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4.2 / 5
Bewertung des Trading.de Teams
Auszahlung
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Einzahlung
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Angebote
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Support
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Plattform
5
Gebühren
4
Hauptmerkmale
  • Europäische Regulierung
  • Keine Mindesteinzahlung
  • Kostenloses Demokonto
  • Negativsaldoschutz für Privatanleger
  • Große Auswahl an Instrumenten

Interactive Brokers ist laut StockBrokers.com der Broker mit den niedrigsten Margin-Gebühren. Doch das ist bei der Wahl des passenden Anbieters noch lange nicht das wichtigste Kriterium. Wie hoch die Margin-Kreditzinsen tatsächlich sind, welche Handelsinstrumente bei Interactive Brokers zur Verfügung stehen und ob der Handel überhaupt sicher ist, das schauen wir uns in diesem Erfahrungsbericht genauer an.

0 Interactive Brokers Erfahrungen & Bewertungen von Tradern

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Interactive Brokers vorgestellt – Geschichte, Auszeichnungen und mehr

Die Geschichte beginnt bereits 1977. In diesem Jahr erwirbt Thomas Peterffy einen Platz an der American Stock Exchange (AMEX) und wird Börsenmitglied. Heute ist er Chairman der Interactive Brokers Group. Nur ein Jahr später wird die T.P. & Co. gegründet und beschäftigt wiederum ein Jahr später bereits vier Personen.

1982 wird Timber Hill gegründet und konzentriert sich auf die Entwicklung eines computergestützten Systems für den Handel mit Wertpapieren wie Indizes und Optionen. 1986 wird das Unternehmen Mitglied der Pacific Stock Exchange und der Options Division an der NYSE.

Über die Jahre folgten weitere Tochterunternehmen, darunter die Timber Hill Deutschland GmbH, die Timber Hill Europe AG in der Schweiz und die Timber Hill France S.A. 1993 wird Interactive Brokers als US-amerikanischer Broker ins Leben gerufen. Damit sind das große elektronische Netzwerk und die Handelsausführungsdienste des Unternehmens für Kunden zugänglich. 1994 folgte die Interactive Brokers (UK) Ltd, kurz IBUK, mit Sitz in London.

Seitdem wächst nicht nur das Eigenkapital des Trading Brokers, sondern auch die Anzahl an Kunden und gehandelten Basiswerten rasant. Interactive Brokers ist heute an der NASDAQ notiert und hat mehr als 13,3 Mrd. US-Dollar an Eigenkapital. Das sind 9,4 Mrd. US-Dollar über die regulatorischen Anforderungen hinaus. Außerdem werden jeden Tag rund 1,2 Mio. Trades ausgeführt und es gibt mehr als 2,4 Mio. aktive Kundenkonten.

Interactive Brokers Website Screenshot

Kunden bei Interactive Brokers profitieren aber nicht nur vom Zugang zu einer Reihe internationalen Märkten, sondern auch von attraktiven Konditionen und besten Technologien. Das belegt nicht nur die hohe Anzahl an Kunden, sondern auch zahlreiche Auszeichnungen, die das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten für sich gewinnen konnte. Dazu gehören folgende:

  • Bester Online Broker von Barron’s (2023)
  • Bester Online Broker von BrokerChooser (2023)
  • Bester Broker für DayTrading von BrokerChooser (2023)
  • Nr.1 in der Kategorie “Investment-Angebot” von ForexBrokers.com (2023)
  • Nr. 1 in der Kategorie “Professionelles Trading” von StockBrokers.com (2022)
  • Winner bei den Global Fintech Awards von Benzinga (2021)
  • Bester Online Broker von Barron’s (2022)

Details auf einen Blick

Feature:Interactive Brokers:
🏢 Firmensitz:London (Interactive Brokers Ltd. UK)
⚖️ Regulierung:FCA & viele weitere
🎖️ Gründung:1993 bzw. 1994 (UK)
⌨️ Demokonto:Ja
📊 Finanzinstrumente:1 Mio.+
📈 Trading Hebel:1:30
💰 Mindesteinzahlung:0€
💻 Handelsplattform:Trader Workstation, GlobalTrader, ClientPortal (Web)
📞 Kundenservice:Telefon, E-Mail, Live-Chat

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Europäische Regulierung
  • Keine Mindesteinzahlung
  • Kostenloses Demokonto
  • Negativaldoschutz für Privatanleger
  • Große Auswahl an Instrumenten
  • Leistungsstarke Handelsplattformen

