Was sind CFDs? – Differenzkontrakte einfach erklärt – Alle Grundlagen

CFDs sind sogenannte Hebelprodukte. Sie bieten gute Chancen auf hohe Rendite, da sich mit einem geringen Einsatz von finanziellen Mitteln große Handelsposten eröffnen lassen. Doch die hochspekulativen Derivate sind auch mit genauso hohen Risiken verbunden. Risiken, die sich nicht immer zu 100 % umgehen lassen, auch wenn man die Mechanismen und die Funktionsweise des CFD-Handels, wie auch die Produkte der Wertpapiermärkte genau kennt.

Wissenswert:

  • CFD ist die Abkürzung für „Contract for Difference“.
  • In der Regel werden CFDS außerbörslich bzw. OTC (Over the Counter) gehandelt.

Differenzkontrakte (CFDs): die Entstehungsgeschichte

Anfang der 1980er-Jahre wurden die Differenzkontrakte durch die schweizerische Finanzbank UBS in London entwickelt. Es ging darum, ein Finanzprodukt zu besitzen, welches außerhalb der Börse funktioniert und somit die britische Stempelsteuer umgehen sollte. Diese Stamp Duty sah eine Belastung von 0,5 % aller Aktientransaktionen an der Londoner Stock Exchange vor. Die CFDs wurden als OTC (over the counter) angeboten und waren somit nicht von der Steuer betroffen. Zunächst nutzten Banken die neu geschaffenen CFDs für sich selbst und sicherten hierüber Anlagevermögen vor unerwarteten Kursverlusten. Anfang der 1990er-Jahre wurden die CFDs um die hinterlegte Margin und die daraus entstehenden Hebel weiterentwickelt. So konnten durch geringe Kapitaleinsätze sehr hohe Aktienpakete abgesichert werden.

Privatanleger durften jedoch nicht am Handel mit Differenzkontrakten teilhaben. Die klassischen CFDs für Privatpersonen entstanden im Jahr 1998 im Vereinigten Königreich, nachdem die Stamp Duty für regulierte Broker aufgehoben wurde. Der Aufstieg der CFDs in Deutschland sollte noch bis ins Jahr 2005 dauern. Erst als der damals größte CFD Broker CMC-Markets eine Filiale in Frankfurt eröffnete, wurde die breite Bevölkerung auf dieses Finanzprodukt aufmerksam. Die Möglichkeit der Hebelwirkungen und die Chancen, im eigenen Wohnzimmer auf „fallende“ und auf „steigende“ Kurse zu setzen, fanden einen großen Anklang.

So funktioniert CFD-Trading

Unser Trader will einen Handelswert in Höhe von 500 EUR in fallende Kurse auf das fiktive Unternehmen Sanitor AG investieren. Sein Broker hat einen Marginsatz von 20 % aufgerufen, sodass der Trader 100 EUR als Sicherheitsleistung hinterlegt. Diese sperrt der Broker für weitere Trades zu seiner Sicherheit weg. Der Handelswert setzt sich aus 10 gekauften CFD zu einem Kaufkurswert der Aktie von exakt 50 EUR zusammen. Der Marginsatz ist der Teil, den der Trader selbst aus seinem Kapital beisteuert. In unserem Fall also 20 % = 100 EUR. Die restlichen 80 % = 400 EUR finanziert der Broker. Der Händler setzt in unserem CFD-Beispiel auf „fallende“ Kurse und ist somit „short“ eingestellt. Im Anschluss an den Kauf fällt der Kaufkurs der 10 gekauften CFD zu je 50 EUR auf 48 EUR. Da der Trader auf die fallenden Kurse gesetzt hat, beträgt sein Gewinn 10 mal 2 EUR = 20 EUR. Die Rendite beträgt 20 %, was sich aus dem Risiko von 100 EUR zu einem Gewinn von 20 EUR errechnen lässt. Schließt der Händler seine Position, so gibt der Broker die Sicherheitsleistung wieder frei. Der Gewinn des Traders in Höhe von 20 EUR muss im Anschluss im Normalfall versteuert werden. Haben Broker und Händler ihren Sitz in Deutschland, findet die Abführung der Abgeltungssteuer automatisch statt.

Wenn angenommen wird, dass der Kurs der Sanitor-Aktie von 50 EUR auf 54 EUR gestiegen ist und der Trader schließt seinen Trade, so hat er 40 EUR verloren. Die Rendite beträgt minus 40 %. Hierdurch lässt sich erkennen, dass über die aufgerufene Margin und den damit verbundenen Hebel eine deutlich höhere Verlust- oder Gewinnchance besteht, als würde der Trader beispielsweise in eine klassische Aktie der Sanitor AG investieren. Der Hebel berechnet sich immer aus dem Kehrwert der Sicherheitsmargin. Dazu wird der Handelswert durch die Sicherheitsleistung dividiert. In unserem Fall also 500 EUR / 100 EUR = 5. Der Händler hebelt sein Kapital um das Fünffache, da er nur einen Teil selbst beisteuert und die restlichen vier Teile vom Broker finanziert werden. Im Gegenzug zu den erhöhten Gewinnchancen geht der Trader bei einer gehebelten Position auch ein deutlich höheres Risiko ein. Im genannten Beispiel wäre bei einem Anstieg des Basiswertes auf 60 EUR das gesamte eingesetzte Kapital in Höhe von 100 EUR weg gewesen. Der Trader hätte einen Totalverlust seiner Margin erlitten, obwohl der Aktienkurs der Sanitor AG nur eine Veränderung von 20 % erfahren hat.

