Welche CFDs sollte man kaufen?

INHALTSÜBERSICHT

Der CFD Handel ist auch deshalb so beliebt bei Tradern, weil es eine breite Auswahl an Basiswerten gibt. Das ist zum einen positiv, denn so können Trader die für sich persönlich am besten passenden Basiswerte für den CFD Handel wählen.

Auf der anderen Seite führt die große Auswahl allerdings auch dazu, dass sich viele Trader die Frage stellen: Welche CFDs sollte man kaufen? Exakt dieser Frage möchten wir im folgenden Beitrag nachgehen.

Kauf von CFDs erklärt

Zunächst einmal möchten wir erläutern, wie der Kauf von CFDs eigentlich grundsätzlich funktioniert. Das ist besonders für Anfänger interessant, die vielleicht noch nie mit Differenzkontrakten gehandelt haben.

Damit Sie überhaupt CFDs kaufen können, stellen Sie im ersten Schritt ein Handelskonto bei einem CFD Broker eröffnen. Zuvor sollten Sie einen Vergleich der Anbieter durchführen, da sich die Konditionen und Leistungen der einzelnen Broker durchaus unterscheiden. 

roboforex plattform

Haben Sie einen CFD Broker gewählt, eröffnen Sie über dessen Webseite das benötigte Handelskonto. Damit wird Ihnen gleichzeitig auch die Trading-Plattform zur Verfügung gestellt, über die Sie zukünftig CFDs kaufen und verkaufen können. Der eigentliche Kauf von CFDs funktioniert dann auf den folgenden Grundlagen:

  1. Sie entscheiden sich für einen Basiswert
  2. Sie selektieren zum Basiswert entweder Kaufen (Buy) oder Verkaufen (Sell)
  3. Sie erfassen die relevanten Daten
  4. Sie bestätigen den Auftrag

Zunächst müssen Sie sich natürlich entscheiden, auf welchen Basiswert Sie gerne mit den entsprechenden Differenzkontrakten spekulieren möchten. Ebenfalls müssen Sie die Richtung wählen, also, ob Sie gerne CFDs kaufen oder verkaufen möchten. In der Ordermaske müssen Sie dann noch einige Daten eingeben, wie zum Beispiel die Anzahl der zu handelnden CFDs und ein eventuelles Limit, welches Sie im Auftrag mitgeben möchten. 

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Zuletzt sollten Sie noch einmal einen Blick darauf werfen, ob alle von Ihnen gemachten Angaben korrekt sind. Dann bestätigen Sie den Auftrag und dieser wird an den CFD Broker weitergeleitet.

Wenn Ihre Order ausgeführt wurde, ist der entsprechende Kauf abgeschlossen. Sie können die Position dann jederzeit verkaufen oder der Broker muss diese vielleicht glattstellen, wenn nämlich Ihre Margin als Sicherheitsleistung nicht mehr ausreicht

Zur Erklärung des Kaufs von CFDs gehört natürlich auch, dass Sie wissen, dass CFD Broker stets mit einem Hebel arbeiten. Das bedeutet, dass Sie nur einen kleinen Teil des Handelsgegenwertes mit Ihrem Eigenkapital abdecken müssen. Der Großteil des Handelsgegenwertes leiht Ihnen der Broker, beispielsweise das Zehnfache Ihres eigenen Kapitaleinsatzes.

Entscheidungskriterien beim CFD Handel

Kommen wir nun zu unserem Hauptthema, nämlich welche CFDs Sie kaufen sollten. Pauschal lässt sich diese Frage natürlich nicht beantworten, da es von mehreren Faktoren abhängig ist, welche CFDs für Sie wann am besten geeignet sind.

Hilfreich sind einige Entscheidungskriterien, die Sie der Antwort auf die Frage näher bringen können, welche CFDs man kaufen sollte. Mit diesen einzelnen Entscheidungskriterien möchten wir uns jetzt etwas näher beschäftigen.

Volatilität der Basiswerte

Vor dem Kauf der CFDs müssen Sie stets wählen, auf welchen Basiswert Sie gerne mit den entsprechenden Differenzkontrakten spekulieren möchten. Hier kann es ein Entscheidungskriterium sein, wie volatil die jeweiligen Underlyings sind. Mit der Volatilität wird die Schwankungsbreite bezeichnet, die Basiswerte vorrangig aus den folgenden Kategorien haben:

  • Aktien
  • Indizes
  • Devisen
  • Kryptowährungen
  • Rohstoffe

Basiswerte aus der Kategorie Indizes sind zum Beispiel als deutlich weniger volatil als Kryptowährungen oder Rohstoffe. Für Sie als Trader ist die Volatilität durchaus ein wichtiges Entscheidungskriterium, welche CFDs Sie kaufen sollten.

