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Die wesentliche Aufgabe des von Welles Wilder im Jahre 1978 entwickelten Average Directional Movement Index Indikators, kurz ADX, besteht darin, die Trendstärke eines Marktes zu messen. Wichtig zu wissen ist, dass der Average Directional Movement Index dabei nur die Trendstärke und nicht die Trendrichtung angibt.

Alles Wichtige zum Average Directional Movement Index

  • Welles Wilder entwickelte den Indikator im Jahre 1978
  • Der ADX wird zur Messung der Trendstärke genutzt
  • Durch Ergänzung der DI-Linien können ebenfalls Trendrichtungen bestimmt werden
  • Anwendbar in verschiedenen Märkten und Zeitrahmen, kombinierbar mit anderen Indikatoren

Ein steigender Average Directional Movement Index lässt zum Beispiel die Vermutung zu, dass es eine stärkere Trendphase gibt, während bei einem fallenden ADX von fehlenden Richtungsbewegungen auszugehen ist. Der Average Directional Movement Index gründet auf der Idee, die entsprechenden Hoch- und Tiefstkurse eines Tages mit denen weiterer Tage zu vergleichen.

Da mit dem ADX allerdings keine Trendrichtung angegeben werden kann, wird zusätzlich meistens mit so genannten +DI- und -DI-Linien gearbeitet.

Average Directional Movement Index Wilder: Was sind die Vor- und Nachteile?

Der Average Directional Movement Index als Indikator hat eine Reihe von Vorteilen, so dass er nicht nur sehr bekannt ist, sondern ebenso von vielen Tradern in Anspruch genommen wird. Dem stehen einige wenige Nachteile gegenüber. In der Übersicht finden sich die wichtigsten Vor- und Nachteile:

Vorteile

  • Trendstärke wird unabhängig von der Trendrichtung gemessen
  • An sämtlichen Märkten einsetzbar
  • Mit vielen Indikatoren kombinierbar
  • Zuverlässige Aussage zur Trendstärke
  • Durch Ergänzung mit DMI auch Aussage zur Trendrichtung möglich
  • Grundlage für Handelsentscheidungen
  • Vielseitig einsetzbar, beispielsweise im Hinblick auf unterschiedliche Perioden

Nachteile

  • Keine Aussage zur Trendrichtung
  • ADX ist vergleichsweise langsam, weil er auf einem Moving Average beruht
  • Durch die Kreuzungen von +DI und -DI gibt es vergleichsweise häufig Fehlsignale
  • Kombination mit weiteren Indikator notwendig
  • Relativ komplizierte Berechnung des ADX Indikators

Eine große Stärke des Average Directional Movement Index besteht darin, dass er ein so genannter ungerichteter Indikator ist. Das bedeutet, dass er die Stärke eines Trends messen kann, vollkommen unabhängig davon, ob die Kurse des Basiswertes steigen oder fallen. Dementsprechend handelt es sich um einen sehr leistungsstarken Indikator, wenn es um die Identifizierung der Trendstärke geht.

Darüber hinaus gilt der ADX als vielseitig einsetzbar. Das bedeutet, dass er nicht nur bei verschiedenen Perioden genutzt werden kann, sondern auch bei unzähligen Finanzinstrumenten. Er ist dementsprechend an allen Märkten anzuwenden und darüber hinaus mit vielen anderen Indikatoren kompatibel und kombinierbar.

Eine Hauptschwäche besteht dagegen beim ADX darin, dass er nichts zur Trendrichtung aussagen kann. Dieses Manko lässt sich allerdings leicht beheben, indem nämlich die zuvor bereits angesprochenen DI Linien hinzugezogen werden.

Allerdings bleibt ein Nachteil bestehen, nämlich dass es sich um einen nachlaufenden Indikator handelt, so dass Signale verzögert gegeben werden. Darüber hinaus ist die Berechnung nicht einfach, was für manche Trader ebenfalls als Nachteil anzusehen ist.

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Interpretation & Trading Signale mit dem Average Directional Movement Index Indikator

Wie Sie erfahren haben, wird der ADX Indikator in der Regel durch die +DI und -DI Linien erweitert, um neben dem Vorhandensein eines Trends auch dessen Richtung ausmachen zu können. Allerdings stellt sich noch die Frage, woran Trader überhaupt erkennen, wann es einen Trend gibt und wann nicht. Für diesen Zweck ist der einfache ADX vollkommen ausreichend. Seine Werte liegen dabei standardmäßig zwischen 0 und 100.