Nachteile

  • Gebühren bei hohem Volumen teuer
  • Kundenservice schlecht bewertet (Trustpilot)
  • Hohes Risiko beim Handel mit Hebel

Interactive Brokers Bewertung anderer Kunden im Netz

Wer sich die Entscheidung für einen Broker erleichtern möchte, der schaut sich gerne Erfahrungsberichte von Testern wie uns oder aber von anderen Nutzern an. Dafür eignet sich vor allem die Plattform Trustpilot. Hier erhält Interactive Brokers eine Gesamtbewertung von 3,7 Sternen durch rund 2.400 Rezensionen.

Interactive Brokers Trustpilot

Vor- und Nachteile der Interactive Brokers Erfahrungen

Mit 44% gibt es mehr 5-Sterne-Bewertungen als 1-Sterne-Bewertungen (23%). Dennoch liegt die Gesamtbeurteilung mit 3,7 Sternen nur im akzeptablen Bereich. Woran das liegt, schauen wir uns gleich an. Zunächst werfen wir aber einen Blick auf die Aktivitäten des Brokers auf Trustpilot. Als verifiziertes Unternehmen sind diese nämlich einsehbar. Zum einen hat Interactive Brokers 93% der negativen Bewertungen selbst beantwortet, was eine gute Quote ist.

Zum anderen wurden in den vergangenen 12 Monaten 344 Rezensionen abgegeben. 119 davon organisch, 11 verifiziert und 214 auf Einladung. 52% der Personen, die in dieser Zeit eine Bewertung dagelassen haben, vergaben 5 Sterne, 23% nur einen Stern.

Positive Erfahrungen

  • Guter Kundensupport
  • Niedrige Gebühren
  • Leistungsstarke Plattform
  • Große Auswahl

Negative Erfahrungen

  • Nicht steuereinfach
  • Kundensupport nicht erreichbar

Negative Erfahrungen bei Interactive Brokers

  • Nicht steuereinfach: Kritisiert wird unter anderem, dass die Steuerunterlagen nicht rechtzeitig bereitgestellt wurden und der Support bei diesem Anliegen nicht gerade hilfreich war.
  • Kundensupport nicht erreichbar: An anderer Stelle wird der Support negativ bewertet, da er sich scheinbar nicht zurückgemeldet und auch nicht auf die Anfrage im Live-Chat reagiert hat. Der enttäuschte Nutzer erklärt den Broker daher als unseriös. Und es gibt einige weitere Bewertungen, die die Qualität des Services kritisieren.

Positive Erfahrungen bei Interactive Brokers

  • Guter Kundensupport: Auf der anderen Seite gibt es aber auch Stimmen, die den Support als freundlich, schnell und kompetent beschreiben.
  • Niedrige Gebühren: Ein anderer Nutzer vergibt 5 Sterne und erklärt, dass er bisher keine Probleme hatte, alles einwandfrei funktioniert und die Gebühren extrem niedrig sind.
  • Leistungsstarke Plattform: Des Weiteren wird die Handelsplattform, die Interactive Brokers seinen Kunden zur Verfügung stellt, gelobt. Sie ist sowohl als Desktop-Version als auch als Mobile Anwendung nutzbar und überzeugt mit einer guten Übersichtlichkeit und intuitiven Bedienung.

Sicherheit als Basis erfolgreichen Handelns

Wer sich selbst einen Einblick verschaffen möchte, sollte bei der Beurteilung eines Brokers zuerst stets auf die Sicherheit des Anbieters achten. Da beim Handeln sowohl persönliche Daten als auch Kapital im Spiel ist, ist das das wohl wichtigste Kriterium. Am besten lässt es sich durch die Regulierung und weitere Faktoren wie die Einlagensicherung bewerten.

Ist Interactive Brokers ein regulierter Broker in Deutschland?

Nein, Interactive Brokers ist nicht in Deutschland reguliert, besitzt aber andere Europäische Lizenzen, um in Deutschland zu agieren. Die Interactive Brokers (UK) Ltd. beispielsweise hat ihren Sitz in London und wird entsprechend von der dort zuständigen Financial Conduct Authority, kurz FCA, zugelassen und reguliert. Die Handelsregisternummer lautet 208159. In den USA wird das Unternehmen durch die Securities and Exchange Commission (SEC), die Financial Industry Regulatory Authority und die New York Stock Exchange kontrolliert.

fca

Das Unternehmen betreibt noch weitere Niederlassungen wie zum Beispiel in Ungarn, Irland oder Luxemburg. Deutsche Kunden traden unter der Irländischen Regulierung (CBI, reference number C423427) durch die Irländische Zentralbank. Der Broker ist somit nicht in Deutschland reguliert, aber die anderen Europäischen Regulierungen gelten auch für Deutschland.