Möchten Sie eine möglichst hohe Chance auf überproportionale Gewinne, bieten sich in erster Linie Rohstoffe und Kryptowährungen als Basiswerte an, da diese als am volatilsten gelten.

Möchten Sie hingegen das Risiko geringer halten, dass der Broker aufgrund der hohen Volatilität Ihre Position eventuell frühzeitig schließen muss, sind vorrangig Devisen und Haupt-Indizes als Basiswerte geeignet.

Long oder Short?

Auch wenn unsere Eingangsfrage lautet: „Welche CFDs sollte man kaufen?“ so bezieht sich das natürlich ebenfalls auf den möglichen Verkauf der Differenzkontrakte, also auf eine Short-Position.

Sie müssen sich stets fragen, ob es momentan wahrscheinlicher ist, dass der Kurs des Basiswertes steigen oder fallen wird. Bei der Beantwortung dieser Frage wiederum kann in erster Linie die Chartanalyse hilfreich sein, die wiederum auf die Interpretation bestimmter Indikatoren setzt. 

unterstützung einstieg

Befindet sich der aktuelle Kurs des Basiswertes zum Beispiel kurz vor einer sogenannten Unterstützungslinie, dann ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass der Kurs auch jetzt dort aufgehalten wird und (vielleicht) ansteigt.

Das wäre ein klassisches Kaufsignal, sodass Sie dann zumindest schon die Richtung kennen, nämlich dass Sie auf steigende Kurse des Basiswertes spekulieren und dementsprechend CFDs kaufen möchten.

Handelsstrategie als Grundlage

Welche CFDs Sie kaufen oder verkaufen, hängt auch von Ihrer gewählten Handelsstrategie ab. Haben Sie sich zum Beispiel für eine Trendfolgestrategie entschieden, dann fällt Ihre Wahl bei den Basiswerten vor allem auf solche Underlyings, die sich innerhalb eines möglichst intakten Trends befindet.

trend einstieg ausstieg beispiel

Zum Umsetzen einer solchen Trendfolgestrategie wären zum Beispiel wiederum Kryptowährungen als Basiswerte eher weniger geeignet, weil diese einfach zu volatil sind und sich oftmals nicht in einem eindeutigen Trend befinden. Stattdessen bieten sich eher Aktien, Indizes oder auch bestimmte Rohstoffe wie Gold an.

Diversifizierung auch beim CFD Trading

Ebenfalls als ein Entscheidungskriterium, welche CFDs man kaufen sollte, kann die Diversifikation eine Grundlage sein. Diese ist nicht nur bei der Geldanlage sinnvoll, sondern auch beim CFD Trading sollten Sie keinesfalls Ihr gesamtes Kapital auf eine oder wenige Karten setzen.

Das wiederum kann dazu führen, dass Sie zum Beispiel aus jeder der Hauptkategorien, also insbesondere Aktien, Indizes, Rohstoffe und Devisen mehrere, unterschiedliche CFDs wählen. So entscheiden Sie sich auf Grundlage einer möglichst breiten Mischung an Basiswerten für den Kauf der einzelnen CFDs. Natürlich sollten Sie dabei auch die anderen Faktoren berücksichtigen, wie zum Beispiel Ihre Trading Strategie.

Kurzfristiges vs. längerfristiges Agieren

Es gibt noch weitere Entscheidungskriterien, die dabei helfen können, die für Sie passenden CFDs zu kaufen. So macht es zum Beispiel durchaus einen Unterschied, ob Sie sehr kurzfristig spekulieren möchten und sich im Bereich Daytrading bewegen oder ob ein etwas längerfristiges Investment infrage kommt. Für das Daytrading wären zum Beispiel insbesondere Kryptowährungen als Basiswerte interessant, nämlich aufgrund der bereits angesprochenen hohen Volatilität. 

Dann haben Sie durch den Kauf nämlich die Möglichkeit, auch nur innerhalb eines oder weniger Tage relativ hohe Gewinne zu erzielen. Sollte Sie allerdings etwas längerfristiger orientiert sein und können Sie sich vorstellen, die entsprechenden CFDs durchaus über mehrere Wochen oder sogar Monate hinweg zu halten, wären in diesem Fall meistens etwas andere Basiswerte geeigneter, insbesondere aus der Kategorie Indizes, Devisen und zum Teil Aktien.

