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Die Pivot Punkte oder Pivot Points berechnen auf Basis der Höchst-, Tiefst- und Schlusskurse des Vortages die möglichen Umkehrpunkte des Tageskurses. Dadurch können die Trader erkennen, ab welchen Niveaus es für den Trend kritisch wird und eine Wende in Frage kommt. Da die Berechnung täglich erfolgt, geben die Pivot Punkte auch die kurzfristige Entwicklung gut wieder.

Pivot Punkte Indikator - Definition und Anwendung

Key Facts zum Pivot Punkte Indikator

  • Die Pivot Punkte sind flexibel einsetzbar und ideal für unterschiedliche Trading Varianten
  • Pivot Points zeigen Unterstützungen und Widerstände an
  • Unterschiedliche Arten von Pivot Punkten: Standard Pivot Punkte, Camarilla Pivot Punkte

Pivot Punkte Indikator: Definition & Aufbau

Übersetzt bedeutet Pivot Points so viel wie „Dreh- oder Schwenkpunkte“. Kennzeichnend für sie ist, dass der Kurs beim Erreichen eines solchen Levels mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit die Richtung wechselt. Trader können dieses Tool daher für den Ein- und Ausstieg im Daytrading oder Scalping verwenden.

Vereinfacht ausgedrückt stellen die Pivot Points somit die Punkte dar, an denen eine Wende am Markt voraussichtlich eintritt. Gleichzeitig handelt es sich bei ihnen um Widerstands- oder Unterstützungslevels, die jeweils auf Grundlage der Höchst-, Tiefst-, Start- und Schlusskurse bestimmter vorheriger Zeiträume berechnet werden.

Pivot Punkte Standardeinstellung
Pivot Punkte Standardeinstellung der letzten 5 Handelstage – Quelle: TradingView

Grundlage für die Anwendung der Pivot Punkte ist, dass es in der Vergangenheit auf diesen Levels bereits mehrfach zu einer Wende gekommen ist. Diese Erfahrungswerte werden dann in die Gegenwart übertragen und mit dem aktuellen Kurs verglichen. Beim Aufbau der Pivot Punkte wird innerhalb des Charts zwischen drei unterschiedlichen Arten differenziert:

  • Basis Pivot Punkte
  • Widerstand oberhalb des Basispunktes
  • Unterstützung unterhalb des Basispunktes

In der später noch genannten Formel wird der Widerstandspunkt unterhalb des Basispunktes als R1, R2 und R3 bezeichnet, während die Unterstützungspunkte die Abkürzungen S1, S2 und S3 tragen.

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Verschiedene Arten von Pivot Punkten

Alle Arten von Pivot Punkten haben gemeinsam, dass sie stets auf Grundlage folgender Kurse berechnet werden:

  1. Eröffnungskurs
  2. Höchstkurs
  3. Tiefstkurs
  4. Schlusskurs

Standard Pivot Punkte

Diese bestehen aus fünf Linien, bei denen der zentrale Pivot Punkt gleichsam der wichtigste ist. Diesen finden Trader heraus, wenn sie Höchst-, Tiefst- und Schlusskurse addieren und das Ergebnis anschließend durch 3 teilen.

Fibonacci Pivot Points

Demgegenüber ist die Grundlage für die Fibonacci Pivot Punkte das mathematisch etwas komplexer erstellte Fibonacci-Retracement-Level. Es basiert auf einer natürlichen Zahlenfolge, die als Abstand vom Kurswert in Prozent angegeben und dann mit den Pivot Points vom Vortag kombiniert wird.

Camarilla Pivot Punkte

Kennzeichnend für die Camarilla Pivot Punkte ist, dass diese großen Wert auf die Volatilität des Kurses legen und in diesem Zusammenhang den Tradern spezielle Unterstützungs- und Widerstandsniveaus anzeigen.

Vor- und Nachteile des Pivot Punkte Indikators

Wer Trading lernen möchte, muss sich sowohl die Vor- und Nachteile von Indikatoren ansehen und erst dann mit den verfügbaren Tools an die Analyse gehen. In der folgenden Auflistung können Sie Pro und Contra der Pivot Punkte einsehen:

Vorteile

  • Einfache Anwendung
  • Erkennen von Unterstützungen und Widerständen
  • Hohe Flexibilität
  • Sehr hilfreich beim Scalping und Daytrading
  • Einfache Interpretation
  • Objektive und mathematische Berechnung
  • An vielen Märkten anzuwenden

Nachteile

  • Geringere Zuverlässigkeit in volatilen Märkten
  • Fehlsignale häufiger möglich
  • Nicht für alle Marktphasen geeignet
  • Keine fundamentale Grundlage bei der Berechnung der Pivot Punkte
  • Historische Kursdaten als Basis (nicht immer aktuell)

Vorteile des Pivot Punkte Indikators

Ein Vorteil besteht bei den Pivot Punkten in der einfachen Anwendung, die auf einer sehr klaren Formel basiert. Das führt dazu, dass selbst Neulinge im Trading unseren Erfahrungen nach diesen Indikator in ihrer Handelsstrategie implementieren können. 

