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Beim Daytrading mit Aktien investieren die Händler ihr Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt und verkaufen dann innerhalb eines Handelstages mit Gewinn. Um den Profit dabei zu steigern, werden in der Regel Hebel eingesetzt, die innerhalb der EU bei etwa 1:5 liegen. In diesem Artikel zeigen wir dir, ob und wie Aktien Daytrading durchgeführt werden kann und was du dabei beachten solltest. Erfahre Schritt für Schritt, wie du dich bei einem Broker anmeldest, das richtige Startkapital wählst und die Aktien gründlich analysierst. Zudem geben wir dir praktische Tipps, um die besten Aktien im Tageshandel zu finden. Lerne jetzt mehr über Daytrading mit Aktien und finde etwas über die Vorteile unseres Plattform-Favoriten Capital.com heraus!

Alles Wichtige zum Aktien Daytrading

  • Aktien Daytrading = Aktien/CFDs binnen eines Handelstages kaufen + verkaufen
  • Geeignete Werte: hohes Volumen (>1 Mio. Aktien/Tag), Volatilität (ATR > 2 %), enge Spreads — z. B. Tesla, Nvidia, Apple
  • Mit welchem Startkapital anfangen: ohne Hebel ab 10.000 €, mit CFD-Hebel ab ~2.000 €
  • Wichtigster Faktor: Risikomanagement mit Stop-Loss, max. 1 % Risiko pro Trade
  • Häufigste Fehler: zu viele Trades, kein Trading-Tagebuch, Strategie ohne Backtest
  • Auf deine Gewinne fallen 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an

Wie funktioniert das Daytrading mit Aktien? Schritt für Schritt

Daytrading mit Aktien funktioniert ganz einfach, indem du dich bei einem Broker anmeldest, dir eine Handelsplattform auswählst, potenziell stark volatile Aktien ermittelst und diese dann innerhalb eines Tages handelst. Dabei verwendest du Hilfsmittel wie Hebel und Limit-Orders. Nachdem du die Position auflöst, nimmst du im besten Fall Profit mit und musst bei einem Wohnsitz in Deutschland Steuern darauf bezahlen.

So Aktien Daytrading in 13 Schritten:

  1. Broker wählen: Unsere Empfehlung für das Aktien Daytrading ist Capital.com
  2. Handelsplattform aussuchen: Mit dem MT5 handelst du Aktienwerte strategisch
  3. Aktien auswählen: Finde besten Aktien fürs Daytrading per Aktienscreener
  4. Analyse der ausgewählten Aktien: Analysiere Aktienwerte direkt im Chart
  5. Daytrading Strategie festlegen und anwenden: Setze deinen Kurs
  6. Demokonto nutzen: Erprobe das Aktien Daytrading risikofrei
  7. Aktien oder Aktien-CFDs: Was ist besser zum Daytrading?
  8. Automatisierter Handel oder manuell traden: Handel im MT5 manuell oder algorithmisch
  9. Kapitaleinsatz festlegen: Investiere nur das Kapital, das du auch verlieren kannst
  10. Hebel wählen: Einsatz bei Aktien-Daytrading potenzieren
  11. Stop Loss und Take Profit setzen: Sicherheitsschranken für Risikomanagement
  12. Orderausführung: Kaufe und verkaufe deinen ersten Daytrading Aktienwert
  13. Steuern: Zahle Steuern auf deinen Gewinn

1. Daytrading Aktien Broker wählen

Bei uns beginnt das Aktien Daytrading natürlich immer mit der Auswahl des richtigen Brokers. Er ist der wichtigste Partner bei diesem Vorhaben und sollte daher seriös sein. Zudem muss er ausreichend Aktien im Angebot haben: Für Aktien Daytrading sollte der Broker mindestens 1.000 Aktien aus DAX, Nasdaq und NYSE im Sortiment führen. Diese müssen dabei zu fairen Konditionen und mit einer hohen Ausführungsgeschwindigkeit gehandelt werden können. Wir bevorzugen eine Ausführungsgeschwindigkeit von mindestens 100 ms.

Unserer Erfahrung nach sind die folgenden 6 Punkte bei der Suche nach Daytrading Brokern für Aktien essentiell:

  1. Trading-Plattform
  2. Schnelligkeit der Orderausführung
  3. Handelsinstrumente
  4. Gebühren / Konditionen
  5. Demokonto
  6. Kundenservice

Besonders wichtig ist es aus unserer Erfahrung heraus, bei der Brokerwahl auf die Gebühren zu achten. Da du täglich mehrere Orders erteilst, fallen gerade Kommissionen häufig an und müssen entsprechend niedrig liegen, um profitabel handeln zu können. Wir tendieren daher oft zu einem Anbieter, der Kontomodelle ohne Kommissionen offeriert. Neben möglichst geringen Gebühren ist eine gute und intuitiv bedienbare Handelsplattform wichtig. Sie ist Teil des Risikomanagements und unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter im Funktionsumfang. Im Folgenden stellen wir dir unsere Favoriten bei den Daytrading Brokern vor:

Broker:
Vorteile:
Bewertung:
Das Angebot:
Broker:
1. Capital.com
capital.com Logo
Vorteile:
  • Sehr nutzerfreundliche Plattform
  • Großes Angebot an 5.000+ CFDs auf Anlageklassen
  • 24/7 Deutscher-Kundenservice
  • Konkurrenzfähige Spreads
  • 0% Provision (andere Gebühren fallen an)
  • TradingView, MT4 & mehr
  • Vielfältiges Weiterbildungsprogramm
Bewertung:
12345
5.0 / 5
Das Angebot:
Jetzt anmelden (Risikohinweis: 78,48% der CFD Konten verlieren Geld)
Broker:
2. Pepperstone
Pepperstone Logo
Vorteile:
  • Reguliert in Deutschland (BaFin)
  • Spreads ab 0,0 Pips
  • TradingView Anbindung
  • Persönlicher Support
  • Schnelle Ausführung
  • Automatische Steuerabführung
Bewertung:
12345
5.0 / 5
Das Angebot:
Jetzt anmelden (Risikohinweis: 75.2% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.)

Meine Empfehlung für Aktien Daytrading Broker: Capital.com

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Mein absoluter Favorit unter den besten Aktien-Daytrading Brokern ist Capital.com. Dieses Unternehmen ist bereits lange auf dem Markt und bietet dir mit seiner Registrierung unter CySEC-Lizenz in Zypern jede Menge Schutz. Auf dieser Basis bietet Capital.com über 5.000 CFDs an und erlaubt fürs Aktien Daytrading ESMA-konforme Hebel von maximal 1:5. Zu den Instrumenten gehören Märkte wie mehr als 4.000 Aktien, aber auch Rohstoffe wie Gold und Silber, wichtige Indizes (DAX, S&P 500) sowie 100 Währungspaare und 80+ Kryptos. Gefallen hat mir vor allem, dass es keine Kommission gibt und die Spreads bei 0,6 Pips beginnen.

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2. Handelsplattform aussuchen

Als nächstes brauchst du eine hilfreiche und ergiebige Handelsplattform. Darunter versteht man eine Analyse- und Verwaltungssoftware, die dir das Nachverfolgen der Positionen einfacher macht. Wir nutzen in der Regel Anbieter wie MetaTrader 4, MetaTrader 5, TradingView, cTrader oder ProTrade. Es gibt aber auch eine Reihe anderer Lösungen. Wichtig ist aus unserer Sicht, dass die Handelsplattform direkt an den Broker gekoppelt werden kann, damit eine schnelle Umsetzung der Daytrading Strategie gewährleistet ist.

