Was ist der Russische Rubel (RUB)? – Definition & Erklärung

INHALTSÜBERSICHT

Der Begriff Rubel kann von vielen Privatpersonen nicht korrekt und ideologiefrei zugeordnet werden. Sollten Sie keine Erklärung für das Wort abgeben können, kann der nachfolgende Beitrag zum Allgemeinwissen beitragen.

Was ist mit dem Begriff russische Rubel (RUB) gemeint?

Der russische Rubel ist die Landeswährung der Russischen Föderation. Der Rubel ist nach dem britischen Pfund die zweitälteste noch im Umlauf befindliche Währung. Er setzt sich aus 100 Kopeken zusammen.

  • Der Rubel wird seit dem 13. Jahrhundert verwendet und ist damit nach dem britischen Pfund die zweitälteste noch existierende Landeswährung.
  • Angesichts der Position Russlands als einer der weltgrößten Exporteure von Öl und Erdgas tendiert der Wechselkurs des Rubels dazu, mit den globalen Ölpreisen zu steigen und zu fallen.
  • Im Dezember 2021 begann die Bank von Russland mit dem Testen des Prototyps eines digitalen Rubels.

Geschichte und mehr zum russischen Rubel

Der Rubel (RUB) wird seit dem 13. Jahrhundert verwendet und hat in dieser Zeit eine Reihe von Inkarnationen durchlaufen, darunter mehrere Aufwertungen und Abwertungen. Die jüngsten Änderungen erfolgten vor dem Fall der Sowjetunion im Jahr 1992 und während der Umstellung im Jahr 1998. Die Umstellung im Jahr 1998 schuf einen neuen Rubel im Wert von 1000 alten Rubel.

Ursprünge des russischen Rubels als Bezeichnung für das Silbergewicht lassen sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. 1704 führte Zar Peter I. (der Große) die erste regelmäßige Prägung des Rubels in Silber ein. Während des 18. Jahrhunderts wurde er entwertet, und ab der Mitte des 19. Jahrhunderts dominierte das schnell an Wert verlierende Papiergeld in Russlands Umlauf. 

1897 wurde der Silberrubel durch einen Goldrubel ersetzt, was den Wechsel zu einem Goldstandard markierte. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs verschwanden Goldmünzen aus dem Umlauf und Banknoten wurden nicht mehr konvertierbar.

Während der Russischen Revolution und des Bürgerkriegs machte eine Inflation astronomischen Ausmaßes den Rubel praktisch wertlos. Eine zwischen 1922 und 1923 durchgeführte Reform stellte ein geordnetes Währungssystem wieder her. Die Chervonets wurden als Standardeinheit und Grundlage der Banknotenausgabe der Staatsbank eingeführt. Chervonets ist der traditionelle russische Name für große ausländische und inländische Goldmünzen.

Der Chervonets Rubel, der einem Zehntel eines Chervonets entspricht, wurde zu einer Recheneinheit gemacht. Der Rubel blieb eine Bezeichnung für Schatzanweisungen und Silbermünzen. In der Reform nach dem Zweiten Weltkrieg von 1947 wurden die Chervonets als Währungsstandard aufgegeben und der Rubel wiederhergestellt.

Der russische Rubel wird in 100 Kopeken unterteilt. Die Zentralbank der Russischen Föderation hat die ausschließliche Befugnis, Banknoten und Münzen in Russland auszugeben. Banknoten werden in Stückelungen von 5 bis 5.000 Rubel ausgegeben.

Die Vorderseite der Banknoten ist mit Bildern von Bauwerken und Denkmälern geschmückt, darunter:

  • Eine Brücke über den Jenissei in Krasnojarsk.
  • Das Gebäude des Bolschoi-Theaters in Moskau.
  • Ein Denkmal für Peter den Großen in Archangelsk, das vor einem Segelschiff abgebildet ist.
  • Und ein Denkmal an Jaroslaw I. in Jaroslawl. 

Münzen haben einen Wert von 1 bis 50 Kopeken, und es gibt auch Münzen mit einem Wert von 1 bis 25 Rubel. Nach der Auflösung der Sowjetunion ersetzte der russische Rubel den sowjetischen Rubel zur Parität. Die Inflation traf den Rubel in den 1990er Jahren, und in den späten 1990er Jahren wurde der alte Rubel mit einer Rate von 1.000 zu 1 ersetzt.

