Wie viel Startkapital benötigt man für CFD Trading?

INHALTSÜBERSICHT

Das CFD Trading stellt für zahlreiche, spekulativ eingestellte Anleger eine gute Möglichkeit dar, um mit relativ geringen Kapitaleinsätzen verhältnismäßig hohe Gewinne zu erzielen. Vor diesem Hintergrund stellen sich insbesondere Anfänger die Frage, welche Startkapital man für das CFD Trading eigentlich benötigt? Abhängig ist die Antwort auf diese Frage von mehreren Faktoren, auf die wir in unserem folgenden Beitrag näher eingehen möchten.

Wie viel Startkapital brauche ich für erfolgreiches CFD Trading?

Die Frage nach dem passenden Startkapital für das CFD Trading lässt nicht pauschal beantworten. Stattdessen muss jeder Trader aufgrund einiger Faktoren das für sich perfekt passende Startkapital finden. Einfluss auf dessen Höhe haben mehrere Faktoren, insbesondere:

  • Mindesteinlage
  • Hebel
  • Positionsgröße inkl. Risikomanagement
  • Strategie / Art des Trading

Lassen Sie uns diese entsprechenden Einflussfaktoren etwas näher erläutern, denn in der Summe führen sie dazu, das Trader das optimal passende Startkapital für möglichst erfolgreiches CFD Trading finden können.

Mindesteinzahlung: Zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den Brokern

Welches Startkapital Sie für das CFD Trading mindestens benötigen, wird im ersten Schritt vom jeweiligen CFD Broker festgelegt. Gemeint ist damit die Mindesteinzahlung, die Sie auf Ihr Handelskonto vornehmen müssen. Je nachdem, für welchen Broker Sie sich entscheiden, beträgt die Mindesteinlage in der Regel zwischen 100 und 500 Euro. Wenn Sie also mit einem möglichst geringen Startkapital den Handel mit Differenzkontrakten beginnen möchten, sollten Sie beim Brokervergleich auch auf diese Kondition achten.

Hebel bestimmt die Margin und damit das Mindest-Startkapital

Ein weiterer Einflussfaktor auf Ihr Startkapital für erfolgreiches CFD Trading ist der Hebel. Dieser steht in enger Verbindung mit der Margin, die wiederum das Mindestguthaben auf Ihrem Handelskonto darstellt. Bei einem Hebel von beispielsweise 5:1 benötigen Sie eine höhere Margin, als wenn Sie mit einem Hebel von zum Beispiel 20:1 handeln. Dementsprechend muss das Startkapital umso größer sein, desto geringer der Hebel ausfällt. Dazu ein Beispiel:

Nehmen wir an, dass Sie einen DAX-CFD handeln möchten, welcher momentan – orientiert am Deutschen Aktienindex – einen Preis von etwa 14.000 Euro hat. Beim Broker können Sie solche DAX-CFDs mit einem Hebel von 20:1 handeln. Das bedeutet, dass die Margin für diesen Trade mindestens 700 Euro betragen muss. Demzufolge wäre das im Beispiel das Startkapital, welches Sie mindestens für das CFD Trading benötigen. Könnte im gleichen Beispiel mit einem Hebel von beispielsweise nur 5:1 gehandelt werden, wäre die Margin und dementsprechend auch das Startkapital um ein Vielfaches höher und müsste demzufolge 2.800 Euro betragen.

Eventuellen Margin Call einkalkulieren

Neben der Mindesteinlage und dem CFD Hebel gibt noch weitere Einflussfaktoren, welche die Höhe Ihres optimalen Startkapitals bestimmen. So sollten Sie insbesondere einen möglichen Margin Call für Ihre offene Position mit einkalkulieren. Sollte der CFD Broker Ihnen einen solchen Alarm senden, droht die Gefahr, dass Ihre Sicherheitsleistung nicht mehr ausreicht. Dann müsste der Broker gegebenenfalls die Position schließen und Sie würden einen Totalverlust erleiden. 

Daher ist es ratsam, dass Sie innerhalb Ihres Startkapitals die Option einkalkulieren, vielleicht – aufgrund eines Margin Calls – zusätzliches Kapital auf Ihr Handelskonto einzahlen zu können. Dass das Startkapital insgesamt im optimalen Fall deutlich höher sein sollte, als Sie vielleicht bisher annehmen und aufgrund der bisherigen Einflussfaktoren vermuten, liegt an der definitiv zu beachtenden Positionsgröße beim CFD Trading.

Was ist die Positionsgröße beim CFD Trading und welche ist sinnvoll?

