ETF-Sparplan für Kinder: Regelmäßig in die Zukunft investieren

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Viele Eltern beginnen bereits nach der Geburt ihres Kindes damit, langsam Vermögen für den Nachwuchs aufzubauen. Ziel ist meistens das 18. Lebensjahr, sodass dann mit dem angesammelten Kapital zum Beispiel das erste Auto, der Führerschein oder die erste Wohnungseinrichtung finanziert werden können.

Auch wenn das Kind einen ETF-Sparplan nicht versteht – später wird es Ihnen danken

Zu diesem Zweck bieten Banken und andere Finanzdienstleister mehrere Produkte an, die ganz gezielt auf regelmäßiges Sparen und den Vermögensaufbau ausgerichtet sind. Besonders häufig wird von Experten inzwischen eins spezieller Sparplan empfohlen, nämlich das sogenannte ETF-Sparen. Doch handelt es sich bei einem ETF-Sparplan für Kinder wirklich um die beste Alternative für den Nachwuchs? Dieser Frage möchten wir in unserem Beitrag gerne nachgehen.

Klassisches Sparkonto hat beim Vermögensaufbau für Kinder ausgedient

Bis vor etwa zehn Jahren haben sich die weitaus meisten Eltern und häufig besonders gerne Großeltern im Hinblick auf den Vermögensaufbau für Kinder bzw. Enkelkinder für ein klassisches Sparkonto entschieden. Auf das Sparbuch wurde dann meistens per Dauerauftrag monatlich ein bestimmter Betrag überwiesen.

Satte Zinsen auf dem Sparbuch? Das war gestern

Spätestens seit der Niedrigzinsphase ist das Sparbuch bei Sparkasse & Co. allerdings vollkommen unattraktiv geworden, denn manche Banken zahlen überhaupt keinen Zins mehr auf Spareinlagen. Im besten Fall beträgt der Zinssatz heute 0,5 Prozent, was natürlich für einen regelmäßigen Vermögensaufbau und regelmäßiges Sparen völlig indiskutabel ist. Aus diesem Grund sollten Eltern nach Alternativen suchen, die zum Glück am Finanzmarkt auch existieren.

Welche Sparpläne werden am Markt angeboten?

Eins vorweg: Viele Finanzdienstleister bieten zwar unter anderem explizit Sparverträge für Kinder an. In der Regel handelt es sich dabei allerdings um die gleichen Produkte, die auch alle anderen Kunden nutzen können.

ETF Sparplan oder Riester
Kommt Zeit, kommt Rendite: Mit einem ETF-Sparplan für Kinder investieren Sie regelmäßig bis zu einer großen Summe

Manchmal ist das entsprechende Finanzprodukt für Kinder mit einem Bonus oder einer anderen Besonderheit ausgestattet, es gelten jedoch die gleichen Konditionen wie für erwachsene Kunden. Grundsätzlich sind im Prinzip sämtliche Finanzprodukte auch für Kinder zum regelmäßigen Sparen geeignet, bei denen durch monatliche Einzahlungen nach und nach Kapital angesammelt wird. Dazu zählen unter anderem die folgenden Optionen:

  • Banksparplan
  • Bausparvertrag
  • Kapitallebensversicherung
  • Private Rentenversicherung
  • Fondssparplan
  • Edelmetallsparplan
  • Aktiensparplan
  • ETF-Sparplan

Die Auswahl erscheint zwar relativ groß, aber auf der anderen Seite sollten Sie bedenken, dass bei Weitem nicht alle zuvor genannte Sparpläne heute noch zum Vermögensaufbau geeignet sind, wenn Sie eine zumindest akzeptable Rendite haben möchten. Vor allem die Geldanlage in Krisenzeiten – Stichwort Inflation – schließt einige Optionen aus.

Keine Rendite
Unter dieser Voraussetzung fallen definitiv der Banksparplan und auch der Bausparvertrag weg, zumal Letzterer ohnehin in dem jungen Alter noch keinen Sinn macht. In beiden Fällen liegt die jährlichen Durchschnittsrendite unter einem Prozent.

