Was sind eigentlich die Unterschiede zwischen Futures und CFDs? Sowohl CFDs als auch Futures sind Finanzinstrumente, mit denen Trader auf steigende oder fallende Kurse von beispielsweise Aktien, Indizes oder Rohstoffen spekulieren. Es gibt jedoch auch einiges, was die beiden Produkte voneinander trennt und wobei man aufpassen muss. Wir zeigen Ihnen hier alle Informationen zu den Instrumenten. Jetzt mehr erfahren!
Nachfolgend die wichtigsten Unterschiede von CFDs und Futures in der Übersicht:
| Eigenschaft: | CFDs: | Futures: |
|---|---|---|
| Laufzeit: | Keine Laufzeitbegrenzung (außer bei CFDs auf Futures) | Feste Verfallstermine des Kontraktes |
| Handelsgrößen: | Keine standardisierten Handelsgrößen (abhängig vom Broker) – Kleinere Positionen als im Future möglich | Standardisierte Kontraktgrößen |
| Handelsplatz: | Außerbörslich (OTC) | Eigentum des Vermögenswerts |
| Eigentum des Vermögenswertes: | Kein Eigentum des Basiswertes – Nur Eigentum des Kontraktes | Kein Eigentum des Basiswertes – Nur Eigentum des Kontraktes |
| Spreads: | Ja und Nein (abhängig vom Broker) | Nein |
| Hebel: | Möglich bis 1:500 oder mehr (Maximal 1:30 unter EU Regulierung) | Um die 1:400 (Abhängig der Margin Rates) |
| Mindesteinzahlung: | Ab 0€ (abhängig vom Broker) | 500€ bis 10.000€ – Abhängig vom Broker |
| Seriosität: | Hohe Seriosität bei regulierten Brokern. Betrug möglicherweise bei Offshore und unregulierten Brokern. | Hohe Seriosität, da es ein reguliertes Handelsprodukt ist. Unseriös, wenn der Broker zu hohe Gebühren verlangt. |
Was sind die Unterschiede zwischen CFD und Futures im Detail?
Die größten Unterschiede zwischen CFDs vs. Futures sind die Laufzeit, die Handelsgrößen und die Handelsplätze. Hier erklären wir Ihnen genauer, wie man die beiden Trading-Produkte am besten unterscheidet.

1. Laufzeit / Verfallstermin
Ein gravierender Unterschied zwischen Termingeschäften mit Futures sowie Differenzkontrakten besteht darin, dass CFDs keine Laufzeitbegrenzung haben, Futures hingegen schon. Dort gibt es nämlich einen Verfallstermin, zu dem der entsprechende Kontrakt fällig wird.
Das wiederum führt dazu, dass es bei Futures eine Art Zeitdruck gibt, dass sich der Basiswert bis zum Verfallstermin möglichst in die aus Sicht des Traders richtige Richtung entwickelt haben sollte. Bei Differenzkontrakten existiert dieser zeitliche Druck nicht. Stattdessen müssen Trader eine gewisse Margin (Sicherheitsleistung) vorhalten.
2. Handelsgrößen
Ein weiterer Unterschied zwischen CFDs und Futures besteht darin, dass es standardisierte Handelsgrößen bei Futures gibt. Dabei handelt es sich um sogenannte Lots. Im Gegensatz dazu gibt es bei CFDs in der Form keine Standards, denn Trader können auch lediglich einen Differenzkontrakt handeln. Nach oben hin ist die Grenze faktisch hoffen.
3. Handelsplatz
Futures und CFDs unterscheiden sich auch dahingehend, wo die entsprechenden Derivate gehandelt werden können. Der Handel von Futures findet ausschließlich an den regulierten Terminbörsen statt. CFDs hingegen sind außerbörsliche Transaktionen, die ausschließlich zwischen dem Trader und dem jeweiligen CFD Broker stattfinden. Eine Börse ist daher in dem Fall nicht eingeschaltet.
4. Eigentum des Vermögenswertes
Beim Handel mit Futures verpflichten sich Trader, den entsprechenden Vermögenswert tatsächlich zu liefern. Das bedeutet, dass der jeweils Berechtigte die Waren oder sonstigen Vermögenswerte empfängt und Eigentümer wird.
