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Beim Swing Trading handelt es sich um einen Tradingstil, der darauf abzielt, kurz- bis mittelfristige Profite zu erzielen. Die Tradedauer reicht dabei von mehren Tagen bis hin zu Wochen und unterscheidet sich dabei ganz klar vom Scalping oder Daytrading. Der Trader limitiert sich nicht und lässt Trades auch über Nacht laufen.

Welche Finanzinstrumente dabei ausgewählt werden, ist im Prinzip nebensächlich. Es kann sich um Aktien, Kryptowährungen, Rohstoffe, Indizes oder um Futures handeln. Im Swing-Trading geht es darum, mögliche Aufwärts- oder Abwärtsbewegungen zu erkennen und aus diesen Kursbewegungen Kapital zu schlagen.

Im Gegensatz zum Daytrading, bei dem die Positionen innerhalb eines Tages geschlossen werden, halten Swing-Trader ihre Positionen über einen Zeitraum von einigen Tagen bis Wochen aufrecht und versuchen, während diesem Zeitraum Gewinne zu erzielen. Das Ziel ist es, die eigenen Profite zu maximieren, indem man kluge Investitionsentscheidungen trifft. Ein grundlegendes Verständnis der technischen und fundamentalen Analyse ist dabei mindestens genauso entscheidend, wie das richtige Timing. Eine lukrative Chance für alle, die berufstätig sind und deshalb nicht unbedingt alle Zeit der Welt für das Trading mitbringen. Der Zeitaufwand ist beim Swing-Trading verhältnismäßig gering, im Gegensatz zu vielen anderen Strategien.

Ist Swing Trading sinnvoll?

Swing Trading ist nur dann sinnvoll, wenn man es richtig angeht. Wie jede andere Trading Strategie auch birgt auch Swing-Trading eine Reihe von Herausforderungen. Es kommt immer darauf an, welcher Trading-Typ Sie sind. Bevorzugen Sie es, nicht regelmäßig auf den Bildschirm schauen zu müssen und Ihre Positionen über einen mittelfristigen Zeitraum zu eröffnen und zu schließen, dann gehören Swing Trading Strategien sicher zu den interessanten Tradingstilen, die Sie auf dem Schirm haben sollten. Wenn Sie aber aktiv und in kurzen Zeitabständen traden wollen, dann kommen womöglich andere Trading-Stile besser für Sie in Frage.

Tipp:
Grundsätzlich kann man sagen, dass Swing-Trading für diejenigen sinnvoll ist, die über ein ausreichendes Verständnis der technischen Analyse verfügen. Da Swing-Trader versuchen, große Kursschwankungen auszunutzen, können sich auch kleine erfolgreiche Trades zu großen Gewinnen summieren.

Auf der anderen Seite besteht immer das Risiko, dass ein Trade nicht wie geplant verläuft, was zu Verlusten führen kann. Mit anderen Worten: Swing-Trading ist immer dann sinnvoll, wenn es gelingt, damit nachhaltige und vor allem planbare Gewinne zu erzielen.

Wie funktioniert Swing Trading?

In diesem Abschnitt will ich genauer erklären, wie Swing Trading funktioniert. Die Grundannahme des Swing-Trading ist, dass die Finanzmärkte Kursschwankungen unterworfen sind, welche das Ergebnis von Angebot und Nachfrage sind. Bei diesen „Swings“ handelt es sich um Variablen, die sich ständig ändern. Es gibt Swing Highs und Swing Lows, wie im oberen Bild ersichtlich wird.

Gibt es zum Beispiel Unternehmensnachrichten, die auf eine negative Prognose hindeuten, kann man in vielen Fällen darauf schließen, dass sich die Kurse nach unten bewegen werden. Ähnlich sieht es bei Ereignissen aus, welche das Marktgeschehen erheblich prägen. Sozioökonomische Trends und die allgemeine Marktstimmung entscheiden darüber, was mit dem Kursverlauf eines bestimmten Finanzinstruments geschieht, also ob sich der Kurs nach oben oder nach unten bewegt. Diese Faktoren bilden die Swings.