Einige Trader machen beim CFD Trading den Fehler, dass sie ihr Startkapital mit der erforderlichen Margin für eine einzige Position gleichsetzen und vielleicht noch aufgrund eines Margin Calls eventuell nachzuschießendes Geld mit einbeziehen. Der Fehler besteht in dem Fall darin, dass Sie eine viel zu hohe Positionsgröße gewählt hätten. Sämtliche Experten raten dringend davon ab, das gesamte Handelskapital in nur eine Position zu investieren. Stattdessen lautet eine Art goldene Regel, dass die Positionsgröße so definiert sein sollte, dass damit 50 sogenannte Misstrades infolge abgedeckt werden können. Das wiederum bedeutet, dass insbesondere Neulinge höchstens zwei Prozent des für das CFD Trading zur Verfügung stehenden Kapitals in eine Position investieren sollten.

Auf dieser Grundlage würde zum Beispiel ein eigentlich nicht besonders gering klingendes Startkapital in Höhe von 1.000 Euro kaum Sinn machen. Auf Grundlage der zuvor erläuterten 2 %-Faustregel dürfen Sie in dem Fall maximal einen Verlust von 20 Euro hinnehmen, was bei einem Hebel von 10:1 gerade einmal eine Veränderung beim Deutschen Aktienindex in Höhe von zwei Punkten entspricht. Die Stop-Loss Marke wäre in dem Fall so eng, dass es äußerst wahrscheinlich ist, dass die Position schon kurze Zeit nach dem Kauf des DAX-CFD aufgrund eines kleinen Punkterückgangs durch das Ausführen der Stop-Loss Order geschlossen wird. Wenn Sie sich also auch nur annähernd an die 2 %-Regel halten möchten, dann sollte sich das Startkapital für ein sinnvolles CFD Trading mindestens im Bereich mittlerer bis höherer vierstelliger Beträge bewegen.

Startkapital hängt auch von der Trading Art ab

Beim Ermitteln des für Sie optimal passenden Startkapitals sollten Sie neben den bereits genannten Faktoren beachten, dass dieses durchaus ebenfalls von der Art des Trading, dem sogenannten Trading-Stil, abhängig ist. Bei manchen Trading Arten benötigen Sie schlichtweg mehr Geld als bei anderen. Im Bereich CFD Trading lassen sich insbesondere die folgenden drei Trading Varianten abgrenzen:

  • Daytrading
  • Swing-Trading
  • Langfristiges Trading (Investieren)

Besonders hoch sollte das Startkapital im Bereich Daytrading sein. Man spricht alternativ übrigens auch vom Scalping. Trader versuchen in dem Fall, bereits kleinste Preis- und Kursbewegungen der Basiswerte auszunutzen und Positionen innerhalb kürzester Zeit zu eröffnen und zu schließen. Dies geschieht manchmal mehrfach am Tag, sodass die Bezeichnung Daytrading zutrifft. Das Ausnutzen kleiner Preisdifferenzen lohnt sich allerdings nur dann, wenn der Kapitaleinsatz entsprechend hoch ist – selbst unter Einbezug des Hebels. 

Deshalb sollten Sie mit dem Scalping nur beginnen, wenn Sie mindestens etwa 10.000 Euro Startkapital investieren können. Nicht ganz so viel Geld benötigen Sie beim sogenannten Swing-Trading. Diese Trading Art kennzeichnet sich dadurch, dass Positionen über mehrere Tage und teilweise sogar Wochen hinweg gehalten werden. Deshalb empfehlen Experten für das Swing-Trading Startkapital von mindestens 1.000 Euro. Allerdings sollten Sie auch dort die bereits angesprochene Positionsgröße beachten, sodass sicherlich in der Praxis Geld von 5.000 Euro oder mehr empfehlenswert ist.

Die meisten Trader möchten zwar nicht langfristig in CFDs investieren. Möglich ist das allerdings aufgrund der Tatsache, dass die meisten Differenzkontrakte keine Laufzeitbegrenzung haben. Unter dieser Voraussetzung kann das Startkapital noch etwas geringer als grundsätzlich beim Scalping oder Swing-Trading ausfallen.