Tipp: Wollen, Sie mehr über CFD-Trading lernen, klicken Sie hier.

CFD-Trading: Welche Kosten entstehen beim Handel?

Es dürfte auf der Hand liegen, dass kein Broker seien Dienstleistung oder die Nutzung seiner Plattformen gratis anbietet. Die Broker sind Unternehmen und somit auf Gewinnmaximierung ausgerichtet. Sie verdienen auf zwei verschiedene Arten beim CFD-Handel mit. Werden die Verluste der Trader eingerichtet, lässt sich sogar von drei Kostenarten sprechen.

1. Spread

Der Spread ist der Unterschied zwischen dem Kauf- und dem Verkaufskurs eines Basiswertes. Die Broker geben für jedes Produkt, auf welches ein Trader spekulieren kann, zwei Preise an. Den Ask-Wert, der etwas höher ist und den Bid-Wert, der dementsprechend etwas niedriger ist. Beim Ask-Kurs kauft ein Händler und beim Bid-Kurs kann er verkaufen. Liegt der Bid-Kurs vom Dax beispielsweise bei 15.000 Punkten, so kann der Ask-Kurs bei 15.001 Punkten liegen. Die Differenz ist der sogenannte Spread, den der Broker bei jedem Handel verdient.

Finden der Kauf und der Verkauf etwa in der gleichen Sekunde statt, so hat der Trader diesen einen Punkt verloren und der Broker dementsprechend verdient. Der Händler muss bei jeder Position, die er eingeht, zunächst den Spread aufholen. Wie hoch der Spread auf die einzelnen Basiswerte ist, entscheidet einzig der Broker. Hier existieren große Unterschiede zwischen den Brokern und auch zwischen den Basiswerten. Pauschal lässt sich sagen, dass der Spread steigt, desto exotischer ein Basiswert ist. So ist der Spread zum Beispiel beim Forexpaar USD/TRY deutlich höher als beim Handel auf den Dax oder den Dow Jones.

2. Haltekosten

Das CFD-Trading ist eine Methode für schnelle Trades und kurze Haltedauern. Selten ist es geplant, eine Position über mehrere Monate oder gar Jahre zu halten. Ein Grund hierfür sind die Haltekosten, die anfallen, wenn eine Position über Nacht behalten wird. Als Zeitpunkt nehmen die meisten Broker den Börsenschluss der New Yorker Börse, was um 23:00 Uhr deutscher Zeit der Fall ist. Die Höhe der Übernachtfinanzierung wird durch die Broker festgelegt und kann komplett unterschiedlich ausfallen. Die Kosten berechnen sich in Prozent vom Handelswert und werden regelmäßig aktualisiert. Jeder Basiswert hat dabei seine eigenen Haltekosten. Anders verhält es sich bei den Forexpaaren, bei denen anstatt der Haltekosten ein sogenannter Swap fällig wird. Hierbei handelt es sich um Zinsen, die für die Aufnahme der einen Währung und das Ausleihen der anderen Währung fällig werden. Je nach Spekulation auf eine der beiden Währungen innerhalb des Währungspaares fällt der Swap unterschiedlich hoch aus und kann sogar positive Zinsen über Nacht bringen.

3. Verluste der Trader

Circa 70 bis 80 % der Kleinanleger verlieren beim CFD-Handel Geld. Aus diesem Grund müsste man davon ausgehen, dass die Broker ihren größten Teil der Gewinne aus den Verlusten der Händler ziehen. Dies ist jedoch nicht der Fall. CFD-Broker arbeiten größtenteils mit dem sogenannten Hedging. Das bedeutet, sie gehen für jede Position, die ein Trader bei ihnen eingeht, eine direkte Gegenposition ein. Geht ein Trader bei einem bestimmten Basiswert short, so kauft der Broker im gleichen Atemzug einen Trade in die gegenteilige Richtung. Alle Trades sind abgesichert, wodurch der Broker kein Geld verlieren kann, aber durch Verluste von Kleinanlegern auch nichts gewinnen kann. Wie das Hedging in der Praxis bei jedem Broker im Detail durchgeführt wird und ob immer jede Position genau abgesichert wird, lässt sich nicht genau nachvollziehen. Dennoch kann festgehalten werden, dass Hedging im CFD-Trading gängige Praxis ist und somit die Gewinne der Broker im Normalfall ausschließlich über den Spread und die Übernachtfinanzierung entstehen.

CFD-Broker Vergleich: So finden Sie den besten Anbieter

Die Unterschiede zwischen den Brokern sind so groß wie deren Anzahl. Interessierten CFD-Tradern steht eine riesige Auswahl an Brokern zur Verfügung, die ihre Dienstleistungen anbieten. Das CFD Trading liegt dabei voll im Trend. Im ersten Quartal des Jahres 2021 stieg die Anzahl der Nutzerkonten für Differenzkontrakte um knapp ein Viertel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 277.000 solcher Konten existieren, wobei dazu gesagt werden muss, dass eine Person theoretisch mehrere Konten besitzen kann. Bei dieser Anzahl an Konten ist es verständlich, dass der Markt groß ist und immer mehr Broker mitverdienen möchten. Bei den Anbietern lässt sich in Spezialisten und große Banken unterscheiden. So gibt es beispielsweise spezielle CFD-Broker wie Admirals, XTB, GFKX, CMC, Flatex, IG, onvista, etoro und viele mehr. Doch auch klassische Bankhäuser wie die Comdirect, die Sparkasse oder die Consorsbank bieten eine Handelsplattform für CFD-Trades an. Ein Vergleich oder eine Empfehlung für den besten Broker ist kaum möglich, da jeder Nutzer eine andere Anforderung an seinen Dienstleister besitzt und anders handelt. Im Folgenden sind daher einige Kriterien gelistet, wie Broker bewertet und voneinander unterschieden werden können.