Sollte bei den Futures also tatsächlich eine Abwicklung stattfinden, gibt es auch ein Eigentum am entsprechenden Vermögenswert. Bei CFDs ist das nicht so, denn dort werden bekanntlich nur Differenzen gehandelt und nicht die jeweiligen Basiswerte, sodass auch kein Eigentum entstehen kann.
5. Hebel bei Futures und CFDs
Fernab der Tatsache, dass es sich sowohl bei CFDs als auch bei Futures um Derivate handelt und diese bestens zur Spekulation auf fallende Kurse sowie steigende Preise des Basiswertes geeignet sind, gibt es noch eine weitere Gemeinsamkeit. Diese besteht darin, dass in beiden Fällen ein Hebel genutzt werden kann. Das bedeutet, dass sich sowohl bei Differenzkontrakten als Futures eventuelle Gewinne, aber leider auch Verluste, potenzieren.

Die wichtigsten Eigenschaften mit den entsprechenden Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen CFDs und Futures haben wir in unserer nachfolgenden Tabelle noch einmal zusammengefasst.
| Eigenschaft | CFD | Future |
|---|---|---|
| Assets | Breite Auswahl | Gute Auswahl |
| Laufzeit | Unbegrenzt | Verfallstermin |
| Handelsplatz | Außerbörslich über Broker | Terminbörse |
| Handelsgröße | Ab 1 CFD | Standardisierte Lots |
| Hebel | Ja | Ja |
| Risiko | Hoch | Hoch |
| Mögliche Gewinne | Groß | Groß |
| Reguliertes Finanzprodukt | Nein | ja |
CFD vs. Futures: Welche Gemeinsamkeiten gibt es?
Zu den wichtigsten Gemeinsamkeiten von CFDs vs. Futures gehört, dass es sich bei beiden Instrumenten um Derivate, also Ableitungen von einem Basiswert, handelt. Anstatt diesen direkt zu kaufen, wird lediglich mit einer Gegenseite, z. B. dem Broker, auf eine Kursentwicklung spekuliert. In beiden Fällen, das ist die größte Gemeinsamkeit von CFDs und Futures, können die Trader auf steigende und fallende Kurse setzen.
Gemeinsamkeiten von CFDs vs. Futures im Überblick
- Beides Derivate (Ableitung von einem Basiswert)
- Man kann auf steigende und fallende Kurse setzen
- Einsatz von Hebeln möglich
- Hohe Risiken, aber auch Gewinnchancen
- Für kurzfristige Trading-Strategien geeignet
Zudem ist es möglich, das Handelsvolumen mit einem Hebel zu erhöhen. Dabei wird dem Trader Fremdkapital durch den Broker zugeschossen und es muss nur eine Sicherheitseinlage hinterlassen werden. Unter diesen Voraussetzungen und auch mit Blick auf die Gebühren sind CFDs und Futures eher für kurzfristige Strategien wie Daytrading oder Scalping geeignet.
Sind Futures oder CFDs seriöser zu traden?
Beide Produkte, also Futures und CFDs, sind abhängig vom Anbieter seriöse Finanzprodukte. Das Problem bei CFDs (Differenzkontrakten) ist es, dass es viele betrügerische Online Broker ohne Lizenz gibt, die CFDs nutzen, um Kunden abzuzocken. Futures dürfen und können nur von regulierten Anbietern angeboten werden, was Futures zu einem sehr seriösen Finanzprodukt macht.
Futures und CFDs sind seriöse Finanzprodukte, wählen Sie aber unbedingt einen Broker mit einer strengen Regulierung wie in Europa, Australien oder Großbritannien.
CFDs vs. Futures: Was sind Vor- und Nachteile?