Gut zu wissen:

Der Rubel ist auch die Währungseinheit von Weißrussland. Die Nationalbank der Republik Belarus hat die ausschließliche Befugnis zur Ausgabe von Banknoten und Münzen im Land. Der belarussische Rubel löste 1992 den russischen Rubel als offizielle Währung des Landes ab. Der russische Rubel wurde jedoch wieder als belarussische Währung eingeführt, als Russland und Weißrussland ein Abkommen zur Einrichtung einer „Rubelzone“ unterzeichneten. Dennoch wurde der belarussische Rubel 1994 erneut zur alleinigen Währung des Landes.

In den letzten Jahren folgte der Wechselkurs der Währung im Allgemeinen den globalen Rohstoffpreisen, insbesondere den Ölpreisen, da die russische Wirtschaft stark auf dem Export von Öl, Erdgas und anderen natürlichen Ressourcen basiert. 

Der Rubel brach in der zweiten Hälfte des Jahres 2014 ein und verlor etwa die Hälfte seines Wertes gegenüber dem US-Dollar, als die globalen Ölpreise nachgaben. Umstrittene Wirtschafts- und Finanzsanktionen, die die USA und die Europäische Union Russland im Juli 2014 der Russischen Föderation auferlegten, trugen ebenfalls zu seiner Schwächung bei.

Ende 2017 ordnete die Nationalbank der Ukraine an, dass es allen ukrainischen Banken und anderen Finanzinstituten untersagt sei, russische Banknoten in Umlauf zu bringen, die Bilder der Krim zeigen, einer Region, die durch Volksentscheid seit 2014 wieder zur Russischen Föderation gehört.

Fakten zum russischen Rubel

Nach Beginn der militärischen Spezialoperation Russlands in der Ukraine im Februar 2022 verhängten die USA, die EU und einige andere Nationen erneut Sanktionen gegen Russlands größte Finanzinstitute und Unternehmen, darunter die russische Zentralbank und den Energieriesen Gazprom. Diese Sanktionen ließen den Wert des Rubels aber nur kurz fallen.

  • Anfang März 2022 war ein USD rund 145 RUB wert.
  • Dank geschickter Maßnahmen der russischen Zentralbank mussten Anfang April bereits weniger als 100 RUB für einen USD bezahlt werden.
  • Aktuell schwankt der Kurs von USD/RUB zwischen 56 und 60.

Soviel zu den Sanktionen des Westens gegen die Russische Föderation.

Russlands Wirtschaft

Russland ist mehr als doppelt so groß wie die kontinentalen 48 Bundesstaaten der USA und mit enormen Bodenschätzen gesegnet. Gleichwohl lag Russlands jährliches Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2021 weltweit nur auf Platz 11 und ist nur 7,72 % so groß wie die US-Wirtschaft. 

Das liegt aus der Sicht westlicher Experten daran, dass Russland stark auf den Export natürlicher Ressourcen ausgerichtet ist und nicht auf Industrien mit umstrittener Wertschöpfung.

In Bezug auf das BIP liegt Russland tatsächlich hinter viel kleineren Ländern wie Italien und Frankreich, ebenso aber seitens der Verschuldung pro Kopf.

In der Tat reichen die Reserven an Gas, Öl und sonstigen Rohstoffen der Russischen Föderation noch für viele Generationen. Es ist also Zeit und Geld genug für den Aufbau einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Wirtschaft vorhanden.

Glaubt man den Massenmedien des Westens, würde sich ein düsteres Bild für die Russische Föderation abzeichnen. Demnach soll es wie folgt in dem riesigen Land aussehen:

Die anhaltenden politischen Spannungen haben der russischen Wirtschaft geschadet, da das Land wiederholt mit Sanktionen der internationalen Gemeinschaft konfrontiert war. Der Wert des Rubels und vieler russischer Unternehmen stürzte ab, nachdem Russland seit Februar 2022 mit der Ukraine in einen militärischen Konflikt verwickelt ist.