Ein weiterer Vorzug ist das schnelle Auffinden von möglichen Widerstands- und Unterstützungsniveaus über die Pivot Points. Im zweiten Schritt helfen Ihnen diese Marken dabei, Ihre Ziele festzulegen und stellen somit die Basis für die Stop-Loss-Marken dar. 

Die Pivot Punkte zeichnen sich ferner durch ihre Flexibilität aus, weil sie auf verschiedenen Zeitebenen genutzt werden können. Zudem lassen sie sich auf breiter Basis anwenden, so dass sie zum Beispiel den Handel von Aktien, Devisen oder auch Kryptowährungen erleichtern.

Nachteile des Pivot Punkte Indikators

Ein Nachteil bei den Pivot Punkten besteht darin, dass sie relativ sensibel gegenüber unterschiedlichen Marktbedingungen reagieren und unter volatilen Bedingungen nicht allzu gut funktionieren. Zudem gibt es keine fundamentalen Gründe, warum die Pivot Punkte für das Vorhersagen von Kursen geeignet sein sollen.

Auffällig ist auch der nachlaufende Charakter. Sie arbeiten stets mit veralteten Daten vom Vortag. Befinden sich diese in einem unveränderlichen Trend, können sie sehr hilfreich für das Trading sein. Kommt es aber zu marktverändernden Ereignissen wie der Herausgabe von Geschäftszahlen, sind die Ergebnisse der Pivot Punkte oft nutzlos.

Interpretation & Trading Strategien mit den Pivot Punkten

Bei der Interpretation der Pivot Punkte geht es vor allem darum, mögliche Unterstützungs- und Widerstandsniveaus zu identifizieren. Diese ergeben sich auf Grundlage der Eröffnungs-, Höchst-, Tiefst- und Schlusskurse für einen bestimmten Basiswert. Sollte nun der Kurs des Basiswertes über dem Haupt-Pivot-Punkt liegen, interpretieren wir das als eine bullische Tendenz am Markt. 

In diesem Fall wäre es klug, eine Long Position zu eröffnen und den Basiswert zu kaufen. Liegt der aktuelle Kurs des Basiswertes dagegen unter dem Haupt-Pivot-Punkt, handelt es sich eher um eine bärische Ausrichtung. Dann lösen Sie vereinfacht gesagt eine existierende Position auf oder gehen short.

Pivot Punkte
Kurs oberhalb des Pivot Punktes – Quelle: TradingView

Wofür werden die Pivot Punkte verwendet?

In den meisten Fällen wenden Trader die Pivot Punkte an, um ideale Einstiegs- und Ausstiegspunkte an den Märkten festzulegen. In dieser Funktion haben wir sehr gute Erfahrungen mit dem Tool gemacht und identifizieren auch abseits solcher Strategien spezifische Unterstützungen und Widerstände. Diese sind ebenso eine gute Basis, um Stop-Loss- oder Take-Profit-Marken zu setzen.

Gebraucht werden die Pivot Points also für:

  • Finden der idealen Ein- und Ausstiegspunkte
  • Identifizierung von Unterstützungen und Widerständen
  • Festlegen einer Stop-Loss Marke 

Wie entstehen beim Pivot Punkte Indikator Kauf- und Verkaufssignale?

In den meisten Fällen bewegen sich die Kurse der Basiswerte zwischen dem R1 und dem S1, also zwischen dem Widerstand 1 und der Unterstützung 1. Kauf- und Verkaufssignale entstehen dann, wenn sich der aktuelle Kurs des Basiswertes entweder oberhalb oder unterhalb des „Mittelpunktes“ befindet. In diesem Zusammenhang gelten folgende Regeln für die entstehenden Signale: 

  1. Kurs des Basiswertes durchbricht den Pivot Punkt nach oben → Kaufsignal
  2. Kurs des Basiswertes durchbricht den Pivot Punkt nach unten → Verkaufssignal
  3. Nachhaltiger Durchbruch eines Widerstandes → Umkehrung zur Unterstützung → Kaufsignal
  4. Nachhaltiger Durchbruch einer Unterstützung → Umkehr zum Widerstand → Verkaufssignal 
Wichtig zu wissen
Idealerweise kombiniert man die Kauf- und Verkaufssignale der Pivot Punkte mit anderen Indikatoren, um ihre Aussagekraft zu untermauern.

