CFD Gebühren und Kosten – Das sind die Handelskosten

INHALTSÜBERSICHT

Wer beim CFD-Trading erfolgreich sein will, muss nicht nur die bisherige Entwicklung der einzelnen Positionen kennen und konstant beobachten, sondern auch wissen, welche Gebühren und Kosten beim Handel anfallen. Nachfolgend haben wir für Sie alle Kosten aufgeführt, die beim CFD-Handel anfallen können.

Welche Gebühren und Kosten fallen beim CFD-Trading an?

1.      Spreads (Bid-Ask-Spreads)

Sie kaufen bei einem Broker üblicherweise CFDs zu einem Positionspreis, der deutlich unter dem Marktpreis liegt. Diese Differenz wird als Spread bezeichnet.

Wissenswert:

  • Spreads fallen in die Kategorie „Transaktionskosten“ und werden direkt an den Broker bezahlt.
  • Manche CFD-Broker bieten Konten mit festen Spreads an. Das bedeutet, dass sich deren Höhe nicht ändert. Das hört sich auf dem ersten Blick gut an. Jedoch sind feste Spreads meist deutlich höher als variable Spreads.

Was ist der Bid-Ask-Spread (Geld-Brief-Spanne)?


Bei dem Bid-Ask-Spread (kurz: Spread) oder auch Geld-Brief-Spanne genannt, handelt es sich um die Differenz zwischen dem Geld- und dem Briefkurs.  

Wovon hängt die Höhe der Geld-Brief-Spanne ab?

Der Spread kann abhängig vom CFD-Broker, der Handelszeit und den Marktbedingungen (Angebot, Nachfrage, Handelsintensität) variieren. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Spreads steigen, sobald die Volatilität des Markts zunimmt.

Wissenswert: Die Bid-Ask-Spread ist umso enger, je liquider ein CFD ist. Je schlechter die Liquidität eines CFDs desto größer ist die Differenz zwischen dem Brief- und Geldkurs.

2.      Haltekosten

Sogenannte „Haltekosten“ fallen an, wenn eine Position über Nacht oder das Wochenende gehalten wird. Ein wichtiger Basiswert dabei ist die New-Yorker-Zeit.

Wissenswert:

  • Abhängig von den Referenzzinssätzen, den Marktbedingungen oder Ihrer Position („long/short“) können Haltekosten negativ oder sogar positiv ausfallen.
  • Die Kosten für das Halten eines Cash-Index-CFDs werden anhand des Referenzsatzes des Index plus 0,0082 % für Long-Trades und minus 0,0082 % für Short-Trades berechnet.
  • Die Kosten für das Halten eines Aktien-CFDs werden anhand des täglichen Referenzkurses in der Aktienwährung plus 0,0082 % für Kauftransaktionen und minus 0,0082 % für Verkaufstransaktionen berechnet.
  • Die Kosten für das Halten eines CFD auf ein Cash-Währungspaar werden anhand des TomNext-Kurses (von morgen bis übermorgen) des zugrunde liegenden Marktes für das entsprechende Währungspaar berechnet, ausgedrückt als jährlicher Prozentsatz.
  • Die Haltekosten für den CFD-Handel mit Kryptowährungen werden auf die gleiche Weise wie bei den anderen Produkten berechnet. Bitcoin/USD hat zum Beispiel Haltekosten über Nacht von 0,0959 % für Long-Positionen und minus 0,0274 % für Short-Positionen. ETH/USD hat Haltekosten über Nacht von 0,0753 % für Long-Positionen und minus 0,0274 % für Short-Positionen.
  • Die Haltekosten für Cash-Rohstoffe und Cash-Staatsanleihen-CFDs werden anhand der abgeleiteten Haltekosten der zugrunde liegenden Futures-Kontrakte berechnet, auf denen die Cash-Produkte bewertet werden.
  • Die Haltekosten für die Aktien-, Forex-, Rohstoff- und Kryptowährungsindizes werden anhand der gewichteten Summe der Haltekostensätze für jede Komponente zuzüglich der Prämie des Brokers für Long-Positionen oder abzüglich der Prämie für Short-Positionen berechnet, sofern der Broker diese erhebt, was in der Regel der Fall ist.