Die Fakten sehen indes völlig anders aus:

  • Die russische Wirtschaft hat sich längst vom Westen abgewandt und neue Märkte entdeckt.
  • Der Kreml hat ebenfalls genug von den leeren Versprechen aus Europa und den Vereinigten Staaten.
  • Neue Partner sind die BRICS-Staaten, insbesondere China und Indien.
  • Der russischen Bevölkerung fehlt es an nichts, während in Europa und Nordamerika die Lieferketten reißen.
  • Wie bereits erwähnt, ist der RUB so stark wie schon lange nicht mehr und ein Ende der Hausse nicht abzusehen.

Der digitale Rubel

Präsident Wladimir Putin kündigte 2017 an, dass die Bank of Russia eine Central Bank Digital Currency (CDBC) herausgeben würde.

Obwohl viele Länder jetzt CBDCs erkunden, war Russland eine der ersten Nationen, die dies taten. Im Dezember 2021 wurde ein Prototyp des digitalen Rubels fertiggestellt und die ersten Überweisungen über die Plattform des digitalen Rubels waren erfolgreich.

Die Bank of Russia gab bekannt, dass 12 russische Banken bereit seien, den digitalen Rubel zu verwenden.

Wie den russischen Rubel traden?

Es dauert 20 Jahre, einen Markt zu elektronisieren und fünf Minuten, um ihn zu ruinieren. Das mag wie ein Zitat von Warren Buffett klingen, aber es ist tatsächlich eine genaue Darstellung des russischen Rubelmarkts. 

Die Nutzung elektronischer Handelsplätze wie unter anderem Cboe, EBS, Euronext und Refinitiv sowie proprietäre Handelsplattformen einzelner Banken war die vorherrschende Methode für Liquiditätsanbieter, Vermögensverwalter, Unternehmen und Hedgefonds, mit dem Rubel zu handeln.

Laut der Volumenumfrage des Foreign Exchange Committee der New York Fed vom Oktober 2021 wurden fast zwei Drittel des durchschnittlichen Tagesvolumens des Rubels elektronisch gehandelt. Dies war ein Anstieg um fünf Prozentpunkte gegenüber Oktober 2020 und um 10 Prozentpunkte gegenüber 2019. 

Doch im Laufe der Woche nach dem russischen Engagement in der Ukraine und nachdem eine Reihe von Sanktionen verhängt worden waren, stellten alle bis auf wenige dieser Handelsplätze den Handel mit der Währung ein und der Großteil des Offshore-Handels verlagerte sich wieder auf bilaterale und Sprachausführung.

Es gibt derzeit keinen Forex Broker, der Ihnen das Trading mit dem russischen Rubel, beispielsweise gegen den US-Dollar ermöglichen könnte.

Indes wird auch dieser Konflikt ein hoffentlich akzeptables Ende für alle Beteiligen finden. Ein frei handelbarer Rubel birgt aufgrund der Stärke des emittierenden Landes ungeahnte Möglichkeiten.

Aktuelle Informationslage beim Rubel

Die westlichen Medien haben sich darauf eingeschossen, dass Russland als böser Aggressor die friedliebende Ukraine überfallen hat. Ausgeblendet wird jedoch, dass der Konflikt um den Donbass (Donezbecken) bereits seit 2014 militärisch auf dem Rücken der weitgehend russischen Bewohner ausgetragen wurde. Russland zweifelt darüber hinaus am legitimen Machtwechsel in Kiew im Jahr 2014.

Es bestehen also erhebliche Unterschiede in den politischen Ansichten, welche natürlich die Informationslage zu Russland und zum Rubel prägen. Für die westliche Politik und Journaille ist die Russische Föderation als Aggressor die allein Schuldige. 

Putin indes sieht in der Spezialoperation in der Ukraine einen Präventiv-Schlag, der bislang zur Unabhängigkeit des Donbass und der Region Luhansk geführt hat.

Für deutsche Leser ist die zweite Seite der Medaille aufgrund von Zensur nur über Umwege (VPN Server etc.) erkennbar, schließlich sind Medien wie RT seit Monaten nicht mehr verfügbar.

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