Wovon hängt das Startkapital ab – eine Zusammenfassung

Wie Sie unserem bisherigen Beitrag entnehmen konnten, gibt es eine Reihe von Faktoren, aus denen sich das ideale Startkapital für ein möglichst erfolgreiches CFD Trading zusammensetzt. Zusammengefasst sollten Sie folgende Punkte beachten, wenn es um die Frage geht, wie viel Geld Sie zu Beginn beim CFD Trading investieren sollten:

  • Mindesteinzahlung laut Broker
  • Höhe des Hebels
  • Margin Call und somit eventuelles Nachschießen von Geld berücksichtigen
  • Positionsgröße (Risikomanagement)
  • Strategie / Art des Trading
  • Gehandelte Basiswerte (Aktien, Indizes, Rohstoffe etc.)
  • Wie viel Geld ist prinzipiell für den Handel mit CFDs eingeplant / steht zur Verfügung?

Wie funktioniert das CFD Trading?

Um das für Sie optimal passende Startkapital ermitteln können, müssen Sie zumindest in Grundzügen verstehen, wie das CFD Trading eigentlich funktioniert. Zwei wichtige Fachbegriffe haben wir bereits angesprochen, nämlich zum einen den Hebel und zum anderen die Margin. Aufgrund des Hebels, der übrigens innerhalb der EU mittlerweile maximal bei 30:1 betragen darf, müssen Sie deutlich weniger Geld investieren, als Sie letztendlich handeln können. Je nach Hebel müssen Sie meistens nur zwischen 3,3 bis 25 Prozent des Handelsgegenwertes als Margin auf Ihrem Handelskonto vorhalten.

Abgesehen von Hebel und Margin funktioniert das CFD Trading nach dem Prinzip, dass sich ein Differenzkontrakt stets auf einen bestimmten Basiswert bezieht. Mittlerweile bieten Broker CFDs aus den folgenden Kategorien an:

Sie müssen sich also für einen Basiswert entscheiden, den Sie anschließend über die entsprechenden CFDs indirekt handeln. Darüber hinaus müssen Sie eine weitere Wahl treffen, nämlich ob Sie auf fallende oder steigende Kurse des jeweiligen Basiswertes spekulieren möchten. Haben Sie Ihre Auswahl getroffen, erteilen Sie dem CFD Broker den entsprechenden Auftrag und die CFDs werden Ihrem Konto gutgeschrieben. Über die Trading-Plattform können Sie Ihren Bestand natürlich jederzeit wieder veräußern.

Die besten CFD Broker für Anfänger

Gerade für Anfänger kann es für einen erfolgreichen CFD Handel entscheidend sein, sich für einen passenden CFD Broker zu entscheiden. In dem Zusammenhang gibt es mehrere Kriterien, anhand derer Sie einen guten CFD Broker für Anfänger ausmachen können, insbesondere:

  • Kostenfreies und möglichst unbefristetes Demokonto
  • Gut erreichbarer und im Idealfall deutschsprachiger Kundenservice
  • Broker wird reguliert (Sicherheit)
  • Weiterbildungsbereich, zum Beispiel Video-Tutorials oder Webinare
  • Gute Auswahl an Basiswerten
  • Geringer Mindesteinzahlung
  • Hebel von 4:1 bis 30:1

Im Hinblick auf das passende Startkapital für Anfänger ist auch die möglichst geringe Mindesteinzahlung ein Faktor. Allerdings haben Sie durch unseren Beitrag auf der anderen Seite gelernt, dass zum Beispiel eine Mindesteinlage von lediglich 100 Euro ohnehin in den meisten Fällen ein deutlich zu geringes Startgeld für den Handel wäre. Vor diesem Hintergrund wiederum ist die Höhe der Mindesteinlage nicht ganz so bedeutend, wenn es um die Wahl des besten CFD Brokers für Anfänger geht. 

Stattdessen ist es ein durchaus interessantes Kriterium, dass der Broker nicht nur den Handel mit mindestens einem CFD offeriert, sondern zum Beispiel 0,5 CFDs oder noch weniger gehandelt werde können. Dann fällt nämlich die Margin in Euro dementsprechend geringer aus und Sie können tatsächlich auch mit einem niedrigeren Startkapital den Handel mit Differenzkontrakte beginnen.

Fazit: Startkapital beim CFD Trading abhängig von Hebel, Mindesteinlage und weiteren Faktoren

Das passende Startkapitals für ein möglichst erfolgreiches CFD Trading zu finden ist nicht ganz einfach. Sie sollten einige Faktoren beachten, welche die Höhe des optimalen Startgeldes beeinflussen. Dazu gehören in erster Linie die Mindesteinzahlung beim Broker, der Hebel, die richtige Positionsgröße nebst Risikomanagement und Ihr persönlicher Trading-Stil. Zusammengefasst ist es eher selten so, dass Startkapital von unter 1.000 Euro beim CFD Trading Sinn machen würde.

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