Ein Blick hinter die Kulissen: Einlagensicherung und weitere Aspekte

Die Interactive Brokers Ltd. hält einige ihrer Wertpapierpositionen beim US-Unternehmen Interactive Brokers LLC. Diese werden von der US-Gesellschaft für Anlegerschutz (SIPC) bis zu einer maximalen Summe von 500.000 USD geschützt. Zudem besteht eine zusätzliche Versicherung bis zu 30 Mio. USD. Davon ausgenommen sind allerdings Futures und Futures-Optionen. Bei Interactive Brokers profitieren Händler darüber hinaus von einer automatisierten Risikominderung und täglichen Mark-to-Market-Bewertungen aller Anlagen.

Angebot und Konditionen bei Interactive Brokers

Nun, da wir wissen, dass es sich bei Interactive Brokers grundsätzlich um einen sicheren und seriösen Anbieter handelt, werfen wir einen Blick auf die handelbaren Instrumente beim Broker. Und das ist riesig. Zur Auswahl stehen mehr als 10.000 US-Aktien und -ETFs, Optionen, die rund um die Uhr gehandelt werden können und Spot-Währungen.

Außerdem hast du einen weltweiten Marktzugang zu Futures und Futures-Optionen, CFDs, Anleihen, Investmentfonds sowie Metallen und kannst dank innovativer Tools jederzeit auf marktbewegende Nachrichten reagieren. Um das Ganze in Zahlen auszudrücken:

Zur Verfügung stehen 150 Märkte in 33 Ländern und 27 Währungen. Dazu gehören die Frankfurter Börse, die Chicago Board Options Exchange, die New York Stock Exchange (NYSE) und die Tokyo Stock Exchange. Dabei kannst du als Kunde an 6 Tagen die Woche rund um die Uhr auf aktuelle Marktdaten zugreifen und bis zu 4,83% USD auf sofort verfügbares Barguthaben verdienen.

Aktien und ETFs

Interactive Brokers ermöglicht seinen Kunden den Handel von Aktien an mehr als 90 Märkten weltweit. Beliebte US-Aktien und -ETFs können dabei an fünf Tagen in der Woche rund um die Uhr getradet werden. Und das zu niedrigen Provisionen von 0,0005 bis 0,0035 USD pro US-Aktie. Die Gebühren für westeuropäische Aktien liegen bei 3 Euro pro Trade, ohne zusätzliche Spreads oder Plattformgebühren.

Dabei profitieren Händler nicht nur von attraktiven Konditionen, sondern auch einer breiten Palette an Ordertypen und nützlichen Tools, die deinen Handel auf das nächste Level bringen. Hinzu kommt die hohe Transparenz in der Preisstruktur und ein spezielles Programm für ETFs, die ganz ohne Transaktionsgebühr handelbar sind. Die Marginsätze liegen zwischen 5,83% und 6,83% USD.

Interactive Brokers Aktien handeln

Optionen

Eine weitere Anlageklasse bei Interactive Brokers sind Optionen. Diese können bereits zu Provisionen zwischen 0,15 und 0,65 USD pro Kontrakt bei US-Optionen gehandelt werden. Dabei hast du Zugang zu mehr als 30 Marktzentren weltweit. Professionelle Handelsplattformen und innovative Trading-Tools unterstützen dich zudem im Handel.

Dazu gehört unter anderem der OptionTrader, in dem du Marktdaten zum Basiswert über ein einziges Fenster anzeigen lassen, Optionsorders erstellen und managen und eine umfassende Übersicht einsehen kannst. Auch Optionsanalysen lassen sich ohne großen Aufwand visuell darstellen. Und mit dem Tool zur Optionsverlängerung kannst du zusätzliches Einkommen generieren.

