Agrarpreise werden in den nächsten Jahren sinken – CE

Agrarpreise werden in den nächsten Jahren sinken - CE

Nach einer spektakulären Erholung von pandemiebedingten Tiefstständen gehen die Ökonomen von Capital Economics weiterhin davon aus, dass die meisten Rohstoffpreise bis Ende 2021 wieder fallen werden. Obwohl das Nachfragewachstum stark sein dürfte, da die globale wirtschaftliche Erholung an Fahrt gewinnt, werden die jüngsten Preissteigerungen Anreize für das Angebot schaffen. Dies gilt insbesondere für Agrarrohstoffe, deren Produktion schnell auf die Preise reagieren kann. Wichtige Zitate “Der Preisanstieg im letzten Jahr wird in den nächsten achtzehn Monaten zu einer Zunahme sowohl der Aussaat als auch der Ernte führen, was das Angebot der meisten landwirtschaftlichen Produkte, insbesondere der wichtigsten Getreidesorten, erhöhen dürfte. Dementsprechend prognostizieren wir, dass die meisten Agrarpreise in den nächsten Jahren sinken werden.” “Obwohl die globale Nachfrage nach Tierfutter in der nächsten Zeit wahrscheinlich stark bleiben wird, denken wir, dass der Preis für Sojabohnen bis Ende 2022 aus zwei wichtigen Gründen deutlich niedriger sein wird. Erstens gehen wir davon aus, dass sich das Nachfragewachstum im Top-Verbraucherland China deutlich verlangsamen wird. Zweitens gehen wir davon aus, dass das Angebot an Sojabohnen in den Jahren 2021-23 weiter zunehmen wird, da die La-Niña-Bedingungen nachlassen und die hohen Preise Anreize für den Anbau bieten. Alles zusammengenommen prognostizieren wir, dass der globale Sojabohnenmarkt bald in einen Überschuss schwenken wird, was den globalen Beständen Auftrieb verleihen würde.” “Wir prognostizieren, dass der Weizenpreis von derzeit 725 US-Cent pro Scheffel auf 475 bis Ende 2022 fallen wird.” “Die allmähliche Lockerung der Quarantänemaßnahmen sollte es den Holzfabriken ermöglichen, im Laufe des Jahres wieder ihre volle Kapazität zu erreichen, was unserer Meinung nach die US-Holzpreise in den Keller fallen lassen wird.” “Wir sind auch positiv gestimmt, was die Aussichten für die Nachfrage nach “Luxus”-Agrarprodukten wie Kaffee und Kakao angeht, da die globale wirtschaftliche Erholung an Fahrt gewinnt. Allerdings sind die Preise bereits stark gestiegen, und wir denken, dass der Spielraum für weitere Zuwächse ziemlich begrenzt ist.”