Jahresabschluss – Definition & Erklärung

INHALTSÜBERSICHT

Mit dem Ende des Geschäftsjahrs erfolgt ein Abschluss der Buchhaltung in Form des Jahresabschlusses.

Wissenswert:

  • Anhand des Jahresabschlusses lässt sich finanzielle Lage einer Firma und deren wirtschaftlicher Erfolg beurteilen.
  • Der Jahresabschluss umfasst bei Unternehmen, die zur doppelten Buchführung verpflichtet sind, das Erstellen der Bilanz, der GuV (Gewinn-und-Verlust-Rechnung) und des Lageberichts. Bei kleineren Unternehmen reicht in der Regel eine EÜR (Einnahme-Überschuss-Rechnung) aus.
  • Abhängig von dem Ergebnis des Jahresabschlusses erfolgt die Besteuerung des Unternehmens.

Jahresabschluss – die gesetzlichen Vorgaben

  • Bei der Erstellung des Jahresabschlusses müssen verschiedene gesetzlichen Vorgaben beachtet werden, z. B. das Einhalten der Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung und der Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung
  • Es ist verpflichtend, dass der Jahresabschluss übersichtlich gestaltet wird.
  • Eine Saldierung zwischen Aktiva und Passiva darf nicht durchgeführt werden.
  • Der Jahresabschluss einer GmbH muss am Ende des Geschäftsjahrs der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und im Bundesanzeiger veröffentlicht werden – Stichwort: Veröffentlichungspflicht.  Nur Kleinst-GmbHs sind von dieser Veröffentlichungspflicht ausgenommen. Kommt eine GmbH der Veröffentlichungspflicht nicht nach, kann das als Ordnungswidrigkeit bewertet werden und eine Strafe von bis zu 25.000 – € nach sich ziehen.

Wissenswert:

  • Nachdem der Jahresabschluss erstellt wurde, muss dieser vom Gesellschafter unterzeichnet werden. Wie bei allen anderen Unterlagen der Firma gilt auch hier eine Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren.
  • Bei sogenannten Kapitalgesellschaften ist der Jahresabschluss mit einem Lagebericht zu ergänzen. Die Erstellung des Jahresabschlusses plus Lageberichts muss nach Abschluss des Geschäftsjahrs innerhalb von 3 Monaten erstellt werden. Kleinere Kapitalgesellschaften haben 6 Monate Zeit.
  • Sobald der Lagebericht oder der Jahresabschluss erstellt sind, gilt er als gebilligt, wenn er vom Aufsichtsrat geprüft und nicht widersprochen wurde. Bei der Hauptversammlung wird entschieden, wie der Bilanzgewinn weiterverwendet werden soll.
  • Genossenschaften wird eine Frist von 5 Monaten eingeräumt, Lagebericht und Jahresabschluss zu erstellen.
Unter bestimmten Umständen besteht die Möglichkeit, dass sich Einzelkaufleute von der Erstellung des Jahresabschlusses befreien lassen. Hierfür müssen folgende Grundvoraussetzungen erfüllt sein: Jahresüberschuss: max. 60.000, – €Umsatzerlös max. 600.000, – €

Jahresabschluss – FAQ

Wer kümmert sich um die Erstellung des Jahresabschlusses?

Bei den meisten Unternehmen kümmert sich die firmeninterne Buchhaltung um die Erstellung des Jahresabschlusses. Verfügt die Firma über keine eigene Buchhaltung, beauftragen diese in der Regel eine Steuerkanzlei mit der Erstellung des Jahresabschlusses.

Wann muss der Jahresabschluss eingereicht werden?

Für die Abgabe des Jahresabschlusses gelten dieselben Fristen wie bei der Abgabe der Steuererklärung. Das heißt, bis spätestens zum 31. Juli des Folgejahres muss dieser eingereicht werden. Gelingt das erst einmal nicht, muss das keinen Beinbruch bedeuten, wenn man eine Fristverlängerung beantragt hat.

Wo muss der Jahresabschluss eingereicht werden?

Der Jahresabschluss wird beim zuständigen Finanzamt eingereicht. In der heutigen Zeit werden die Daten auf elektronischem Weg übermittelt.

Über den Autor

Du willst profitables Trading erlernen?

Wir zeigen dir durch profitable und jahrelange erprobte Trading-Strategien ein Vermögen aufzubauen ohne überdurchschnittliche Risiken eingehen zu müssen.
Telegram_logo

Exklusive Analysen und Inhalte in unserer Telegram-Gruppe!