Die Grundlage für die Interpretation ist dabei sehr einfach: Je höher die ADX Linie steigt, desto stärker ist der Trend. Das drückt sich entsprechend in den ADX Werten aus, so dass sich diesbezüglich die folgende, gängige Aufschlüsselung ergibt:

  • ADX 0 bis 25: Kein oder sehr schwacher Trend
  • ADX 25 bis 50: Starker Trend
  • ADX 50 bis 75: Sehr starker Trend
  • ADX 75 bis 100: Extrem starker Trend

Die Übergänge sind generell eher fließend. Bei einem Wert von 51 ist so zwar ein Trend vorhanden, dieser muss aber nicht sehr stark sein. Wichtig zu beachten ist ferner, dass zunächst eine Ausrichtung des ADX mit seiner Linie nach oben erfolgen muss, bevor diese ansteigt.

Anders ausgedrückt: Der Average Directional Movement Index Indikator ist bereits positiv, obwohl die Linie einen Wert von 25 noch nicht überstiegen hat. Somit handelt es sich um ein relativ frühes Signal, auch wenn der ADX im Allgemeinen etwas verzögert reagiert.

Handelssignale beim Average Directional Movement Index Indikator

Auf Basis der Interpretation und den entsprechenden Werten, die der Average Directional Movement Index liefert, lassen sich die vorhandenen Handelsaktivitäten bestimmen. Es gibt zusammengefasst einige Handelssignale, die sich ableiten lassen. In der Übersicht sind das die folgenden:

  • ADX Wert steigt sowohl in einem deutlichen Aufwärts- als auch in einem Abwärtsmarkt
  • Der ADX signalisiert einen Trendmarkt, wenn er oberhalb von 25 liegt
  • Keine Handelsaktivitäten, sollte sich der Wert des ADX unter 25 bzw. 20 befinden
  • Ein deutliches Handelssignal ist ein ADX-Wert von mindestens 50, denn dieses signalisiert einen starken Trend
  • Bewegt sich die ADX-Linie nach unten, deutet das auf einen schwachen Trend hin und könnte ein Signal für eine bevorstehende Gegenbewegung sein
  • +DI liegt oberhalb -DI sowie ADX-Wert von mehr als 25 → Starker bullischer Trend → Kaufsignal
  • +DI liegt unterhalb von -DI sowie ADX von über 25 – Starker bärischer Trend → Verkaufssignal
  • Kreuzung zwischen +DI und -DI sowie ADX-Wert unter 25 bzw. 20 → Trendloser Markt → kein Signal

Wie lautet die Formel zur Berechnung des Average Directional Movement Index Indikators?

Für die Berechnung des Average Directional Movement Index Indikators werden oft die bereits zuvor angesprochenen zwei Richtungsindikatoren (+DI und -DI) mit einbezogen. Diese wurden übrigens ebenso von Welles Wilder entwickelt. Aus diesem Grund besteht die Berechnung des ADX dann aus mehreren Schritten.

Der erste Schritt besteht darin, den DMI Indikator zu ermitteln. Das passiert auf Grundlage der folgenden Formel:

+DM = Aktuelles Hoch – Vorheriges Hoch

-DM = Vorheriges Tief – Aktuelles Tief

Im nächsten Schritt müssen Sie sich dann zwischen dem +DM und dem -DM entscheiden. Diese Entscheidung basiert darauf, dass Sie den Indikator mit dem höheren Wert selektieren. Im nächsten Schritt geht es um die Berechnung der True Range, der wahren Reichweite. Dazu stehen mehrere Methoden zur Auswahl, nämlich:

Aktueller Höchstwert – Aktueller Tiefstwert

Aktuelles Tief – Vorheriger Schlusskurs

Aktueller Höchststand – Vorheriger Schlusskurs

Anschließend wird die Berechnung der geglätteten 14-Perioden-Durchschnittswerte der True Range (TR) sowie der +DM und -DM Indikatoren vorgenommen, und zwar auf Grundlage der folgenden Berechnungsformeln:

Erste 14TR = Summe der ersten 14TR Messwerte

Nächste 14TR = Erste 14TR – (vorherige 14TR/14) + aktuelle TR

Im nächsten Schritt berechnen Sie nun zum einen die +DI und zum anderen die -DI Werte wie folgt:

+DI = (Geglättetes +DM / ATR) x 100

-DI = (Geglättetes -DM / ATR) x 100

Somit ist es nun möglich, den Directional Movement Index (DMI) zu ermitteln, und zwar durch die folgende Berechnungsformel:

DX = ( | +DI – -DI | / | +DI + -DI | ) x 100

Nun geht es noch darum, den Average Directional Movement Index zu berechnen. Dazu ist es erforderlich, dass Sie die Summe sämtlicher 14 Perioden von DX durch 14 dividieren. Für die anderen 13 nutzen Sie dann die nachfolgende Formel:

ADX = (Vorheriger ADX x 13) + Aktueller ADX) / 14

Anwendungsmöglichkeiten & Trading mit dem Average Directional Movement Index Indikator

Für die Anwendung des Average Directional Movement Index Indikators ist es von elementarer Bedeutung, dass Trader wissen, dass der ADX seine Werte vollkommen unabhängig von der Trendrichtung anzeigt. Er misst lediglich die Trendstärke, und zwar sowohl bei Aufwärts- als auch bei Abwärtstrends.

Trotzdem macht die Anwendung in vielen Fällen Sinn, denn aus einer Trendstärke lässt sich oft anhand der Kursbewegung ableiten, ob es sich um einen starken Aufwärts- oder Abwärtstrend handeln könnte.

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Was sind geeignete Märkte für den Average Directional Movement Index Indikator?

Wie wir zu Beginn bereits kurz angesprochen haben, können Sie den Average Directional Movement Index an sämtlichen Märkten nutzen. Das bedeutet, dass zum Beispiel die folgenden Märkte existieren, an denen Sie den Average Directional Movement Index zur Bestimmung der Trendstärke und unter Hinzunahme der DI Linien ebenso zur Kennzeichnung der Trendrichtung nutzen können:

  • Aktien
  • Devisen
  • CFDs
  • Kryptowährungen

Strategie mit dem Average Directional Movement Index am Beispiel erklärt

Besonders gerne werden Strategien mit dem ADX genutzt, bei denen auch die angesprochenen DI Linien in Anspruch genommen werden. Dann lässt sich anhand der Strategie nämlich nicht nur die Trendstärke messen, sondern ebenfalls eine Aussage zur Trendrichtung entnehmen.

Darüber hinaus liefern die zwei Linien Einstiegssignale, falls ein Kreuzen zu erkennen ist. Darauf basierend kann eine mögliche Strategie so aussehen, dass Trader eine Long-Position eröffnen, sollte die +DI Linie unterhalb der -DI Linie liegen und anschließend diese von unten nach oben schneiden.

Die gleiche Strategie kann ebenso in die andere Richtung verwendet werden, also wann sich das Eröffnen einer Short-Position anbietet bzw. ein Verkauf sinnvoll ist. Das wäre unter der Voraussetzung der Fall, dass sich die -DI Linie oberhalb der +DI Linie bewegt, diese jedoch von oben nach unten durchbohrt.

DMI Indikator Erklärung

Der DMI Indikator (Directional Movement Index) besteht aus zwei Linien, nämlich der +DI- und der -DI. Diese werden im Rahmen des Average Directional Movement Index häufig genutzt, damit eben zusätzlich auch eine Aussage über die Trendrichtung gemacht werden kann. Darauf basierend ergibt sich aus diesen Linien die folgende Schlussfolgerung:

  • +DI liegt oberhalb der -DI Linie → Marktbewegung nach oben → Aufwärtstrend
  • +DI liegt unterhalb der -DI Linie → Marktbewegung nach unten → Abwärtstrend
Ergänzung der DI-Linien
Die DI Linien sind nicht zwangsläufig Teil des Average Directional Movement Index, werden allerdings von vielen Experten als Ergänzung genutzt, weil dann neben der Trendstärke auch eine Aussage zur Trendrichtung möglich ist.

ADX vs. DMI im Vergleich

Der Zweck der DMI-Linien ist es, eine Trendrichtung herauszufinden. Befindet sich die DI+ über der DI-, so liegt eine bullische Situation nahe – und andersherum. Oftmals werden sehr konkret die Crossover-, also Kreuzungspunkte für den Einstieg und Ausstieg bei einer Trendumkehr genutzt.

Wozu brauchen wir dann aber nun auch noch den ADX, wenn die DMI-Linien bereits den Trend inklusive der Richtung angeben? Der Vorteil am ADX ist, dass dieser Indikator der Richtung noch die Trendstärke hinzufügt. Somit ist die Kombination ideal, um sich ein ganzheitliches Bild von der aktuellen Situation am Markt zu machen.