Als Swing-Trader ist es Ihre Aufgabe, genau solche Veränderungen ausfindig zu machen und diese kurz- bis mittelfristig zu traden. Dabei nutzen Sie meistens fortgeschrittene Charting-Tools, um Candlestick-Patterns und Markttrends zu erkennen und auszuwerten. Es handelt sich also um eine Trading-Strategie, die vor allem eines erfordert: Eine Beobachtung der Märkte.

Häufig verwendete Indikatoren im Swing Trading sind beispielsweise gleitende Durchschnitte, der Relative Strength Index (RSI) oder das Handelsvolumen. Es gibt aber auch spezielle Swing-Indikatoren. Diese helfen, das Geschehen besser einzuordnen und die Swings ausfindig zu machen, die man Long oder Short traden kann.

Vorteile und Nachteile des Swing Trading

Vorteile

  • Möglichkeit, von den Kursschwankungen zu profitieren
  • Zeitliche Flexibilität
  • Nicht so viel ständige Kontrolle benötigt (anders als beim Daytrading)
  • Gutes Risikomanagement möglich

Nachteile

  • Fachwissen erforderlich
  • Höhere Verluste wenn man die Positionen länger hält und keinen Stop Loss gesetzt hat
  • Übernachtrisiko
  • Hoher Stress

Sie haben nun einige Swing Trading Strategien kennengelernt, die potenziell gewinnbringend sein können. Aber ist Swing-Trading immer profitabel? Kann man damit immer hohe Gewinne erzielen? Auch hier lautet die Antwort nein. Es stimmt zwar, dass Swing-Trading das Potenzial für höhere Renditen im Vergleich zu langfristigen Anlagen bietet, vor allem weil man viele Gelegenheiten hat, von steigenden als auch von fallenden Märkten zu profitieren. Außerdem gibt es Grenzen der Profitabilität, je nachdem, wie viel Ihr Kapital zulässt.

Ein wesentlicher Nachteil dieser Methode ist jedoch der damit verbundene Stress. Denn die offenen Positionen müssen regelmäßig überprüft und aktualisiert werden. Zumindest, wenn Sie einen relativ kurzen Zeitraum für Ihre Trades wählen. Die Marktvolatilität ist zwar ein potenzieller Freund, kann aber manchmal auch zu einem einschüchternden Feind werden, der zu erheblichen Verlusten führt. Und es besteht immer das Risiko, dass sich der Markt über Nacht verändert und eine vielversprechende Position in eine Verlustposition verwandelt, bevor man als einer der erfolgsstrebenden Swing Tradern die Chance erhält, darauf zu reagieren. Swing-Trading birgt also ein enorm hohes Risiko.

Swing Trading Dauer / Wann sollte man einen Trade schließen?

Mein Tipp: Im Swing Trading kann man unter anderem 1-Wochen-Charts zur Analyse wählen, um sich zunächst einen Überblick zu verschaffen. Eine Frage bleibt jedoch offen: Wann soll man einen Trade eröffnen oder schließen? Hier lautet die Antwort: Das hängt immer von den Marktbedingungen ab! Die Entscheidung, einen Trade zu schließen, kommt immer auf eines der beiden folgenden Szenarien an: Entweder hat der Markt das angenommene Kursziel erreicht oder der Markt entwickelt sich entgegen der ursprünglichen Annahme, was eine Stop-Loss-Order auslöst. Zumindest die Take-Profit-Orders und die Stop-Loss-Orders sollten immer korrekt gesetzt sein.