Kosten und Gebühren

In einem ersten Schritt sollte sich ein Trader über die Kosten und Gebühren informieren, da diese über bares Geld entscheiden. Dabei ist eine pauschale Aussage zur Kostenstruktur kaum möglich. Vielmehr sollte der Händler für sich überlegen, in welche Basiswerte er investieren möchte und dann einen Vergleich anstellen. Beispielsweise beträgt der Spread für eine Position auf den Dax zwischen 0,5 Punkten beim Anbieter Lynx und 3 Punkten beim Anbieter Avatrade. Da die Spreads meist variabel sind, ist eine genauere individuelle Betrachtung notwendig. Ähnliches gilt für die Finanzierungskosten, die sich deutlich unterscheiden und je nach Basiswert anfallen.

Mindesteinlagen

Eine Kontoeröffnung ist bei vielen Brokern nur mit einer Mindesteinlage möglich. Teilweise ist dies sinnvoll, da so eine höhere Margin entsteht und der Trader nicht sofort ausgestoppt werden kann. Auf der anderen Seite birgt eine Mindesteinlage die Gefahr, dass das gesamte Geld aufs Spiel gesetzt wird und verloren gehen kann. Eine zu hohe Mindesteinlage ist somit nicht förderlich. Die Einlagen für ein Live-Konto schwanken zwischen den Brokern. So bieten IG, CMC Markets oder AxiTrader ihre Dienste ohne eine Mindesteinlage an. Während beispielsweise ATFX und GBE Brokers 500 EUR verlangen.

Regulierung

Um das Risiko eines Betrugs zu minimieren, sollte der genutzte Broker reguliert sein. Dies bedeutet, er wurde von einer unabhängigen und öffentlichen Aufsichtsbehörde untersucht und hat eine Lizenz erhalten. Außerdem schaut die Behörde auf die operativen Tätigkeiten der Broker und überwacht die Einhaltung von Gesetzen. Zu den Kriterien zählen beispielsweise Hebelgrenzen, Mindestkapitalvorschriften, Kontentrennungen (Segregation), Risikowarnungen oder die Einhaltung von Anti-Geldwäsche-Gesetzen. Es existieren mehrere gängige Aufsichtsbehörden aus verschiedenen Ländern. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Broker seinen Sitz im Einzugsbereich der jeweiligen Behörde hat. Häufig genutzte Aufsichtsbehörden sind die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) in Deutschland, die Financial Services Authority (FSA) in Dänemark oder die Cyprus Securities and Exchange Commission (CySec) auf Zypern. Wird diese Regulierungsstellung vorgewiesen, sind die Trader zumeist auf der sicheren Seite.

Handelsplattformen

Trader benötigen für das Öffnen und Schließen ihrer Positionen eine Software, die als Handelsplattform bezeichnet wird. Auch diese Plattformen variieren von Broker zu Broker. Manche Dienstleister arbeiten hierbei mit eigenen Programmen, die selbst entwickelt sind. Dabei sollten die Händler darauf achten, dass wichtige Funktionen vorhanden sind. Hierzu zählen das Setzen eines Stop-Loss, die minutengenaue Bestimmung von Orders, die direkte Ausführung von Trades und weitere Besonderheiten. Arbeiten die Broker mit den gängigen Handelsplattformen, muss der Händler nur darauf achten, auf welche Funktionen er frei zugreifen kann und wofür er zusätzlich bezahlen muss. Ansonsten kann davon ausgegangen werden, dass die großen Anbieter alle Bedürfnisse erfüllen. Als gängige Plattformen und Platzhirschen gelten der MetaTrader 4 und der MetaTrader 5.

Basiswerte

Trader, die wie 89,6 Prozent ihrer Mitstreiter ausschließlich der gängigen Aktienindizes wie Dax, Dow Jones oder Nasdaq handeln, brauchen auf den Faktor „Basiswerte“ nicht achten. Alle, die gerne etwas exotischer handeln und vor allem auch auf Einzelaktien angewiesen sind, müssen bei der Auswahl des Brokers auf die Anzahl der Basiswerte schauen. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Das Spektrum der Basiswerte variiert zwischen einer Anzahl von 100 und 10.000. Die Broker mit der höchsten Anzahl an Produkten bieten jede Aktie, jedes Währungspaar und jeden handelbaren Rohstoff an. Einige Basiswerte sind selbst erschaffen, um noch mehr Varianten zu bieten. Da kein Zusammenhang mit der realen Börse bestehen muss, können die Broker frei über ihre Basiswertet entscheiden.

