Window Dressing

Window Dressing wird von institutionellen Investoren in Form kurzfristiger Beeinflussungen von Kursen genutzt, damit stichtagsbezogen mehr Fondsperformance ausweisbar ist. Dieser Artikel erklärt den Begriff Window Dressing.

Definition und Beispiel

Window Dressing beschreibt einen aus dem Englischen stammender Begriff für sämtliche bilanzpolitischen Regelungen, die darauf abzielen, die Bilanz sowie die Außendarstellung eines Betriebes zu verbessern. Window Dressing meint das Fenster zu schmücken beziehungsweise schöne Dinge in das Schaufenster zu stellen. Ähnlich wie Geschäfte ihre Schaufenster mit Sorgfalt dekorieren, damit den Passanten ein gutes Bild präsentiert wird, verwenden Betriebe sowie insbesondere Banken das Window Dressing, damit deren Bilanz für Menschen, die interessiert sind, aufgewertet werden kann. Alternative Beschreibungen für ein Window Dressing stellen Worte wie Silvesterputz sowie Bilanzkosmetik dar. Der Zweck einer Bilanzkosmetik ist es, das Erscheinungsbild der Bilanz zu verbessern. Das Ziel besteht darin, sämtlichen am Betrieb beteiligten Interessierten ein so positives Bild wie möglich innerhalb der Bilanz zu vermitteln. Hierbei ist insbesondere die finanzielle Betriebssituation in einem positiven Licht darzustellen. Im Grunde es ist möglich, dass Betriebe in allen Branchen legale Methoden aus dem Bereich Window Dressing nutzen, um ihre Bilanzen zu verbessern. Oftmals kommt es aber zum Einsatz von Investmentfonds, Banken sowie von Betrieben im Vorfeld eines Börsengangs.

Wichtige Tipps in diesem Zusammenhang sind:

  • Bevor es zu einem Börsengang, den so genannten Going Public, kommt, wird versucht, zahlreiche Betriebe und deren Bilanz mittels geeigneter Transaktionen zu verbessern
  • So werden so viele Investoren wie möglich angelockt 
  • Diese erhalten einen hohen Ausgabepreis für deren Aktien
  • Es existieren diverse Optionen, wie Betriebe die Bilanz optisch einer Verbesserung unterziehen können. Zum Beispiel geschieht dies durch ein kurzfristiges Erhöhen der Liquidität am Stichtag der Bilanz, beispielsweise mittels des Verkaufens von Fremdwährungen.

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