CFD Handelszeiten einfach erklärt

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DAX Handelszeiten

Mittlerweile findet der CFD Handel in der Praxis nahezu – bis auf das Wochenende – rund um die Uhr statt. Manche CFD Broker stellen den Handel – zumindest einiger ausgewählter CFDs – teilweise sogar am Samstag und Sonntag zur Verfügung.

Generell sind die CFD Handelszeiten ein interessantes Thema, mit dem sich auch Trader beschäftigen sollten. Immerhin gibt es durchaus einige Unterschiede zwischen den CFD Brokern im Hinblick auf die CFD Handelszeiten, auch was die entsprechenden Anlageklassen betrifft.

CFD Handelszeiten nach Anlageklasse

Grundsätzlich gilt nach wie vor die Devise, dass Differenzkontrakte die gleichen Handelszeiten wie die entsprechenden Basiswerte haben. Das bezieht sich allerdings auf der einen Seite auf den Handel an der Börse. Zum anderen ist zu bedenken, dass zum Beispiel die Aktienbörsen rund um den Globus verteilt sind.

Das bedeutet, dass wenn beispielsweise die Börse in Frankfurt geschlossen ist, bereits die Börse in New York eröffnet hat. Die asiatischen Börsen schließen den Kreis, sodass faktisch Aktien rund um die Uhr gehandelt werden können.

Hinzu kommt die Tatsache, dass zum Beispiel Aktien nicht nur an den Börsen gehandelt werden, sondern ebenfalls in außerbörslichen Bereich. Hier sind die Handelszeiten oftmals noch länger, was ich dann natürlich automatisch positiv auf die CFD Handelszeiten auswirkt. Wenn wir also von CFD Handelszeiten nach Anlageklasse sprechen, dann können wir zwischen den folgenden Kategorien von Basiswerten differenzieren:

  • Aktien
  • Indizes
  • Rohstoffe
  • Währungen
  • Futures
  • Kryptowährungen

Einige Handelsinstrumente lassen sich im Prinzip rund um den Globus traden. Wenn also die Handelsplätze in Europa geschlossen sind, öffnen zum Beispiel die entsprechenden Börsen in den Vereinigten Staaten, später dann die in Asien. Die verschiedenen Handelszeiten nach Anlageklasse wirken sich also in der Summe heutzutage kaum noch auf die CFD Handelszeiten auf, wie sie sich in der Praxis darstellen. Das zeigt zum Beispiel ein Blick auf unterschiedliche Handelszeiten der jeweiligen Basiswerte:

  • Forex-Handel: London von 8 bis 17 Uhr, Tokio von 0 bis 9 Uhr
  • Aktienhandel: Xetra von 9 bis 17:30 Uhr, New York von 15:30 Uhr bis 22 Uhr
  • Edelmetalle: An verschiedenen Plätzen in der Summe von Montag bis Freitag von 0 bis 22 Uhr

Die entsprechende Handelszeiten beziehen sich auf einen Zeitraum von Montag bis Freitag. Weder Aktien noch Devisen können auf direktem Wege am Samstag oder Sonntag gehandelt werden. Das wirkt sich durchaus ebenso auf die CFD Handelszeiten aus, denn bei vielen CFD-Brokern ist am Wochenende kein Handel möglich.

Allerdings gibt es auch hier durchaus Veränderungen in der Form, als dass CFD Broker vermehrt am Wochenende den CFD Handel anbieten. Dann sind es allerdings meistens nur ausgewählte Basiswerte, die zu den CFD Handelszeiten am Samstag und Sonntag gehören.

Eine Art Ausnahmen sind übrigens Kryptowährungen. Während Aktien, Indizes und Devisen in der Regel nur von Montag 0 Uhr bis Freitag um 22 Uhr gehandelt werden, gibt es den Handel der Cryptocoins mittlerweile tatsächlich rund um die Uhr. Das bedeutet, dass Sie über die verschiedenen Plattformen Bitcoin & Co. auch am Samstag und Sonntag kaufen und verkaufen können.

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Zwar führt das nicht unbedingt zu einer direkten Auswirkung auf die CFD Handelszeiten. Aber auch hier zeigt sich, dass CFD Broker vermehrt die Gelegenheit nutzen, zumindest den Handel besonders gefragter CFDs ebenfalls am Wochenende anzubieten

Wann kann ich nun die CFD Handelszeiten nutzen?

Wie eingangs bereits erwähnt, ist es im Hinblick auf die CFD Handelszeiten vielleicht etwas verwirrend, dass diese in der Praxis nicht identisch mit den Handelszeiten der entsprechenden Basiswerte sind, in welchem Zeitraum also Aktien, Rohstoffe oder Devisen an den jeweiligen Plätzen gehandelt werden. Hilfreich ist es jedoch, wenn Sie sich verdeutlichen, dass eben beispielsweise Aktien zumindest von Montag bis Freitag Abend rund um die Uhr gehandelt werden können.

Das liegt daran, dass die Börsen auf den verschiedenen Kontinenten zu abweichenden Zeiten geöffnet sind. Wenn Sie beispielsweise Deutsche Bank Aktien erwerben möchten, Xetra jedoch bereits geschlossen ist, geben Sie einfach einen Auftrag an die Börse in New York. 