App

Das Daytrading mit CFDs ist ein schnelles Geschäft. Ein Händler muss daher jederzeit auf der Hut sein und seine Positionen immer anpassen können. Auch Chancen in Aktienkursen ergeben sich ungeplant, sodass ein Zuschlag immer und überall möglich sein muss. Aus diesem Grund achten viele Trader auf eine funktionsfähige und schnelle App, die das Traden beim jeweiligen Broker von jedem Ort aus ermöglicht. Broker, die auf die gängigen MetaTrader 4 und Meta Trader 5 setzen, machen es dem Händler einfach. Die beiden großen Handelsplattformen bieten ihre eigene App, die problemlos und intuitiv funktioniert. Bei allen Brokern, die eine eigene Softwarelösung als Handelsplattform präsentieren, muss der Trader genau hinschauen, ob eine App angeboten wird.

Sonstiges

Neben den bereits vorgestellten Aspekten wird der tägliche CFD-Handel von weiteren Faktoren beeinflusst, bei denen sich die Broker unterschiedlich aufstellen. Ein Faktor ist das Schulungsangebot der Broker. Da der CFD Handel durch viele Nutzer autodidaktisch erlernt wird, benötigen viele Menschen Infomaterialien. Die meisten Broker sind sich dieser Verantwortung bewusst und bieten Schulungsangebote. Hierzu zählen Erklärungsvideos für Anfänger, Tutorials, Broschüren oder Wikis. Außerdem bieten die größeren Dienstleister kostenlose Fortbildungskurs für die Verbesserung der Handelsstrategien an. Hierdurch kann ein Händler sein Daytrading optimieren. Viele Fortbildungen finden sogar live statt. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal der Broker sind die Kontaktmöglichkeiten und die Öffnungszeiten. Im Supportfall sollte ein Dienstleister immer erreichbar sein, zumal das Börsengeschäft fast rund um die Uhr läuft. Auch die Handelszeiten sind in diesem Zusammenhang interessant, da sie von Broker zu Broker abweichen können. Gute Broker haben werktags maximal ein oder zwei Stunden täglich geschlossen und bieten ansonsten Handel an. Auch auf die Möglichkeit ein CFD Demokonto anzulegen, sollte geachtet werden. Hierüber können unerfahrene Trader ohne Risiko den Handel erlernen und die Plattformen testen. Erfahrene Nutzer können das Spielgeld nutzen, um Handelsstrategien auszuprobieren und dabei risikolos vorzugehen.

CFD Trading: Diese Basiswerte sind handelbar

Die unterschiedlichen Basiswerte sind ein großer Reiz im CFD-Handel. Sie sind wie ein Einkaufsladen für Trader, bei dem jeder Wert als Versuchung und als Chance gesehen werden kann. Zwar raten Experten davon ab, sich auf zu viele Trades und Märkte gleichzeitig zu konzentrieren, doch bieten mehr Basiswerte auch mehr Chancen für wirklich lukrative Handelsideen. Der Anzahl an Handelsprodukten sind keine Grenzen gesetzt. Dies liegt daran, dass ein Basiswert immer nur vom Broker selbst erstellt wird. Im Normalfall zeichnet er einen realen Wert nach, wie beispielsweise eine Aktie, einen Index, ein Währungspaar oder einen Rohstoff. Doch sind die Kurse der Broker nicht direkt an eine Börse angeschlossen. Der Vertrag besteht nur zwischen Broker und Trader, wie anfangs erwähnt. Daher kann ein Broker jeden Basiswert erschaffen, den er für richtig hält. Er kann Aktien zusammenführen, er kann neueste Kryptowährungen per CFD aufnehmen oder eigene Währungen schaffen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Aus diesem Grund ist es möglich, dass manche Broker über 10.000 verschiedene Basiswerte in ihrem Portfolio haben. Eine überwältigende Zahl, die wohl kein Händler vollumfänglich überblicken kann. Die Basiswerte entstammen dabei aus den unterschiedlichen Rubriken Indizes, Aktien, Währungen, Rohstoffe, Edelmetalle oder Anleihen.

Indizes

Mit Indizes sind Zusammenfassungen von Aktien gemeint. In der Presse besonders beachtet werden dabei die weltbekannten Börsen Dow Jones, Nasdaq, Dax, FTSE oder Nikkei. Hierunter sind die jeweils wichtigsten Aktien eines Landes zusammengefasst. Knapp 90 % aller CFD-Trades finden zu den Indizes statt. Die CFDs bilden die Kursstände der Weltmärkte ab und lassen sich logisch nachvollziehbar handeln. Außerdem sind die Spreads und Kosten für Indizes bei den meisten Brokern am geringsten. Zu dieser Rubrik gehören aber auch die Kursstände sämtlicher ETFs oder andere Zusammenschlüsse von Aktien, die die Broker selbst als Basiswert festlegen können.

Aktien

Ähnlich wie mit den Indizes verhält es sich mit den Aktien. Auch hier zeichnen die CFDs die Kurse der einzelnen Aktienwerte ab. Mit dem Unterschied, dass einzelne Unternehmen gehandelt werden können. Ein Trader spekuliert somit nicht auf das Fallen oder Steigen ganzer Märkte, sondern er konzentriert sich auf ein Unternehmen. Die Anzahl an Einzelaktien variiert bei der Betrachtung der Broker stark. Nicht jeder Dienstleister bietet den Handel auf einzelne Unternehmen an. Bei den großen Brokern hingegen kann fast jede Aktiengesellschaft der Welt gehandelt werden. Am Gesamtmarkt der CFDs macht der Handel auf einzelne Unternehmen jedoch nur 1,1 % aus.