Eine optimale Trading Plattform sollte unserer Erfahrung nach die folgenden 8 Eigenschaften besitzen:

  1. Zahlreiche Tools und Funktionen
  2. Charts
  3. Schnelligkeit
  4. Zuverlässigkeit
  5. Realtime-Kurse
  6. Keine Zeitverzögerung bei der Orderausführung
  7. Intuitiv bedienbar
  8. Gute Übersicht über sämtliche Funktionen

Je nach Strategie greifen wir durchaus auch auf unterschiedliche Plattformen zurück. MetaTrader eröffnet uns z. B. die beste Möglichkeit, um EAs zu programmieren und den Tageshandel damit zu automatisieren. Wenn wir etwas mehr ins Detail gehen möchten, bietet uns TradingView mit über 100 Indikatoren zum Daytrading mit Aktien etwas mehr Vorteile.

Aufbau des MetaTraders 4
Einfacheres Design als bei TradingView, aber dennoch hilfreich: MetaTrader 4

3. Aktien auswählen

Unsere Erfahrungen zeigen, dass nicht jede Aktie fürs Daytrading geeignet ist. Gerade Wertpapiere, die in Seitwärtsbewegungen verharren und nur minimal im Kurs schwanken, lassen sich so gut wie kaum auf dem Intraday handeln. Wir benötigen für unsere Arbeit meist mindestens 2-3 % Volatilität am Tag, besser natürlich noch mehr. Über unsere allgemeinen Kenntnisse und Indikatoren wie den Betafaktor finden wir heraus, welche Aktie am jeweiligen Tag für unsere Strategie in Frage kommen könnte.

Die folgenden 6 Faktoren spielen unserer Ansicht nach die wichtigste Rolle. In unseren Coachings bringen wir den Schülern daher immer auch bei, genau nach diesen Punkten Ausschau zu halten, um Aktien fürs Daytrading zu finden.

  1. Volatilität
  2. Liquidität
  3. Handelsvolumen
  4. Relevante Nachrichtenlage
  5. Relative Schwäche/Stärke
  6. Vorbörsliche Aktivitäten
  7. Enger Spread

Darüber hinaus ist es bei der Auswahl der geeigneten Wertpapiere wichtig, eine Chartanalyse zu den vergangenen Kursverläufen durchzuführen. Wodurch sich bestimmte Aktientitel bestens für das Daytrading eignen – darauf gehen wir im weiteren Verlauf unseres Beitrags näher ein.

4. Analysieren der Aktien

Nachdem du eine Vorauswahl bei den Aktien fürs Daytrading getroffen hast, geht es als nächstes an die Analyse der Wertpapiere. Hierfür nutzen wir vor allem die technische Chartanalyse, die du bei uns in der Trading.de-Ausbildung Schritt für Schritt lernst. Dabei schauen wir uns die Candlesticks an und versuchen, bestimmte Muster zu erkennen. Daneben sind Indikatoren die wichtigsten Hilfsmittel. Gleitende Durchschnitte und Volumenanzeigen unterstützen uns dabei, einen Trend auszumachen. Über Plattformen wie MetaTrader lassen sich zudem Algorithmen programmieren, die automatisiert analysieren und Trades ausführen.

Hinweis der Redaktion: Niemals nur einen Indikator verwenden!
Achtung: Jeder Indikator hat seine spezifischen Stärken und Schwächen. Dabei kann es immer vorkommen, dass ein Tool Fehlsignale erzeugt und die Trader damit auf die falsche Fährte lockt. Deshalb sichern wir uns immer mit zwei bis drei weiteren Werkzeugen ab, um auch garantiert die richtige Trendfolge vor dem Eröffnen einer Position ermitteln zu können.

Die wichtigsten Handelsindikatoren, die auch wir bei der Analyse der Aktien einsetzen, sind unserer Erfahrung nach die folgenden 6 Tools:

  1. Moving Averages (gleitende Durchschnitte)
  2. RSI
  3. MACD
  4. VWAP
  5. Beta-Faktor
  6. ATR

Insgesamt gibt es mehr als 100 unterschiedliche Indikatoren, die du zur Aktienanalyse heranziehen kannst. Es ist wichtig, dass es bei deinem Analysetool entsprechend viele Werkzeuge gibt. Unsere Favoriten sind in dieser Hinsicht MetaTrader und TradingView.

Gleitende Durchschnitte (EMA/SMA)

Gleitende Durchschnitte sind echte Standard-Indikatoren fürs Daytrading mit Aktien. Sie stellen sehr einfach gesagt den durchschnittlichen Kurs über einen voreingestellten Zeitraum hinweg im Chart dar. Neben dem Einfachen Gleitenden Durchschnitt (SMA) nutzen wir vor allem die exponentielle Version (EMA), bei der die neuesten Daten stärker gewertet werden.

Was wir in unserer Daytrading Strategie häufig machen, ist es, zwei Gleitende Durchschnitte in einen Chart einzufügen, meist den EMA 20 und den EMA 50. Den EMA 20 können wir dabei auch allein als eine Art Unterstützungslevel verwenden. Bemerken wir dort ein Abprallen eines absinkenden Kurses, ist das ein Indiz für eine Umkehr und damit ein Signal für den Einstieg.

Micron Chart mit Gleitenden Durchschnitten
Kreuzungen für Trendfolgen/Umkehrpunkte und SMA-20 als Unterstützungslevel

Ein weiterer Hinweis auf eine gewisse Trendrichtung ist das Kreuzen der Gleitenden Durchschnitte mit 20 und 50 Perioden. Verläuft der SMA-20 oder EMA-20 durch den 50er-Durchschnitt von unten nach oben, so spricht das unserer Erfahrung nach für ein Wachstum in den nächsten Minuten und Stunden.

SMA/EMA-Kreuzungen auch für Swing Trading gedacht

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Meist nutze ich die Kreuzungssignale persönlich für Swing Trading Methoden. Beim Daytrading mit Aktien können sie dennoch hilfreich sein, um die grobe Richtung der Kursbewegung anzuzeigen. Die Aussagen sollten dabei jedoch wie bei allen anderen Indikatoren mit einem oder zwei weiteren Tools unterstützt werden.

RSI

RSI ist die Abkürzung für Relative Stärke Index und für uns einer der wichtigsten Indikatoren beim Daytrading mit Aktien. Dieses Tool zeigt dir nämlich an, ob ein Asset überverkauft oder überkauft ist. Das bedeutet, dass bei einem steigenden Wert bereits zu viele Aktien gekauft worden sind und die Nachfrage allmählich nachlassen sollte. Hierin könnte ein Indiz dafür bestehen, dass der Preis bald wieder fällt.

Andersherum kann ein RSI, der in die überverkaufte Zone gerät, ein Signal für einen Einstieg in den Long-Handel sein. Wir nutzen diesen Indikator meist unterstützend und lassen uns damit die Ergebnisse von anderen Analysewerkzeugen bestätigen. Einfügen lässt sich das Tool ganz einfach bei vielen Handelsplattformen wie MetaTrader oder TradingView unterhalb der Candlesticks.

  • RSI < 30 = Aktie überverkauft (Trendumkehr nach oben erwartet)
  • RSI > 70 = Aktie überkauft (Nachfrage lässt nach, Preis könnte nach unten gehen)

Angezeigt wird hier ein Diagramm, das von 0 bis 100 reicht. In der Mitte verhält sich der Asset weitgehend neutral. Erreicht der RSI aber mehr als 70 oder sogar 80, gilt die Aktie als überkauft und wir würden in diesem Fall über einen Ausstieg aus dem Long-Handel sowie eine Profitmitnahme nachdenken. Andersherum ist ein RSI unter 30 stellvertretend für einen überverkauften Markt, der sich in den nächsten Stunden in eine umgekehrte Richtung bewegen, also steigen könnte.

