Was ist ein Altcoin? Definition & Erklärung

INHALTSÜBERSICHT

Nicht nur erfahrene Trader setzen mitunter immer häufiger auf Bitcoin, Ethereum & Co., sondern auch Einsteiger sehen in einem Investment in Kryptowährungen große Chancen auf eine attraktive Rendite. Wer sich zu Beginn mit dem Krypto-Markt beschäftigt, stößt hin und wieder auf den Begriff „Altcoin“.

Aber was sind eigentlich sogenannte Altcoins? Welche Kryptos gehören zu dieser Gruppe und wie kann man einen Altcoin erkennen? Wir beantworten in diesem Beitrag die Antworten auf die wichtigsten Fragen und gehen auf alle nennenswerten Vor- und Nachteile ein. 

Was versteht man unter Altcoins?

Die Definition von Altcoin konnte noch nicht abschließend geklärt werden, denn bislang wird der Begriff in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen mit einem großen Interpretationsspielraum verwendet. Während einige Anleger Altcoins in einem negativen Zusammenhang verwenden, sehen andere Investoren in ihnen eine große Chance. Aber was genau ist nun ein Altcoin?

Der Begriff leitet sich von „Alternative Coin“ ab und bezeichnet Kryptowährungen, die als Alternative zu Bitcoin entwickelt wurden und auf derselben Technologie aufbauen. Oft werden einfach alle Kryptowährungen außer Bitcoin als Altcoin bezeichnet, was aber nicht ganz der ursprünglichen Meinung entspricht. Man könnte also auch sagen:

Altcoins sind Kryptowährungen, die …

  • … den Open Source Code von Bitcoin als Grundlage des eigenen Projekts nutzen.
  • … zwar auf der Bitcoin-Blockchain aufbauen, aber durch eigene Ideen mögliche Schwachstellen auszugleichen versuchen.
  • … als Nachfolger von Bitcoin entwickelt wurden.
  • … den Nutzen einer digitalen Währung als reines Zahlungsmittel erfüllen.

Hier spiegelt sich auch das gesellschaftliche Bild wider: Seit der Entwicklung im Jahr 2008 wird Bitcoin gerne als Oberbegriff aller Kryptowährungen verwendet, denn schließlich läutete er auch eine bedeutungsvolle Zeitenwende am Krypto-Markt ein. So ist es auch nicht verwunderlich, dass BTC nicht als Altcoin bezeichnet wird – schließlich wird er als Vorbild für alle nachfolgenden Coins betrachtet. 

Allerdings gibt es auch einige Mythen um Altcoins, die sich auch heute noch halten:

  • Ethereum kann nicht eindeutig als Altcoin bezeichnet werden, denn die Kryptowährung wurde auf einer eigenen Blockchain entwickelt und erfüllt auch sonst keine Kriterien, die eine Bezeichnung als Altcoin rechtfertigen würden.
  • Krypto Token gehören nicht zu den Altcoins, denn sie verfolgen nicht dasselbe Ziel wie Bitcoin und werden meist nicht als reine Finanzmittel zur Abwicklung von Transaktionen verwendet.
  • Bitcoin (BTC) selbst ist kein Altcoin, denn er ist das Sinnbild aller nachfolgenden Coins.

Beispiele für Altcoins

Seit der Entwicklung von Bitcoin sind fast 15 Jahre vergangen – kein Wunder also, dass der Markt an Altcoins förmlich explodiert. Allerdings gibt es einige Beispiele von Kryptowährungen, die sich nicht nur nachhaltig etablieren konnten, sondern auch einige entscheidende Vorteile mit sich bringen:

  • Litecoin: Mit seiner Entwicklung im Jahr 2011 gehört Litecoin zu den ersten Altcoins, der als reine Kopie von Bitcoin entstanden ist. Das Ziel des Entwicklers war es, die Effizienz der Transaktionen zu verbessern und die Abwicklung maßgeblich zu beschleunigen. Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 3 Milliarden Euro schafft es LTC unter die Top 20 der wertvollsten Kryptowährungen.
  • Binance Coin: Der hauseigene Coin der Krypto Börse Binance wurde im Jahr 2017 entwickelt und bringt einige attraktive Vorteile mit sich. BNB kann nicht nur im Rahmen des Bezahlsystems „Binance Pay“ verwendet, sondern auch für Krypto Staking oder Liquidity Farming eingesetzt werden.
  • Ripple: Mit einer Marktkapitalisierung von fast 16 Milliarden Euro konnte sich Ripple nachhaltig als eine der wertvollsten Kryptowährungen weltweit durchsetzen. Dabei überzeugt XRP mit niedrigen Transaktionskosten, einer schnellen Abwicklung und einer energiesparenden Technologie.
  • Dogecoin: Obwohl es Dogecoin bereits seit dem Jahr 2013 gibt, konnte die Kryptowährung erst im Jahr 2021 einen Durchbruch vermelden. Heute wird der Kurs von DOGE maßgeblich von Tesla-CEO Elon Musk beeinflusst, der regelmäßig über den Meme-Coin twittert. Wer in Dogecoin investieren möchte, sollte sich allerdings der starken Kursschwankungen bewusst sein.
  • Cardano: Bei Cardano handelt es sich um eine Kryptowährung, die – anders als Bitcoin – auf das Proof of Stake (PoS) Verfahren setzt. Damit kann sich ADA als umweltfreundliche Kryptowährung behaupten, denn der enorme Stromverbrauch hat damit ein Ende. 