Dazu ein kurzes Beispiel zur Veranschaulichung:

  • Angenommen, Sie sind ein Swing-Trader und interessieren sich für die Aktie von Unternehmen XYZ, die derzeit bei 50 Euro gehandelt wird. Das anfängliche Problem: Man weiß nicht, wie sich die Kurse entwickeln werden. Sie haben deshalb beschlossen, den gleitenden Durchschnitt (Moving Average) und den Relative Strength Index als Indikatoren zu verwenden, um zu entscheiden, wann und wo Sie den Stop Loss und Take Profit setzen.
  • Nun geht es an die Verwendung der Indikatoren: Sie verwenden einen 50-Tage-Moving-Average und bemerken, dass der Kurs der Aktie gerade über diesen gleitenden Durchschnitt gestiegen ist. Dies ist ein positives Signal, das darauf hindeutet, dass der Kurs der Aktie in einem Aufwärtstrend ist.
  • Sie schauen sich gleichzeitig auch noch den RSI an, der ein Wertebereich zwischen 0 und 100 hat. Wie Sie womöglich wissen, deutet ein RSI über 70 auf eine überkaufte Situation hin (was bedeutet, dass der Kurs wahrscheinlich fallen wird), während ein RSI unter 30 auf eine überverkaufte Situation hinweist (was bedeutet, dass der Kurs wahrscheinlich steigen wird).
  • Sie bemerken, dass der RSI für die Aktie von Unternehmen XYZ derzeit bei 40 liegt. Es könnte sich um eine Bestätigung handeln, dass die Aktie eher unterbewertet ist und das Potenzial für einen Kursanstieg besteht.
  • Aufgrund dieser beiden Indikatoren entscheiden Sie sich, einen Long Trade in der Aktie von Unternehmen XYZ zu eröffnen. Sie setzen Ihren SL auf 48 Euro, um Ihr Risiko zu begrenzen, falls der Kurs unerwartet fällt. Gleichzeitig setzen Sie Ihr Gewinnziel (Take-Profit) auf 55 Euro, basierend auf Ihrer Analyse und den historischen Preisbewegungen der Aktie.
  • Nun geht es ans Abwarten: Einige Tage später erreicht der Kurs der Aktie Ihr Gewinnziel von 55 Euro. Ihr Take-Profit-Order wird ausgelöst und der Trade wird automatisch geschlossen, was Ihnen einen Gewinn von 5 Euro pro Aktie einbringt. Dieser Gewinn ist nicht hoch, aber das Beispiel soll nur zur Veranschaulichung dienen. Natürlich lässt sich der Gewinn bzw. auch Verlust durch einen höheren Einsatz oder durch die Nutzung eines Trading Hebels noch weiter steigern.

Das wäre ein typisches Beispiel für relativ einfache Swing Trades, die auf einer simplen Analyse beruhen. Es soll Ihnen aufzeigen, wie technische Indikatoren im Swing Trading verwendet werden können, um Handelsentscheidungen zu treffen und Risiken zu managen.

Erfolgreiches Swingtrading ist jedoch nicht auf die Auswahl von zwei Indikatoren beschränkt. Manchmal gibt es mehrere Indikatoren, die anzeigen, ob sich ein Swing Trade lohnt oder nicht. Unabhängig davon, für welche Möglichkeit Sie sich entscheiden, erfordert es Disziplin, sich an vorher festgelegte Ausstiegspunkte zu halten und der Versuchung zu widerstehen, auf weitere Gewinne zu warten oder zu hoffen, dass sich ein Verlustgeschäft umkehrt.

Swing Trading Strategien und Erfahrungen

In diesem Teil soll es nun um konkrete Strategien und Erfahrungen, gehen die anhand von realen Trades gemacht wurden. Beim Swing-Trading können, wie bei anderen Trading-Methoden auch, verschiedene Strategien angewendet werden. Nur der Zeitrahmen, in dem das Ganze betrachtet wird, ändert sich.

Zu den beliebtesten Swing Trading Strategien gehören zum Beispiel die Trendfolgestrategie oder das Breakout-Trading. Welche Strategie für Sie die richtige ist, hängt von Ihrer individuellen Risikobereitschaft und Ihrem Marktverständnis ab.

Im Zweifelsfall gilt: Keep it simple! Verstricken Sie sich nicht zu sehr in komplexe Indikatoren und Muster, sondern nutzen Sie Methoden, die sich in der Vergangenheit als erfolgreich erwiesen haben. Im Laufe der Zeit können Sie verschiedene Methoden ausprobieren, solange der Gewinn stimmt und Sie schwarze Zahlen schreiben.

