkontrakten zu spekulieren. Dann ist die Gefahr groß, dass beim CFD Trading Schulden im doppelten Sinne entstehen. 

Emotionales Handeln

Tatsächlich kann auch emotionales Handeln zu CFD Trading Schulden führen. Das geschieht zum Beispiel, wenn Sie eine Position eigentlich verkaufen sollten, aufgrund eines „Bauchgefühls“ jedoch gegenteilig handeln. So verlassen sich in dem Fall eher auf Ihr Gefühl statt zum Beispiel auf eine gute Handelsstrategie, was in der Praxis schon bei vielen Tradern zu – vermeidbaren – CFD Trading Schulden geführt hat.

Sie lassen dann zum Beispiel eventuell auch die Regel außer Acht, nicht mehr als ein bis zwei Prozent Ihres Handelskontos auf eine Position zu verteilen. Darüber hinaus gibt es weitere Emotionen, die in der Praxis häufig zu CFD Trading Schulden führen, nämlich: 

  • Panik
  • Gier
  • Neid (auf andere Trader – Erfolge)
  • Sturköpfigkeit

Kein Risikomanagement nutzen 

Im weiteren Sinne machen Sie CFD Trading Schulden, indem Sie Verluste erleiden. Im engeren Sinne sind CFD Trading Schulden natürlich an die Voraussetzung gebunden, dass es sich nicht um Ihr eigenes Geld handelt und Sie dementsprechend nicht aus dem Guthaben heraus handeln.

Generell erhöht sich das Risiko von CFD Trading Schulden auch dadurch, dass Sie kein Risikomanagement nutzen. Sie verpassen dann beispielsweise durch das Stellen einer Stop-Loss Order die Möglichkeit, einen Totalverlust zu vermeiden oder größere Verluste zu verhindern.

stop loss ordermaske cfd dax

Risikomanagement für erfolgreiches Trading

Mit einem guten Risikomanagement können Sie definitiv die Gefahr, mit dem CFD Trading Schulden zu machen, verringern. Wie bei den zuvor erläuterten Möglichkeiten, wie Sie Schulden beim CFD Trading generell vermeiden können, trägt auch das Risikomanagement dazu bei, dieses Risiko – von Verlusten – zu verringern. Mögliche Verluste fallen dann oft nicht so hoch aus oder betreffen eventuell nur Ihr eigenes Kapital, sodass Sie nicht zusätzlich mit Schulden aus dem CFD Trading gehen

Ein gut strukturiertes Risikomanagement hat immer mehrere Bestandteile, die Sie natürlich nicht alle nutzen müssen, die als einzelne Komponenten jedoch sehr hilfreich sein können. Oftmals besteht das Risikomanagement auch beim CFD Trading aus den folgenden Teilen:

  • Handelskonto / Positionen / Märkte beobachten
  • Ausreichend hohe Margin
  • Optimale Positionsgröße
  • Stop-Loss Order
  • Handelsstrategie

Lassen Sie uns auf diese Punkte etwas näher eingehen, damit Sie im Idealfall wissen, wie Sie ein gut strukturiertes Risikomanagement nutzen können.

Handelskonto / Positionen / Märkte beobachten

Eine wichtige Grundlage eines Risikomanagements ist, dass Sie möglichst keine wichtigen Handelssignale verpassen und über die Kursentwicklung Ihrer CFD Positionen informiert sind. Darum ist es empfehlenswert, eine möglichst laufende Überwachung Ihres Handelskontos, der offene Positionen und der Märkte vorzunehmen.

Sie müssen das nicht zwangsläufig selbst manuell tun, sondern bei vielen CFD-Brokern gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, sogenannte Kursalarme einzustellen. Sie werden dann darüber informiert, wenn ein Basiswert einen bestimmten Kurs unter- oder überschreitet und können dann entsprechend reagieren.

Ausreichend hohe Margin

Viele Verluste wären beim CFD Trading vermeidbar, wenn Sie eine nicht zu geringe Margin haben. Deshalb empfehlen Experten, dass Sie immer etwas mehr Guthaben auf Ihrem Handelskonto haben, als lediglich die vom Broker geforderten Mindestmargin. Beträgt der Hebel zum Beispiel 20:1, müssen Sie eine Margin von fünf Prozent für die Position vorhalten.

margin

Dann wäre es definitiv ratsam, wenn sich die Margin beispielsweise auf mindestens 10 bis 20 Prozent beläuft. Sie vermeiden dann, gerade bei einem höheren Hebel, dass schnelle und oft vorübergehende Verluste dazu führen, dass der Broker die Position schließen muss und Sie entsprechend einen Totalverlust erleiden.

