Sparpläne im Vergleich: So finden Sie den passenden Sparvertrag

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Wer regelmäßig Vermögen aufbauen möchte, der entscheidet sich in der Regel für den einen oder anderen Sparvertrag. Am Markt gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Sparplänen, die nicht unbedingt namentlich als solche gekennzeichnet sind. So fällt zum Beispiel auch die private Rentenversicherung unter die Sparverträge, weil Sie durch regelmäßige Einzahlungen nach und nach Vermögen aufbauen können.

sparpläne im vergleich
Welcher Sparplan ist der richtige für Sie? Finden wir es in unserem Sparplan-Vergleich heraus

Aufgrund der relativ großen Vielfalt tun sich manche Sparer allerdings schwer damit, sich für den optimalen Sparplan zu entscheiden. Daher möchten wir in unserem Beitrag näher drauf eingehen, worin eigentlich die Unterschiede zwischen den verschiedenen Sparverträgen liegen, die Sie am Markt finden. Dazu betrachten wir alle möglichen Sparpläne im Vergleich.

Worin unterscheiden sich Sparpläne generell?

Es gibt bei jeder Form des Vermögensaufbaus einige Eigenschaften, die dann auch bei den verschiedenen Sparplänen zu Differenzen führen können. Dazu gehören insbesondere:

  • Rendite
  • Sicherheit
  • Flexibilität
  • Verfügbarkeit
  • Anlageprodukt
  • Art des Ertrages

Schauen wir uns diese Eigenschaften von Sparplänen einmal am Beispiel eines Fondssparplans an. Im Hinblick auf die Rendite schneiden Fondssparpläne relativ gut ab, denn Sie können mit jährlichen Erträgen zwischen durchschnittlich sechs bis acht Prozent rechnen. Hier zeigt sich gleich auch eine andere Eigenschaft, nämlich dass es keine festen Erträge gibt und diese beim Fondssparen nahezu ausschließlich in der möglichen Preissteigerung des jeweiligen Fondsanteils bestehen.

sparplan arbeiten lassen
Bei jedem Sparplan arbeitet die Zeit an der Vermehrung Ihres Geldes

Im Hinblick auf die Sicherheit sind Fondssparpläne eher mittelmäßig einzustufen, wobei allerdings beim langfristigen Vermögensaufbau meistens keine dauerhaften Verluste entstehen.

Hinsichtlich der Flexibilität schneiden Fondssparpläne sehr gut ab, weil Sie die Anteile jederzeit veräußern können und auch zu jedem gewünschten Zeitpunkt die Möglichkeit haben, sich innerhalb des Fondssparplans für einen anderen Fonds zu entscheiden. So gestalten sich die wesentlichen Eigenschaften beim Fondssparplan, können allerdings zum Beispiel bei der privaten Rentenversicherung schon ganz anders aussehen und gewichtet sein.

Welche Sparpläne gibt es am Markt überhaupt?

Die verschiedenen Finanzdienstleister, insbesondere Banken, Fondsgesellschaften und Versicherungsunternehmen, bieten insgesamt knapp zehn unterschiedliche Sparplanarten an, zwischen denen Sie sich als Sparer entscheiden können. Dazu zählen in erster Linie:

  • Private Rentenversicherung
  • Kapitallebensversicherung
  • Banksparplan
  • Bausparvertrag
  • Fondssparplan
  • ETF-Sparplan
  • Edelmetallsparplan
  • Aktiensparplan

Für Sie als Sparer geht es nun darum, sich exakt für die Sparplanart zu entscheiden, die auf Ihre Bedürfnisse am besten zugeschnitten ist. Steht zum Beispiel eine möglichst hohe Rendite im Vordergrund, ist insbesondere der Aktiensparplan eine gute Alternative, sicherlich aber nicht ein Banksparplan oder ein Bausparvertrag.

aktiensparpläne
Eine mögliche Form des Sparvertrags ist der Aktiensparplan

So muss jeder Anleger und Sparer die eigenen Ziele genau definieren, denn nur dann ist es möglich, den richtigen Sparvertrag auszuwählen. Zu möglichen Zielen zählt nicht nur die Rendite – oft geht es auch um Dinge wie die Anlagedauer oder Komplexität der Anlage.

Wer beispielsweise nicht andauernd einen Depotcheck einstreuen möchte, greift zu einem risikoarmen und „wartungsarmen“ Sparplan. Wer hingegen einen langen Anlagehorizont hat und viel Zeit, kann auch etwas riskanter und pointierter sparen.

Niedrige Rendite und hohe Sicherheit: Banksparplan, Bausparvertrag, private Rentenversicherung und Kapitallebensversicherung

Die zuvor aufgelisteten Sparpläne im Vergleich lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen. Auf der einen Seite gibt es die Sparverträge, die zwar sehr sicher sind, sich im negativen Sinne allerdings auch durch eine geringere Rendite auszeichnen.

bausparvertrag
Wie wäre es mit einem Bausparvertrag?

Dazu zählen insbesondere der Banksparplan und der Bausparvertrag, denn – innerhalb der Niedrigzinsphase – Sie erhalten dort kaum eine jährliche Durchschnittsrendite von mehr als zwei Prozent.

Mittlerweile sind auch die Jahresrenditen der privaten Rentenversicherung und der Kapitallebensversicherung im Vergleich zu früheren Zeiten deutlich gesunken, sodass diese bei aktuellen Neuabschlüssen kaum über 3,5 Prozent liegen dürften. Wenn Ihnen beim langfristigen Vermögensaufbau allerdings eine möglichst hohe Sicherheit am wichtigsten ist, können auch diese Finanzprodukte als Sparverträge ihren Zweck erfüllen.