Swing Trading Krypto Strategie + Swing Trading Indikatoren & Beispiel

Wie Sie bereits wissen, funktioniert Swing Trading auch mit Kryptowährungen. Diese sind allgemein für ihre hohe Volatilität bekannt, was sie für Swing-Trader potenziell chancenreich macht. Zu den gängigen Swing Trading Strategien gehört beispielsweise die Trendfolgestrategie, bei der man als Trader die Dynamik eines klaren Auf- oder Abwärtstrends nutzt.

Parabolic SAR und ADX Indikatoren bei Litecoin
Parabolic SAR und ADX Indikatoren bei Litecoin

Hier ein Beispiel für eine mögliche Krypto Strategie im Swing-Trading:

  • Angenommen, Sie interessieren sich für den Handel mit Litecoin. Sie möchten die Indikatoren „Parabolic SAR“ und den „ADX“ verwenden.
  • Der Parabolic SAR wird benutzt, um den Trend eines Marktes zu bestimmen. Wenn die Punkte des Parabolic SAR unter den aktuellen Marktpreis fallen, ist dies ein bullisches Signal, das darauf hinweist, dass es Zeit ist zu kaufen. Steigen die Punkte über den aktuellen Marktpreis, ist dies ein bearishes Signal, das darauf hinweist, dass es an der Zeit ist zu verkaufen.
  • Der ADX hingegen ist ein Indikator, der die Stärke eines Trends misst, unabhängig davon, ob es sich um einen Aufwärtstrend oder einen Abwärtstrend handelt. Ein hoher ADX-Wert (über 25) zeigt einen starken Trend an, während ein niedriger ADX-Wert (unter 20) einen schwachen oder keinen Trend signalisiert.
  • Nun kommen wir zur Auswertung: Angenommen, der Parabolic SAR zeigt ein bullisches Signal für Litecoin und der ADX liegt über 25, was auf einen starken Aufwärtstrend hindeutet. Basierend auf diesen Indikatoren und Ihrer Trendfolgestrategie entscheiden Sie sich, eine Long-Position in Litecoin zu eröffnen. Sie setzen Ihren Stop-Loss etwas unter den aktuellen Kurs, um Ihr Risiko zu begrenzen. Gleichzeitig setzen Sie Ihr Gewinnziel (Take-Profit) auf einen Preis, der etwas über dem aktuellen Preis liegt, da Sie davon ausgehen, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzen wird.
  • Einige Tage später fällt der Litecoin-Kurs jedoch unerwartet und erreicht Ihren Stop-Loss. Ihre Stop-Loss-Order wird ausgelöst und der Trade automatisch geschlossen, was zu einem Verlust führt.
Dieses Beispiel soll verdeutlichen, dass nicht jede Swing Trading Strategie zwangsläufig zum Erfolg führt. Auch wenn es sich um eine legitime Methode handelt, den Kryptomarkt zu nutzen, können unvorhergesehene Ereignisse eintreten. Daher ist es wichtig, Risiken sorgfältig zu managen und nur Geld zu investieren, das man auch zu verlieren bereit ist. Vor allem in volatilen Kryptomärkten!

Swing Trading DAX Strategie + Swing Trading Indikatoren & Beispiel

Der deutsche Blue-Chip-Index DAX ist nach wie vor ein beliebtes Instrument für Swing-Trader. Eine beliebte Swing Trading Strategie ist das Breakout-Trading, bei dem der Trader eine Position einnimmt, wenn der DAX aus einer definierten Handelsspanne ausbricht, in der Erwartung, dass der Kurs in Richtung des Ausbruchs weiterläuft.

Eine DAX Swing Trading Strategie, die ich Ihnen vorstellen möchte, arbeitet mit Donchian-Kanälen und dem Handelsvolumen.