Das sind die Vor- und Nachteile der jeweiligen Finanzinstrumente:
Vorteile von CFDs
- Zugang zu zahlreichen Märkten
- Handel mit Hebeln
- Aussicht auf hohe Gewinne in kurzer Zeit
- Abbildung des Basiswertes 1:1
- Geringer Kapitaleinsatz
- Auf fallende oder steigende Kurse spekulieren
- Keine Laufzeitbegrenzung
Nachteile von CFDs
- Hohes Risiko von Verlusten bis zum Totalverlust
- Gewinne müssen versteuert werden (Abgeltungssteuer)
- Finanzierungskosten bei über Nacht offenen Positionen
Vorteile von Futures
- Mit Hebelwirkung handeln
- Zahlreiche Märkte werden abgebildet
- Absicherung bestehender Positionen
- Keine zusätzlichen Finanzierungskosten
- Reguliertes Finanzprodukt
Nachteile von Futures
- Gewinne müssen versteuert werden
- Hohes Verlustrisiko (auch durch Hebel)
- Relativ komplexes Finanzprodukt
- Es gibt einen festen Verfallstermin
Insgesamt sind CFDs im Vergleich zu Futures sicherlich etwas flexibler. Das ist zum Beispiel darauf zurückzuführen, dass es bei den Differenzkontrakten keinen Verfallstermin gibt. Darüber hinaus müssen Trader hier keine Mindestgröße handeln, sondern können bereits mit geringsten Summen starten.
Bei Futures hingegen gibt es feste Größen, die sogenannten Lots. Für Futures spricht, dass dort keine zusätzlichen Finanzierungskosten anfallen, wie es bei CFDs der Fall ist, wenn Trader eine Position über Nacht offen halten. Allerdings ist beim Handel mit Futures ein gewisses Fachwissen erforderlich.
Für die meisten Trader, insbesondere für Anfänger, sind CFDs in der Summe besser geeignet als Futures. Der Grund ist der einfache Handel, das leicht verständliche Produkt und dass es bei den Differenzkontrakten keinen Zeitdruck gibt, wie es bei Futures der Fall ist.
Wann sollte man CFDs, wann Futures zum Traden nehmen? Unsere Tipps
CFDs sollte man vor allem am Anfang seiner Trading-Karriere nehmen, da diese Instrumente etwas einfacher aufgebaut sind und somit weniger Risiko in sich tragen. Futures sind dagegen viel komplexer und man sollte bereits etwas Wissen aufgebaut haben, um sie zu nutzen. Beide Instrumente haben klare Vorteile und es empfiehlt sich, vor dem echten Handel in Demokonten kostenlos zu üben.
Warum sagen viele Futures-Trader, dass CFDs ein Betrug sind?
Viele Futures-Trader sagen, dass CFDs ein Betrug sind, weil diese Derivate unseriösen Brokern tatsächlich viele Möglichkeiten bieten, um zu manipulieren. Da es sich um kein echtes Börsentrading handelt, kann theoretisch jeder eine Broker-Seite eröffnen und eine solche Wette anbieten. So keine Lizenz besteht, sollte man unserer Erfahrung nach die Finger von solchen Anbietern lassen. Wir raten dazu, nur regulierte und geprüfte CFD-Broker wie in unseren Vergleichen zu wählen.
Auch allgemein kritisieren Futures-Trader oft, dass die CFDs nicht am echten Markt gehandelt werden. Hinzukommen eventuell schlechte Erfahrungen mit dem Handel selbst, z. B. durch den Einsatz von zu hohen Hebeln oder einer unregulierten Preisstellung. Diese kann schließlich vom echten Markt abweichen. Gerade der Spread kann hier einen erheblichen Unterschied zwischen CFDs vs. Futures machen.
Unser Urteil: Durch die offizielle Regulierung ist es bei den Futures natürlich viel unwahrscheinlicher, dass es sich um Betrug handelt. Dennoch sind CFDs nicht per se unseriös oder schlecht. Wer einen guten CFD-Broker wählt, kann sicher und erfolgreich mit den Produkten handeln, insbesondere, wenn man ohne großen Aufwand mit kleinen Konten auf sonst schwierig zu verwendende Märkte setzen will. Der OTC-Charakter der CFDs ist aber prinzipiell kein Zeichen für Betrug. Die Kombination aus hohem Hebel, intransparentem Broker-Modell und unerfahrenen Tradern ist eher der Grund für das negative Urteil durch Futures-Trader.
Fazit – Was ist besser: CFDs oder Futures?
