EUR/SEK riskiert Absturz unter 10,10 – Credit Suisse

EUR/SEK riskiert Absturz unter 10,10 - Credit Suisse

Die Ökonomen der Credit Suisse erwarten, dass der EUR/SEK in den kommenden Wochen weiter fallen und möglicherweise unter die Marke von 10,10 geraten wird. Wichtigstes Risiko bleiben steigende Covid-Zahlen, aber die Messlatte für strengere Restriktionen liegt weiterhin hoch. Darüber hinaus steht die Riksbank-Sitzung am 27. April im Fokus. Leicht positive SEK Aussichten “Es wird erwartet, dass die SEK in naher Zukunft weiterhin von einer unterstützenden Fiskalpolitik profitieren wird: Im Frühjahrshaushalt wurden die Ausgaben um 45 Mrd. SEK erhöht, womit sich die Gesamtausgaben im Zusammenhang mit den Covid-Programmen auf 240 Mrd. SEK belaufen. Der Haushalt hat außerdem die Arbeitsbefreiungsmaßnahmen bis Juni 2021 ausgebaut, wodurch die Arbeitgeber ihre Gehaltsausgaben um bis zu 50% senken können. Die Arbeitnehmer bekommen dabei bis zu 90% ihres Gehalts. Schwedens Staatsverschuldung, die bis Ende 2021 auf 41% des BIP steigen soll, ist nach wie vor sehr niedrig.” “Die Neuinfektionen sind auf bevölkerungsbereinigter Basis tendenziell hoch und beschleunigen sich. Unterdessen entsprechen das Niveau und die Dynamik der Impfkampagne dem restlichen Kontinentaleuropa. Sowohl Indikatoren als auch Mobilitätsdaten deuten nicht auf eine übermäßige Auswirkung der aktuellen Restriktionen auf das Wachstum hin. Die hohe Fallzahl signalisieren aber, dass es länger dauern könnte, bis sich die Risiken weiterer Lockdowns verringern.” “Im Vorfeld der Zinsentscheidung der Riksbank in der nächsten Woche behalten die Märkte eine leichte mittelfristige Tendenz zur Lockerung der Geldpolitik bei. Dadurch notiert die RIBA-Futures-Kurve bis September 2022 leicht unter 0%. Für die nächste Woche erwarten die Märkte, dass die Riksbank ihren wichtigen Leitzins unverändert lässt und ihren prognostizierten Zinspfad bis mindestens 2024 bei 0,00 % belässt. Potenzielle Änderungen am Anleihekaufprogramm der Riksbank in Höhe von 700 Mrd. SEK dürften stattdessen im Mittelpunkt des Interesses stehen.” “Wir halten an unserem EUR/SEK Ziel von 10,10 fest, da wir die Möglichkeit einer Reduzierung der Asset-Käufe durch die Riksbank aus technischen Gründen weiterhin als Tail-Risk und nicht als Basisszenario betrachten.” “Wir neigen dazu, dass EUR/SEK Spikes in Richtung des 200-DMA um 10,23 verblassen. Im Falle eines nachhaltigen Durchbruchs unter unser Ziel von 10,10 sind wir der Meinung, dass eine Positionierung für eine Kurswende wahrscheinlich keine attraktive Risikoprämie bieten würde, bis das Paar die Marke von 10,00 erreicht.”