Micron Chart mit RSI Indikator
RSI zeigt durch den überkauften Wert einen baldigen Nachfragerückgang an

Gerade im Daytrading mit Aktien ist der RSI extrem wichtig, da er dabei hilft, zunächst einen lukrativen Einstiegspunkt zu ermitteln und andererseits nicht zu lange investiert zu bleiben. Nicht nur einmal hat uns der Relative Strength Index dabei vor Verlust gerettet, da er uns frühzeitig anzeigte, dass die Nachfrage allmählich nachlassen könnte.

MACD

In der Praxis bauen wir seit einigen Jahren auf die Ergebnisse des Moving Average Convergence Divergence Indikators, kurz MACD genannt. Hinter diesem etwas komplizierten Namen verbirgt sich eine Mischung aus Trend- und Momentumindikator, der das Zueinander- und Auseinanderlaufen der Gleitenden Durchschnitte misst.

Hieraus ergeben sich gewisse Dynamiken, die in der von uns häufig verwendeten Trendfolgestrategie extrem wichtig sind. Wir können dadurch sehen, wie stark sich ein Trend entwickelt und welche Erfolgschancen sich hieraus berechnen lassen.

MACD im Chart von Micron
Histogramm zeigt Balken über und unterhalb der Nulllinie an

Grundsätzlich gibt es im MACD, der unterhalb der Candlesticks angezeigt wird, zwei Linien und ein Histogramm. Die MACD-Linie stellt die Differenz zwischen einem kurzfristigen und einem langfristigen EMA dar, während die Signallinie als EMA mit 9 Perioden als Kreuzungsmechanismus fungiert. Wir achten bei der Arbeit vor allem auf das Histogramm, weil hier die Abstände zwischen MACD-Linie und Signallinie einfach in Balken dargestellt werden und somit das Momentum sofort erkennbar ist.

Grundsätzlich gelten die folgenden Regeln zur Interpretation des MACD für Aktien-Daytrading:

  • Kreuzt die MACD-Linie die Signallinie nach oben, ist das ein bullisches Signal
  • Kreuzt die MACD-Linie die Signallinie nach unten, ist das ein bärisches Signal
  • MACD über der Nulllinie (Histogramm) – Aufwärtstrend dominiert
  • MACD unter der Nulllinie (Histogramm) – Abwärtstrend dominiert
Risikohinweis der Redaktion:
Da der MACD ein nachlaufender Indikator ist, sollte er niemals isoliert betrachtet werden. Gerade in Seitwärtsphasen produziert er unserer Erfahrung nach nämlich oft Fehlsignale. Wir empfehlen daher, die Ergebnisse mit Price Action Analysen, Volumenindikatoren und dem ATR zu untermauern. Im Daytrading dient uns der MACD tatsächlich am besten als Bestätigungsindikator für bereits getätigte technische Analysen.

VWAP

Ein anderer Ansatz, um gute Ein- und Ausstiegspunkte sowie Setups beim Daytrading mit Aktien zu finden, ist die Verwendung des VWAP (Volume Weighted Average Price). Hierbei handelt es sich um einen volumenbasierten Indikator, der ausschließlich auf dem Intraday-Chart verwendet wird. Er spiegelt das Volumen des laufenden Tages wider. Wir bevorzugen in unserer Arbeit jedoch meist den individuell verankerten VWAP (Anchored VWAP), da wir damit flexibel bestimmen können, ab wann wir mit der Messung anfangen.

Durch die Kombination aus Handelsvolumen und Kurs ergibt sich auf dem Chart ein fairer Durchschnittspreis. Praktisch ist das Tool insbesondere auch, weil es die institutionellen Marktteilnehmer besser beobachten kann. Diese haben einen erheblichen Einfluss auf die Bewegungen der Tagescharts.

Grundsätzlich lässt sich der VWAP so interpretieren:

  • Kurs oberhalb VWAP: Aktie befindet sich im kurzfristigen Aufwärtstrend
  • Kurs unterhalb VWAP: Aktie befindet sich im kurzfristigen Abwärtstrend
  • Kurs am VWAP: VWAP könnte hier als Unterstützung oder Widerstand gesehen werden
VWAP auf dem Chart für Daytrading mit Aktien
VWAP-Linie in der Mitte

Ein typisches Setup aus unserer Praxis wäre z. B., dass eine Aktie ein hohes Handelsvolumen aufweist und aufgrund positiver Nachrichten wächst. Sie notiert dabei oberhalb des VWAPs, weist dann aber Rücksetzer bis zum Indikator auf. Prallt sie hier ab, dient uns der VWAP als Unterstützung und wir steigen in eine Long-Position ein. Oft lassen wir den Kurs die Unterstützung mehrmals austesten und bestätigen die Analyse natürlich mit weiteren Indikatoren wie dem ATR.

Beta-Faktor

Der Beta-Faktor kommt eher aus der fundamentalen Analyse, gibt uns aber gute allgemeine Hinweise darauf, ob eine Aktie stärker schwankt als andere Assets. Das kann für uns ein erster Hinweis dafür sein, uns etwas genauer mit dieser Position beschäftigen zu müssen. Die Berechnung ist vergleichsweise komplex, jedoch bieten die meisten Broker einen entsprechenden Service an und geben dir die Kennzahl im Profil der Aktien an. Zudem kannst du über Aktienscreener nach den Positionen mit den stärksten Schwankungen fürs Daytrading mit Aktien filtern.

Grundsätzlich ist die Aussage und Interpretation des Beta-Faktors so:

  • Beta = 1: Die Aktie bewegt sich im Marktdurchschnitt
  • Beta < 1: Aktie schwankt nicht so stark wie der Markt und ist damit aus unserer Sicht fürs Daytrading ungeeignet
  • Beta > 1: Aktie schwankt stärker als der Markt und ist eine interessante Daytrading-Position

Wir empfehlen, den Betafaktor als ersten Schritt auf der Suche nach passenden Aktien fürs Daytrading zu verwenden, um damit Positionen mit hoher Volatilität herauszufiltern. Im Anschluss daran kann die konkrete Bewegung auf dem Tageschart mit technischen Mitteln analysiert werden.

ATR (Average True Range)

Die Average True Range (ATR) ist ein klassischer Volatilitätsindikator, der die mittlere Schwankungsbreite einer Aktie misst und damit gut nach der Ermittlung volatiler Positionen mit dem Betafaktor eingesetzt werden kann. Die ATR bezieht sich dabei nur auf einen bestimmten Zeitraum und stellt sehr gut die Stärke der jeweiligen Bewegung dar, nicht aber die Richtung.

Eingefügt wird die ATR unterhalb der Candlesticks und besteht aus einem Liniendiagramm mit Werten, die durchschnittlich bei bis zu 15 liegen. Im Daytrading mit Aktien hat die Average True Range aber weniger die Funktion, Setups zu entdecken, als eher die Stop-Loss- und Take-Profit-Marken zu bestimmen. Natürlich spricht eine hohe ATR immer auch für mehr Schwankungen, jedoch entwickelt sich dadurch noch keine Trendanalyse.

ATR Indikator im Chart
Die Average True Range ist ein wichtiges Instrument beim Daytrading mit Aktien

Beim Einleiten der Trades verwenden wir die ATR als Basis für Stop Loss und setzen die Marke meist bei 1-2 x ATR unterhalb des Einstiegskurses. Für Take Profit sollte der Abstand etwas größer sein, um ein sinnvolles Chance-Risiko-Verhältnis zu erzielen. 2-4 x ATR ist in unserer Praxis üblich. Später im Text gehen wir auf ein konkretes Beispiel für die Anwendung ein, im Abschnitt zu Stop Loss und Take Profit.