Währungen

Der Handel auf Währungspaare wird als Forexmarkt bezeichnet und ist im Bereich der CFD beliebter als bei anderen Finanzprodukten. Dies kann daran liegen, dass CFDs besonders transparent sind und daher auch einen komplizierten Markt wie die Devisen gut abbilden können. Der Händler sucht sich dabei ein Währungspaar wie EUR/USD, GBP/JPY oder CHF/NOK aus und setzt auf den Anstieg bzw. den Fall einer der beiden Währungen. Mit 6,5 % aller CFD Kontrakte liegt der Forexmarkt mit Vorsprung auf dem zweiten Platz der beliebtesten Basiswertrubriken. Gute Broker führen Währungskombinationen für die exotischsten Währungen der Welt, wozu beispielsweise der südafrikanische Rand, der mexikanische Pesos, der thailändische Bath oder der ungarische Forint gehören. So lässt sich zum Beispiel der Tauschwert des Singapur Dollar gegenüber den dänischen Kronen im CFD Handel problemlos traden.

Rohstoffe/Edelmetalle

Auch für Rohstoffe gibt es einen Markt. Genauer gesagt handelt es sich um Rohstoffe und Edelmetalle, da beispielsweise Eisen veredeltes Metall ist und nicht zu den Rohstoffen gehört. Wie bei den Aktien und Währungen besitzt auch jeder Rohstoff seinen eigenen Markt aus Angebot und Nachfrage. Trader haben die Möglichkeit, auf „steigende“ oder „fallende“ Kurse der jeweiligen Produkte zu setzen. Gängige Märkte sind Gold, Silber oder Erdöl. Doch auch die Preise für andere Rohstoffe wie Mais und Kakao oder sogar Tiere können mittels CFDs gehandelt werden. 2,7 % aller Kontrakte im CFD-Trading werden über Rohstoffe abgeschlossen.

Anleihen

Eine letzte Rubrik der Basiswerte, die in diesem Artikel vorgestellt werden soll, sind die Anleihen. CFDs bilden die Kurse von Unternehmensanleihen, Staatsanleihen oder Produkten anderer Institutionen wieder. Der Handel mit Anleihen spiegelt nur einen sehr geringen Anteil am CFD Handel wider. Am beliebtesten ist der Kurs des Bund Future, welcher fiktiv die Anleihen der Bundesrepublik Deutschland nachzeichnet.

Die Risiken beim CFD-Trading

Wie sicher ist der CFD-Handel? Die Frage, wie sicher und risikobehaftet der CFD Handel ist, lässt sich seit dem Jahr 2017 mit einem deutlich besseren Gewissen beantworten. Warum dies so ist, erklärt ein Blick auf den 15. Januar 2015. An diesem Tag gerieten die Differenzkontrakte schwer in Verruf. Es war der Tag, an dem die Wechselkursuntergrenze des Schweizer Franken aufgehoben wurde und die Währung der Schweiz innerhalb von zwanzig Minuten nach oben schoss. Trader, die mit hohen Einsätzen gegen den Franken spekuliert hatten, verloren dieses Geld und mussten, was viel schwerer wog, Gelder nachschießen. Zu der Zeit war es bei CFD Brokern noch erlaubt, eine Nachschusspflicht durchzusetzen. Immer dann, wenn ein Händler deutliche Verluste einfuhr und das eingesetzte Kapital auf dem Handelskonto nicht mehr ausreichte, musste er Geld nachbezahlen.

Somit konnte beim CFD Trading mehr Geld verloren werden, als überhaupt eingezahlt wurde. Im Falle besonderer Ereignisse, die kein Börsianer vorhersehen konnte, war die Chance auf einen existenzbedrohenden Verlust durchaus vorhanden. Im Januar 2015 wurden viele Händler eiskalt erwischt, da sie unbedarft in den Handel gestartet waren und nun vor der Privatinsolvenz standen. Der CFD-Handel war in Verruf geraten. Zur Beschwichtigung können wir an dieser Stelle bereits sagen, dass sich seit dieser Zeit viel getan hat. Der gesamte Markt der CFDs wurde im Laufe der Zeit stärker reguliert und für die Trader risikoärmer gestaltet. Eine Nachschusspflicht wurde aufgehoben, sodass sich Händler bei regulierten Brokern keine Gedanken über extreme Verluste machen müssen. Dennoch bringt der CFD Handel einigen Risiken mit sich, die wir näher erläutern möchten.

Margin Call

Der Margin Call ist das unweigerliche Ende eines jeden Trades. Immer dann, wenn die Kurse sich weit entgegengesetzt der gewünschten Richtung des Traders entwickeln, schrumpft das verfügbare Kapital (die Margin) des Traders. Es ist somit das gesamte Kapital, welches auf dem CFD-Konto hinterlegt ist, im Risiko. Ein Händler kann seine Position so lange in die falsche Richtung laufen lassen, bis sein gesamtes eingesetztes Kapital nicht mehr reicht. Nach der erwähnten Abschaffung der Nachschusspflicht haben die Broker ihren Margin Call angepasst. Immer dann, wenn eine bestimmte Prozentzahl des Gesamtkapitals als Margin für CFDs eingesetzt ist, wird der Margin Call ausgelöst.