ADXDMI
Gibt die Trendstärke anZeigt die Trendrichtung an
Fokussiert auf die VolatilitätBesteht aus zwei Linien
Macht keine Aussage zur RichtungMacht keine Aussage zur Trendstärke

Sowohl der DMI als auch der ADX haben für sich gesehen große Schwächen: Beim ADX ist es das Fehlen der Trendrichtung und beim DMI das Vernachlässigen der Trendstärke. Generell empfehlen wir Tradern in diesem Fall, immer auf beide Indikatoren gleichzeitig zurückzugreifen. Um etwas präziser zu werden, ist eine zusätzliche Verwendung des MACD sinnvoll.

Parameter & Einstellungsmöglichkeiten

Beim Average Directional Movement Index Indikator gibt es vor allem eine Einstellungsmöglichkeit, die von Relevanz ist. Das ist die Zeiteinheit, die Trader wählen können. Diese beeinflusst sowohl die Qualität als auch die Quantität der vom ADX gegebenen Handelssignale. Die Standardeinstellung liegt normalerweise bei 14 Perioden.

Das bedeutet, dass für diesen Zeitraum gemessen wird, ob die Trendstärke im Hinblick auf den Kurs des Basiswertes ab- oder zugenommen hat. Alternativ können Sie jedoch ebenso andere Perioden wählen, die sich für gewöhnlich zwischen 7 und 34 Perioden bewegen. Ebenfalls einstellen können Sie häufig innerhalb der Charts die Farbe der DI Linien, die dargestellt werden.

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Average Directional Movement Index Indikator in die Software einfügen

Als sehr bekannter Indikator ist der ADX in fast jeder größeren Handelssoftwares verfügbar. Das trifft insbesondere auf die folgenden Handelssysteme zu:

  • MetaTrader 4
  • MetaTrader 5
  • TradingView

Wenn Sie den ADX zum Beispiel innerhalb des MetaTrader in einen Chart hinzufügen möchten, klicken Sie einfach der Reihe nach die folgenden Auswahlmöglichkeiten an:

  • Einfügen
  • Indikatoren
  • Trend
  • Average Directional Movement Index
  • Hinzufügen bestätigen

Divergenzen beim Average Directional Movement Index Indikator

Grundsätzlich kann es beim ADX durchaus Divergenzen geben. Dabei handelt es sich um eine Situation am Markt, bei der sich einerseits eine Trendfortsetzung zeigt, der ADX jedoch damit startet, eine Bewegung in die entgegengesetzte Richtung zu vollziehen. Er folgt dementsprechend nicht mehr seiner bisherigen Form, was eine Divergenz darstellt.

Diese wiederum könnte ein Anzeichen dafür sein, dass sich der bisherige Trend drehen könnte. Allerdings sind auch andere Interpretationen oder Folgeentwicklungen möglich, nämlich:

  • Konsolidierung
  • Rückzug
  • Fortsetzung des Trends
  • Korrektur

Kombinationsmöglichkeiten des Average Directional Movement Index mit anderen Indikatoren

Zu den Stärken des Average Directional Movement Index zählt, dass er leicht mit anderen Indikatoren kombiniert werden kann. Das ist zum Beispiel mit dem Moving Average Convergence/Divergence (MACD) möglich und wird auch in der Praxis häufig so genutzt. Beim MACD handelt sich ebenfalls um einen Trendfolgeindikator, so dass sich ein stärkeres Signal ergibt, wenn sowohl ADX als auch MACD die gleiche Aussage treffen.

Ein Vorteil des MACD darin, dass Ersterer auch die Trendrichtung sowie eine mögliche Trendumkehr erkennen kann. In der Kombination heißt das, dass zum Beispiel der MACD eine Trendumkehr anzeigt und durch den ADX gemessen wird, ob sich dies in Form der Trendstärke verifizieren lässt.

Sollte der MACD zum Beispiel den Nullwert übersteigen und der ADX auf der anderen Seite unterhalb von 25 liegen sowie ein Überschreiten der -DI Linie durch die +DI Linie zu erkennen sein, wäre das ein gutes Kaufsignal.

Weitere Alternativen zum Average Directional Movement Index Indikator

Eine mögliche Alternative zum Average Directional Movement Index Indikator ist der MACD. Dieser misst als Momentum Indikator ebenfalls die Trendstärke. Er hat sogar gegenüber dem ADX noch den Vorteil, dass er zusätzlich die Trendrichtung angibt. Darüber hinaus schafft es der MACD genauso wie der ADX, für Trader entsprechende Kauf- oder Verkaufssignale anzuzeigen.