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5. Daytrading Strategie festlegen und anwenden

Eine strategische Herangehensweise ist aus unserer Erfahrung heraus das A und O beim Daytrading mit Aktien. Wir vermitteln unseren Schülern daher stets Basiskenntnisse zur Analyse und ermutigen sie dann, diese im Rahmen einer gezielten Strategie anzuwenden. Es gibt eine Reihe von Handelsstrategien, die du sehr gut beim Daytrading mit Aktien einsetzen kannst. Dazu gehören zum Beispiel die folgenden 5 Methoden:

  1. Trendfolgestrategie
  2. Scalping
  3. Pivot Punkte Trading
  4. Momentum Trading
  5. Kontra Trend Trading

Im Folgenden stellen wir dir einige der wichtigsten Daytrading Strategien in unserer Arbeit vor:

Trendfolgestrategie

Die Trendfolgestrategie ist die Methode, die wir am häufigsten verwenden und auch in unserer Trading.de-Ausbildung vermitteln. Da sie einfach verständlich ist, eignet sie sich aus unserer Sicht heraus bestens für Anfänger. Die Grundidee an dieser Strategie fürs Daytrading mit Aktien ist, dass bestehende Trends sehr wahrscheinlich weiter in dieselbe Richtung laufen. Deshalb muss man nur den Trend mit Hilfsmitteln wie gleitenden Durchschnitten, VWAP, MACD und RSI ermitteln und dann in den Handel einsteigen.

Schauen wir uns für diese Strategie ein Beispiel aus unserer Praxis an:

Im folgenden Chart siehst du die Kurse des Unternehmens Micron, das sich an diesem Tag in einem Aufwärtstrend befand. Bereits zum Tagesanfang geriet der Preis über den SMA-20, setzte aber auch kurz zurück. Wir warteten daher ab, bis sich eine weitere Bestätigung ergab. Diese wurde uns schließlich über den VWAP geliefert. Als der Kurs über VWAP und SMA-20 hinauswuchs, stiegen wir in den Long-Handel ein. Wir setzten einen Take Profit bei 5 % über dem Einstiegspreis und konnten entsprechend 53,57 USD pro Aktie mitnehmen. Der Trade lief lediglich 2 Stunden.

Trendfolge Strategie mit Micron im Chart
Unsere Trendfolgestrategie mit VWAP und SMA-20 umgesetzt

Wie wir an dem Beispiel erkennen, konnten wir mit der Trendfolgestrategie durch Hebel 25 % Eigenkapitalrendite erzeugen bzw. 50 USD herausholen. In der Tat wäre es in diesem Fall noch sinnvoller gewesen, einen höheren Hebel einzusetzen. Da wir parallel dazu aber noch andere Positionen laufen ließen, konnten wir an diesem Tag dennoch einen attraktiven Gewinn im Daytrading mit Aktien insgesamt mitnehmen.

Beispielrechnung für die Trendfolgestrategie:

  • Einstieg: 1.071,39 USD
  • Ausstieg: 1.124,96 USD
  • Wachstum: 5 %
  • Gewinn je Aktie: 53,57 USD
  • Sicherheitseinlage: 200 USD
  • Hebel: 1:5
  • Positionsgröße: 1.000 USD
  • Gesamtgewinn: 50 USD
  • Eigenkapitalrendite: 50 USD von 200 USD = 25 %

Scalping

Scalping ist eine extreme Form des Daytradings mit Aktien. Hier bleiben die Händler nur wenige Minuten investiert, teilweise sind es nur Sekunden. Sie schöpfen dabei winzige Gewinne, manchmal nur von einigen Cent pro Aktie, ab. Durch die Hebel multiplizieren sich diese. Der Vorgang wird mehrmals in der Stunde wiederholt, bis sich dann ein adäquater Gewinn ansammelt.

Voraussetzungen fürs Scalping sind:

  • Angemessene Volatilität
  • Hohe Liquidität
  • Einsatz von hohen Hebeln

Ein Beispiel aus unserer Praxis:

Im Falle von Marvell griffen wir in diesem Jahr auf eine Scalping Strategie zurück. Zunächst ermittelten wir die Volatilität und konnten durch Filter die Aktie in unseren engeren Kandidatenkreis fürs Daytrading aufnehmen. Wir leiteten dann zwischen 18 und 19 Uhr während hoher Liquidität mehrere kurze Trades mit einem Hebel von 1:50 bei einem nicht-europäischen Broker ein.

Scalping Strategie im Chart
Beim Scalping bleibt man nur wenige Sekunden oder Minuten investiert

Die Long-Position platzierten wir bei 276,87 USD und verwendeten dafür eine Sicherheitseinlage von 100 USD. Mit dem Hebel lag das Volumen dann bei 5.000 USD. Innerhalb der nächsten zwei Minuten stieg der Kurs auf 277,92 USD, also um einen Wert von 1,05 USD. Wegen unserer Positionsgröße lag der tatsächliche Gewinn aber deutlich darüber. Das Wachstum von 0,379 % bedeutete so auf 5.000 USD gerechnet einen Profit von 18,95 USD.

Beispielrechnung für Scalping:

  • Einstiegspreis: 276,87 USD
  • Ausstiegspreis: 277,92 USD
  • Wachstum um: 1,05 USD = 0,379 %
  • Sicherheitseinlage: 100 Euro
  • Hebel: 1:50
  • Positionsgröße: 100 x 50 = 5.000 USD
  • Gewinn der gesamten Position: 5.000 × 0,0379 = 18,95 USD
  • Eigenkapitalrendite: 18,95 USD von 100 USD = 18,95 %

Den Vorgang des Scalpings wiederholten wir mehrfach und sammelten innerhalb von einer Stunde mehrere solcher kleinen Profite ein. Diese lagen in unserem Arbeitszeitraum zwischen 15 USD und 35 USD. Somit ergab sich innerhalb einer Stunde ein attraktiver Gesamtgewinn:

TradeGesamtgewinn
1. Trade15,02 USD
2. Trade16,26 USD
3. Trade20,20 USD
4. Trade17,44 USD
5. Trade18,95 USD
6. Trade24,78 USD
7. Trade35,01 USD
8. Trade29,53 USD
9. Trade21, 80 USD
10. Trade16,70 USD
insgesamt:215,69 USD

Pivot Punkte Strategie

Die Pivot-Punkte-Strategie basiert darauf, sich mit bestimmten Umkehrpunkten auseinanderzusetzen, die auf den Daten der Unterstützungs- und Widerstandsniveaus des Vortages beruhen. Aus diesen Erfahrungswerten ergibt sich ein Pivot Punkt in der Mitte und in bestimmten Abständen davon meist drei Unterstützungs- und Widerstandsniveaus (S und R).

Üblicherweise werden Pivot Punkte für das Swing Trading verwendet, können aber auch beim Daytrading mit Aktien hilfreich sein. So lassen sich gerade bei Rücksetzern attraktive Unterstützungslevels auffinden, von wo aus man dann in den Long-Trade einsteigen kann. So könnte nach dem Abprallen bei der Unterstützung der Pivot Point selbst als Einstieg genutzt werden. Beim zweiten Widerstand steigt man dann mit Gewinn aus.

Micron Chart für Pivot Punkte Strategie
Pivot Punkte basieren auf den Vortagesdaten und geben Hinweise auf Umkehrmomente

In unserem Praxisbeispiel bewegte sich der Kurs von Micron nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen am Vorabend deutlich über dem Pivot Punkt. Zunächst kam es zu natürlichen Abverkäufen nach einem Gipfel. Der Abschwung fing sich beim Widerstand R2, was wir schließlich bei etwa 1.141,12 USD für den Einstieg nutzten. Wir platzierten ein Take Profit beim Widerstand R4, da wir von einem starken Momentum ausgingen. Dieser wurde dann bei 1.232,51 USD ausgeführt, was für einem Gewinn pro Aktie von 91,39 USD oder 8,01 % sorgte.