Weniger geeignet zum Vermögensaufbau sind auch Kapitallebensversicherung und private Rentenversicherung, im Prinzip aus dem gleichen Grund. Zwar sind die Renditen hier noch höher als bei Banksparplan und Bausparvertrag, bewegen sich allerdings aus Sicht vieler Anleger und Sparer ebenfalls nicht mehr im akzeptablen und schon gar nicht im attraktiven Bereich.

lebensversicherung
Lebensversicherung? Keine gute Idee zur Altersvorsorge für Ihre Kids

Es bleiben also im Prinzip nur vier Sparplan-Varianten übrig, nämlich der Aktiensparplan, der Edelmetallsparplan, der Fondssparplan und der ETF-Sparplan.

Aktien- und Edelmetallsparplan: Sehr individuelles Investment

Sowohl Aktien- als Edelmetallsparpläne gehören zu den eher neueren Produkten am Finanzmarkt, die dem regelmäßigen Vermögensaufbau dienen. In beiden Fällen können Sie mit dem Sparen durchaus eine ansehnliche Rendite erzielen. Allerdings sehen zahlreiche Eltern den Haken darin, dass die Sparpläne zum einen nur auf ein Finanzprodukt ausgerichtet sind und daher keine Risikostreuung (Diversifikation) stattfindet.

Gold im Rohstoffhandel
Gold eignet sich nur bedingt zum Sparen

Zum anderen sind natürlich gerade Aktien und Edelmetalle mit größeren Schwankungen versehen, was sich die meisten Eltern und Großeltern nicht unbedingt für den langfristigen Vermögensaufbau ihres Kindes und Enkelkindes wünschen. Tatsächlich geeignet sind Aktien- und Edelmetallsparpläne also im Prinzip nur für Kunden, die Spaß an der Materie haben und auch ein gewisses Know-how besitzen, wenn es zum Beispiel um die Einschätzung geht, wie sich der Kurs einer bestimmten Aktie oder der Goldpreis zukünftig entwickeln werden.

Fondssparplan vs. ETF-Sparplan für Kinder

Die sicherlich auf breiter Ebene am besten geeigneten Sparverträge für Kinder sind zum einen Fondssparpläne und zum anderen die sogenannte ETF-Sparpläne. Diese zwei Varianten haben einige Gemeinsamkeiten, allerdings gibt es auch deutliche Unterschiede zwischen aktiv gemanagten Fonds und ETFs.

etf
ETFs sind der Schlüssel zum Erfolg

In beiden Fällen werden regelmäßig Fondsanteile gekauft, während Sie bei aktiv gemanagten Fonds noch genau auf die Fondsart achten sollten. Es werden in der Regel die nachfolgenden Varianten angeboten:

  • Geldmarktfonds
  • Rentenfonds
  • Offene Immobilienfonds
  • Aktienfonds

Beim Sparen für Ihre Kinder sind Geldmarktfonds und Rentenfonds weniger interessant, welche die Rendite wiederum recht gering ausfällt. Offene Immobilienfonds sind relativ speziell, sodass sich die meisten Eltern in dem Zusammenhang für einen Aktienfonds innerhalb des Fondssparplans entscheiden.

ETF-Sparplan

Beim ETF-Sparplan – verfügbar auf Indizes, Branchen oder beispielsweise die Emerging Markets – wählen Sie in den meisten Fällen ebenfalls eine indirekte Anlage in Aktien, denn die Indexfonds orientieren sich zumeist an einem Aktienindex wie dem DAX oder dem EuroStoxx 50. Trotzdem gibt es einige wesentliche Unterschiede zwischen klassischen Fonds und den Indexfonds, die in der Summe dazu führen, dass sich immer mehr Eltern bewusst für das ETF-Sparen für ihre Kinder entscheiden.