Fazit: Trading mit dem Average Directional Movement Index Indikator

Den Average Directional Movement Index Indikator gibt es mittlerweile seit über 40 Jahren. In der Praxis wird er in seiner einfachen Form nahezu ausschließlich verwendet, um Trendstärken zu messen. In Ergänzung mit den DI Linien ist es ferner möglich, eine Aussage zur Richtung zu treffen.

Sehr gut ablesen lässt sich anhand der Werte des ADX, wie es mit der Trendstärke bestellt ist. Darüber hinaus zählt es zu den Vorteilen des ADX, dass er an allen Märkten einsetzbar und mit vielen Indikatoren kombinierbar ist. Er gilt zudem als flexibel und in den Einstellungen lassen sich unterschiedliche Zeiträume selektieren, auch abweichend von der Standardeinstellung mit 14 Perioden.

Ein negativer Aspekt am ADX ist, dass er mitunter verzögerte Signale liefert und immer mit einem zweiten Indikator kombiniert werden muss. Als Schwäche kann ebenfalls angesehen werden, dass keine möglichen Trendumkehrungen (zuverlässig) angezeigt werden. Eine Ergänzung durch DMI-Linien und den MACD ist sehr zu empfehlen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Average Directional Movement Index:

Was misst der Average Directional Movement Index?

Der ADX alleine misst ausschließlich die Stärke eines Trends, allerdings unabhängig von dessen Richtung. Da dies in den meisten Fällen zu wenig ist, findet oftmals eine Implementierung der so genannten +DI und -DI Linien statt. Dadurch ist es möglich, dass auch eine Aussage zur Trendrichtung gemacht werden kann.

Was sind die drei Linien des Average Directional Movement Index Indikators?

Der Direction Movement Index, der ebenfalls von Welles Wilder entwickelt wurde, besteht aus drei Linien. Dabei handelt es sich zum einen um die ADX Linie, die PDI Linie und zum anderen um die NDI Linie. Dabei steht das „P“ für positiv und das „N“ für negativ. Während die ADX Linie die Trendstärke anzeigt, machen die zwei anderen Linien als Richtungsindikatoren eine Aussage dazu, ob es sich um einen Auf- oder Abwärtstrend handelt.

Wie ist der ADX zu interpretieren?

Relativ eindeutige Werte beim ADX liegen alle bei mindestens 25 und höher. Je höher der ADX Wert ist, desto stärker fällt der Trend aus und umso wahrscheinlicher ist es, dass dieser anhalten wird. Trader spekulieren dann auf eine Fortsetzung dieses Trends.

Welche Vorteile hat der Average Directional Movement Index Indikator?

Der Average Directional Movement Index Indikator hat mehrere Vorteile. Einer davon ist, dass er an zahlreichen Märkten eingesetzt werden kann. Darüber hinaus ist er leicht interpretierbar und gibt im Hinblick auf die Stärke eines Trends relativ zuverlässige Aussagen. Zudem kann er mit anderen Indikatoren kombiniert werden.

Welche Schwächen hat der Average Directional Movement Index Indikator?

Eine wesentliche Schwäche besteht beim Average Directional Movement Index Indikator darin, dass dieser ausschließlich etwas zur Trendstärke sagt, nicht jedoch zur Trendrichtung oder gar zu einer möglichen Trendumkehr. Um jedoch auch Details zur möglichen Richtung eines Trends zu haben, wird dem ADX in der Regel der DMI in Form seiner zwei Linien hinzugefügt. Ebenfalls zu den Schwächen des ADX gehört, dass es sich um einen nachfolgenden Indikator handelt.

Was ist die beste Handelsstrategie für den Average Directional Movement Index?

Eine einfache und zugleich effektive Strategie ist es, immer dann eine Order am Markt zu platzieren, sollten sich die +DI und die -DI Linie kreuzen. Dabei sollte der ADX oberhalb von 25 liegen und somit einen starken Trend signalisieren. Es ist immer sinnvoll, weitere Indikatoren hinzuzunehmen, um die Aussagen zu bestätigen.

Oliver Schoch
Oliver Schoch ist gelernter Bankkaufmann und er hat sich 2008 als Finanz-Journalist selbstständig gemacht. Seitdem verfasst er in Vollzeit als Freiberufler nahezu ausnahmslos Beiträge zu Finanz- und Wirtschaftsthemen wie Börse, Trading, Geldanlage, Vermögensaufbau, Versicherungen und Finanzierungen. Zu seinem Repertoire zählen u.a. Ratgeber, Fachtexte, News, Blogbeiträge und eBooks auf Trading.de. Er ist experte für CFDs sowie Optionen und Technische Analyse.
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