Wie lautet die Formel zur Berechnung des Pivot Punkte Indikators?

Unseren Erfahrungen nach macht es Sinn, etwas hinter die Kulissen der Charting Tools zu schauen und einen Blick auf die Berechnung zu werfen. Für die Ermittlung der Pivot Points würden Sie auf Trading-Plattformen andernfalls nur die entsprechende Funktion anklicken und bekommen die markanten Levels jeweils für einen ganzen Tag eingezeichnet.

pivot Punkte Indikator
Pivot Punkte Indikator – Quelle: TradingView

Wenn Sie nun als Trader den „Mittelpunkt“ manuell berechnen möchten, nehmen Sie eine Addition des Hoch-, des Tief- und Schlusskurses des vergangenen Handelstages vor und bilden daraus dann einen Durchschnitt. Die Formel lautet entsprechend:

Pivot Point P = (Hoch + Tief  + Schlusskurs) / 3

Im zweiten Schritt geht es darum, zu diesem ermittelten Pivot Punkt die sechs abweichenden Niveaus an Unterstützungen und Widerständen zu berechnen. Davon befinden sich exakt drei oberhalb und drei unterhalb des Mittelpunktes. Die entsprechenden Formeln sehen wie folgt aus:

  • Widerstand 1 = (2 x Pivot Punkt) – Niedriges Tief 
  • Unterstützung 1 = (2 x Pivot Punkt) – Hohes Hoch
  • Widerstand 2 = (Pivot Punkt – Unterstützung 1) + Widerstand 1
  • Unterstützung 2 = Pivot Punkt – (Widerstand 1 – Unterstützung 1)
  • Widerstand 3 = (Pivot Punkt – Unterstützung 2) + Widerstand 2
  • Unterstützung 3 = Pivot Punkt – (Widerstand 2 – Unterstützung 2)

Je größer die Differenz zwischen dem Hoch-, dem Tief- und dem Schlusskurs ausfällt, desto größer ist die Spannbreite zwischen den Unterstützungen und Widerständen.

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Anwendungsmöglichkeiten des Pivot Punkte Indikators

Grundlage für die Anwendungsmöglichkeiten der Pivot Punkte ist vor allem der durchschnittliche Pivot Punkt, also faktisch die Mittellinie im Chart. Auf dieser Basis nutzen Trader die Indikatoren für folgende Anwendungen: 

  • Erkennen von Unterstützungen und Widerständen
  • Identifizierung eventuelle Trendumkehr
  • Aufdecken von beginnenden oder endenden Trends
  • Basis für eine Stop-Loss Marke

Geeignete Märkte

Ein Vorteil der Pivot Punkte besteht darin, dass diese auf faktisch allen Märkten eingesetzt werden können, an denen Sie Assets handeln. Das bedeutet, dass Sie den Indikator zum Beispiel beim Handel mit folgenden Finanzinstrumenten nutzen:

  1. Indizes (CFDs)
  2. Aktien
  3. Rohstoffe (CFDs)
  4. Devisen
  5. Kryptowährungen

An diesen Märkten erhalten Sie durch den Pivot Punkte Indikator eine vergleichsweise zuverlässige Aussage darüber, in welche Richtung sich die Kurse in naher Zukunft bewegen könnten.

Strategie am Beispiel erklärt

Es gibt mehrere Strategien, die Sie mit den Pivot Punkten nutzen können. Folgende drei Methoden werden im Zusammenhang mit den Pivot Points relativ häufig genutzt. In der Tradingausbildung von Trading.de können Sie diese im Detail einüben: 

  • Pivot Punkt Durchbruch
  • Pivot Punkt Umkehr
  • Pivot Punkt Range Trading

Lassen Sie uns die Strategie mit dem Pivot Punkt Indikator an einem Beispiel erklären. Nehmen wir uns dazu die Handelsstrategie Pivot Points Umkehr zur Hand. In diesem Fall achten Sie als Trader auf eine mögliche Wende des Kurses an einem Pivot Punkt. 

Pivot Punkt Trendumkehr Strategie
Pivot Punkt Trendumkehr Strategie – Quelle: TradingView

Notiert der Kurs des Basiswertes in der Nähe eines Pivot Points und zeigen sich bestimmte Anzeichen für eine bevorstehende Umkehr des Trends durch Chartmuster, ist das ein interessantes Signal für den Trader. Nun kann man damit anfangen, in die Gegenrichtung des Kurses zu investieren und auf den tatsächlichen Wechsel warten.

