Wie werden Forex Gewinne versteuert? – Steuern im Devisenhandel

INHALTSÜBERSICHT

Es gibt viele Leute, die danach suchen, wie Forex Händler ihre Steuern zahlen. Hier ist es erwähnenswert, dass, wie bei jeder Art von Geschäft oder Beschäftigung, eine der wichtigsten Überlegungen beim Devisenhandel die Besteuerung ist. Bei dieser Art der Handelstätigkeit müssen die Marktteilnehmer keine Einkommens- oder Lohnsteuer zahlen. Stattdessen sollten Händler die sogenannte Kapitalertragssteuer entrichten.

Hier ist anzumerken, dass diese Steuerart auf der positiven Differenz zwischen dem Verkaufspreis eines bestimmten Vermögenswerts und seinem ursprünglichen Preis festgesetzt wird. Der tatsächliche Steuersatz auf Forex Gewinne variiert von Land zu Land. Einige Nationen haben günstigere Steuergesetze für Händler als andere.

National unterschiedliche Steuern auf Forex Gewinne

In den Vereinigten Staaten haben Forex-Händler beispielsweise zwei Möglichkeiten, Steuern auf den Handel zu melden und zu zahlen. Sie können diese Arten von Einkünften unter Section 988 und Section 1256 einreichen. Nun hat jede von ihnen ihre eigenen Vor- und Nachteile, wobei der effektive Steuersatz zwischen 15 % und 37 % liegt.

Wenn die Händler im Vereinigten Königreich Forex auf Spread-Betting-Konten handeln, müssen sie keine Kapitalertragssteuern zahlen. Einziger Wermutstropfen dabei ist, dass sie für ihre Verluste auch keine Steuervorteile erzielen können. Es gibt auch mehrere Länder ohne Kapitalertragssteuer, was sie zu einem attraktiven Wohnort für Devisenhändler macht.

Hier zahlen Sie keinerlei Steuern auf Gewinne aus dem Forex Trading:

Schweiz

Dieses Land hat eine niedrige Kriminalitätsrate von 21,68 von 100 %, wobei alle Gebiete als niedrig oder sehr niedrig eingestuft werden. Positiv ist auch das Gesundheitssystem mit einer hohen Bewertung von 74,02. Am wichtigsten für Forex Händler ist, dass die Breitbandgeschwindigkeit der Schweiz mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 222 Mbit / s sehr schnell ist.

Obwohl die Schweiz ziemlich hohe Lebenshaltungskosten hat – es kostet ungefähr 3500 Schweizer Franken (3883 $) für eine einzelne Person, hier zu leben, was es zum viert-teuersten Land macht.

Was den Forex-Handel betrifft, so hat die Schweiz strenge lokale Vorschriften, die Händler schützen können. Der Handel in diesem Land wird von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) reguliert – Broker müssen von der FINMA zugelassen sein, um in der Schweiz tätig zu werden.

Neuseeland

Ein Hauptgrund dafür, dass Neuseeland auf dem zweiten Platz liegt, ist seine Breitbandgeschwindigkeit! Dieses Land arbeitet mit durchschnittlich 264,16 Mbit / s.

Der Devisenhandel hier wird von der Finanzmarktaufsicht (FMA) reguliert – Vorschriften werden eingeführt, um Händler zu schützen und Vertrauen zu schaffen. Die FMA stellt sicher, dass Broker alle durchgesetzten strengen Richtlinien befolgen. Bei Nichtbeachtung der Vorschriften kann die FMA Bewilligungen entziehen und aufheben, Bußgelder und andere Strafen verhängen. 

Eine Voraussetzung für den Handel in Neuseeland ist, dass nur von der FMA zugelassene Broker eingesetzt werden dürfen – diese sind für ihre Sicherheit bekannt. Der einzige „Nachteil“ des Handels in Neuseeland ist, dass der Schutz vor negativem Saldo nicht obligatorisch ist.

Neuseeland liegt auf dieser Liste bei den Lebenshaltungskosten im Mittelfeld – es kostet etwa 3696 neuseeländische Dollar (2657 £) pro Monat für eine alleinstehende Person, dort zu leben.

Belgien

Der Devisenhandel in Belgien wird von der Financial Services and Markets Authority (FSMA) reguliert, die Teil der European Securities and Markets Authority (ESMA) ist. Die ESMA legt alle Vorschriften und Regeln fest, und die lokalen EU-Aufsichtsbehörden müssen sie anwenden. Weitere Vorteile des Handels hier sind die Möglichkeit für hohe Hebelwirkungen für professionelle Händler. 