Beispielrechnung für Pivot Punkte Strategie im Daytrading mit Aktien:

  • Einstiegspreis: 1.141,12 USD
  • Ausstiegspreis: 1.232,51 USD
  • Wachstum um: 8,01 %
  • Sicherheitseinlage: 500 USD
  • Hebel: 1:5
  • Positionsgröße: 500 x 5 = 2.500 USD
  • Gewinn der gesamten Position: 2.500 × 0,081 = 200,25 USD
  • Eigenkapitalrendite: 200,25 USD von 500 USD = 40,05 %

Insgesamt verfuhren wir mit einem Hebel von 1:5 auf eine Sicherheitseinlage (Margin) von 500 USD. Die Positionsgröße belief sich damit auf 2.500 USD, auf die dann ein Gewinn von ca. 200 USD gut gemacht werden konnte.

Momentum Strategie

Die Momentum-Strategie im Daytrading mit Aktien basiert darauf, dass es eine besonders starke Dynamik bei einem kurzfristigen Trend gibt, die entsprechend im Tageshandel ausgenutzt werden soll. Dazu muss die Aktie eine hohe Volatilität aufweisen, was sich über den ATR nachweisen lässt. Zudem ist ein großes Handelsvolumen wichtig. Wir nutzen meist externe News wie die Quartalszahlen für eine solche Strategie. Dadurch kann es nämlich einen erheblichen Schwung geben.

Ein gutes Beispiel sind die starken Momentum-Bewegungen bei Tech-Unternehmen nach der Bekanntgabe extrem positiver Quartalszahlen, z. B. von Micron im Sommer 2026. Die starke Volatilität am Tag nach dem Event gab einen guten Hinweis darauf, dass es in den weiteren Stunden zu einem Momentum kommen würde. Ein Schüler stieg im Rahmen unseres Coachings also beim erkennbaren Unterstützungslevel um 1.136,47 ein, nachdem er eine ATR von ca. 15 USD festgestellt hatte.

Momentum Strategie im Chart
Beispiel für eine Momentum-Strategie mit knapp 5,37 % Gewinn

Bei der Platzierung der Order nutzte er die ATR von etwa 15 USD, um Stop Loss und Take Profit festzulegen. Er setzte dabei einen Abstand nach unten von 1,5 x ATR und einen Abstand nach oben von 2 x ATR. So kam er auf einen möglichen Gewinn von ca. 60,98 USD, also knapp 5,37 % pro Aktie. Da seine Positionsgröße 2.500 USD mit Sicherheitseinlage 500 USD und Hebel 1:5 betrug, bekam er 134,25 USD aus dem Handel heraus.

Beispielrechnung für Momentum Strategie

  • Einstiegspreis: 1.136 USD
  • Ausstiegspreis: 1.196 USD
  • Wachstum um: 5,37 %
  • Sicherheitseinlage: 500 Euro
  • Hebel: 1:5
  • Positionsgröße: 500 x 5 = 2.500 USD
  • Gewinn der gesamten Position: 2.500 × 0,0537 = 134,25 USD
  • Eigenkapitalrendite: 134,25 USD von 500 USD = 26,85 %

Kontra Trend Strategie

Die Kontra-Trend-Strategie ist unserer Ansicht nach vor allen Dingen etwas für Profis. Hier soll nämlich gezielt auf eine Gegenbewegung gewartet werden, die dann Grundlage des Einstiegs wird. Was man dazu benötigt, ist ein Wendepunkt, der u. a. mit Unterstützungs- und Widerstandszonen, dem RSI sowie bestimmten Chartmustern ermittelt werden kann.

Gerade der Relative Stärke Index ist ein guter Indikator, um die Stimmung am Markt zu erkennen. Wenn die Assets nämlich überverkauft sind, kündigt sich meist ein Wechsel des Trends an. Stimmen nun noch die Formationen und es wurden mehrfach Unterstützungen mit Gegenbewegung getestet, kann sich ein Einstieg lohnen.

Kontra Trend Strategie im Chart
Gegen den Trend investieren

Im Falle des Wertpapiers von Terawulf haben wir einen solchen Trade gewagt. Nachdem es einen deutlichen Abwärtstrend gegenüber dem Vortag gab, fiel der Kurs in den überverkauften Bereich, eine Umkehrung war also denkbar. Bei der zweiten Negativspitze stiegen wir ein und verfolgten dann die RSI-Bewegungen mit. Der heftige Ausschlag in die überkaufte Zone, signalisierte uns dann, dass wir verkaufen müssten. Wir machten hier 1,20 USD Gewinn je Aktie, oder ca. 5,38 %.

Beispielrechnung für Kontra Trend Strategie

  • Einstiegspreis: 22,32 USD
  • Ausstiegspreis: 23,52 USD
  • Wachstum um: 5,38 %
  • Sicherheitseinlage: 100 Euro
  • Hebel: 1:30
  • Positionsgröße: 100 x 30 = 3.000 USD
  • Gewinn der gesamten Position: 3.000 × 0,0535 = 161,28 USD
  • Eigenkapitalrendite: 161,28 USD von 100 USD = 161,28 %

Die Position bestand aus einer Margin von nur 100 USD, die wir jedoch bei einem außereuropäischen Broker mit einem 1:30 Leverage versehen durften. Dadurch wuchs die Positionsgröße auf 3.000 USD an und wir konnten davon einen Profit von 161,28 USD machen. Das entsprach einer Eigenkapitalrendite von 161,28 % – und das bei einem Kurswachstum von nur knapp über 5 %.

6. Demokonto nutzen

Einen der wichtigsten Tipps, den wir dir für das Aktien Daytrading für Anfänger geben können, ist die Nutzung von Demokonten. Nahezu jeder Broker bietet diese Option kostenlos an. Direkt nach der Anmeldung begibst du dich in ein virtuelles Portfolio und kannst hier Funktionen sowie Strategien austesten. Selbst als Experten erproben wir immer wieder Methoden in diesem Modus.

In der Regel lassen sich diese Demokonten dann an die Plattformen wie MetaTrader 4 und 5, cTrader oder TradingView koppeln. Bei Capital.com ist der virtuelle Account sogar zeitlich unbegrenzt verfügbar, was auch ein Grund für unsere Wahl des Brokers als einen unserer Favoriten ist. Wichtig ist immer, dass die Demokonten die echten Bewegungen originalgetreu, also 1:1, abbilden und alle notwendigen Indikatoren vorhanden sind.

Ausreichend Demo-Zeit einplanen
In unserer Trading.de-Ausbildung raten wir Anfängern dazu, sich mindestens 10 Monate für das Einarbeiten Zeit zu nehmen. Dazu gehört zunächst eine Theoriephase, die aber sehr bald auch mit praxisnahen Übungen von der Realität untermauert werden sollte. Wenn du aus irgendwelchen Gründen mehr Zeit brauchst, nimm sie dir unbedingt. Erst dann, wenn du dich sicher fühlst und dein Profitfaktor positiv ausfällt, solltest du ins Echtgeldkonto wechseln.

7. Echte Aktien oder Aktien-CFDs nutzen?

Wir raten generell dazu, Aktien-CFDs fürs Daytrading zu nutzen, da sich hier hohe Hebel einsetzen lassen und das Eigenkapital niedrig bleibt. Die Derivate stellen keine echten Aktien dar, sondern sind lediglich Nachbildungen der Kurse. Dafür schließt du einen Vertrag mit dem Broker ab und bekommst beim Auflösen der Position den entsprechenden Gegenwert – mit Gewinn oder Verlust – heraus.

Aktien-CFDs unterscheiden sich erheblich von echten Aktien. So hältst du keinen Anteil an einem Unternehmen und bekommst auch keine klassische Dividende. Weiterhin können private Anleger mit Derivaten in beide Richtungen investieren, in Wachstum bei Long-Positionen und in sinkende Kurse bei Short-Positionen. Somit sind die CFDs nicht nur für einfaches Daytrading, sondern auch für Swing-Strategien geeignet. Andererseits ist das Risiko aufgrund des Hebels hoch, weswegen wir Anfängern zu einer entsprechenden Übungsphase raten.