Wichtig ist, die Pivot Points nicht als einziges Signal für seine Entscheidung zu verwenden. Die genannten Chartmuster, aber auch andere Hilfsmittel wie der Relative Stärke Index bestätigen die Ergebnisse und sichern Sie beim Trading ab.

Parameter & Einstellungsmöglichkeiten bei den Pivot Punkten

Wenn Sie die Pivot Points in der Praxis nutzen, stehen Ihnen mehrere Parameter und Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  1. Anzeige der Unterstützungs- und Widerstandslevels: ja oder nein
  2. Zeitraum
  3. Berechnungsmethode
  4. Farben und Linien

Bei der Anzeige der Unterstützungs- und Widerstandsniveaus haben Sie die Möglichkeit auszuwählen, ob nur der Pivot Punkt dargestellt werden soll oder zusätzlich die verschiedenen Ebenen von Widerständen und Unterstützungen, also zum Beispiel R1, S2 etc.

Eine weitere Option ist es, den Zeitraum zu verändern. Sie können dabei durchaus mehrere Tage wählen, die Pivot Punkte werden sich aber dann immer nur auf den Tageschart beziehen. Alternativ dazu ist die Berechnung auch im Wochen- oder Tagesrhythmus möglich.

Arten von Pivots Punkten
Verschiedene Arten von Pivots Punkten – Quelle: TradingView

Dabei sollten Sie sich darauf konzentrieren, welche Art von Pivot Punkten am besten zu Ihrer Strategie passt. Schließlich können Sie ebenfalls die Farben und Stile der Linien anpassen, damit diese auf Basis Ihrer persönlichen Vorlieben besser im Chart ersichtlich sind.

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Trendbestimmung mit den Pivot Points

Auch wenn das Augenmerk bei den Pivot Punkten darauf liegt, Unterstützungen und Widerstände zu erkennen, so kann der Indikator trotzdem gut zur Identifizierung der aktuellen Trends herhalten. Dabei fokussiert man den Mittelpunkt und achtet darauf, ob der Kurs ihn über- oder unterschreitet. In Kombination mit anderen Indikatoren kann damit auf eine Aufwärts- oder Abwärtsbewegung geschlossen werden.

Trendbestimmung mit Pivot Punkten
Trendbestimmung mit Pivot Punkten – Quelle: TradingView

Ebenfalls im Rahmen der Trendbestimmung können die Pivot Punkte genutzt werden, um die Umkehrung eines Trends zu identifizieren. Ein Beispiel dafür ist ein fallender Kurs des Basiswertes, der dann aber an einer Unterstützung abprallt und wieder steigt. Nicht identifizieren lässt sich mit dem Pivot Punkte Indikator dagegen die Stärke eines Trends.

Pivot Punkte Indikator in die Software einfügen

Möglich ist die Nutzung der Pivot Punkte nicht nur im MetaTrader 4 und 5 sowie diversen Handelsplattformen der Broker, sondern ebenso in der beliebten Trading Software TradingView. Dort können Sie die Pivot Punkte als Indikator ganz leicht nach folgender Anleitung einstellen: 

  1. Chart für den Basiswert öffnen
  2. „Indikatoren“-Symbol anklicken
  3. Pivot Punkte in die Suche eingeben
  4. Einstellungsfenster öffnet sich
  5. Sie wählen die passenden Parameter aus, wie zum Beispiel Zeitraum
  6. Klick auf „übernehmen“ zur Bestätigung 
  7. Anzeige der Pivot Punkte im Chart 
Pivot Punkte im Chart einfügen
Pivot Punkte im Chart einfügen – Quelle: TradingView

Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Indikatoren

Unseren Erfahrungen nach ist es wichtig, die Pivot Punkte mit einem anderen Indikator zu kombinieren. In der Praxis eignen sich dafür die folgenden Tools:

  • Gleitende Durchschnitte (Moving Averages)
  • Oszillatoren
  • Trendlinien

Wenn Sie zum Beispiel den Pivot Punkte Indikator mit Moving Averages kombinieren, können Sie sich dadurch die Richtung des Trends bestätigen lassen. Verändert sich der Kurs des Basiswertes oberhalb eines Pivot Punktes und gleichzeitig oberhalb des Moving Average, handelt es sich um ein bullisches Signal. Liegt der Kurs des Basiswertes hingegen unterhalb eines Punktes sowie unterhalb des MA, wäre das ein bärisches Signal. 