Weltweit & rund um die Uhr handeln

Auf dieser Grundlage wird relativ leicht verständlich, dass Sie Differenzkontrakte – mindestens von Montag bis Freitag – faktisch durchgängig rund um die Uhr handeln können. Bei den meisten CFD Brokern gibt es dementsprechend mittlerweile CFD Handelszeiten, die um 0 Uhr am Montag beginnen und um 22 Uhr am Freitag enden.

Wie gesagt: Eine durchaus wachsende Anzahl von CFD Brokern verlängert ihre CFD Handelszeiten sogar bis ins Wochenende, sodass inzwischen immer öfter möglich ist, am Samstag und Sonntag mit Differenzkontrakten zu handeln. 

Beeinflussen die CFD Handelszeiten meine Kosten?

Nicht unwichtig sind neben den CFD Handelszeiten auch die entsprechenden Handelszeiten an den Börsen, weil diese einen Einfluss auf Ihre Kosten haben können. Warum ist das so? Nehmen wir zum Beispiel Aktien: Dort gibt es – wie auch bei Indizes, Rohstoffen und Devisen – sogenannte Haupt- und Nebenhandelszeiten.

Hierdurch ergibt sich eventuell eine Auswirkung auf die Kosten beim CFD Trading, denn natürlich ist die Liquidität an den Märkten zu den Haupthandelszeiten am höchsten. Schon in den Nebenhandelszeiten sinkt das Volumen teilweise deutlich.

Noch gravierender ist der Unterschied natürlich im Hinblick auf das Handelsvolumen und die Liquidität der Märkte dann, wenn zum Beispiel die Aktienbörsen geschlossen haben, aber mittels Differenzkontrakte dennoch ein Handel stattfindet. Daher gibt es vor dem Hintergrund der CFD Handelszeiten im Hinblick auf die Kosten in Form der Höhe der Spreads folgende Zeiten, die Auswirkungen haben können:

  • Haupthandelszeiten
  • Nebenhandelszeiten
  • Börsen geschlossen 

Die Konsequenz besteht häufig darin, dass CFD Broker mindestens zu den Zeiten, in denen zum Beispiel kaum oder gar kein Aktienhandel an den Börsen stattfindet, (deutlich) höhere Spreads als zum Beispiel an einem Mittwoch um 16 Uhr verlangen, wenn viele wichtige Aktienbörsen (zugleich) geöffnet haben. 

Bietet der CFD Broker sogar das Wochenende als CFD Handelszeiten an, sind zu diesen Zeiten oft die Kosten für Sie als Anleger noch einmal deutlich höher. Es hat also durchaus im Hinblick auf möglichst günstige Spreads Vorteile, wenn Sie sich bei den CFD Handelszeiten tatsächlich – wenn möglich – auf die Zeiten konzentrieren, die bei den entsprechenden Basiswerten zu den Haupthandelszeiten zählen. 

Fazit zu den CFD Handelszeiten

Grundsätzlich orientieren sich die CFD Handelszeiten meistens an den Handelszeiten, die für die entsprechenden Basiswerte gelten. Da allerdings zum Beispiel Aktien, Indizes und Devisen heutzutage aufgrund der Globalisierung und den zahlreichen, internationalen Börsen, faktisch zumindest von Montag morgen bis Freitag am späten Abend rund um die Uhr handelbar sind, wirkt sich das auch auf die CFD Handelszeiten aus.

Je nach Broker können Sie die entsprechenden CFDs sogar zunehmend am Wochenende handeln, wenn auch in der Regel nur einige, ausgewählte Basiswerte. Bei den meisten CFD Brokern erstrecken sich die CFD Handelszeiten mindestens auf den durchgängigen Zeitraum zwischen Montag-Nacht und Freitag am späten Abend. Eventuell gibt es innerhalb dieser Zeit lediglich eine kleine Pause von ein bis zwei Stunden, oftmals zwischen 23 und 0 oder 1 Uhr.

FAQ – CFD Handelszeiten

Wann öffnen und schließen die Märkte für CFDs?

Die Märkte für CFDs sind normalerweise von Montag bis Freitag geöffnet. Die genauen Öffnungs- und Schließzeiten hängen jedoch von dem jeweiligen Markt und dem Instrument ab. Zum Beispiel sind die Handelszeiten für Aktien-CFDs in der Regel von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr (Ortszeit) während die Handelszeiten für Devisen-CFDs 24 Stunden am Tag sind.

Kann man CFDs außerhalb der regulären Handelszeiten handeln?

Ja, einige Broker bieten die Möglichkeit, CFDs außerhalb der regulären Handelszeiten zu handeln. Dies wird jedoch oft als außerbörslicher Handel bezeichnet und kann mit höheren Spreads oder Gebühren verbunden sein.

Wie wirken sich die Handelszeiten auf die Liquidität des Marktes aus?

Die Handelszeiten können einen direkten Einfluss auf die Liquidität des Marktes haben. Wenn mehr Händler und Anleger aktiv sind, steigt in der Regel die Liquidität, da es mehr Käufer und Verkäufer gibt, die bereit sind, zu kaufen und zu verkaufen. Dies kann dazu führen, dass die Spreads (der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis) enger werden und die Volatilität geringer ist. Wenn jedoch weniger Händler und Anleger aktiv sind, kann die Liquidität sinken, was zu größeren Spreads und mehr Volatilität führen kann.

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