Ein Nachteil des Handels hier ist, dass Sie ein professioneller Händler sein müssen, um profitabel mit Devisen zu handeln, außerdem sind die standardmäßigen EU-Kundenschutzmaßnahmen für professionelle Händler nicht obligatorisch, was bedeutet, dass einige Broker ihnen den Schutz vor negativen Salden entziehen.

Das Leben in Belgien steht am unteren Ende dieser Liste. Es kostet etwa 1571 € (1818 $) pro Monat, um dort zu leben. Das belgische Gesundheitssystem wird mit beeindruckenden 75,27 bewertet – damit belegt es den zweiten Platz aller Länder für das Gesundheitswesen. Auch die Work-Life-Balance in Belgien scheint gut zu sein, mit einem breiten Angebot an Touristen- und Freizeitattraktionen im ganzen Land.

Die Kriminalitätsrate in Belgien wird offiziell mit 45,06 bewertet, indes gibt es eine schwer kalkulierbare Dunkelziffer. Die Kriminalität hat in bestimmten Bereichen in den letzten drei Jahren extrem zugenommen.

Steuern im Forex Trading erklärt

Händler müssen Steuern auf Kapitalgewinne beim Forex Handel zahlen, wenn sie ein bestimmtes Devisenpaar zu einem höheren Preis als den ursprünglichen Anschaffungskosten verkaufen. Es versteht sich von selbst, dass Trader für jene Trades, bei denen sie keine Profite verdient haben, keine Steuern zahlen müssen. Die genaue Methodik und Höhe der Kapitalertragsteuer hängt vom jeweiligen Land ab. Hier ist der maximale Kapitalertragssteuersatz für natürliche Personen in einigen Ländern:

  • Vereinigte Staaten – 37 %
  • China – 20 %
  • Deutschland – 25 %
  • Griechenland – 15 %
  • Japan – 20,315 %
  • Russland – 13 %
  • Vereinigtes Königreich – 20 %
  • Schweiz – 0 %
  • Schweden – 30 %
  • Spanien – 23 %

Es gibt mehrere Dinge zu beachten. Erstens haben viele Länder, einschließlich Russland, keinen separaten Steuersatz für Kapitalgewinne. Stattdessen werden diese Gewinne mit dem gleichen Satz wie die persönliche Einkommensteuer besteuert.

Die zweite wichtige Sache, die hier erwähnt werden muss, ist die Tatsache, dass die oben angegebenen Steuersätze die maximalen Kapitalertragssteuersätze darstellen. In vielen Ländern kann der effektive Steuersatz für diese Einkommensarten viel niedriger sein, abhängig vom jährlichen Gesamteinkommen einer Person sowie von anderen Umständen.

Grundlagen der Kapitalertragsteuer

Wie kann man also die Höhe der Kapitalertragssteuer berechnen, die Devisenhändler an ihre Regierungen zahlen sollten? Nun, die genaue Berechnung des zu zahlenden Kapitalertragssteuerbetrags besteht aus zwei Schritten.

Das Erste, was Händler tun müssen, ist das sogenannte „steuerpflichtige Einkommen“ zu berechnen. Im Falle des Forex Handels ist dies die Auszahlung, die nach dem Abschluss jedes gewinnbringenden Trades verdient wird. 

In unserem Beispiel hat der Forex Händler 502 Pips gewonnen. Jetzt bedeutet die Investition von 1.000 USD bei einem Hebel von 1:100, dass die Größe der Position 100.000 USD beträgt, was 1 Standardlot entspricht. 

Zum Zeitpunkt des Handelsschlusses wäre diese Position etwa 105.020 USD wert. In diesem Fall erhält das Brokerunternehmen sein Darlehen zurück und dem Händler verbleiben 1.000 Dollar Einsatz plus 5.020 USD Gewinn.

Bei einem Marktteilnehmer, der 1.000 USD in diesen Handel investiert hat, beträgt die Höhe der Auszahlung für diese Transaktion 1.000 plus 5.020 USD. Wenn also beispielsweise eine Person in einem Land lebt, in dem die Kapitalertragssteuer auf 15 % festgelegt ist, muss ein Händler 5.020 USD x 0,15 zahlen, was 753 USD entspricht. Nach Zahlung dieses Betrags an die Regierung kann der Händler die verbleibenden 4,267 USD als sein Nettoeinkommen behalten.