Bessere Renditen: Fondssparplan, ETF-Sparplan, Aktiensparplan und Edelmetallsparplan

Kommen wir nun zur zweiten Hauptkategorie von Sparplänen. Sie finden hier Sparverträge, die eine meistens deutlich höhere Rendite als die zuvor genannten Sparpläne beinhalten. Auf der anderen Seite ist allerdings das Risiko etwas höher, denn weder bei einem Edelmetallsparplan noch bei einem Aktien- oder Fondssparplan gibt es Kapitalgarantien.

Verlustwahrscheinlichkeit verringert sich
Es kann also passieren, dass Sie im Rahmen des langfristigen Vermögensaufbaus entweder Verluste erleiden oder nur eine geringe Rendite erzielen. Dieses Risikos müssen Sie sich bewusst sein. Es wird allerdings deutlich abgemildert, je länger die Spardauer ist.

Wenn Sie zum Beispiel über einen Zeitraum von zehn Jahren und mehr einen Fondssparplan in Anspruch nehmen möchten, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass Sie eine positive Rendite erzielen können. Ähnliches gilt für ETF- und Edelmetallsparpläne. Lediglich bei den Aktiensparplänen kann es durchaus passieren, dass Sie deutlich ins Minus geraten.

Das hängt einfach damit zusammen, dass es dort keine Diversifikation gibt, da Sie sich selbst für einzelne Aktien entscheiden. Aus dem Grund ist der Aktiensparplan auch vornehmlich für Sparer geeignet, die Spaß daran haben, selbst Aktienwerte auszusuchen und sich davon eine sehr gute Rendite versprechen.

edelmetallsparplan
Ein Edelmetallsparplan – beispielsweise Gold – bietet eine attraktive und wertstabile Anlagemöglichkeit

Wer sich hingegen anschließend mit seinem Sparplan nicht mehr beschäftigen möchte, für den sind insbesondere Fonds-, ETF- und Edelmetallsparpläne geeignet. Besonders beliebt sind in den letzten Jahren ETF-Sparpläne, weil diese eine geringere Kostenquote als klassische Fondssparpläne beinhalten. Aber auch Edelmetallsparpläne sind durchaus gefragt, weil Sie dadurch die Möglichkeit haben, von steigenden Gold- oder Silberpreisen zu profitieren.

Riesterfähigkeit in die Entscheidung mit einbeziehen

Wenn es um Sparpläne und den langfristigen Vermögensaufbau geht, dann nutzen viele Sparer diese zum Zweck des Aufbaus einer privaten Altersvorsorge. Dann wiederum sollte immer an die Riester-Rente gedacht werden, die vor allem aufgrund der Zulagenrendite nach wie vor ein interessantes Mittel ist. Daher ist die sogenannte Riesterfähigkeit unter Umständen ein wichtiges Vergleichskriterium zwischen den zuvor genannten Sparplänen.

altersvorsorge
Die Altersvorsorge ist ein wichtiges Thema

Es sind nämlich keineswegs alle Sparverträge riesterfähig. Wenn Sie sich gezielt für einen Riester-Vertrag entscheiden, kann es sich dabei nicht um einen der folgenden Sparpläne handeln:

  • Kapitallebensversicherung
  • Aktiensparplan
  • Edelmetallsparplan

Mit anderen Worten: Als Riester-Vertrag kommen ausschließlich der Banksparplan, die private Rentenversicherung, der Bausparvertrag und Fonds- sowie ETF-Sparpläne infrage. Aus dem Grund ist eine wichtige Überlegung, ob Sie die Riester-Förderung nutzen möchten und welche Vorteile sie Ihnen bietet. Sie müssen dann allerdings bedenken, dass es sich um einen äußerst langfristigen Sparvertrag handeln wird.

ETF Sparplan oder Riester
Kommt Zeit, kommt Geld – wenn Sie nichts zurückzahlen müssen

Möchten Sie nämlich vorzeitige Verfügungen vornehmen, also den Sparplan faktisch auflösen, würde das bedeuten, dass Sie sämtliche Riester-Zulagen wieder zurückzahlen müssen. Zudem kann es natürlich passieren, dass der von Ihnen gewählte Sparplan trotz Riester-Förderung in der Summe eine schlechtere Rendite als ein anderer Sparvertrag aufweist, der nicht riesterfähig ist. Hier könnte man zum Beispiel den Banksparplan einerseits und den Aktiensparplan auf der anderen Seite gegenüberstellen.

Fazit: Sparpläne im Vergleich – individuelle Entscheidung, welcher Sparplan für Sie passt

Als Fazit lässt sich festhalten, dass es eine sehr individuelle Entscheidung ist und auch sein muss, welcher Sparplan für Sie der Beste ist. Mit Aktien Geld verdienen ist möglich – ob über den Sparplan oder auf klassische Weise. Für manche Sparer ist nach wie vor zum Beispiel der Banksparplan eine sehr gute Alternative, wenn hohe Kapitalsicherheit gefragt ist.

Für welchen Sparvertrage der Sparpläne im Vergleich entscheiden Sie sich?

Andere Sparer hingegen entscheiden sich bewusst für einen Fonds- oder Aktiensparplan, weil die durchschnittliche Jahresrendite dort erheblich höher als bei Banksparplänen oder auch Bausparverträgen ist. Die Riesterfähigkeit sollten Sie ebenfalls zumindest in Ihre Überlegungen einbeziehen, falls für Sie prinzipiell der Abschluss eines Riester-Vertrages infrage kommen sollte.

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