So wird beispielsweise die Position automatisch geschlossen, wenn nur noch 50 % des Gesamtkapitals als Margin zur Verfügung stehen. Die Prozentzahlen variieren von Broker zu Broker deutlich, wobei die hier genannten 50 % Margin-Stopout von der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) als Minimum vorgegeben sind. Im Fall des Margin Calls muss der Trader seine Verluste tatsächlich realisieren und kann seine Position nicht länger aussitzen, wie es beispielsweise bei klassischen Aktien möglich wäre. Zu Zeiten, als es die Nachschusspflicht noch gab, mussten Händler jedoch bei einem Margin Call unter Umständen hohe Geldbeträge nachzahlen.

Positionsgröße und Preissprünge

Ein Risiko beim CFD-Trading sind zu hohe Positionsgrößen, die sehr große Hebel mit sich bringen. Die Verlockung ist groß, beim Handel mit großen Positionen schnelle Gewinne einzufahren. Doch birgt dies auch sehr hohe Gefahren und Risiken. Eine hohe Positionsgröße bindet sehr viele Sicherheitsleistungen, sodass das vorhandene Kapital schnell als Margin gebunden ist. Geht der Kurs für den Trader in die falsche Richtung, so rückt der Margin Call in großen Schritten näher und das Kapital geht verloren. Hohe Positionsgrößen sorgen außerdem für sehr starke Hebelwirkungen. Bei einem Marginsatz von 20 % ist bereits eine Hebelwirkung um das 5-fache entstanden. Regulierte Broker dürfen laut Marktaufsichtsbehörde ESMA einen maximalen Hebel von 33,3 anbieten, was einem Marginsatz von 3 % entspricht. In diesem Fall werden 97 % des Handelswertes durch den Broker finanziert – ein sehr hoher Wert.

Freie Preisgestaltung

Ein weiterer Nachteil, den die Trader beim CFD Handel erfahren, ist die freie Preisgestaltung der Basiswerte durch die jeweiligen Broker. Vergleichsweise ist es so, als würde jemand in das Casino gehen und die Regeln würden während des Spiels vom Casinobetreiber selbst angepasst. Der Vergleich ist selbstverständlich etwas überzeichnet, denn kein Broker wird es sich erlauben, die Regeln, in unserem Fall also die Kurse, völlig frei zu gestalten. Es ist jedoch stets vorsichtig geboten. Die Basiswerte der Broker sind nicht börsenreguliert, sondern richten sich nur an den realen Börsenkursen. Der Vertrag beim CFD Handel wird zwischen dem Broker und dem Trader geschlossen. Somit kann der Broker die Preise frei gestalten. Sie zeichnen reale Börsenkurse nur nach und sind nicht mit hundertprozentiger Sicherheit genau. Insbesondere in besonders volatilen Börsenphasen kann die freie Preisgestaltung zu Frustmomenten führen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die reale Börse einen bestimmten Kurs erreicht hat und einen Take Profit ausgelöst hätte. Auf der Handelsplattform wurde dieser Punktestand jedoch nicht erreicht und der Gewinn wurde nicht realisiert.

Keine Regulierung

Ein Risiko, welches Trader bereits vor dem ersten Handel vermeiden können, ist die Zusammenarbeit mit einem nicht in der EU oder Großbritannien regulierten Broker. Diese müssen sich nicht an die Regeln der Marktaufsichtsbehörde ESMA halten und können somit gewisse Vorgaben ignorieren, die meist jedoch zum Schutz der Anleger geschaffen wurden. Die Broker sind dabei zwar häufig in Europa beheimatet, jedoch nutzen sie Filialen in Übersee, um die Regularien der EU zu umgehen. Hierdurch können Hebel von bis zu 1:2000 erreicht werden, während in Europa bei 1:33,3 die Grenze liegt. Auch der Margin-Stopout oder das Verbot binärer Optionen kann hierdurch umgangen werden. Dennoch lässt sich feststellen, dass auch die Broker in Übersee reguliert sind und somit keinen Betrug begehen können. Die Regulierung findet jedoch in teils exotischen Staaten statt, wie die folgende Übersicht von Brokern zeigt, die nicht in der EU reguliert sind.

  • Vantage FX reguliert nach ASIC (Australien) & CIMA (Cayman Islands)
  • IC Markets reguliert nach FSA (Seychellen)
  • Blackbull Markets reguliert nach FSPR, FSCL (Neuseeland)
  • Robo Forex reguliert nach IFSC (Belize)

Trader, die hohe Hebel wünschen, können einen dieser Broker wählen und müssen dennoch keinen Betrug fürchten. Anders sieht es bei Dienstleistern aus, die gar keine Regulierung vorweisen. Bei diesen sind betrügerische Absichten zwar nicht direkt anzunehmen, jedoch sollte von einer Zusammenarbeit abgesehen werden. Zu groß wäre das Risiko vor finanziellen Einbußen. Die Regulierung eines Brokers lässt sich meist schnell über seine Webseite prüfen. Wenn dort entsprechende Siegel abgedruckt sind, ist der Händler durch Gesetze geschützt.