Risiken & Chancen

Wer sich für den Kauf von Altcoins entscheidet, kann zwar von einigen spannenden Chancen profitieren, sollte aber auch auf mögliche Risiken gefasst sein. Welche das sein können, haben wir hier zusammengefasst:

Chancen:

✅ Altcoins können über eine umweltfreundlichere & energiesparendere Technologie verfügen. Nicht umsonst wird der hohe Energieverbrauch von Bitcoin in der Öffentlichkeit stark kritisiert.

✅ Ein Investment in Altcoins kann durchaus sinnvoll sein, denn oft überzeugen diese mit geringeren Kosten und einer schnelleren Abwicklung von Transaktionen.

✅ Während der Bitcoin gewissermaßen das Leitbild aller Kryptowährungen abbildet, können Altcoins oftmals mit starken Kurssteigerungen und attraktiven Renditen überzeugen.

✅ Altcoins ermöglichen eine hohe Diversifikation im eigenen Portfolio. Wer lediglich auf BTC setzt, muss unter Umständen ein höheres Verlustrisiko hinnehmen.

Risiken:

❌ Es ist unklar, welche Altcoins sich in Zukunft durchsetzen werden. Bitcoin ist nicht nur die Nummer eins unter privaten Anlegern, sondern auch bei institutionellen Investoren – ein klarer Pluspunkt für BTC.

❌ Neue Projekte am Krypto-Markt können definitiv zum Scheitern verurteilt sein. Das beste Beispiel ist hier Terra (LUNA), denn der Kurs rauschte innerhalb weniger Tage um 99,9% in den Keller. Ein solches Szenario bei Bitcoin? Eher unwahrscheinlich.

Vorsicht vor Shitcoins

Ein Blick auf die Website CoinMarketCap genügt: Aktuell befinden sich mehr als 19.900 Kryptowährungen im Umlauf – Tendenz weiter steigend. Aber aufgepasst, denn längst nicht alle dieser Coins sind für ein seriöses Investment geeignet!

Unter Krypto-Enthusiasten wird der Begriff Shitcoin für Kryptowährung verwendet, die – mehr oder weniger – nur dazu erschaffen wurde, um das Geld von unwissenden Anlegern abzugreifen. Oft sind die Projekte schon im Voraus zum Scheitern verurteilt, denn nach kurzer Zeit liegt das Handelsvolumen bei null oder der Kurs ist so gewaltig eingebrochen, dass all das eingesetzte Geld verloren ist.

Aber wie kann man einen Shitcoin erkennen?

  • Shitcoins verfügen über keinen echten Nutzen
  • Zum Projekt gibt es kein Whitepaper oder eine aussagekräftige Roadmap
  • Die Verantwortlichen bleiben anonym oder sind bereits in anderen Zusammenhängen negativ aufgefallen
  • In Online-Foren oder Social Media Gruppen wird bereits schlecht über den Coin geredet

Aber auch hier bleibt viel Spielraum für Interpretationen, denn mit Shitcoins kann man unter Umständen Geld verdienen – sofern man rechtzeitig wieder aussteigt. Anfängern können wir von solchen Investments aber nur abraten, denn der Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist hier meist vorprogrammiert.

Hohe Gewinne, rasante Kurssteigerungen und die Revolution der digitalen Finanzwelt – all diese Ziele werden im Zusammenhang mit Shitcoins genannt, aber in 99% der Fälle nie erfüllt. Am Ende liegt es an jedem Anleger selbst, die Seriosität einer Kryptowährung realistisch zu überprüfen. 

Fazit

Seit dem Beginn von Bitcoin im Jahr 2008 hat sich viel getan, denn auch Altcoins gehören mittlerweile fest zum Krypto-Markt – nicht unbegründet, denn viele von ihnen können entscheidende Vorteile zu BTC aufweisen und sich durch exklusive Features ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten. Sei es die schnellere Ausführung von Transaktionen oder die Einführung einer energiesparenden Technologie, Bitcoin muss sich immer häufiger auf neue Konkurrenten gefasst machen.

Aber auch nicht alles spricht für ein Investment in Altcoins, denn welche der Kryptowährungen sich am Ende wirklich durchsetzen kann, steht heute noch in den Sternen. Und dann lauert da noch die Gefahr der Shitcoins, die schließlich ein ganzes Investment ruinieren können.

Am Ende sollten angehende Investoren immer eigene Recherchen anstellen, um einen Altcoin realistisch bewerten zu können. Gibt es einen echten Nutzen? Erweckt das Entwickler-Team ein hohes Vertrauen? Sofern man sich für seriöse Altcoins entschieden hat, kann man mit diesen immerhin eine hohe Diversifikation im eigenen Portfolio erreichen und sein Depot für künftige Kursveränderungen am Krypto-Markt optimieren. 

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