CFD Tradingstrategien & Handelstipps für Anfänger

INHALTSÜBERSICHT

Beim Einstieg in den CFD Handel ist es keine Seltenheit, dass Anfänger aufgrund ihrer Unerfahrenheit eine Menge Lehrgeld bezahlen müssen. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir für Sie die besten Handelstipps und Tradingstrategien zusammengefasst.

CFD-Tradingsstrategien: Unsere Handelstipps

1.      Verstehen Sie das Produkt

Wollen Sie beim CFD-Trading erfolgreich sei, müssen Sie nicht nur wissen, was CFDs sind, sondern auch die Märkte und die dort angebotenen Produkte (Kryptowährungen CFDs, Aktien CFDs, Indizes, Rohstoffe usw.) kennen. Dabei reicht es nicht nur die Produkte zu kennen, sie müssen deren Entwicklung komplett im Auge behalten.

Tipp: Um das Potenzial eines Basiswerts abschätzen zu können, kann es sich lohnen, dessen Entwicklung während Krisenzeiten anzusehen.

2.   Lernen Sie den Fachjargon

Wissen ist Macht, insbesondere beim Handel mit CFDs. Doch damit Sie Ihr Wissen beständig ausbauen können, muss Ihnen der Börsenjargon in Fleisch und Blut übergegangen sein. Nachfolgend haben wir für Sie die wichtigsten Grundbegriffe zusammengestellt.

  • Basiswerte: Unter Basiswerten versteht man den dem CFD zugrunde liegenden Wert, wie z. B. eine Aktie. 
  • Derivate: CFD sind Derivate. Derivate besitzen keinen eigenen Wert, sondern bilden einen Basiswert ab. 
  • Spread: Der Spread bezeichnet die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis eines Vermögenswerts.
  • Short: Wenn man etwas „shortet“ spekuliert man auf einen Kursverlust des Basiswert.
  • Long: Unter „long“ versteht man die Spekulation auf einen Kursgewinn des Basiswert.
  • Charting (technische Analyse): Die Darstellung von unterschiedlichen Trends auf einem Kurschart, um zu versuchen, zukünftige Marktbewegung vorherzusagen.
  • Candlestick: Bezeichnet die einzelnen Zeiteinheiten, die Sie auf einem Chart sehen. Die Farbe gibt dabei an, ob der Wert im Vergleich zur vorherigen Einheit gestiegen (grün) oder gefallen (rot) ist. Der Docht gibt die höchsten erreichten Werte in beide Richtungen an. 

Was versteht man unter Daytrading? 

Im Allgemeinen kann man Trading als das Kaufen und Verkaufen von Finanzprodukten wie Aktien, ETFs und Rohstoffen bezeichnen. Das Daytrading hingegen beschreibt das kurzfristige Handeln mit Basiswerten. Teilweise wird der Basiswert dabei nur für wenige Minuten oder sogar Sekunden gehalten. 

Wird der Wert nur für wenige Sekunden gehalten, dann nennt man das auch Scalping. Das Ziel des Daytradings ist es, innerhalb kürzester Zeit von Kursschwankungen in beide Richtungen zu profitieren. 

Der Unterschied zwischen Trading und Investieren

Der Unterschied ist relativ einfach und lässt sich im Prinzip auf einen einzigen Faktor runterbrechen. Die Zeit, über welche man die unterschiedlichen Finanzprodukte hält. Wie schon gesagt kommt es beim Daytrading vor allem darauf an, kurzfristige Schwankungen auszunutzen, um dadurch einen Gewinn zu machen. 

Im Gegensatz dazu wird beim Investment ein länger Anlagezeitraum gewählt. So ist es nicht ungewöhnlich, dass man beim Investment oftmals ein Finanzprodukt für mehrere Monate oder sogar Monate gehalten wird. Die Grenzen zwischen dem Trading und dem Investieren sind allerdings fließend. 

3.      Erstellen Sie einen Handelsplan

Erstellen Sie immer einen Handelsplan, insbesondere als Einsteiger. Denn der Handelsplan hilft Ihnen dabei, schlechte Entscheidungen zu vermeiden.

Wissenswert: In den Tradingplan gehört, wann, wie und warum Sie traden. Folgende Fragen sollen Ihnen bei der Erstellung eines Tradingplans helfen:

  • Warum wollen Sie in den CFD-Handel einsteigen? (Motivation)
  • Wie viel Zeit wollen Sie in das CFD-Trading investieren?
  • Welche Handelsziele wollen Sie erreichen?
  • Wie hoch ist Ihre Risikobereitschaft?
  • Wie hoch ist das Kapital, das Ihnen zur Verfügung steht?
  • Welche Risikomanagementstrategien sind in Ihren Augen für Sie die besten?
  • An welchen Märkten wollen Sie handeln? In welchen Produkten sehen Sie Potenzial?
  • Welche Handelsstrategien sind für Sie am interessantesten?