Daytrading mit Aktien-CFDsDaytrading mit Aktien
Geringerer Einsatz (nur Sicherheitseinlage/Margin)Höheres Eigenkapital
Verwendung von Hebeln/Fremdkapital = Risiko hochKein Hebel/weniger Risiko
Nachbildung der Kurse und reiner Vertrag zwischen Trader und BrokerWechsel zu Buy-and-Hold-Strategie möglich (keine Übernachtgebühren und Margin Calls)
Keine DividendeBesitz eines Unternehmensanteils (Dividende wird gezahlt)
Über Nacht fallen Swap-Gebühren anKommissionen bei Bank-Depots oft höher
Niedrige Spreads und KommissionenEs können meist keine Aktienbruchstücke gekauft werden

Theoretisch ist es auch möglich, mit klassischen Aktien Daytrading zu betreiben. In diesem Fall musst du aber mehr Eigenkapital einsetzen, da dir der Broker meist kein Fremdkapital per Hebel zuschießt. Der Vorteil daran ist, dass das Risiko damit etwas geringer ist. Sollte sich die Position nämlich nicht in deinem Sinne entwickeln, kannst du von der Daytrading-Strategie zu Buy-and-Hold wechseln, also bis zum Wachstum abwarten. Du bezahlst hier keine Swaps über Nacht und musst auch keine Zwangsschließung der Position beim Unterschreiten des Margin-Levels befürchten.

8. Automatisierter Handel oder manuell traden

Eine grundsätzliche Entscheidung musst du beim Daytrading mit Aktien unweigerlich treffen: Nämlich, ob du manuell handeln möchtest oder automatisiertes Trading in Anspruch nehmen willst. Für den automatischen Handel spricht vor allem die Zeitersparnis im Vergleich zum manuellen Trading.

Viele Tätigkeiten werden beim automatisierten Handel mit Expert Advisern (EAs) vollautomatisch und in Sekundenschnelle durchgeführt. Allerdings gibt es auf der anderen Seite Daytrader, die sehr gerne Kurse selbst verfolgen und dann innerhalb von Sekunden mit Käufen oder Verkäufen eingreifen. 

EAs selbst programmieren: MetaTrader nutzen

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Ein Grund, warum wir gerne auf MetaTrader 4 oder 5 zurückgreifen, ist die Möglichkeit, Expert Advisers (EAs) mit der Programmiersprache MetaQuotes selbst einzustellen. Wenn du Grundkenntnisse in CC+, Python o. Ä. hast, kommst du damit prinzipiell gut klar. Anfängern rate ich, direkt mit MetaTrader 5 (MQL5) zu starten, da es mehr Funktionen gibt und das System aktiv weiterentwickelt wird.

Es ist eine individuelle Entscheidung, ob dir der automatisierte Handel für das manuelle Daytrading mehr Vorteile verschafft oder nicht. Für den automatisierten Handel gibt es spezielle Daytrading Aktien Software. Der Vorteil daran ist sicherlich, dass der Algorithmus das emotionale Element aus dem Handel nimmt und somit weder Gier noch Angst überwiegen.

Vorteile automatisiertes TradingNachteile automatisiertes Trading
ZeitersparnisAlgorithmus kann auch falsch liegen
Keine Übersprungshandlungen aus Angst oder GierFehlerhafte Anwendung oder Programmierung führen zu Verlust
Klar berechenbare RegelnEAs können keine unerwarteten Ereignisse beachten
In Handelsplattformen wie MetaTrader integriertFundamentale Daten werden kaum berücksichtigt, können aber eventuell wichtig sein

9. Kapitaleinsatz festlegen

Um eine Order einzuleiten, musst du im Daytrading mit Aktien auch einen Kapitaleinsatz festlegen. Je nachdem, wie viel Startkapital du aufwenden willst, unterscheiden sich die Einsätze für die Einzeltrades. Diese bestehen im Tageshandel meist aus einer Sicherheitsanlage, die dann mit Hebel potenziert wird.

Hinweis der Redaktion: Risikomanagement beachten
Als Experten von Trading.de empfehlen wir dir, dich beim Kapitaleinsatz strikt an das Risikomanagement zu halten. So solltest du nie mehr als 1-2 % deines Gesamtkapitals in einen Trade setzen. Höhere Summen können nämlich schnell dein gesamtes Portfolio absenken, wenn sich die Position zusammen mit dem Hebel negativ entwickelt. Dieser Tipp gilt für Anfänger ebenso wie für Profis. Auch wir halten uns so im Daytrading mit Aktien strikt an diese Regel.

Da beim Daytrading oft nur kleine Gewinne hängen bleiben, diese aber potenziert werden können, raten wir zu einem Startkapital von etwa 2.000 bis 5.000 Euro. Hiervon sollten nur kleine Anteile auf einzelne Positionen gesetzt werden.

10. Hebel festlegen

Beim Daytrading mit Aktien CFDs ist ein Hebel unserer Ansicht nach essentiell. Dieser Zuschuss vom Broker bietet die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit höhere Gewinne abzuschöpfen, da der Einsatz durch Fremdkapital deutlich potenziert wird. Du kannst z. B. deinem Einsatz von 100 Euro einen Hebel von 1:30 hinzufügen. Das geht in der Ordermaske mit wenigen Klicks. Danach wird das Geld auf das 30-fache angehoben, während du selbst nur eine Sicherheitseinlage (Margin) von einem Anteil, also 100 Euro, hinterlässt. Der tatsächliche Wert der Aktien-Position beträgt jedoch 3.000 Euro. Entsprechend machst du bei einer für dich positiven Kursbewegung mehr Gewinn.

Hier zeigen wir dir nun ein Beispiel für einen Aktien-Daytrade mit Hebel aus unserer Praxis:

  • Eigenkapital/Sicherheitseinlage: 100 Euro
  • Hebel: 1:30
  • Gesamteinsatz: 3.000 Euro
  • Provision: 2,5 Euro pro Richtung
  • Kaufwert der Aktie: 10 Euro
  • Wachstum auf: 15 Euro = +50 %
  • Verkaufswert ohne Hebel = 100 Euro + 50 % = 150 Euro
  • Gewinn ohne Hebel = 50 Euro – 5 Euro Gebühren = 45 Euro
  • Verkaufswert mit Hebel = 3.000 Euro + 50 % = 4.500 Euro
  • Gewinn mit Hebel = 1.500 Euro – 5 Euro Gebühren = 1.495 Euro

Wie du in unserem Beispiel erkennen kannst, wirkt sich der Hebel deutlich auf den Gewinn aus. Anstatt nur 45 Euro mitzunehmen, bekommst du 1.495 Euro aus dem Daytrading mit der Aktie heraus. Gleichzeitig sorgt eine negative Entwicklung aber auch für einen erhöhten Verlust. Entsprechend steigt das Risiko und gerade Anfängern raten wir in unserem Coaching dazu, vorsichtig mit dem Leverage zu sein. Wer bisher noch wenig Erfahrung im Daytrading mit Aktien hat, sollte vielleicht erst einmal mit 1:2-1:5 operieren, als gleich die höchsten Hebel herauszuholen.