3.      Kommissionen

In der Regel erheben die Anbieter eine Kommission auf die einzelnen Trades. Diese bewegt sich in der Regel zwischen 5 € und 10 €. Die genaue Summe und wie diese berechnet wird, findet sich meistens in den AGB oder direkt auf der Webseite des CFD-Brokers. Die Höhe der Kommission kann von Markt zu Markt variieren.

Wissenswert: Es gibt mittlerweile auch eine immer größere Anzahl an Anbietern, die keine Kommission auf Trades verlangen und die Gebühren anders regeln. Ob sich das lohnt bzw. ob Sie auf Dauer dadurch Geld sparen, kommt immer auf die anderen Gebühren und Kosten an.  Ein Wechsel zu einem Broker ohne Kommission kann sich aber lohnen.

4.      Kosten für Premium-Dienste

Kursdaten-Abonnement

Während die Daten gängiger Börsen (z. B. Amerika oder Europa) in der Regel im Basispaket eines CFD-Kontos enthalten sind, sind die Kursdaten für bestimmte Börsen wie z. B. die australische Börse oder die Hong-Kong-Börse, oft nur gegen einen Aufpreis erhältlich – Stichwort: Premium-Dienst.

Wissenswert:

  • Gewerbliche Händler erhalten die Kursdaten zu einem reduzierten Preis.
  • Das Kursdaten-Abonnement wird in der Regel monatlich bezahlt
  • Oft wird auch eine Art Cashback angeboten. Das heißt, sobald Sie eine entsprechende vorher angegebene Anzahl an Trades im Markt, aus dem Sie die kostenpflichtigen Kursdaten beziehen, die Gebühr zurückerhalten. Hier lohnt sich auch das Vergleichen der unterschiedlichen Anbieter. 
Gewerbliche Trader sollten sich informieren, wie es sich mit der Umsatzsteuer beim Erwerb von Premium-Diensten verhält. In der Regel können deutsche Kunden, die sich für einen EU-lizenzierten Anbieter entschieden haben, die UST später in der Steuererklärung zurückholen.  Weitere Tipps rund um den CFD-Handel finden Sie hier.  

Garantierter Stop-Loss

Bei manchen Brokern hat man außerdem die Möglichkeit, einen garantierten Stop-Loss zusetzen, welcher den Trade zum angegebenen Kurs schließt. Metriken wie z. B. Marktvolatilität und Gapping werden dabei ignoriert. Dieser Service ist bei den meisten Brokern kostenpflichtig.

Tipp: Der garantierte Stop-Loss kann abhängig von Order und aktueller Marktlage durchaus Sinn ergeben. Hier müssen Sie wie so oft abwägen, ob sich diese Ausgabe in der aktuellen Lage lohnt oder nicht. Auch sollten Sie sich informieren, wie genau sich die Kosten für den garantierten Stop-Loss zusammensetzen. 

Kosten für die Nutzung der Trading-Software

Es gibt Broker, die für die Nutzung Ihrer Trading-Software Gebühren verlangen. Hierbei handelt es sich um eine Investition, die sich für Sie lohnen kann, denn diese Software ist meist besser als die freizugängliche Version, da sie mehr Funktionen (z. B. CFD Trading-Bots) beinhaltet.

5.      Kontoführungsgebühr für inaktive Konten

Die Kontoführungsgebühr für inaktive Konten fällt bei manchen Brokern an, wenn über Ihr Konto die letzten 3-12 Monate keine Trades abgewickelt wurden. Die Höhe der Gebühr ist auf maximal 50 Euro begrenzt.

6.      Ein- und Auszahlungsgebühren

Für Einzahlungen auf das CFD-Konto fallen in der Regel keine Kosten an. Wollen Sie aber Geld von Ihrem CFD-Konto auf Ihr Bankkonto überweisen, müssen Sie allerdings mit einer gewissen Gebühr rechnen.  Wie hoch diese ausfällt, können Sie in den AGB Ihres Brokers nachlesen.

Wissenswert: Manche CFD-Broker bieten Auszahlungen kostenfrei an.

Unser Fazit zu CFD Kosten und Gebühren

Generell sind die Gebühren für den Handel mit CFDs sehr gering und werden in Zukunft dank modernster Technologien und dem Konkurrenzdruck der Broker vermutlich noch weiter sinken. Immer mehr Anbieter versuchen Kunden vor allem mit preiswerten Angeboten anzulocken und drücken damit die Preise der gesamten Branche, wovon alle Kunden profitieren. 

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