Futures und Futures-Optionen

Auch Futures und Futures-Optionen können weltweit mit professionellen Tools getradet werden. Die Provisionen liegen hier im Bereich zwischen 0,25 und 0,85 USD pro Kontrakt. Dazu kommen Börsen-, Aufsichts- und Haltegebühren. Zu den Futures-Anlageklassen gehören Aktienindizes, Währungen, Kryptowährungen und Festverzinsliche Wertpapiere, aber auch Landwirtschaft, Energie, Metalle und Weichwaren.

Zur Auswahl stehen also zum Beispiel auch Rohstoff-Futures, die du weltweit an mehr als 30 Marktzentren handeln kannst. Aber du profitierst nicht nur von einer breiten Palette an Assets, sondern auch von leistungsstarken Tools, wie beispielsweise dem ComboTrader zum Erstellen eigener Kombinationsorder-Strategien, dem Spreadtrader für die Verwaltung von Positionen und dem Index-Arbitrage-Messer.

Spot-Währungen

Eine weitere Anlageklasse, die nicht fehlen darf, ist der Devisenmarkt bzw. Forex. Denn hier besteht eine starke Liquidität. Bei Interactive Brokers kannst du Währungen weltweit mit direktem Zugang zu Interbank-Kursen handeln. Die Spreads sind wettbewerbsfähig und liegen bei gerade einmal 0,1 Pips.

Zur Verfügung stehen mehr als 100 Währungspaare bei 24 Währungen und professionelle Forex-Trading-Tools, wie der FX-Trader mit seiner optimierten Handelsoberfläche und der FX-Risikoverwaltung bei ausländischen Aktien. Die Provisionen liegen bei 0,08 bis 0,20 bps multipliziert mit dem Handelsvolumen.

Interactive Brokers Spot Währungen handeln

CFDs

Auch der Handel mit komplexen CFDs (Differenzkontrakten) ist bei Interactive Brokers möglich. Dazu gehören Assets wie Aktien, Indizes, Metalle und Devisen, die du mit transparenten und günstigen Konditionen traden kannst. Hier gibt es zudem meist attraktivere Margin-Anforderungen als beim Aktien-Handel.

Diese unterscheiden sich aber je nach Anlageklasse. So unterliegen Privatkunden bei Aktien-CFDs einer regulatorischen Mindestmargin in Höhe von 20%, während sie bei Index- und Metall-CFDs zwischen 5 und 10% liegt. Ebenso unterscheiden sich die Provisionen je nach Klasse. Bei Aktien-CFDs beträgt sie beispielsweise 0,05% und bei Index- und Metall-CFDs zwischen 0,0005 und 0,01%.

Metalle

Wer Metalle handeln möchte, der wird bei Interactive Brokers nicht enttäuscht. Zur Auswahl stehen Spot-Gold oder Spot-Silber, wobei Händler Zugang zu Wholesale-Preisen ohne eine Abnahmeverpflichtung von Wholesale-Mengen haben. Die Provision beginnt bei 1,5 Basispunkten oder 0,015%.

Anleihen

Auch das Angebot an Anleihen ist nicht zu unterschätzen. Es bietet nämlich eine umfangreiche Palette an mehr als 1 Mio. festverzinslichen Wertpapieren aus aller Welt. Darunter mehr als 28.000 Unternehmensanleihen, 1 Mio. Kommunal-Wertpapiere, 7.800 Einlagenzertifikate und zahlreiche US-Staatsanleihen. Um bei dieser Menge nicht die Übersicht zu verlieren, bietet Interactive Brokers ein Anleihen-Suchtool, mit dem Händler verfügbare Renditen vergleichen können.

Die zur Verfügung stehenden Anleihen können ohne Aufschläge oder versteckte Spreads gehandelt werden. Und die Provisionen gestalten sich nicht nur transparent, sondern auch gering. Je nachdem, welche Art von Anleihen du traden möchtest, unterscheiden sich die Spreads. Von 0,2 bps für Staatsanleihen, über 5 bps für Kommunalanleihen bis hin zu 10 bps für Unternehmensanleihen.

Interactive Brokers Anleihen handeln

Investmentfonds

Zu guter Letzt wird das Angebot an handelbaren Instrumenten von Investmentfonds abgerundet. Zur Auswahl stehen mehr als 48.000 Fonds aus über 520 Fonds-Familien weltweit, wovon über 19.000 ohne Transaktionsgebühren gehandelt werden können. Da der Broker keinen eigenen Fonds hat, ist er immer neutral. Die Provision innerhalb der USA liegt bei 14,95 USD oder 3% des Handelsvolumens, während sie außerhalb der USA bei 4,95 Euro liegt.