DAX Index mit Donchian Kanälen und Volumenindikator

Hier ein Beispiel für eine mögliche DAX-Strategie im Swing-Trading:

  • Der Donchian-Kanal besteht aus zwei Bändern, die das Hoch und das Tief eines bestimmten Zeitraums darstellen. Ein Ausbruch über das obere Band kann als Kaufsignal, ein Ausbruch unter das untere Band als Verkaufssignal interpretiert werden.
  • Als Bestätigungsindikator für Ausbrüche kann das Handelsvolumen herangezogen werden. Ein Anstieg des Volumens während eines Ausbruchs kann als Bestätigung dafür gesehen werden, dass der Ausbruch wahrscheinlich anhalten wird. Sie sehen nun, dass der DAX über das obere Band des Donchian-Kanals ausbricht und gleichzeitig das Volumen ansteigt. Aufgrund dieser Indikatoren eröffnen Sie eine Long-Position im DAX.
  • Zur Risikobegrenzung setzen Sie Ihren Stop-Loss etwas unterhalb des oberen Bandes des Donchian-Kanals. Gleichzeitig setzen Sie Ihr Gewinnziel (Take-Profit) auf einen Kurs etwas oberhalb des Ausbruchsniveaus, in der Annahme, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt. Nach einigen Tagen erreicht der DAX tatsächlich Ihr Gewinnziel. Ihre Take-Profit-Order wird ausgelöst und der Trade automatisch geschlossen, wodurch Sie einen Gewinn erzielen.

Natürlich lässt sich diese Strategie auch auf jedes andere Handelsinstrument anwenden. Da der DAX jedoch sehr liquide ist und häufig klare Trends aufweist, eignet er sich besonders gut für diese Art der Breakout-Strategie.

Risikomanagement im Swing Trading

Risikomanagement im Swing Trading

Dieser Abschnitt widmet sich dem Thema Risikomanagement. Aufgrund der hohen Volatilität der Assets, die beim Swing-Trading gewählt werden sollten, ist der richtige Umgang mit Risiken nicht nur ein „Nice-to-have“, sondern ein entscheidender Teil einer gründlich durchdachten Strategie.

Stop-Loss-Orders und gute Take-Profit-Levels werden im Rahmen von gutem Risikomanagement zu Ihren ständigen Begleitern. Insbesondere die Stop-Loss-Order ist hilfreich, da sie die Position automatisch schließt, wenn sich der Markt ungünstig entwickelt, und somit das Verlustpotenzial begrenzt. Andererseits sorgt der Take-Profit dafür, dass man nicht von der Gier überrannt wird, und sichert die Gewinne auf einem vorher festgelegten Niveau.

Auch trotz niedrig gesetzter Take Profit Orders können kleine Gewinne erzielt werden, die sich aufsummieren! Man sollte es auch hier niemals übertreiben, da der Schuss nach hinten losgehen kann.

Diese beiden Orders  (SL und TP) sind absolute Grundlagen und sollten beim Swing Trading immer gesetzt werden. Insbesondere, wenn das Internet ausfällt oder man plötzlich technische Schwierigkeiten hat, erweist es sich als äußerst hilfreich, derartiges Risikomanagement betrieben zu haben, da man damit auf der sicheren Seite ist und sich keine Sorgen darüber machen muss, mehr zu verlieren, als einem lieb ist.

Ebenfalls von unschätzbarem Wert ist das Thema Positionsgrößenbestimmung, denn dadurch wird verhindert, dass man als Trader alle Eier in einen Korb legt. Nutzen Sie diese drei Risikomanagement-Instrumente stets und schauen Sie sich gerne unseren ausführlichen Artikel über Risikomanagement an, in dem wir das Thema ausführlich behandeln, wenn Sie das Thema interessiert.

Gebühren und Kosten beim Swing Trading

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Swing Trading wird in verschiedene Kostenarten unterteilt, einmal den „Unsichtbaren“ Teil und einmal den direkt sichtbaren Teil. Zum Unsichtbaren Teil gehören etwa die Spreads, also die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Die Handelsprovisionen, die Broker pro Handel oder in Form einer Depotgebühr berechnen, sind die sichtbaren Gebühren.

