Geschäftsbericht – Definition & Erklärung

INHALTSÜBERSICHT
Geschäftsbericht

Bei einer Aktiengesellschaft (AG) kümmert sich der Vorstand um die Erstellung des bzw.-Geschäftsberichts (Anual Report). Der Bericht gibt Auskunft über die operative, strategische und finanzielle Entwicklung der Firma innerhalb des vergangenen Jahres.

Wissenswert:

  • Welche Inhalte in einem Geschäftsbericht oder Zwischenbericht vorhanden sein müssen, ist gesetzlich geregelt.
  • Mit der Veröffentlichung des Geschäfts- bzw. Jahresbericht kommen Unternehmen der gesetzlichen Offenlegungsvorschrift § 325-329 HGB nach.
  • Auch Unternehmen, die nicht publizitätspflichtig sind, veröffentlichen manchmal Geschäftsberichte. Diese enthalten meist nur Daten, die zum Vorteil des Unternehmens sind.

Diese Informationen muss ein Geschäftsbericht (Jahresbericht) beinhalten

Pflichtinformationen Geschäftsbericht

Freiwillige Informationen, die nicht prüfpflichtig sind:

Freiwillige Informationen Geschäftsbericht

Muss der Geschäftsbericht hinterlegt oder veröffentlicht werden?

Die Firmen, die beim Bundesanzeiger einen Jahresabschluss einreichen müssen, können dort auch ihren Geschäftsbericht veröffentlicht oder hinterlegt werden (abhängig von der Firmengröße).

Welche Unternehmen sind zur Offenlegung verpflichtet?

  • Firmen, die in 3 aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren Minimum zwei der 3 nachfolgend genannten Kriterien erfüllen:
    • Bilanzsumme > 65 Millionen €
    • Umsatzerlöse > 130 Millionen €
    • Das Unternehmen hat > als 5.000 Mitarbeiter
  • Energieversorgungsunternehmen
  • Kapitalverwaltungsgesellschaften
  • Banken
  • Versicherungen
  • Unter bestimmten Bedingungen Personengesellschaften
  • Kapitalgesellschaften (Unternehmergesellschaften, GmbH, KGaA, AG)

Welche Fristen müssen bei der Veröffentlichung von Geschäftsberichten eingehalten werden?

Nach Abschluss des Geschäftsjahrs muss der Bericht innerhalb von zwölf Monaten eingereicht werden. Reicht ein Unternehmen den Jahresabschluss und/oder die Geschäftsberichte nicht rechtzeitig beim Bundesamt ein, setzt sich dieses sofort mit der Justiz in Verbindung, um ein Ordnungsgeldverfahren einzuleiten. Jetzt hat die betroffene Firma noch einmal sechs Wochen Zeit, um alle Unterlagen beizubringen. Verstreicht die wieder Frist ungenutzt, droht ein Ordnungsgeld.

Geschäftsbericht richtig lesen

Fällt der Geschäftsbericht einer Aktiengesellschaft positiv aus, nimmt natürlich die Nachfrage nach der Aktie der Firma zu. Ist der Bericht schlecht, neigen Trader dazu, die Aktien abzustoßen.

Wissenswert: Prinzipiell kann ein Geschäftsbericht anhand 3 Faktoren beurteilt werden, der Nettogewinn, die Einkünfte und der Gewinn je Aktie.

EPS (Earnings per Share) / Gewinn pro Aktie

Unter Gewinn pro Aktie (Earnings per Share) versteht man den Profitanteil, der einer Aktie zugewiesen wurde. Man kann praktisch sagen, dass es sich hierbei um die wichtigste Kennzahl des gesamten Geschäftsberichts handelt.

Einkünfte (Bruttobetrag)

Unter dem Unterpunkt „Einkünfte“ werden alle finanziellen Zuflüsse der Firma zusammengefasst, wie z. B. Invests, Einkünfte aus dem Tagesgeschäft usw.

Wissenswert: Steigen die Einkünfte in den folgenden Quartalen, dann spricht das natürlich dafür, dass sich die Firma positiv entwickelt. Das macht deren Aktien natürlich interessanter.

Nettogewinn

Je profitabler ein Unternehmen ist, desto Trader zieht es an. Aber Vorsicht, manchmal kann der erste Eindruck täuschen. Nicht immer muss sich ein Verlust beim Aktienkurs negativ bemerkbar machen, denn die große Frage ist, was zu diesem Verlust geführt hat. War die Ursache eine Investition z. B. in neue Technologien, eine Firmenfusion, eine Übernahme usw., dann kann das natürlich von Trader positiv wahrgenommen werden. Positiv deswegen, weil in der Zukunft von höheren Profiten auszugehen ist. In so einem Fall würde die Nachfrage nach den Aktien des betroffenen Unternehmens steigen.

Konsensschätzung für einen gesunden Mittelweg
Da die meisten Analysten jeweils eine andere Vorgehensweise haben, wird es schwierig anhand eines Geschäftsberichts eine Prognose abzugeben, wie sich der Aktienkurs entwickeln wird. Hier kann eine Konsensschätzung für Klarheit sorgen. Es wird praktisch ein Durchschnittswert aller Prognosen herangezogen.  

Weitere Informationen aus dem Geschäftsbericht die dabei helfen den Kurs einer Aktie einzuschätzen

  • In den meisten Jahresabschlüssen und Geschäftsberichten ist auch eine Prognose enthalten, also die Einkünfte, die das Unternehmen zukünftig erwartet.
  • Wird ein Unternehmen übernommen oder fusionieren zwei Firmen wirkt sich das immer auf dem Aktienkurs beider betroffenen Parteien aus. In der Regel steigt der Kurs des Unternehmens, dass den Kauf angestoßen hat, während der Aktienkurs der gekauften Firma in der Anfangsphase fällt. Meist reguliert sich der Kurs wieder von allein.
  • Steigt die Höhe der Dividende spricht das natürlich für den Kauf einer Aktie.

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