Wie hoch ist der Hebel bei Interactive Brokers?

Insbesondere für kurzfristige Trader und Spekulanten, die in kurzer Zeit hohe Gewinne erwirtschaften wollen, spielt der Hebel eine große Rolle. Bei Interactive Brokers variiert der Hebel je nach Handelsinstrument. So liegt er beispielsweise bei Währungen (Forex) bei 1:30 und bei CFDs bei 1:5.

Trading-Plattform von Interactive Brokers im Test

Neben der Sicherheit und dem Angebot an Instrumente ist auch die Trading-Plattform ein nicht zu vernachlässigender Punkt bei der Beurteilung eines Brokers. Hier verbringst du als Händler nämlich die meiste Zeit. Entsprechend sollte die Plattform übersichtlich, intuitiv in der Bedienung und leistungsstark sein.

Genau damit punktet Interactive Brokers: mit leistungsstarken Technologien, die es dir nicht nur ermöglichen, schneller und effizienter zu handeln, sondern dein Portfolio noch präziser zu analysieren. Beweis dafür sind einige Auszeichnungen, die der Broker bereits für seine Plattform erhalten hat. Es gibt sie als Desktop- und Webanwendung.

  • Trader Workstation (TWS)
  • GlobalTrader
  • Client Portal (Web)

Während sich für erfahrene Trader am besten die Trader Workstation und das Client Portal eignen, empfiehlt sich für Trading-Einsteiger der Einsatz des Global Trader oder IBKR Client Portals. Zur Verfügung stehen außerdem mehr als 100 Ordertypen, von A wie Auction-Order bis V wie Volatility-Order, von Limit-Orders bis hin zu komplexen algorithmischen Transaktionen. So lassen sich Risiken mindern, das Timing optimieren, Ausführungen beschleunigen und Handelsabläufe verbessern.

Interactive Brokers Plattform

IBKR Trader Workstation (TWS)

Bei der Trader Workstation, kurz TWS, handelt es sich um die Hauptplattform des Brokers. Eine robuste und flexible Lösung, die speziell für aktive Trader entwickelt wurde, die mit mehreren Produkten handeln. So können sie Aktien, Futures, Währungen und andere Instrumente über eine einzige Plattform traden.

IBKR GlobalTrader

Der GlobalTrader auf der anderen Seite bietet ein vereinfachtes Handelserlebnis und eignet sich daher am besten für Einsteiger. Auch hier ist der Handel aller verfügbaren Anlageklassen möglich und du kannst Investitionen schon ab 1 USD tätigen.

IBKR Client Portal

Das Client Portal zu guter Letzt ist die benutzerfreundliche Web-Version der Handelsplattform. Auch sie enthält alle genannten Funktionen und ermöglicht den Handel verschiedener Assets mit nur einem Benutzerkonto. Der Vorteil: Du musst keine Software herunterladen, sondern kannst überall und jederzeit – eine stabile und sichere Internetverbindung vorausgesetzt – auf dein Konto zugreifen.

Gibt es eine Trading App?

Neben den klassischen Desktop-Handelsplattformen und der Web-Version, gibt es auch drei verschiedene mobile Apps, die Händler bei Interactive Brokers nutzen können. Dazu gehört zunächst IBKR Mobile, sozusagen die Haupt-App, die sowohl für Android als auch für iOS verfügbar ist und allein im Google Play Store bereits über 1 Mio. Downloads verzeichnet. Dort erhält sie eine Bewertung von 4,6 Sternen mit knapp 6.600 Rezensionen.

Hinzu kommt die IBKR GlobalTrader App mit mehr als 100.000 Downloads im Google Play Store und einer Bewertung von 4,1 Sternen. Zuletzt bietet der Broker noch eine dritte App: IBKR Impact. So hast du – egal, für welche Anwendung du dich entscheidest – überall und jederzeit Zugriff auf dein Portfolio, umfangreiche Funktionen sowie Ordertypen und Zugang zu mehr als 150 Märkten weltweit.

Interactive Brokers App

Handel ganz einfach

Nachfolgend wollen wir einen Blick darauf werfen, wie sich der Handel bei Interactive Brokers gestaltet. Dafür fangen wir am Anfang an, also bei der Kontoeröffnung und zeigen, welche Kontotypen es beim Broker gibt, wie du dein Konto eröffnen kannst und ob es auch ein Demokonto gibt.