Den richtigen Zeitpunkt zum Kauf finden

Natürlich stellt sich im Zusammenhang mit dem CFD Trading nicht nur die Frage, welche Differenzkontrakte Sie kaufen oder verkaufen sollten. Ebenfalls müssen Sie sich entscheiden, wann Sie den entsprechenden Kauf oder Verkauf tätigen möchten.

Hier sind es in erster Linie die Handelssignale, die Ihnen einen Anhaltspunkt liefern, wann der beste Kauf- und Verkaufszeitpunkt sein könnte. Die Handelssignale wiederum leiten sich aus technischen Indikatoren ab, von denen es auch beim CFD Trading mehrere gibt. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Bollinger-Bänder
  • Moving Average Convergence
  • Einfacher gleitender Durchschnitt (SMA)
  • Relative Strength Index (RSI)

Liefern Ihnen also die entsprechenden Indikatoren Kauf- oder Verkaufssignale, dann wird Ihnen in diesem Fall Ihre Entscheidung abgenommen, zu welchem Zeitpunkt Sie die entsprechenden CFDs kaufen oder verkaufen sollten.

Anfänger vs. erfahrene Trader

Welche CFDs man kaufen sollte, hängt durchaus auch vom eigenen „Status“ ab. Damit ist gemeint, ob Sie relativ neu mit dem CFD Trading beginnen oder schon ein alter Hase sind, sodass Sie über umfangreiche Erfahrungen verfügen.

Für Anfänger ist es meistens ratsam, mit Basiswerten zu beginnen, die einerseits sehr liquide sind und zum anderen eine eher geringere Volatilität aufweisen. Deshalb empfehlen erfahrene Trader und Experten gerade Anfänger beim CFD Trading unter anderem die folgenden Basiswerte:

  • Haupt-Indizes wie den DAX
  • Edelmetalle wie Gold und Silber
  • Standardwerte bei Aktien
  • Weltwährungen wie den US-Dollar

Bei diesen Basiswerten sind meistens größere Kursveränderung in sehr kurzer Zeit nicht zu erwarten, sodass Sie kein allzu hohes Risiko eingehen, dass der Broker Ihre Position sofort aufgrund einer unzureichenden Margin schließen muss. Garantien gibt es natürlich auch hier nicht, sodass Sie selbst wachsam bleiben müssen, wie sich die Kurse der entsprechenden Basiswerte verändern.

Fazit: Indikatoren richtig deuten

Bei der Frage, welche CFDs man kaufen sollte, geht es unter anderem um technische Indikatoren. Daraus resultieren Handelssignale, die Ihnen Aufschluss darüber geben können, welche CFDs Sie kaufen könnten. Die Schwierigkeit besteht manchmal darin, die Indikatoren richtig zu deuten.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Entscheidungskriterien beim CFD Handel, die Ihnen dabei helfen können, die richtige Kauf- oder auf Verkaufsentscheidung zu treffen. Dazu gehört zum Beispiel die Volatilität der Basiswerte, die Sie unter anderem danach ausrichten können, ob Sie kurz- oder längerfristig traden möchten.

FAQ – Welche CFDs kaufen

Was sollte man bei der Auswahl von CFDs beachten?

– Volatilität des Basiswertes: CFDs sind hochspekulative Instrumente und eignen sich daher eher für Anleger, die Risiken eingehen möchten. Anleger sollten daher vor dem Kauf von CFDs die Volatilität des Basiswertes sorgfältig analysieren.

– Gebühren und Provisionen: Beim Kauf von CFDs müssen in der Regel Gebühren und Provisionen an den Broker gezahlt werden. Anleger sollten daher die Konditionen verschiedener Broker vergleichen, um die für sie günstigsten Angebote zu finden.

– Liquidität des Basiswertes: Ein hochliquider Basiswert ermöglicht es dem Anleger, seine CFDs jederzeit problemlos zu verkaufen. Anleger sollten daher darauf achten, dass der Basiswert, in den sie investieren möchten, über ausreichende Liquidität verfügt.

Welche CFDs eignen sich für Anfänger?

Für Anfänger empfehlen sich in der Regel CFDs auf gut etablierte Basiswerte wie zum Beispiel große und liquide Aktienindizes oder Devisenpaare. Diese CFDs haben in der Regel eine geringere Volatilität als zum Beispiel CFDs auf kleinere Einzelaktien oder weniger liquide Rohstoffe. Anfänger sollten zudem darauf achten, dass sie ihr Risiko durch den Einsatz von Risikomanagement-Tools wie zum Beispiel Stopp-Loss-Orders begrenzen.

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