Hält man seine Positionen über Nacht, kann man auch mit Übernacht-Finanzierungsgebühren oder „Swap-Fees“ belastet werden. Dabei handelt es sich um Zinszahlungen, die dafür anfallen, dass eine gehebelte Position über Nacht offengehalten wird. Diese Kosten zu verstehen und zu berücksichtigen ist umso wichtiger, wenn man keine bösen Überraschungen erleben will.

Steuern in Deutschland für Swing Trading

Wie an den meisten Orten der Welt, überwacht auch in Deutschland der Fiskus sämtliche Kapitalgewinne. Auch Gewinne aus dem Swing-Trading unterliegen in Deutschland Kapitalertragssteuer, die bei 25% liegt und die unabhängig vom persönlichen Einkommen anfällt. Zusätzlich wird ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Einkommensteuer erhoben, die sich nach der Höhe des Einkommens richtet, und auch eine Kirchensteuer von 8 bis 9 % kann anfallen. Es gibt allerdings einen Freibetrag bei Trading Steuern von aktuell rund 1000€, der sich von Jahr zu Jahr ändert.

Die besten Swing Trading Broker

Wie findet man nun einen guten Broker, der Swing-Trading zulässt? Man muss nur wissen, wo man suchen soll! Der ideale Broker bietet wettbewerbsfähige Gebühren, eine benutzerfreundliche und zuverlässige Handelsplattform mit fortschrittlichen Charting-Tools und einen guten Kundenservice. Hier habe ich Ihnen einige aufgelistet, die diese Kriterien erfüllen.

1. eToro – Unsere Nummer 1 in Sachen Swing Trading

Für diejenigen, die Social Trading und Benutzerfreundlichkeit schätzen, bietet eToro eine einzigartige Plattform, auf der Trader den Handel erfolgreicher Kollegen verfolgen und nachahmen können. Ein Live Konto bei diesem Broker zu besitzen, kann gute Gelegenheiten bieten, die man sich von erfolgreichen Tradern abschauen kann. Außerdem sind die Konditionen bei eToro gut. Deshalb die klare Nummer 1 in puncto Swing Trading.

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2. Capital.com – Die erste für lange Swing Trades

Capital.com Webseite
Die offizielle Webseite von Capital.com

Ein Live Konto bei Capital.com richtet sich an fortgeschrittene Trader, die das Thema Swing Trading seriös angehen wollen und viele professionelle Tools und Charts nutzen wollen. Dennoch stimmen auch hier die Konditionen, es gibt viele Nutzer und rundum positive Bewertungen. Auch ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit Capital.com für das Swing Trading gemacht und kann diesen Broker uneingeschränkt empfehlen.

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Alternativen zum Swing Trading

Wie beim Tanzen, wo es neben dem Walzer noch andere Stile gibt, gibt es auch in der Welt des Handels viele verschiedene Tradingstile. Daytrading und langfristiges Investieren sind Alternativen, jede hat ihren eigenen Rhythmus und Tradingstil.

Um beim Thema Tanz zu bleiben: Daytrading ist wie ein Quickstep-Tanz, schnelllebig, mit Positionen, die noch am selben Tag eröffnet und geschlossen werden. Es erfordert ständige Aufmerksamkeit und eine schnelle Entscheidungsfindung und bietet potenzielle Gewinne aus kleinen Kursbewegungen innerhalb eines Tages.

Im Gegensatz dazu ähneln langfristige Investitionen einem langsamen, anmutigen Tanz, wie bei einem klassischen Ballett. Langfristige Anleger kaufen und halten Vermögenswerte über Jahre oder sogar Jahrzehnte und warten geduldig darauf, dass sie an Wert steigen. Dies erfordert ein gründliches Verständnis der Fundamentalanalyse, da der Schwerpunkt auf dem zugrundeliegenden Wert des Unternehmens liegt.