Pivot Punkte mit gleitenden Durschnitten
Pivot Punkte mit gleitenden Durchschnitten – Quelle: TradingView

Ebenfalls kombinieren können Sie den Pivot Punkte Indikator mit Trendfolge-Indikatoren, wie zum Beispiel dem Parabolic SAR. Dieser wird häufig genutzt, um eventuelle Umkehrpunkte zu identifizieren. Da die Pivot Points das Feststellen von Unterstützungs- und Widerstandslevels zum Ziel haben, ergänzen sie sich sehr gut mit diesem Trading-Tool.

Weitere Alternativen zu den Pivot Punkten: Fibonacci Retracements

Neben den genannten Indikatoren gibt es weitere Alternativen, die den Vorteil haben, dass sie sehr ähnlich wie die Pivot Points funktionieren. Besonders erwähnenswert sind hierbei die Fibonacci Retracements. Sie basieren auf einer natürlichen Zahlenfolge, beziehen sich allerdings nicht auf den Vortag, wie es bei den Pivot Points der Fall ist. Stattdessen lassen sich die Fibonacci Retracements auf beliebige zwei Punkte wie Hoch- und Tiefpunkt anwenden.

Fibonacci Retracements auf dem Tageschart bei Tradingview
Fibonacci Retracements ähneln den Signallevels der Pivot Points

Fazit: Der Pivot Punkte Indikator bringt Effektivität

Bei den Pivot Punkten handelt es sich um einen gerne genutzten Indikator, der nützliche Informationen insbesondere zu einem möglichen Unterstützungs- und Widerstandsniveau liefert. Der Indikator hilft Tradern unseren Erfahrungen nach dabei, eventuelle Umkehrungen von Trends festzustellen und auf dieser Basis nicht nur Kursziele zu definieren, sondern ebenfalls individuelle Handelsentscheidungen zu treffen.

Vorteile der Pivot Punkte sind ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten und die einfache Anwendung. Durch die simple Darstellung und Interpretation können die Pivot Punkte auch für Anfänger ein nützliches Hilfsmittel sein.

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Häufig gestellte Fragen:

Worum handelt es sich bei einem Pivot Tief?

Grundlage der Berechnung der Pivot Punkte sind die Höchst-, Tiefst- und Schlusskurse des vergangenen Tages. Damit lässt sich im Chart unter anderem ein Pivot Tief einzeichnen. Es handelt sich gleichsam um ein Unterstützungsniveau, das beim Durchbrechen des Kurses als Signal für einen anhaltenden Abwärtstrend genutzt werden kann. Beim Abprallen werden die Trader dagegen eine Long Position aufbauen.

Reichen die Pivot Punkte zur alleinigen Entscheidungsfindung aus?

Nein, es ist unserer Erfahrung nach nicht empfehlenswert, die Pivot Points als einzige Grundlage für Handelsentscheidungen zu verwenden. Kombinieren Sie Indikatoren immer mit weiteren Werkzeugen, über welche Sie die erste Aussage bestätigen oder widerlegen.

Welche Unterstützung geben die Pivot Punkte beim Range Trading?

Beim Range Trading können Sie die Pivot Punkte in Anspruch nehmen, um eine mögliche Umkehr der Kursbewegung zu erkennen. Von einem Trendwechsel ist auszugehen, sollte ein steigender Kurs ein Widerstandsniveau erreichen oder alternativ ein bisher fallender Kurs an die Unterstützung gelangen. 

Für welchen Trading Stil sind Pivot Punkte ideal geeignet?

Am besten geeignet sind die Pivot Punkte bei einem kurzfristigen Handelsstil. Das bedeutet, dass sie insbesondere beim Scalping und Daytrading sehr gut eingesetzt werden können.

Wie oft sollte die Neuberechnung der Pivot Punkte erfolgen?

Empfehlenswert ist es, eine tägliche Neuberechnung der Pivot Points vorzunehmen. Grund dafür ist, dass die Bewegungen des Kurses am Vortag maßgeblich dafür sind, welche Durchschnittswerte es gibt und auf die Levels der Pivot Punkte Einfluss nehmen. Bei längeren Zeitrahmen sind Fehlsignale nahezu garantiert.

Oliver Schoch
Oliver Schoch ist gelernter Bankkaufmann und er hat sich 2008 als Finanz-Journalist selbstständig gemacht. Seitdem verfasst er in Vollzeit als Freiberufler nahezu ausnahmslos Beiträge zu Finanz- und Wirtschaftsthemen wie Börse, Trading, Geldanlage, Vermögensaufbau, Versicherungen und Finanzierungen. Zu seinem Repertoire zählen u.a. Ratgeber, Fachtexte, News, Blogbeiträge und eBooks auf Trading.de. Er ist experte für CFDs sowie Optionen und Technische Analyse.
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