Verlust-Szenario mit und ohne Hebel

  • Wir nehmen an, dass die Aktie aus dem ersten Beispiel um 20 % sinkt
  • Neuer Aktienwert: 10 Euro – 20 % = 8 Euro
  • Verkaufswert ohne Hebel = 100 Euro – 20 % = 80 Euro
  • Verlust ohne Hebel = 100 Euro – 80 Euro + 5 Euro Gebühren = 25 Euro
  • Verkaufswert mit Hebel = 3.000 Euro – 20 % = 2.400 Euro
  • Verlust mit Hebel = 3.000 Euro – 2.400 Euro + 5 Euro Gebühren = 605 Euro

Im Verlustszenario hättest du anstatt nur 25 Euro zu verlieren mehr als 600 Euro verloren. In der Praxis kommt dir jedoch oft der Margin Call zuvor und die Position wird mit Totalverlust geschlossen. Manche nicht in der EU angesiedelte Broker fordern vorab sogar eine Erhöhung der Margin (Nachschusspflicht) an. Aus unserer Erfahrung raten wir sehr dazu, sich für einen gut regulierten Anbieter ohne die Nachschusspflicht zu entscheiden. Durch die ESMA-Regelung ist das bei allen EU-Brokern der Fall.

Innerhalb der Europäischen Union gibt es daneben eine Begrenzung der Hebel auf Aktien. So ist es auf Basis der ESMA-Regeln nicht möglich, mehr als 1:5 Leverage einzusetzen. Das soll private Händler davor schützen, einen hohen Verlust zu erleiden, und ist eine Reaktion auf die Tatsache, dass laut ESMA-Statistik zwischen 74 und 89 % aller privaten Händler im Daytrading Geld verlieren.

Unser Tipp vom Trading.de Experten.

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Während ich als Experte gerne auch mit höheren Hebel bei außereuropäischen Brokern arbeite, empfehle ich bei allen, die sich noch in der Ausbildung befinden, EU-Broker wie Capital.com zu nutzen. Hier fällt die Nachschusspflicht weg, es gibt keine Negativsalden und das Leverage ist gedeckelt. Eine weitere Risikostrategie, die mir beim Daytrading deutlich hilft, ist der Einsatz von Stop-Marken.

11. Stop Loss und Take Profit setzen

Automatisierungen bei den Orders helfen dabei, das Risiko deutlich zu reduzieren. So kann man einen Verluststopp (Stop-Loss) einsetzen, um einen Ausstieg ab einem gewissen Verlust zu veranlassen. Take Profit wirkt genau andersherum und die Positionen werden bei einem vorab festgelegten Gewinnlevel aufgelöst.

Das Auffinden der besten Stop-Loss- und Take-Profit-Marken trainieren wir regelmäßig mit unseren Schülern in der Trading.de-Ausbildung. Dabei empfehlen wir, genau auf das Chance-Risiko-Verhältnis zu achten und den Abstand vom Einstiegspreis zum Take Profit größer zu lassen als zum Stop Loss. Wenn die Abstände exakt gleich sind, gehst du quasi einen Anteil Risiko für einen Anteil Chance ein. Dieses Verhältnis bewegt uns in unserer Praxis eher nicht zu einem Einstieg. Spannender wird es, wenn das CRV bei 1:1,5 oder 1:2 liegt.

Tipp der Redaktion: CRV ab 1:1,5 nutzen
Unseren Schülern raten wir, das Chance-Risiko-Verhältnis bei mindestens 1:1,5 zu lassen. Ein höherer Wert ist empfehlenswerter, jedoch hängen die Abstände natürlich von der technischen Analyse der Unterstützungs- und Widerstandslevel ab, um wirklich sinnvoll daytraden zu können.

Das CRV berechnet sich relativ einfach aus Stop Loss und Take Profit. Dabei teilst du den möglichen Gewinn durch das mögliche Risiko. Schauen wir uns dazu ein konkretes Beispiel aus unserer Praxis im Daytrading mit Aktien an:

CRV = möglicher Gewinn ÷ möglicher Verlust

Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen von Micron im Juni 2026 gab es einen erheblichen Kurssprung, auf den, wie von uns prognostiziert, ein Abverkauf um über 9 % einsetzte. Wir nutzten diesen Dip, um nach Feststellung der Unterstützung bei 1.370 USD bei einem Anstieg auf 1.140 USD in den Handel einzusteigen. Parallel ließen wir den ATR mitlaufen, um über diesen Indikator die durchschnittliche Schwankungsbreite der Kerzen zu messen. In Abhängigkeit zur ATR bestimmten wir dann Stop Loss und Take Profit.

Beispieltrade mit Hebel fürs Daytrading mit Micron Aktien 2026
Unser Beispiel auf dem Chart

Der ATR lag zum Zeitpunkt des Einstiegs bei etwa 15. Wir haben uns für einen 1,5 x ATR für Stop Loss entschieden, also 22,50 USD vom Einstiegspreis nach unten gewählt. Damit sind wir bei 1.117,50 USD für diese Marke gelandet. Bei Take Profit nutzten wir dagegen den Faktor 2. Diesen verdoppelten wir dann, um ein Chance-Risiko-Verhältnis von über 1:2 zu erreichen. Damit ist der Abstand zur Gewinnmitnahme bei 1.200 USD exakt 60 USD.

CRV = 60 ÷ 22,50 = 2,67

Bei einem Einsatz von 1.000 USD mit 1:5 Hebel wurden 5.000 USD auf die Position platziert. Am Ende stand ein Gewinn von ca. 5,27 %, also 263,50 USD. Eine negative Entwicklung hätte beim Stop-Loss-Ausstieg dagegen etwa 2,29 % Verlust, also 114,50 USD verursacht.

12. Orderausführung

Jetzt geht es noch um die Orderaufgabe. Dazu musst du einfach die entsprechende Ordermaske ausfüllen. Dort sind nur wenige Angaben notwendig, insbesondere:

  • Name des Wertpapiers
  • ISIN oder WKN
  • Anzahl der Aktien / des Volumens
  • Börsenplatz
  • Hebel
  • Optional: Kurslimit
  • Optional: Gültigkeit der Order

Sind die Angaben vollständig, kannst du den Auftrag direkt absenden. Dieser wird über die Bank oder den Broker an die entsprechende Börse weitergeleitet. Alternativ kann die Ausführung auch im OTC-Bereich, also dem außerbörslichen Handel, stattfinden.

Du schließt das Aktien Daytrading ab, indem du die Wertpapiere – möglichst mit Gewinn – wieder verkaufst. Dazu gibst du einen Verkaufsauftrag oder nutzt Take Profit. Ist dieser ausgeführt, wird der Trade geschlossen und der Erlös landet auf deinem Guthaben. Du kannst es danach auf ein Konto deiner Wahl abheben.

13. Steuern

Wenn du in Deutschland lebst, musst du deine Daytrading-Gewinne mit 25 % Abgeltungsteuer/Kapitalertragsteuer versteuern. Hinzukommen immer 5,5 % Solidaritätszuschlag vom Steuerwert und ggf. die Kirchensteuer von 8 % (Bayern & Baden-Württemberg) oder 9 % (Rest des Landes). Inländische Broker ziehen den Wert automatisch ab, während du bei ausländischen Brokern deine Einnahmen selber melden musst. Dadurch entsteht ein Effektivsteuersatz von zwischen 26,375 % und etwa 27,99 %.

Offiziell steht dir ein Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Person zur Verfügung (Stand: 2026). Das bedeutet, dass du pro Jahr zum Beispiel aus dem Daytrading mit Aktien bis zu 1.000 Euro Kursgewinne steuerfrei generieren kannst. Am besten nutzt du dahingehend eine Freistellungsauftrag beim Broker, der bis zu diesem Limit keine Daytrading-Aktien-Steuern abführt. Das geht aber wirklich nur bei Anbietern, die unmittelbar mit den deutschen Finanzbehörden kooperieren. Andernfalls musst du deinen Freibetrag selbst in der Steuererklärung geltend machen.