Tipp: Das Zuweisen von Stops und Limits ist eine sinnvolle Maßnahme, um die Risiken bzw. Verluste beim CFD-Handel zu begrenzen.

4.      Mit Money-Management zum Erfolg

Ohne ein kluges Money-Management funktioniert keine CFD-Handelsstrategie. Dabei ist es vor allem wichtig, dass man sich zu Beginn auf die Minimierung des eigenen Risikos konzerniert, um nicht früh zu viel zu verlieren.

Trader sollten sich vor dem Trading folgende Fragen stellen:

•    Welches Risiko bin ich bereit einzugehen?

•    In welchen Bereichen soll sich mein Take-Profit und mein Stop-Loss bewegen

•    Wie gehe ich mit einem Verlust um?

•    Welcher täglicher Verlust ist akzeptabel?

Bedenken Sie dabei, Trading ohne Verluste ist unmöglich. Manchmal kommt es sogar mehrmals hintereinander zu Verlusten. Daher sollte auf ein vernünftiges Money-Management gesetzt werden. 

Wir sprechen von einem maximalen Gesamtkontorisiko von 1-2 % pro Trade. Bei einem 10.000-Euro-Konto riskieren Sie beispielsweise 100 Euro pro Trade. Dies schützt Sie vor mehreren Verlusten in Folge, dass Sie in der Theorie 100-mal in Folge komplett falschliegen müssten. Zu große Positionen können Ihrem Konto zu viel Schaden zufügen und zu einer negativen Stimmung führen. Mit diesen Tipps sollte Ihrem Erfolg aber nichts im Weg stehen.

5.      Erster Test in einem CFD Demokonto

Wir empfehlen ganz klar, die Strategien zuerst in einem CFD Demokonto zu testen. Man braucht Übung und Erfahrung, um wirklich nachhaltige Gewinne zu erwirtschaften.

CFD-Tradingstrategien für Anfänger

Die Tradingstrategien, welche wir Ihnen in diesem Beitrag vorstellen, müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Dabei werden unterschiedliche Metriken herangezogen, um zu bestimmten, wann und wie man in den Markt einsteigt. Ohne solche Rahmenbedienungen wäre es ja auch keine Strategie, sondern nur raten.

Aber auch die eigenen Erfahrungen beeinflussen natürlich die Tradingentscheidungen, weshalb wir auch dazu raten, die unterschiedlichen Strategien auf einem Demokonto auszuprobieren. Dadurch erhalten Sie ohne Risiko Erfahrungen im Trading und können sich so an das Trading gewöhnen, bevor Sie Ihr echtes Geld reagieren.

Außerdem sollte Ihnen auch klar sein, dass jeder Trader über die Zeit hinweg eine eigene Strategie entwickelt, die aus den vorherigen Erfahrungen heraus informiert werden. Aber auch die Psyche des einzelnen Traders verändert, wie man an den Märkten vorgeht. Dabei werden vor allem diese Kriterien modifiziert:

  • Das Tageschart
  • Die Technische Analyse für die Trendbestimmung
  • Den passenden Moment für den Einstieg
  • Auf das Muster der Candlesticks achten

Das Tageschart

Die beste und sicherste Möglichkeit ist es oftmals, die CFD-Tradingstrategie zuerst im Tageschart auszuprobieren. Vor allem weil das Daytrading für die meisten Anfänger schwierig ist und generell ein hohes Maß an fachlichem Wissen erfordert, aber allen voran auch weil man viel Erfahrung in der Materie braucht.

Natürlich kann man immer die unterschiedlichen Strategien auf andere Zeiträume als dem Tageschart angewendet werden, allerdings müssen dann die unterschiedlichen Indikatoren auf den kleineren Zeitrahmen angepasst werden. Generell sollten Sie beim Trading immer zuerst mit etwas komplett vertraut werden, bevor Sie etwas verändern. Hier gilt wirklich „Never change a running system“.

Die Technische Analyse für die Trendbestimmung

Um einen Trend aus dem Chart eines Vermögenswerts abzulesen, können Sie unterschiedliche Indikatoren nutzen. Dabei wird versucht, aufgrund der vergangenen Bewegungen des Marktes neue Trends zu identifizieren. Im Folgenden stellen wir Ihnen die gängigsten Indikatoren vor. 