Welche Kontotypen gibt es beim Broker?

Wer sich für den Handel bei Interactive Brokers entscheidet, der hat grundsätzlich die Wahl aus einer Reihe an Kontotypen. Das ist ein großer Vorteil, denn nicht jeder Broker bietet so viele verschiedene Modelle für seine Kunden. Die Vielfalt erlaubt es dir, genau die Art von Konto auszuwählen, die zu deinen Umständen, deinen Zielen und Anforderungen passt. Zur Auswahl stehen:

  • Einzelkonto
  • Gemeinschaftskonto, beispielsweise für Ehegatten
  • Altersvorsorgekonto
  • Trust-Konto
  • Family-Advisor-Konto
  • Geschäftskonto

So funktioniert die Kontoeröffnung bei Interactive Brokers

Die Registrierung beim Broker funktioniert sehr einfach und schnell in nur drei Schritten, wie Interactive Brokers erklärt:

  1. Antrag stellen
  2. Einzahlung tätigen
  3. Handeln

Etwas mehr steckt aber schon dahinter. Der Antrag ist in nur wenigen Minuten ausgefüllt. Hier musst du Informationen wie E-Mail-Adresse, Benutzername, ein selbstgewähltes Passwort und dein Wohnsitzland angeben.

Anschließend werden persönliche Daten erfragt, darunter der vollständige Name, Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum und Steueridentifikationsnummer. Aber auch Angaben zur Identifikation, zum Beschäftigungsverhältnis und zur Vermögensquelle sind erforderlich. Über die angegebene Telefonnummer findet schließlich auch die Verifizierung statt.

Interactive Brokers Anmeldung

Demokonto für Einsteiger und erfahrene Trader

Wer Einsteiger und sich noch unsicher bzgl. seiner Fähigkeiten ist, der sollte nicht direkt mit einem Live-Konto starten, sondern sein Wissen zunächst im kostenlosen Demokonto von Interactive Brokers erweitern. Dort kannst du auch die GlobalTrader Plattform und die Funktionsweise des Marktes kennenlernen, ohne ein finanzielles Risiko eingehen zu müssen.

Das gilt aber nicht nur für Anfänger, sondern auch für erfahrene Trader, die neue Strategien zunächst risikolos testen und optimieren möchten. Das Demokonto ist mit einem virtuellen Guthaben in Höhe von 1 Mio. Euro ausgestattet. Einen Nachteil hat das Ganze aber, denn Performance-Charts sind im kostenlosen Probemodus nicht erhältlich.

Ein- und Auszahlung bei Interactive Brokers

Nachdem du die Registrierung abgeschlossen hast, kann es fast schon mit dem Handel anfangen. “Fast”, weil natürlich zunächst noch Kapital auf dein Trading-Konto eingezahlt werden muss. Welche Möglichkeiten dir dafür zur Verfügung stehen, wie die Ein- und Auszahlung funktioniert und ob es eine Mindesteinzahlung gibt, erfährst du im Folgenden.

Diese Zahlungsmethoden bietet der Broker

Die verfügbaren Zahlungsmethoden unterscheiden sich je nach Währung. Für Trader, die ihren Wohnsitz im Euro-Raum haben, sind Überweisungen und SEPA-Lastschriften die bevorzugte Methode. Kreditkarten auf der anderen Seite werden eher selten akzeptiert. Damit steht Interactive Brokers, zumindest was die Zahlungsmethoden angeht, hinter einigen anderen Anbietern.

Einzahlung Anleitung

Nachdem du die Anmeldung abgeschlossen und dein Konto eröffnet hast, kannst du ganz einfach dein Bankkonto als Referenzkonto festlegen und von diesem aus das Geld auf dein Trading-Konto überweisen. Innerhalb von ein bis drei Werktagen sollte dieses verfügbar sein und schon kannst du mit dem Handeln starten.

Wie hoch ist die Mindesteinzahlung?

Anders als einige andere Broker wie zum Beispiel Thunder Markets, wo die Mindesteinzahlung bei satten 500 Euro liegt, gibt es bei Interactive Brokers keine Mindesteinlage.

Nachschusspflicht oder Negativsaldoschutz?

Europäische Broker dürfen bei Kleinanlegerkonten keine Nachschusspflicht mehr erheben. Das gilt seit der Produktintervention der BaFin. Das bedeutet, als privater Trader handelst du bei Interactive Brokers mit einem Negativsaldoschutz und haftest also nur in Höhe deiner Einlagen, selbst wenn Verluste höher ausfallen.