Beide Methoden sind legitim und geeignete Alternativen zum Swing-Trading. Natürlich geht aber nichts über einen guten, profitablen Scalping-Trade, den man ebenfalls als Alternative ansehen kann.

Trading Stil:Beschreibung:
ScalpingEin sehr schneller Trading Stil. Trades werden nur wenige Minuten bis hin zu Sekunden gehalten. Der Handel findet im 1-Minuten-Chart oder Tick-Chart statt.
DaytradingTrades werden innerhalb eines Börsentages eröffnet und wieder geschlossen. Scalping kann auch zum Daytrading zählen. Trader nutzen kleine Zeiteinheiten M1, M5, M15 oder M30.
Langfristiges InvestierenLangfristiges Investieren geschieht meistens auf Grund Fundamentaler Daten. Investoren halten Trades mit Monaten oder mehreren Jahren Laufzeit. Ebenfalls sind Investitionen möglich, um Dividenden zu beziehen.

Fazit – Swing-Trading ist chancenreich, aber nicht für jeden geeignet

Swing Trading mit technischer Analyse und Indikatoren

Swing-Trading ist definitiv chancenreich, aber nicht für jeden geeignet. Sollte Sie das Thema interessieren, empfehle ich Ihnen, sich mit den gängigen Trading Indikatoren vertraut zu machen und Risikomanagement zu lernen. Es hilft ebenfalls, bereits im Vorfeld zu wissen, welchen Trading Hebel man einsetzen möchte und eine fundierte Kenntnis über die zu handelnden Instrumente zu haben. Ist dieses Wissen vorhanden, steht einem als Trader nichts mehr im Wege, gute und nachhaltige Trades zu haben. Viel Erfolg bei der Umsetzung!

Häufig gestellte Fragen:

Ist Swing-Trading noch rentabel?

Ja, Swing-Trading kann in der Tat Gewinne bringen, aber es gibt bessere Möglichkeiten, wenn Sie vor allem auf kurzfristige Gewinne aus sind. Die Rentabilität hängt von der Effektivität der Strategie, Ihren Fähigkeiten, Ihrem Risikomanagement und Ihrer Disziplin ab. Durch Swing-Trading Profite zu erzielen, ist aber auch in heutigen Zeiten noch möglich.

Wie viel Geld braucht man für Swing Trading?

Der Mindesteinzahlbetrag liegt bei den meisten Brokern zwischen 10 und 100 Euro. Trotzdem muss man natürlich nicht gleich alles für einen einzigen Trade einsetzen. Eine gute Faustregel ist, dass man nur 1-2 % des Kapitals für einen einzelnen Trade riskieren sollte. Wenn Sie etwa 1000 Euro zur Verfügung haben, dann sollten Sie den Trade mit rund 10-20 Euro eröffnen, d. h. Sie sollten über genügend Kapital verfügen, um das Risiko auf mehrere Swing Trades zu verteilen.

Ist Swing-Trading besser als Daytrading?

Nicht unbedingt. Day-Trading erfordert eine ständige Beobachtung von Finanzmärkten und schnelle Entscheidungen, was sehr anspruchsvoll sein kann. Mit seinen längeren Handelszeiten bietet Swing-Trading mehr Flexibilität, setzt den Händler aber auch nächtlichen Marktveränderungen aus.

Ist Swing-Trading für Anfänger geeignet?

Aufgrund seines moderaten Tempos im Vergleich zum Daytrading ist Swingtrading für ideal Anfänger geeignet. Er bietet mehr Zeit für Entscheidungen, was denjenigen zugutekommt, die die Märkte noch nicht kennen. Anfänger sollten jedoch Zeit in das Verständnis der Markttrends, die technische Analyse und das Risikomanagement investieren, bevor sie mit echtem Geld traden.

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Andre Witzel
Andre Witzel ist selbstständiger Trader und der Gründer von Trading.de. Er teilt seine Strategien und Methoden mit meinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps geben. Lernen Sie von seinen Erlebnissen auf Trading.de.
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