In der BRD würden dem Händler 25 % vom Gewinn abgezogen, sodass 5.020 minus 1,255 gleich 3.765 USD verbleiben.

Schließlich ist es erwähnenswert, dass Trader nicht zahlreiche komplexe Steuerberechnungen durchführen müssen, nachdem sie jeden einzelnen gewinnbringenden Trade geschlossen haben. Stattdessen stellt die Brokergesellschaft am Ende des Steuerjahres ein Dokument aus, das den Gesamtbetrag der Gewinne oder Verluste für das Jahr zeigt. Folglich können die Marktteilnehmer diese Zahl für die Abgabe ihrer Steuererklärungen verwenden.

Steuern auf Devisenhandel in verschiedenen Ländern zahlen

Es versteht sich von selbst, dass die Steuergesetzgebung jedes Landes einen eigenen Ansatz für die Besteuerung von Auszahlungen hat, die durch den Devisenhandel verdient werden. 

Im Vereinigten Königreich liegt der steuerfreie Betrag für Kapitalerträge im Jahr 2020 bei 12.300 Pfund Sterling. Das bedeutet, dass bei einem jährlichen Gesamtbetrag der Kapitalerträge von 12.300 Pfund oder weniger keine Steuern in dieser Kategorie zu zahlen sind.

Für alles, was diesen Betrag übersteigt, kann der Steuersatz zwischen 10 % und 20 % liegen, abhängig vom jährlichen Gesamteinkommen des Steuerpflichtigen. In Anbetracht der Tatsache, dass die ersten 12.300 Pfund steuerfrei sind, beträgt die maximale effektive Kapitalertragssteuer für Händler normalerweise deutlich weniger als 20 %.

Eine Sache, die das Vereinigte Königreich zu einem attraktiven Ort für Forex Händler macht, ist der Fakt, dass die Einnahmen aus Spread-Betting-Plattformen frei von jeglicher Kapitalertragssteuer sind. 

Heutzutage bieten viele Brokerunternehmen in Großbritannien ihren Kunden die Möglichkeit, Forex auf Spread-Betting-Plattformen zu handeln. Dies scheint für Händler von Vorteil zu sein, da sie auf diese Arten von Einnahmen keinerlei Steuern zahlen müssen.

In der Schweiz gibt es keine Kapitalertragssteuer. Tatsache ist jedoch, dass Personen, die als „gewerbliche Gewerbetreibende“ gelten, den gleichen Prozentsatz an Steuern zahlen müssen wie andere Selbständige.

Händler können dies jedoch vermeiden, indem sie jedes Wertpapier oder jede Forex Position 6 Monate oder länger halten oder ein niedriges Handelsvolumen aufrechterhalten, wobei die Verkaufserlöse weniger als 500 % des Kapitals ausmachen. 

Schließlich können auch Händler, deren realisierte Kapitalgewinne weniger als 50 % ihres Jahreseinkommens ausmachen, den Status eines „professionellen Händlers“ vermeiden.

In Kanada zahlen Händler auf 50 % ihrer gesamten Kapitalgewinne denselben Satz wie ihre Einkommenssteuer. Diese Steuersenkung gilt jedoch hauptsächlich für Nebenerwerbshändler. Die hauptberuflichen Gewerbetreibenden, deren Haupteinkommen aus Veräußerungsgewinnen stammt, müssen die Einkommensteuersätze für den gesamten Jahresertrag zahlen.

Steuertipps für Forex-Händler – Wichtige Erkenntnisse

In vielen Ländern müssen die Forex Händler die Kapitalertragssteuer auf ihre Nettoeinnahmen aus dem Handel zahlen. Anstatt jeden erfolgreichen Trade einzeln zu bezahlen, sollten Trader beim Ausfüllen ihrer Steuererklärung den jährlichen Gesamtbetrag angeben. Diese Informationen werden normalerweise von der Brokerfirma bereitgestellt.

In den Vereinigten Staaten können Händler wählen, ob sie ihre Handelseinnahmen unter Abschnitt 988 oder 1258 einreichen möchten. 

  • Im Fall von Abschnitt 988 werden diese Einkünfte mit dem gleichen Satz besteuert wie die Steuerklasse der Einzelperson, die von 0 % bis 37 % reicht. 
  • Mit Abschnitt 1258 werden 60 % der Einkünfte mit einem festen Steuersatz von 15 % besteuert, während die restlichen 40 % als gewöhnliches Einkommen besteuert werden.