Gebühren und Kosten im Überblick

Und nun zu dem Punkt, der für die meisten Händler vermutlich eine maßgebende Rolle spielt: die Gebühren beim Trading mit Interactive Brokers. Wie schon erwähnt, profitieren Kunden von niedrigen Provisionen und Marginsätzen, die bis zu 49% niedriger als der Branchenwettbewerb sind. Darüber hinaus gibt es keine Inaktivitätsgebühren, hohe Zinserträge und eine optimierte Aktienrendite. Aber jetzt nochmal zu den Provisionen, denn diese unterscheiden sich je nach Anlageklasse:

  • Aktien und ETFs: Provisionen gibt es entweder gestaffelt – zwischen 0,0005 und 0,0035 USD pro Stück, mindestens aber 0,35 USD pro Order – oder zum Festpreis von 0,0005 USD pro Stück, mindestens aber 1 USD pro Order. Hinzu kommen regulatorische Gebühren und beim gestaffelten Preis Börsengebühren, Clearing-Gebühren und Pass-Through-Gebühren. Es gibt aber auch eine Auswahl an provisionsfreien ETFs. Westeuropäische Aktien auf der anderen Seite kosten 3 € pro Trade, ohne zusätzliche Spreads, Mindesteinlagen oder Plattformgebühren.
  • Optionen: Hier unterscheidet sich der Preis je nach Börse. In den USA ist die Provision gestaffelt und beträgt zwischen 0,15 und 0,65 USD je Kontrakt, mindestens aber 1 USD. Dazu kommen Börsengebühren, Clearing-Gebühren, regulatorische Gebühren und Transaktionsgebühren.Bei NANOS-Optionen an der CBOE-Börse betragen die Gebühren 0,065 USD je Kontrakt und in Kanada sind die Gebühren ebenfalls gestaffelt von 1 bis 1,25 CAD je Kontrakt, mindestens aber 1,50 CAD je Order. In Mexiko zu guter Letzt gibt es einen Festpreis je nach Kontraktart, der zwischen 20 und 40 MXN pro Kontrakt liegt.
  • Futures: Der Preis für den Handel von Futures unterscheidet sich je nach Börse und Währung. Er liegt gestaffelt zwischen 0,20 und 0,65 Euro pro Kontrakt und als Festpreis bei 0,65 Euro pro Kontrakt. Hinzu kommen Börsen- und regulatorische Gebühren und bei der gestaffelten Preisgestaltung noch Overnight-Provisionsgebühren.
  • Spot-Währungen: Hier betragen die Gebühren 0,06 bis 0,20 Basispunkte multipliziert mit dem Handelsvolumen pro Order. Die Spreads liegen bei 0,1 Pip.
  • Anleihen: Bei Anleihen betragen die Gebühren 10 Basispunkte multipliziert mit dem Nennwert pro Order.
  • Investmentfonds: Die Gebühren für Investmentfonds liegen bei 3% des Handelsvolumens und bis zu 14,95 USD pro Transaktion. Es gibt aber auch Fonds ohne Transaktionsgebühren.

Wie handhabt Interactive Brokers das Thema Steuern?

Wer durch den Wertpapierhandel Einkünfte hat, der muss natürlich auch Steuern zahlen. In Deutschland allerdings erst, sobald der Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro als Alleinstehender oder 2.000 Euro als Ehegatten überschritten wird. Unter diesem Betrag musst du also keine Angaben beim Finanzamt machen.

Übersteigen deine Gewinne diesen Betrag, dann erstens: Herzlichen Glückwunsch! Und zweitens: Du darfst Steuern zahlen. Während die meisten in Deutschland ansässigen Broker diese Aufgabe für ihre Kunden übernehmen, gibt es bei Interactive Brokers keine automatische Abführung der Steuer. Das heißt, du musst dich selbst um die Meldung beim Finanzamt und die Zahlung der fälligen Steuern kümmern. Dafür musst du deiner Steuererklärung das Formular KAP beifügen.

Support im Test – Wie zuverlässig und kompetent ist der Service?

Wer Fragen oder Probleme hat, dem stehen, neben einem umfangreichen FAQ-Bereich, verschiedene Möglichkeiten offen, mit dem Kundenservice von Interactive Brokers in Kontakt zu treten. Darunter telefonisch oder im Live-Chat.