Optimale Positionsgröße bestimmen

positionsgroesse

Ein ebenfalls wichtiger Aspekt im Rahmen des Risikomanagements ist beim CFD Trading das Bestimmen der optimalen Positionsgröße. Hier gilt unter Experten meistens die Regel, dass Sie nicht mehr als zwei Prozent Ihres Handelskontos in eine Position fließen lassen sollten.

Allerdings ist manchmal ein individuelles Anpassen notwendig, denn natürlich würde es sich nicht lohnen, wenn Sie nur für 20 Euro Eigenkapital Differenzkontrakte handeln. Daher ist die richtige Positionsgröße durchaus auch vom Gesamtkapital abhängig, welches Sie für das CFD Trading aufwenden möchten.

Stop-Loss Order nutzen

stop loss risiko beispiel

Ein sehr praktikables, einfaches und zugleich effektives Mittel im Bereich des Risikomanagements ist die Stop-Loss Order. Damit haben Sie die Möglichkeit, eventuelle Verluste von vornherein zu begrenzen. Sie erteilen dem CFD Broker nämlich den Auftrag, die Position schließen, sollte ein bestimmter Kurs erreicht bzw. unterschritten werden. So lassen sich auch mögliche CFD Trading Schulden verhindern oder zumindest gering halten.

Handelsstrategie in Anspruch nehmen

Zu einem guten Risikomanagement gehört auch eine gute Handelsstrategie, die auf bestimmten Vorgaben basiert. Sie müssen diese Strategien allerdings dann auch konsequent einsetzen und nicht etwa davon abweichen, indem Sie letztendlich doch aus dem Bauch heraus und nach Ihren Emotionen handeln. Wenn Sie das beherzigen, sind Handelsstrategien ein wichtiger Teil des Risikomanagements.

Fazit – CFD Trading Schulden lassen sich vermeiden

Der CFD Handel ist hochspekulativ und nicht selten kommt es vor, dass es bei den Tradern zu echten CFD Trading Schulden kommt. Das geschieht unter der Voraussetzung, dass Sie sich zum Beispiel für einen Broker mit Nachschusspflicht entscheiden oder Sie von vornherein – zum Beispiel bei einer Bank – einen Kredit aufnehmen, um mit Differenzkontrakten zu handeln. 

Es gibt jedoch eine Reihe von Möglichkeiten, wie Sie CFD Trading Schulden vermeiden oder zumindest die eventuellen Verluste in Grenzen halten können. Ein probates Mittel ist das Risikomanagement, mit welchem Sie statistisch Verluste verringern. Zudem sollten Sie möglichst nur mit Eigenkapital handeln und keinen Kredit aufnehmen, um so die Gefahr echter CFD Trading Schulden zu verringern.

FAQ – CFD Trading Schulden

Warum kann CFD Trading zu Schulden führen?

CFD-Trading kann dazu führen, dass Trader mehr Geld ausgeben, als sie eigentlich haben und hoffen, dass sie Schulden durch zukünftige Gewinne ausgleichen können. Wenn die Kurse jedoch nicht so entwickeln, wie erwartet, kann dies zu hohen Verlusten und Schulden führen.

Wie kann ich CFD Trading Schulden vermeiden?

Es ist wichtig, nur Geld zu investieren, das Sie tatsächlich entbehren können. Es ist auch ratsam, ein festes Handelsbudget zu setzen und sich an dieses zu halten. Eine gründliche Marktforschung und das Verstehen der Risiken des CFD-Tradings kann ebenfalls dazu beitragen, das Risiko von Schulden zu minimieren.

Über den Autor

Du willst profitables Trading erlernen?

Wir zeigen dir durch profitable und jahrelange erprobte Trading-Strategien ein Vermögen aufzubauen ohne überdurchschnittliche Risiken eingehen zu müssen.
Telegram_logo

Exklusive Analysen und Inhalte in unserer Telegram-Gruppe!