Gleitender Durchschnitt

Der gleitende Durchschnitt (Eng.: Moving Average) visualisiert den Durchschnittspreis eines Finanzinstruments über einen bestimmten Zeitraum. Gängige Zeiträume sind beispielsweise 30, 90, 100 und 200 Tage. 

Die Anzeige des Durchschnittswertes gleicht starke Kursschwankungen aus und glättet die Kursentwicklung. Auf diese Weise wird das Diagrammbild klarer und Benutzer können Trends einfacher und klarer erkennen.

Bollinger-Bänder

Ein Standardindikator für hochwertige Handelssoftware sind auch die sogenannten Bollinger Bänder („Bollinger Bands“), die seit den 1970er-Jahren in der Kursanalyse verwendet werden. Dies sind zwei separate Bänder, das obere Bollinger-Band und das untere Bollinger-Band. 

Dazwischen verläuft ein gleitender Durchschnitt der Kurswerte der letzten Tage. Bollinger Bands helfen Anlegern nicht nur, die Preisbewegung grob zu bestimmen, sondern auch zu erkennen, ob der aktuelle Preis relativ teuer oder günstig ist. 

Insgesamt sind Bollinger Bands eine großartige Möglichkeit, Trends vorherzusagen und zu identifizieren. Für ernsthafte Kauf- oder Verkaufsempfehlungen gibt es noch andere Indikatoren, auf die man sich beziehen kann.

Chartformationen

Bei der Chartanalyse müssen Sie genau auf die Hochs und Tiefs des Marktes achten. Dabei versucht man zu erkennen, ob der Kurs bald ein höheres Hoch oder tieferes Tief bildet. Allerdings ist hier ein Trend in die entsprechende Richtung nicht immer ersichtlich. Aber das ist nicht wirklich schlimm, auch während Seitwärtsphasen lohnt sich das Trading.

Die Idee hinter dieser Form der Analyse ist es, dass der Markt in der Regel zuerst ein Tief formt, um von dort auf ein Hoch zusteigen. Der Trend wird durch höhere Tiefs verlängert und schließlich durchbricht der Markt das alte Hoch wieder mit einem höheren Hoch. 

Es ist sehr wichtig zu beachten, welche Höhen gebrochen werden. In der Praxis werden Sie jedoch selten eindeutige Trends sehen. Der Markt reagiert immer anders. Allgemeine Muster kommen oft in modifizierter Form vor. Aus diesem Grund sollten Sie lernen, Diagramme durch Übung zu lesen. 

Die Seitwärtsphasen

Support und Resistance: Viele Händler handeln auf der Grundlage der Support- und Resistancelinien des Marktes. Für viele Trader besteht dabei kein Zweifel, dass die Linien einer der besten Indikatoren für die Preisentwicklung sind. 

Der folgende Indikator zeichnet jedoch nichts Zufälliges, sondern die Hochs und Tiefs der letzten Stunden. Zum Beispiel gibt es ein 4-Stunden-Hoch, dann sollten Sie dieses auf Ihrem Char einzeichnen, genauso wie die Tiefs. Dann wird eine Linie gezogen und so können die Support- und Resistancezonen ablesen.

Diese Linien sind besonders effektiv, da sich viele Algorithmen und Händler auf diese Preise konzentrieren. Das heißt viele Trades auf der Basis dieses Indikators abgeschlossenen werden, was es im Prinzip mehr oder weniger zu einer „Self-Fulfilling Prophecy“ macht. 

Relativer Stärke-Index (RSI)

Ein weiterer häufig verwendeter Indikator ist der Relative-Stärke-Index (Eng.: „Relative Strength Index“; RSI). Einfach ausgedrückt misst dieser technische Indikator die Stärke einer Preisbewegung, indem er das Verhältnis von steigenden Schlusskursen zu fallenden Schlusskursen betrachtet. 

Die Stärke des Indikators bewegen sich normalerweise im Bereich von 0 bis 100. Auf diese Weise kann er zeigen, wann eine Trendwende wahrscheinlich ist. Beispielsweise gilt ein Wert wie 20 oder 30 als guter Einstiegspunkt (Umkehr eines Abwärtstrends), während ein Wert über 70 das Ende eines Aufwärtstrends anzeigt und ein guter Zeitpunkt zum Verkauf ist. 

Insgesamt ist der RSI ein sehr starker Indikator, der sehr frühe Signale erkennen kann. Benutzer müssen sich jedoch darüber im Klaren sein, dass dieser Indikator in sehr volatilen Märkten falsche Signale wiedergeben kann. Deshalb gilt es die unterschiedlichen Tools immer zusammen zu verwenden.