Regulierung des CFD-Marktes

Der CFD-Markt wird stark überwacht und legt einen großen Wert auf den Schutz von Kleinanlegern. Europäische Broker, die den Regeln der Marktaufsichtsbehörde ESMA unterliegen, müssen einige Regeln beachten. Größtenteils werden diese begrüßt, anstatt sie als störend zu empfinden. Dies hat den Hintergrund, dass sich Händler durch ihren besseren Schutz eher für CFDs interessieren, als wären die Risiken von Nachschusspflichten weiterhin vorhanden. Es stellt sich also die Frage, welche Regelungen zum Schutz für Kleinanleger gelten. Ein wichtiger Aspekt ist die Begrenzung des Hebels, der die Verlustrisiken bei starken Kursveränderungen deutlich verringert. Sogenannte Black Swan-Events verlieren ihren Schrecken, wenn die Trader per Gesetz weniger Risiko eingehen können. Der maximale Hebel bei regulierten Brokern lautet seit dem Jahr 2018 1:33,3.

Dieser wird jedoch nur auf die sogenannten Forex Majors gewährt, also auf alle Währungspaare mit Beteiligung vom US-Dollar, Euro, Japanischen Yen, Britischen Pfund Sterling, Kanadischen Dollar und Schweizer Franken. Die exotischen Währungen, auch Minors genannt, lassen sich mit einem Hebel von 1:20 handeln. Gleiches gilt für die Hauptindizes, zu denen Dax30, DJI30, FTSE100, CAC40, SP500, NQ100, Nikkei225, ASX200 und Stoxx 50 gehören. Außerdem gilt dieser maximale Hebel von 1:20 für Gold. Einen Hebel von 1:10 bieten alle Rohstoffwerte außer Gold. Minimum 20 Prozent Margin und somit ein Hebel von 1:5 wird auf einzelne Aktientitel oder sonstige Basiswerte der Broker ermöglicht. Für Kryptowährungen gilt ein maximaler Hebel von 1:2, wodurch diese Produkte die größten Margin-Werte von mindestens 50 % aufweisen müssen.

Eine zweite Regulierung betrifft die automatische Verlustbegrenzung und die dadurch bedingte Abschaffung der Nachschusspflicht. Damit Trader nicht mehr durch extreme Kursschwankungen kurz vor die Zahlungsunfähigkeit getrieben werden, wurde durch die ESMA die automatische Verlustbegrenzung eingeführt. Diese besagt, dass ein Trade immer dann automatisch geschlossen wird, wenn die frei verfügbare Margin eine bestimmte Schwelle erreicht hat. Dies ist dann der Fall, wenn die Kurse in die falsche Richtung laufen und der Händler kein frisches Kapital nachzahlt. Die ESMA hat ein Minimum von 50 % Margin vorgesehen. Manche Broker schließen die Positionen bereits früher. Hier ist ein Blick in das Kleingedruckte ratsam.

Um Kleinanleger generell zu sensibilisieren, hat die ESMA vorgeschrieben, dass Broker ihre Kunden über das Risiko beim Handel aufklären und nicht mehr mit Boni locken dürfen. So müssen Broker einen Warnhinweis auf ihrer Website oder in ihren Broschüren veröffentlichen, wie hoch die Verlustrisiken sind. Seitdem lassen sich Hinweise wie „72% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter“ finden. Jeder Broker hat seine eigenen Zahlen, die er veröffentlichen muss. Außerdem sind die Lockangebote verboten worden. Der Fantasie der Broker waren in dieser Kategorie keine Grenzen gesetzt. Versprechen zu Boni, Reisen oder sogar Autos waren keine Seltenheit mehr. Heute ist dies verboten, sodass die Broker nur über ihre Marketingmaßnahmen um neue Kunden werben dürfen.

CFD-Handel für Daytrader

Das CFD-Trading ist das tägliche Brot der Daytrader. Ein Daytrader ist ein halb- oder vollprofessioneller Händler, der von seinen Aktivitäten am Aktienmarkt lebt. Daytrader unterscheiden sich von klassischen Aktienkäufern darin, dass sie ihre Positionen am Markt meist nur sehr kurzfristig halten und auf besondere Chancen warten. Dazu betreibt ein Daytrader viele Chartanalysen und sucht nach vielversprechenden Konstellationen an Märkten. Beispielsweise wird versucht, aus vergangenen Kursen Rückschlüsse für die Zukunft zu ziehen. Ist in der Vergangenheit aus einem bestimmten Kursbild immer der gleiche Verlauf entstanden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dies in der Zukunft wieder passiert.

Genau auf diese Wahrscheinlichkeit setzen die Daytrader. Sie analysieren die Kurse und arbeiten mit bestimmten Tools und Methoden wie Pivotpunkten, Trendlinien oder Flaggen. Im richtigen Moment schlagen die Daytrader zu und wollen von den vermuteten Kursbewegungen profitieren. Für all diese Abläufe ist der CFD-Handel ideal geeignet, weshalb nahezu jeder Daytrader mit Differenzkontrakten arbeitet. In den Handelsplattformen sind bereits Analysetools eingebaut, mit denen die Händler direkt in den Kursen zeichnen und über ihre Analysen die besten Chancen finden können. Ein zweiter großer Vorteil für Daytrader sind die Möglichkeiten der Vorabeinstellungen. Über sogenannte Orders können Händler vorab genau planen, wann sie einen Trade ausführen oder schließen möchten. Dazu geben sie in den Handelsplattformen ganz einfach einen Kurs ein, zu dem sie eine Position eröffnen möchten.

