Eisenerz: Rallye geht zum Jahresende die Luft aus – ANZ

Eisenerz: Rallye geht zum Jahresende die Luft aus - ANZ

Die Eisenerzpreise erreichen weiterhin rekordverdächtige Höhen, angetrieben durch den robusten Wohnungsbau und die lockere Geldpolitik. Angesichts hoher Margen scheinen viele Stahlproduzenten das Beste aus der Situation zu machen. Nach Ansicht der Strategen der ANZ Bank wird sich diese Situation mit der Zeit abschwächen und die Stahl- und Eisenerzpreise werden wahrscheinlich sinken. Wichtige Zitate “Die Stahlproduzenten scheinen das Beste aus den hohen Margen zu machen, indem sie die Produktion im Vorfeld möglicher weiterer Beschränkungen erhöhen. Dies führt zu einer starken Nachfrage nach Rohstoffen für die Stahlherstellung. In Kombination mit den anhaltenden Problemen auf der Angebotsseite sehen die Eisenerzpreise kurzfristig gut unterstützt aus.” “Mit der Erwartung der Industrie, dass die chinesischen Behörden das inländische Wachstum weiterhin unterstützen werden, gepaart mit positiven Margen und relativ niedrigen Lagerbeständen, erwarten wir weiterhin ein Wachstum der Stahlproduktion. Wir prognostizieren einen Anstieg der Stahlproduktion um 2,3 % im Jahr 2021 auf ca. 1.078mt.” “Wenn die Stimulierungsmaßnahmen später in diesem Jahr auslaufen, wird sich die Stahlproduktion schließlich abschwächen. Dies könnte durch zunehmende Umweltauflagen für die Stahlindustrie noch verschärft werden, was einen erheblichen Einfluss auf die Eisenerzpreise haben könnte.” “Wir sehen, dass sich das Wachstum der Stahlnachfrage im späteren Teil des Jahres abschwächt. Dies droht den Stahlmarkt in ein Überangebot zu treiben und birgt Risiken für die Stahl- und Eisenerzpreise.” “Wir erwarten, dass die monatliche Stahlproduktion in H2 2021 wieder unter 90mt fallen wird. Damit würde Chinas Bedarf an Eisenerzimporten auf 90-95mt sinken. In den letzten 12 Monaten lagen die Importe im Durchschnitt bei 99,5mt, was die Eisenerzpreise unter Druck setzen dürfte.”