MACD

Die Abkürzung MACD steht für „Moving Average Convergence/Divergence“, was mit „Konvergenz/Divergenz des gleitenden Durchschnitts“ übersetzt werden kann. Der Indikator zeichnet das Verhältnis von zwei gleitenden Durchschnitten. 

Ein positiver MACD weist auf einen Aufwärtstrend hin, während ein negativer MACD auf einen Abwärtstrend hinweist. Der MACD-Indikator ist ein relativ komplexes Tool und daher eher für erfahrene Trader geeignet. Durch umfassendes Training und kontinuierliches Tracking von Indikatorsignalen ist der MACD in der Lage, Trendentwicklungen äußerst zuverlässig und genau darzustellen.

Signifikante Preismarken des Marktes finden

Am besten zoomen Sie für diese Art der Analyse weit heraus und untersuchen das Chart für die besten Einstiegsmöglichkeiten. Dabei sind Preise, an denen sich der Markt gedreht, hat (bei einem Tief) oder abgewiesen (bei einem hoch) wurde. Dabei kann das sowohl während eines Trends, aber auch während einer Seitwärtsphase gesehen. 

Diese Hochs oder Tiefs werden auch als Extremzonen bezeichnet. Dabei ist es wichtig zu beobachten, was der Markt an diesen Punkten macht, wird das alte Hoch durchbrochen oder wird der Kurs abgewiesen? Basierend auf solchen Fragen kann dann der passende Einstiegspunkt gewählt werden.

Bildet der Markt ein sogenanntes „V“, können Sie davon ausgehen, dass bei diesen Preisen der Kauf- bzw. Verkaufsdruck besonders hoch ist. Der Markt bewegt sich in eine Richtung und erholt sich dann schnell wieder. Dies kann nur durch ein extremes Marktungleichgewichte verursacht werden.

Den passenden Einstieg finden

Unser vierter Tipp für eine gute Tradingstrategie ist es, den richtigen Moment für einen Einstieg zu identifizieren. Dabei muss man als Trader den Chart lesen und warten, bis man einen profitablen Trend findet. Dabei ist der Vorteil, wenn man sich auf das Tageschart konzentriert, man nur einmal am Tag die Technische Analyse durchführen muss.

Im Folgenden möchten wir Ihnen die unserer Meinung nach drei besten Einstiege kurz vorstellen. 

Der Fehlausbruch

Falsche Breakouts eignen sich hervorragend für den Einstieg während einer Seitwärtsphase. Der Markt durchbricht Unterstützung oder Widerstand und kann nicht über oder unter dem Widerstand schließen oder fällt/steigt schnell wieder unter oder über den Widerstand. Dies ist ein klassischer Fehlausbruch. Ein Fehlausbruch muss am selben Tag oder am nächsten Tag erfolgen, je nachdem, wo die Kerze schließt.

Ein solcher falscher Breakout täuscht dabei oft viele unerfahrene oder neue Trader, erfahrene Händler hingegen wissen genau, wie man reagieren muss. Der unerfahrene Trader eröffnet beim Breakout eine Position, während der erfahrene Trader seine Profite abschöpft oder die Position enger setzt. 

Pincandle/Hammer

Der Pincandle/Hammer bezeichnet ein Kerzenmuster mit einem kleinen Körper und einem großen Docht. Die Kerze bildete sich in eine Richtung, wurde aber von den Marktteilnehmern zurückgedrängt. Es gibt dort auch ein “V”, wenn Sie sich die kleineren Zeiträume ansehen.

Kleinere Zeiteinheit

Diese Methode erfordert mehr Aufwand und Erfahrung. Sie können nach Einstiegssignalen (falsche Ausbrüche, Pin-Kerzen) in kleineren Zeitrahmen suchen, wenn sich der Preis an einer wichtigen Position befindet, die Sie auf dem Tages-Chart finden. Der Vorteil hier ist, dass der Stop-Loss (Risiko) kleiner ist.

Welche Märkte sind die besten?

Wie oben erwähnt, eignet sich diese Strategie für das Swing Trading auf dem Tageschart oder höher. Liquide Märkte eignen sich dafür am besten. Wir sprechen hier von EUR, USD oder GBP Währungspaaren. Auch Gold, Öl und Indizes sind nach Belieben erhältlich. Wir beziehen uns hier auf die am meisten gehandelten Märkte.

  • Euro Dollar
  • USD/JPY
  • GBP/USD
  • S&P500
  • Gold
  • Öl

Über den Autor

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