Dieser kann gegen den Trend oder mit dem Trend verlaufen. Gleiches gilt für das Schließen von Positionen. Ein Stop Loss schützt vor Verlusten und der Take Profit löst im Gewinn aus, sobald der Trade in die richtige Richtung ausgenutzt wurde. Über diese Orders können Daytrader sich vom PC lösen und müssen nicht rund um die Uhr die Kurse beobachten. Ein zusätzlicher Vorteil vom CFD Handel für Daytrader sind die übersichtlichen Möglichkeiten des Hedgings, also des Eröffnens von mehreren Positionen eines Basiswertes in unterschiedliche Richtungen. Hierdurch ist eine flexible Handelsstrategie auf mehreren Zeitebenen möglich.

Vor- und Nachteile vom CFD Trading im Überblick

Der Handel mit Differenzkontrakten unterscheidet sich deutlich von klassischen Aktienkäufen. Dabei bringt der CFD Handel sehr viele Vorteile mit sich, sodass hauptberufliche Daytrader auf diese Art des Tradings setzen. Doch auch die Risiken sollten auf keinen Fall verdrängt werden. Um die CFD Bedeutung übersichtlich zu gestalten, sollen im Folgenden die Vor- und Nachteile zusammenfassend gelistet sein.

✅Einfache Handhabung

✅Übersichtliche und intuitive Gestaltung

✅Hedging ist möglich

CFD Hebelwirkungen können genutzt werden

✅Mehrere Positionen auf unterschiedlichen Zeitebenen

✅Viele Broker mit unterschiedlichen Angeboten

✅Klare Kostentransparenz

✅Unzählige Handelsmöglichkeiten über Basiswerte

✅Automatische Abrechnung von Steuern bei deutschen Anbietern

✅Trading in Sekundenschnelle

✅Ordermöglichkeiten wie Take Profit, Stop Loss, Buy Limit etc.

✅App für den Handel von unterwegs

✅Regulierung und Schutz der Kleinanleger durch ESMA und andere

✅Chartanalyse direkt auf den Plattformen

❌Basiswert ist ungleich realer Börsenwert, somit freie Preisgestaltung

❌Risiko zu hoher Hebel

❌Automatisches Schließen von Positionen über Margin Call

❌Gesamtes eingezahltes Kapital im Risiko

❌Komplizierte Regulierungen ausländischer Broker

❌Teures Aussitzen von Positionen durch Übernachtfinanzierungskosten

❌Nicht für Anfänger geeignet

❌Großteil der CFD-Händler verliert Geld

CFD-Handel FAQ – Häufig gestellte Fragen

Worin besteht der Unterschied zwischen dem CFD und dem Aktien Handel?

Häufiger ist vom Begriff CFD Aktie die Rede. Dies ist irreführend, da ein Differenzkontrakt nicht mit Aktien verwechselt werden darf. Eine CFD Aktie gibt es schlicht nicht. Eine Aktie ist per Definition ein Anteil an einer Aktiengesellschaft. Ein Trader erhält also tatsächlich einen Teil vom gehandelten Unternehmen. Beim CFD Handel ist der Trader praktisch der Inhaber einer Forderung gegen den CFD Broker (Differenzkontrakt).

Welche Kosten entstehen beim CFD Handel?

Der Trader zahlt bei jedem Handel die Spread-Kosten. Dies ist der Unterschied zwischen dem Kaufkurs und dem Verkaufskurs. Bei einem Trade auf den Dax beträgt der Spread beispielsweise einen Punkt, wobei auch dies von Broker zu Broker unterschiedlich ist. Sollen Positionen über Nacht gehalten werden, kommen Finanzierungskosten hinzu, die ebenfalls durch den Broker bestimmt werden. Im Falle von Währungspaaren werden die Finanzierungskosten durch Zinskosten bzw. Zinserlöse ersetzt.

Kann ich mehr verlieren, als ich einsetze?

Diese Frage muss aus zwei Blickwinkeln betrachtet werden. Auf den einzelnen Trade betrachtet, kann mehr verloren werden als gedacht, da bei jedem Trade das gesamte eingezahlte Kapital im Risiko steht. Hierdurch kann eine Position am Ende so viel Kapital kosten, bis die Schwelle von 50 % Margin erreicht wurde und der Margin Call eintritt. Ein Händler kann jedoch nie mehr verlieren, als er auf sein Handelskonto eingezahlt hat. Die Zeiten von Nachschusspflichten sind seit einer Reform der ESMA Regulierung vorbei.

Kann ich mehrere CFDs gleichzeitig handeln?

Ja, es können mehrere CFDs in gleiche Richtungen, in unterschiedliche Richtungen und auf unterschiedliche Basiswerte gleichzeitig gehandelt werden. Hierdurch wird Hedging oder der Handel auf unterschiedlichen Zeitebenen ermöglicht. Es können so lange neue CFDs aufgenommen werden, bis die Margin auf Höhe des Margin Calls verbraucht ist.

Was ist ein Margin Call bei CFDs?

Der Margin Call schließt die Positionen des Traders automatisch, wenn sich die Kurse entgegengesetzt der gewünschten Richtung bewegt haben. Sind nur noch 50 % Margin auf dem Konto vorhanden, wird der Broker so lange offene Positionen im Verlust schließen, bis wieder genügend Margin zur Verfügung steht. Die 50 % sind durch die ESMA vorgegeben. Vereinzelt schließen Broker bereits zu früheren Zeitpunkten. Bis zum Auslösen des Margin Calls können Händler ihre Positionen aussitzen.

Telegram_logo

Exklusive Analysen und Inhalte in unserer Telegram-Gruppe!