Abzinsungspapiere – Definition & Erklärung

Unter einem Abzinsungspapier (Synonym: Diskontpapier) versteht man ein Wertpapier, welches unter seinem Nennwert ausgegeben und dann zum Nennwert eingelöst wird. Sofern keine laufende Verzinsung vereinbart wurde, ist der Ertrag aus dieser Anlageform die Differenz zwischen dem Ausgabebetrag und dem Einlösungsbetrag.

Wissenswert:

  • Abzinsungspapiere können aber auch niedrig verzinsliche Wertpapiere sein, die unter ihrem Nennwert ausgegeben werden.
  • Schuldverschreibungen werden am Ende Ihrer Laufzeit zum Nennbetrag ausgezahlt. Diese gelten nur dann als abgezinste Wertpapiere, sofern der Emissionskurs unter dem Rückzahlungskurs liegt.
  • Zu entrichtende Zinsen für die gesamte Laufzeit werden bereits beim Erwerb vom zu zahlenden Preis abgezogen.
  • Das Gegenteil von Abzinsungspapieren sind Aufzinsungspapiere.

Abzinsungspapier Beispiele

Als konkretes Beispiel sichern Sie sich eine Schuldverschreibung mit einem Nennwert von 10.000 Euro. Die Laufzeit beträgt ein Jahr und der Kapitalmarktzins liegt bei 7 Prozent. Beim Abschluss werden 9.300 Euro fällig, bei der Rückzahlung erhalten Sie 10.000 Euro.

Zu beachten ist hier, Abzinsungsbeträge unterliegen bei Auszahlung der 25-prozentigen Abgeltungssteuer.

Weitere Beispiele für Abzinsungspapiere wären:

  • Sparbriefe
  • Nullkupon-Anleihen wie z. B. Zero-Bonds
  • Bundesschatzbriefe 
  • Finanzierungsschätze
  • Schuldverschreibungen

Schreibe einen Kommentar