Indien: RBI verlängert ihr QE-Programm – UOB

Indien: RBI verlängert ihr QE-Programm - UOB

Barnabas Gan, Ökonom der UOB Group, und Peter Chia, Senior FX Strategist, bewerten die jüngste Entscheidung der RBI, weitere Staatspapiere zu kaufen. Wichtige Zitate “Die Reserve Bank of India (RBI) hat ihre Entscheidung bekannt gegeben, dass sie ihre Bilanz durch den Ankauf von Staatspapieren auf dem Sekundärmarkt zur Umsetzung der Geldpolitik einsetzen wird. Im Rahmen des Kaufprogramms, das als G-Sec-Akquisition oder “G-SAP 1.0″ bezeichnet wird, wird die RBI im ersten Quartal ihres Fiskaljahres (1QFY2021/22) Staatsanleihen im Wert von INR 1 Billion aufkaufen. Dies steht im Vergleich zu einem Gesamtbetrag von INR 3,1 Billionen an Anleihekäufen im FY2020/21.” “Abgesehen von der Beibehaltung ihres akkommodierenden geldpolitischen Kurses in ihrer letzten geldpolitischen Sitzung wird die Entscheidung, Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt zu kaufen, als weitere Verankerung der wirtschaftlichen Erholung Indiens gesehen.” “In Anbetracht der Tatsache, dass die RBI keine Vorgaben für das Zinsziel gemacht hat, glauben wir, dass die wichtigste Überlegung für dieses Programm darin besteht, sicherzustellen, dass die Renditen nicht unnötig volatil sind, insbesondere inmitten des bisherigen reflationären Umfelds. Die Verpflichtung zum Kauf von Staatsanleihen sollte auch die Risikoprämie für Staatsanleihen senken. Der potenzielle Anstieg der öffentlichen Kreditaufnahme und/oder die Erhöhung der Geldmenge durch Geldschöpfung sind jedoch wirksame Treiber, um die INR schwächer zu machen.” “Die Formalisierung eines Anleihekaufprogramms ist ein negativer Faktor für die INR, da es das Geldmengenwachstum Indiens weiter aufblähen dürfte. Daher ist es keine Überraschung, dass die INR am Tag der Ankündigung (7. April) um mehr als 1,5% auf 74,56 pro USD eingebrochen ist, der größte Tagesverlust seit August 2019. Das Anleihekaufprogramm kommt zu den anderen bestehenden Faktoren hinzu, die auf der INR lasten, darunter Abwärtsrisiken für das Wachstum durch die Pandemie, Indiens Doppelhaushalt und Leistungsbilanzdefizite usw.”