Was versteht man unter dem Begriff Slippage im Trading? Definition & Erklärung

Unter dem Begriff „Slippage“ im Trading versteht man, wenn eine Order zu einem Kurs ausgeführt wird, der nicht mit dem Kurs übereinstimmt, der zum Zeitpunkt des Auftrags gegolten hat. Dabei handelt es sich in der Regel um einen kurzfristig eingetretenen Vorfall. Der Markt bewegt sich gegenläufig und der Kurs verändert sich innerhalb des Zeitraums, bis der Broker seinen Auftrag ausgeführt hat. „Slippage“ kann immer wieder passieren. Grund dafür sind hautsächlich zwei Ursachen. Diese schauen wir uns nun genauer an.

Slippage im Trading – Definition 

Der Begriff Slippage bedeutet ins Deutsche übersetzt „Schwund“ und gibt genau wieder, was beim Slippage passiert. Denn der Trader verliert bei diesem Vorgang an Kapital. Gerade deshalb ist das Thema Slippage ein wichtiger Aspekt für Trader, mit dem sie sich immer wieder auseinandersetzen müssen. Zwar gehört das Slippage – also der Fall, wenn eine Order zu einem Kurs ausgeführt wird, der nicht mit dem Kurs übereinstimmt, der zum Zeitpunkt des Auftrags gegolten hat – nicht zum Alltagsgeschäft der Trader, kann aber immer wieder vorkommen. Für Trader ist das Slippage in der Regel nur dann von Nachteil, wenn es deren Gewinne schmälert und im schlimmsten Fall zu Verlusten führt. 

Zwei Gründe, warum Slippage im Trading entsteht? 

  • Hohe Volatilität des Marktes: Kommt es zu einer plötzlichen Bewegung des Kurses, während eine Stop-Order aufgegeben wurde, kann der Kauf nicht mehr rechtzeitig abgeschlossen werden, sodass die Order nicht zu dem festgelegten Kurs erfolgt
  • Kurslücke am Markt: Entsteht immer dann, wenn sich der Markt gravierend nach oben oder unten bewegt und in Ruhephasen nur wenig bis keine Verkäufe stattfinden.

Beispiel für ein Slippage im Trading

Am besten versteht man das Slippage im Trading an einem Beispiel. Dieses wollen wir uns nun einmal zusammen genauer anschauen:

  • Sie wollen eine Währung im Verhältnis zu einer anderen Währung handeln und stellen Ihre Order beispielsweise zu einem Kurs von 1,37 ein. 
  • Die Order wird vom Broker ins Orderbuch aufgenommen.
  • Im selben Moment kommt es aber zum Slippage und der Kurs beläuft sich plötzlich auf 1,57.
  • Die Order wird nun selbstverständlich für den neuen Kurs ausgeführt.
  • Die Differenz zwischen dem alten Kurs von 1,37 zu dem neuen Kurs in Höhe von 1,57 schwindet Ihren Gewinn, sie bezeichnet man als Slippage

Welche Vor- und Nachteile sind mit dem Slippage im Trading verbunden?

Slippage im Trading ist allerdings nicht nur mit Nachteilen für Trader verbunden. Es kann auch Vorteile bieten. So kann die Slippage sich auch positiv für den Trader auswirken, wenn der Kurs wie im Beispiel genannt plötzlich besser ausfällt als der alte. Die Slippage führt dann dazu, dass der Trader plötzlich mehr Geld in der anderen Währung erhält, als dies vorher der Fall gewesen wäre. Für Trader ist Slippage immer dann schlecht, wenn die Order zu einem schlechteren Kurs ausgeführt wird. Um diesem Nachteil zu entgehen, sollten Trader daher vorher prüfen, ob ein garantierter Stop nicht lukrativer ist. Sollte es beim Kauf zu einer Slippage kommen, garantiert der garantierte Stop, dass die Order zu dem Kurs ausgeführt wird, der festgelegt wurde. 

Slipping im Zusammenhang mit Liquidität

Für Trader kann Slippage im Trading ganz schnell viel Geld kosten. Gerade wer keine Stop Order in Auftrag gegeben hat, muss plötzlich verkraften, dass die Order nicht zum gewünschten Kurs, sondern zu einem deutlich schlechteren ausgeführt wird. Der Trader verliert Geld mit seiner Order und dabei handelt es sich in der Regel nicht nur um kleinere Summen. Der Handel an Volatilen Märkten, also solchen Märkten, an denen hohe Kursschwankungen und Handelsvolumen herrschen, sollte daher vermieden werden. Zur weiteren Vorkehrungsmaßnahme kann auch darauf geachtet werden, dass die Marktliquidität vorhanden ist. 

Wie kann man Slippage im Trading vermeiden?

Wer möchte schon als Trader Geld verlieren. Ziel ist es doch für jeden, Gewinne einzufahren. Umso eher möchte man daher dem Slippage im Trading entgehen. Daher ist es besonders wichtig den Markt, an dem gehandelt werden soll, genauer zu überprüfen. Märkte mit hoher Volatilität sollten auf jeden Fall vermieden werden, da sie die größte Gefahr für Slipping im Trading darstellen. Weiterhin sollten nur Märkte in Frage kommen, die über eine ausreichende Liquidität verfügen. An solchen Märkten kann zu guten Kursen gehandelt werden.

Ein weiterer Faktor zur Vermeidung von Slipping kann auch die Wahl des Brokers sein. Denn auch sie sind in der Regel so eingestellt, dass sie die größtmöglichen Gewinne für sich selbst einfahren möchten. Aus diesem Grund gilt es hier immer die Konditionen des Brokers genau abzuwägen und mit anderen Brokern am Markt zu vergleichen. 

Fassen wir noch einmal kurz zusammen, wie man Slippage im Trading vermeiden kann:

  • Überprüfung des Marktes an dem gehandelt wird.
  • Dabei gilt: Finger weg von volatilen Märkten
  • Es sollten nur Märkte mit einer guten Liquidität in Frage kommen

Fazit

Slipping im Trading kann am Markt ganz einfach entstehen und jeden Trader treffen. Die Auswirkungen können gering sein, aber auch sehr schnell mit hohen Verlusten für den Trader enden. Deshalb sollte man vorab versuchen, dem Slipping im Trading aus dem Weg zu gehen. Dies kann man vor allem durch genaue Marktüberprüfung tun. Märkte mit hoher Volatilität sind tabu, nur liquide Märkte dürfen für den Trader in Frage kommen. Aber auch die Wahl des Brokers kann entscheidend sein, um Slipping zu vermeiden.

Überprüfen Sie genau, welche Konditionen Ihr Broker Ihnen anbietet und vergleichen Sie diese mit den Konditionen anderer Anbieter. Weichen seine Konditionen gravierend von anderen Brokern ab, ist hier etwas faul. Denn bedenken Sie immer, auch ein Broker ist auf die eigene Gewinnerzielung aus, deshalb wird er kaum etwas verschenken wollen!

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