Abschnitt 988 ist möglicherweise für Händler vorzuziehen, die häufig Verluste erleiden oder in der Steuerklasse von 10 % oder 12 % liegen. Für Händler, die beständige Auszahlungen verdienen und in Steuerklassen von 22 % oder höher sind, könnte Abschnitt 1258 eine attraktivere Option sein.

FAQ: Steuerliche Behandlung von Forex Kapitalerträgen

Müssen Sie in Deutschland Steuern auf Forex Gewinne zahlen, die höher sind als in anderen Ländern?

Die Kapitalertragssteuersätze für Forex Händler scheinen in der BRD ziemlich hoch zu sein. Tatsächlich gibt es jedoch Länder, die wesentlich höhere Steuersätze haben.

  • In Dänemark beispielsweise liegt die Kapitalertragssteuer zwischen 27 % und 42 %, abhängig vom jährlichen Gesamteinkommen der Person. 
  • In Schweden beträgt die Kapitalertragssteuer 30 %, während der Steuersatz in Irland seit 2012 für diese Einkommensarten 33 % beträgt.

Warum gibt es in einigen Ländern keine Kapitalertragssteuer?

Es gibt einige Länder auf der Welt, darunter Neuseeland, Georgien und die Ukraine, die keine Kapitalertragssteuer für den Handel mit Aktien, Rohstoffen oder Währungspaaren erheben. Einer der offensichtlichsten Gründe für diese Politik besteht darin, diese Länder für internationale Händler und Investoren attraktiver zu machen.

Tatsache ist, dass es eine beträchtliche Anzahl von Personen gibt, die den größten Teil ihres Einkommens durch Investitionen oder Handel verdienen. Folglich könnten einige von ihnen in Betracht ziehen, in Länder zu ziehen, in denen es keine Kapitalertragssteuer gibt, und langfristig eine Menge Geld sparen.

Warum ist Spread Betting im Vereinigten Königreich von der Kapitalertragssteuer befreit?

Das Spread-Wetten ist im Wesentlichen das einzige Produkt, das sowohl von der Kapitalertrags- als auch von der Stempelsteuer im Rahmen der Devisenhandelssteuer im Vereinigten Königreich sowie in Irland befreit ist. Der Grund dafür ist, dass Spread Betting im britischen Steuerrecht im Wesentlichen genauso behandelt wird wie Wetten auf Pferderennen, Sport und andere ähnliche Aktivitäten.

Tatsache ist, dass Gewerbetreibende ihren steuerfreien Status aufrechterhalten können, solange sie andere Einkommensquellen haben, die für ihren Lebensunterhalt ausreichen. Wenn das Spread-Wetten hingegen die einzige Einnahmequelle für Händler ist, besteht die Gefahr, dass er oder sie von den britischen Steuerbehörden als „professioneller Glücksspieler“ bezeichnet wird. In diesem Fall wird der Gewerbetreibende mit dem gleichen Steuersatz wie andere Selbständige besteuert.

Wie genau erfolgt die Besteuerung von Forex Gewinnen in Deutschland?

Wie bereits erwähnt, sind Sie als Deutscher mit Sitz in der BRD zum Abführen von 25 % Kapitalertragssteuer verpflichtet. Diese wird in der BRD Abgeltungssteuer genannt und auf 2 Arten erhoben.

Sie agieren mit einem EU-Broker mit Niederlassung in der BRD?

In dem Fall können oder müssen Sie überhaupt nichts machen, da Ihr Forex Broker oder Ihre Bank fällige Steuern einbehält und abführt. Sie können sich dem nicht entziehen, beide Institutionen arbeiten als Erfüllungsgehilfen für das Finanzamt.

Ihnen bleibt lediglich der Vermerk in der entsprechenden Anlage zur Einkommensteuererklärung, respektive der Hinweis auf Versteuerung über Broker oder Bank.

Einen minimalen Freibetrag von 802 Euro pro Person und Jahr wird Ihnen die Bank bei der Versteuerung einbehalten und überlassen. In der BRD wird zwar zwischen gewerblichen und privaten Händlern bei der Leverage unterschieden, hinsichtlich der Versteuerung sind jedoch alle Akteure gleich.

Arbeiten Sie mit einem ausländischen Broker zusammen, obliegt Ihnen allein die Angabe und Versteuerung der Forex Gewinne.

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