Einrichtung eines ETF-Sparplans für Kinder bei Scalable Capital

Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Gesamtkostenquote. Diese beläuft sich bei aktiv gemanagten Aktienfonds gut und gerne auf über zwei Prozent, ohne dass der übliche Ausgabeaufschlag bereits mit eingerechnet wäre. Bei ETF-Fonds hingegen belaufen sich die Fondskosten in der Summe meistens auf maximal 0,7 bis 0,8 Prozent. Oftmals beträgt die Gesamtkostenquote sogar nur 0,45 Prozent. Indexfonds sind also oft deutlich günstiger im Vergleich zu den meisten aktiv gemanagten Aktienfonds.

Sparpläne auf ETFs sind die beste Wahl

Geringere Kosten wiederum für natürlich dazu, dass bei ETFs in der Regel eine bessere Rendite als bei aktiv gemanagten Aktienfonds zu erwarten ist. Dies gilt sogar unter der Voraussetzung, dass die reine Performance betrachtet wird. Nicht selten schneiden Indexfonds hier mindestens gleichwertig oder sogar besser als aktiv gemanagte Fonds ab. Während die Kosten und die damit zusammenhängende Rendite eher für ETFs im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds spricht, gibt es auf der anderen Seite faktisch kaum Nachteile der Indexfonds im direkten Vergleich.

etf-sparplan für kinder
Where to next? Am besten in den ETF-Sparplan für Kinder

Es findet – wie bei aktiv gemanagten Aktienfonds – eine Risikostreuung statt, indem in der Regel mindestens 20 unterschiedliche Aktientitel im Portfolio sind. Der einzige – oftmals imaginäre – Nachteil der ETFs gegenüber Aktienfonds ist, dass es keine Möglichkeit gibt, besser als der Markt bzw. der entsprechenden Basisindex abzuschneiden. Beim aktiven Fondsmanagement besteht zumindest die Möglichkeit, dass die Performance des Fonds überdurchschnittlich ist.

Wie und wo richte ich einen ETF-Sparplan für Kinder ein?

Viele Experten empfehlen Eltern heutzutage einen ETF-Sparplan, wenn es um den Vermögensaufbau und das regelmäßige Sparen für Kinder geht. Die Sparpläne sind transparent, einfach verständlich, flexibel und es gibt mittlerweile eine große Auswahl an sparplanfähigen ETFs.

Doch wie und wo richte ich einen solchen Sparplan überhaupt ein? Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie können natürlich Ihre Bank aufsuchen und dort in der Filiale einen Sparplan eröffnen. Gleichzeitig können Sie dort – falls gewünscht – auch eine Beratung in Anspruch nehmen. Aufgrund der leichten Verständlichkeit der ETFs ist das allerdings oft gar nicht notwendig.

Die Consorsbank bietet beispielsweise Junior-Wertpapierdepots

Dann haben Sie die Möglichkeit, über die Webseite einer Bank oder eines Onlinebrokers den entsprechenden Sparplan einzurichten. Dazu benötigen Sie allerdings zunächst ein Wertpapierdepot, welches auf den Namen Ihres Kindes lauten sollte. Dieses richten Sie ebenfalls bei einer Bank oder einem Online-Broker (hier ist der regelmäßige Depotcheck besonders einfach) ein. Nachdem das geschehen ist, müssen Sie sich im Zuge des gewünschten ETF-Sparplans nur noch im Hinblick auf die folgenden Daten und Zahlen entscheiden:

  • Welcher ETF-Fonds soll gekauft werden?
  • Ausführungsrhythmus des Sparplans (meistens monatlich)
  • Sparrate
  • Eventuelles Enddatum (eher unüblich)

Nachdem Sie diese Auswahl getroffen haben, wird der Sparplan eingerichtet und jeden Monat oder innerhalb eines anderen Rhythmus ausgeführt. Die entsprechenden ETFs werden im Depot verbucht und können übrigens jederzeit an der Börse wieder verkauft werden. So haben Sie für Ihr Kind einen flexiblen und oft renditestarken Sparplan eingerichtet.

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