Wer einen etwas längeren Horizont hat, der fährt in der Regel mit CFDs besser, weil es keine Laufzeitbegrenzung gibt. Vorteilhaft sind Differenzkontrakte sicherlich auch für Trader, die möglichst wenig Kapital einsetzen und nicht bestimmte Mindestgrößen handeln möchten. Ein Vorteil von Futures ist dagegen sicherlich, dass diese an regulierten Börsen gehandelt werden. Dadurch ist insgesamt etwas mehr Sicherheit gegeben.
Zudem lassen sich über Differenzkontrakte noch mehr Märkte abbilden, als es mit Futures der Fall ist. Wer sich hingegen sehr gut an den Märkten auskennt und auch die Futures in ihrer Komplexität versteht, für den können Derivate nicht selten eine gute Wahl sein.
Unterm Strich bewerten wir als Experten im Vergleich CFDs vs. Futures beide Produkte als prinzipiell seriös. So man entsprechend geprüfte Broker verwendet, braucht man sich keine Sorgen darum zu machen, ob es sich um Betrug handelt. Wichtig ist aber, dass die Instrumente verstanden und auf Basis einer tiefgreifenden Analyse eingesetzt werden. In unserer Trading-Ausbildung legen wir daher besonderen Wert darauf, unseren Schülern die Grundlagen der technischen Herangehensweise zu vermitteln.
FAQ – Häufig gestellte Fragen:
Was sind Futures?
Bei Futures handelt es sich um einen Derivatkontrakt, der den Kauf oder Verkauf eines bestimmten Basiswerts zu einem festgelegten Termin in der Zukunft und zu einem festgelegten Preis vorsieht. Futures werden ausschließlich an Terminbörsen gehandelt. Wenn Trader Futures handeln möchten, müssen sie ein Konto bei einem Broker mit Zugang zu Terminbörsen eröffnen.
Sind CFDs besser als Futures?
Sowohl CFDs als auch Futures bieten eine gute Möglichkeit, mit einer Vielzahl von Basiswerten zu handeln, darunter Aktien, Devisen, Indizes, Rohstoffe, Anleihen und mehr. CFDs sind im Allgemeinen jedoch oft etwas „flexibler“ Futures, unter anderem weil sie einen wesentlich geringeren Einsatz an Eigenkapital benötigen.
Was sind Future CFDs?
Ein Future CFD ist ein Differenzkontrakt, der einen Future (z. B. DAX) als Basiswert hat. Anstatt den Futurekontrakt direkt zu kaufen und so an der Kursentwicklung des Basiswerts zu partizipieren, spekulieren Trader mit einem Future CFD also auf die Wertentwicklung des Futures selbst.
Was sind die Hauptunterschiede zwischen CFDs und Futures?
CFDs haben keine Laufzeitbegrenzung, während Futures einen festgelegten Verfallstermin haben. Futures werden an Terminbörsen gehandelt, während CFDs außerbörsliche Transaktionen sind. Bei Futures gibt es standardisierte Handelsgrößen, während CFDs flexibler sind.
Wann genau eignen sich Futures zum Traden?
Futures eignen sich zum Traden, wenn man einen direkten Zugang zu liquiden Märkten mit hoher Transparenz, Kostenkontrolle und Regulierung sucht. Meist nutzen professionelle Händler und erfahrene Daytrader das Produkt, um mit kurzfristigen Strategien Gewinne zu erzielen. Vorteilhaft ist dabei, dass sich die Finanzen effizient nutzen lassen, weil Margin-Trades zulässig sind.
Wann genau sollte man CFDs zum Traden wählen?
CFDs eignen sich zum Traden gut für Anfänger, weil die Instrumente einfacher zu verstehen und zu platzieren sind. Nahezu jeder klassische Online Broker bietet so einen niedrigschwelligen Zugang zu den CFDs. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass über Nacht Gebühren (Swaps) anfallen. Diese machen die CFDs für eine Langzeitstrategie ungeeignet. Die Derivate sind daher eher für Daytrading, Scalping und kurzfristiges Swing Trading gedacht. Letzteres wird wie bei den Futures dadurch gewährleistet, dass man in steigende und fallende Kurse investieren kann.