Es gibt zwar auch eine E-Mail-Adresse. Allerdings werden Kunden dazu angehalten, Probleme oder Anfragen zu Passwörter, Sicherheitsgurten und der Kontoanmeldung ausschließlich per Telefon zu stellen, da zunächst die Identität des Kunden verifiziert werden muss.

Adresse:20 Fenchurch Street, Floor 23,London EC3M 3BY
Telefon:00800 42 276537 (Mo-Fr 9 bis 18 Uhr)
Live-Chat:Ja, Mo-Fr rund um die Uhr
E-Mail:Ja
Interactive Brokers FAQ Bereich

Weiterbildungsangebot im Blick

Unter dem Reiter “Lerncenter” finden Kunden Video-Tutorials und einen Trader-Kalender. Die Video-Tutorials helfen bei der Einarbeitung in alle Funktionen der Trader Workstation sowie Trading-Tools, aber auch bei der Kontoverwaltung. Die Videos dauern in der Regel jeweils zwischen 3 und 7 Minuten und erklären den jeweiligen Sachverhalt ausführlich, aber gleichzeitig kurz und verständlich.

Fazit: Großes Angebot und transparente Konditionen

Was dem Broker definitiv zugute zu halten ist, ist die breite Palette an Anlageklassen, von Anleihen über Rohstoffe bis hin zu CFDs. Und auch die Auswahl an Kontotypen ist größer als bei vielen anderen Brokern. Außerdem profitieren Kunden von leistungsstarken Plattformen und einer hohen Transparenz, was die Gebühren und Kosten angeht.

Doch es gibt auch den ein oder anderen Punkt, an dem der Broker noch arbeiten kann. Das ist zum einen der Kundensupport, der in einigen Erfahrungsberichten kritisiert wird. Zum anderen fallen die Gebühren bei Tradern, die hohe Beträge handeln, ziemlich happig aus. Alles in allem handelt es sich bei Interactive Brokers aber grundsätzlich um einen sicheren und seriösen Broker.

Meist gestellte Fragen:

Für wen lohnt sich Interactive Brokers?

Interactive Brokers lohnt sich grundsätzlich für jeden Trading-Interessierten. Vom Einsteiger bis zum erfahrenen Trader. Dafür spricht zum einen die Auswahl an verschiedenen Kontomodellen, vom Einzelkonto bis zum Geschäftskonto. Zum anderen bietet der Broker ein umfassendes Angebot an Video-Tutorials, mit denen selbst die Grundlagen zu lernen sind.

Ist Interactive Brokers seriös?

Der Broker hat ein großes Angebot an Instrumenten und kann eine mehrfache Regulierung nachweisen, darunter beispielsweise durch die FCA. Die Kosten und Gebühren werden transparent kommuniziert und das Geld der Kunden wird sicher verwahrt. Entsprechend handelt es sich um einen sicheren und seriösen Broker.

Wie sicher ist mein Geld bei Interactive Brokers?

Einige der Wertpapierpositionen hält der Broker beim US-Unternehmen Interactive Brokers LLC. Diese werden durch die SIPS bis zu einer maximalen Summe von 500.000 USD geschützt.

Wie viele Kunden hat Interactive Brokers?

Interactive Brokers gehört zu den größten Anbietern im Trading-Bereich und bietet nicht nur eine große Auswahl an Instrumenten, sondern auch transparente Gebühren. Damit konnte der Broker nicht nur zahlreiche Auszeichnungen, sondern mittlerweile auch 2,4 Mio. Kunden für sich gewinnen.

Ist Interactive Brokers steuereinfach?

Anders als die meisten in Deutschland ansässigen Broker führt Interactive Brokers die anfallenden Steuern für seine Kunden nicht automatisch ab. Stattdessen musst du dich als Kunde bei Interactive Brokers selbst um die Meldung beim Finanzamt und die Zahlung der Steuern kümmern.

Ist Interactive Brokers ein Deutscher Broker?

Nein, Interactive Brokers ist kein Deutscher Broker und der Anbieter betreibt auch keine Niederlassung in Deutschland. Der Broker wurde in Amerika gegründet.

Alex Abate
Alex Abate ist spezialisiert im Bereich Trading und selbstständige Texterin. Sie bringt bereits jahrelange Erfahrung im Wertpapierhandel und der Anlage mit und ist für die Beurteilung sowie den Test verschiedener Broker auf dem Markt zuständig.
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