Beachten solltest du außerdem, dass du seit 2024 alle Verluste komplett abziehen kannst. Dabei musst du dich aber immer an die jeweiligen Verrechnungstöpfe halten. Die Finanzämter führen derer 3, einmal für echte Aktien, einmal für Termingeschäfte sowie sonstige Kapitalerträge und einmal für ausländische Quellensteuer. Wenn du wie häufig üblich mit Aktien-CFDs Daytrading betreibst, kannst du die Verluste daraus nur mit anderen Gewinnen aus dem Topf 2 verrechnen, niemals aber mit Erträgen aus dem Aktienhandel.

  • Verlustverrechnungstopf 1: Ausschließlich Aktien
  • Verlustverrechnungstopf 2: alle anderen Kapitalerträge (Aktien-CFDs, ETFs, Futures, Optionen, Zertifikate)
  • Verlustverrechnungstopf 3: ausländische Quellensteuer (nicht fürs Daytrading relevant)

Beispiel zur Steuerabrechnung bei Daytrading Gewinnen

  • Daytrading-Gewinn im Jahr (CFDs) = 13.000 Euro
  • Sparer-Pauschbetrag = 1.000 Euro
  • Verluste aus dem Daytrading = 2.000 Euro
  • Verluste aus dem Aktienhandel = 500 Euro
  • Steuerlich relevantes Einkommen = 13.000 Euro – 1.000 Euro – 2.000 Euro = 10.000 Euro
  • Die 500 Euro Verluste aus dem Aktienhandel können nicht auf die CFD-Gewinne angerechnet werden
  • Kapitalertragsteuer = 10.000 Euro × 0,25 = 2.500 Euro
  • Solidaritätszuschlag = 2.500 Euro × 0,055 = 137,50 Euro
  • Kirchensteuer (Bayern) 8 % = 2.500 Euro × 0,08 = 200 Euro
  • Steuerlast insgesamt = 2.500 Euro + 137,50 Euro + 200 Euro = 2.837,50 Euro
  • Verbliebene Kapitalerträge = 13.000 Euro – 2.837,50 Euro = 10.162,50 Euro

Als Experten empfehlen wir unseren Schülern immer, sich eingehend mit dem Steuerrecht zu beschäftigen und keine Freibeträge auszulassen. Rechtlich gibt es tatsächlich gute Möglichkeiten, die Steuerlast zu senken und mit verschiedenen Praktiken wie den Freistellungsaufträgen und einer Günstigerprüfung zu sparen.

Wir raten zu steuerlicher Beratung
Bei der Kapitalertragsteuer gibt es natürlich viele Feinheiten und mögliche Risiken. Deshalb raten wir gerade unerfahrenen Anfängern dazu, einen Steuerberater hinzuzuziehen. Hier kommt es allerdings auch darauf an, ob sich die Kosten für den Steuerberater mit den tatsächlichen Einnahmen durch Kapitalerträge rechtfertigen lassen. Bei hohen Summen, z. B. um 5.000 oder 10.000 Euro und mehr, lohnt sich unserer Erfahrung nach aber eine professionelle Unterstützung.

Welche Aktie ist am besten für Daytrading? Top-Liste 2026

Welche Aktien fürs Daytrading geeignet sind, hängt von verschiedenen Faktoren und der Marktlage ab. In der folgenden Tabelle stellen wir dir einige Werte vor, mit denen wir 2026 bereits gearbeitet haben. Hier findest du also eine Top-Liste an Aktien, die du 2026 fürs Daytrading verwenden kannst.

Aktien/BrancheErklärung
TeslaTesla hat sich in den letzten Jahren durch sprunghafte Bewegungen im Zusammenhang mit öffentlichen Posts von CEO Elon Musk ausgezeichnet. Diese News-Ereignisse werden gerne für Daytrading mit Tesla-Aktien genutzt.
KI-Aktien (NVIDIA, AMD)KI-Aktien werden 2026 immer noch gehypt und liegen aufgrund der erwarteten Wachstumschancen hoch im Kurs. Es sind vor allem die Grafikkartenhersteller, die hier abheben. Der Trend geht dabei eher nach oben und wird von neuen Geschäftszahlen angefeuert.
Tech-Bluechips (Meta, Apple, Microsoft, Amazon)Tech-Bluechips wie Meta, Apple, Microsoft, Amazon und Google sind Klassiker für das Aktien-Daytrading. Der Vorteil ist, dass diese Werte auf einem hohen Niveau stabil verlaufen. Über lange Strecken hinweg gibt es aber oft nur kleinere Ausbrüche, weswegen unserer Erfahrung 2026 nach höhere Hebel und etwas mehr Analyse notwendig sind.
DAX-Werte (Siemens, Volkswagen, Allianz, SAP)Die deutschen DAX-Werte sind einigermaßen stabil, bewegen sich allerdings z. T. stark, wenn es wichtige finanzpolitische Nachrichten aus den USA gibt. So hatten die von Donald Trump 2025 und 2026 erhobenen Zölle gegen die EU einen erheblichen Einfluss auf die Kurse. Hier würden wir eine vorherige Makro-Analyse empfehlen.
Rüstungsindustrie, Drohnen, KI (Ondas, Red Cat, Kratos, Kraken, Hensoldt, Rheinmetall, Palantir, Lockheed Martin)2026 hat eine sehr erratische Außenpolitik des US-Präsidenten sowie viele weitere Kriege gesehen. Der Überfall auf Venezuela und der Angriff auf Iran haben speziell die Aktien von Drohnenherstellern sowie anderen Rüstungsfirmen gepusht. Das Changieren zwischen Kriegseintritt und Friedensgesprächen sorgt für Schwankungen am Markt, die fürs Daytrading genutzt werden können.
Energie (Bloom Energy, Uran, Lithium)Der Hype um KI und Kryptowährungen bringt einen erhöhten Energiebedarf mit sich, der auf die eine oder andere Weise gedeckt werden muss. Im Raum steht aktuell eine Kopplung an Atomenergie, aber auch andere Versorgungsstrategien. Fortschritte bei KI sorgen damit auch für sprunghaftes Wachstum bei Energieversorgern, die sich direkt auf Rechenzentren konzentrieren.
Speicherchips, Rechenzentren und Server (Terawulf, IREN, Micron, Marvell, Nebius, Applied Digital u. a.)Für die Durchführung von KI-Anwendungen werden immer mehr Speichermedien gebraucht, u. a. RAM und große Rechenzentren. Firmen, die sich in diesem Bereich betätigen, machen daher enorme Gewinne und erleben starke Sprünge in ihrem Kursverlauf. Entsprechend sind AGs wie Micron, Terawulf, Nebius und Applied Digital 2026 heiße Kandidaten für eine Daytrading-Strategie.
Micron Aktien am 26. Juni 2026
Beispiel für eine Aktie mit potenziell starker Tagesperformance: der Speicherchip-Hersteller Micron

Wie man richtige Aktien fürs Daytrading findet: Auswahlkriterien, methodische Suche und Strategien

Neben den im oberen Abschnitt genannten Aktien fürs Daytrading lassen sich je nach Tagessituation weitere Optionen finden. Hierfür sind bestimmte Auswahlkriterien wie Liquidität, Handelsvolumen und Volatilität wichtig. In unserer Praxis verwenden wir für die Suche nach potenziellen Daytrading-Assets u. a. Aktienscreener und professionelle Indikatoren wie den Betafaktor. Zunächst solltest du jedoch nach den hier dargestellten 7 Faktoren schauen:

KriteriumAktienwerte
Aktienwerte mit hoher Liquidität:Blue Chip-Aktien wie Microsoft, Google und Apple 
Aktienwerte mit hohen Handelsvolumina: Börsennotierte Unternehmen wie Siemens, SAP oder Mercedes
Aktienwerte mit hoher Volatilität:Saison-sensitive Aktien wie Hapag-Lloyd oder Börsenwerte wie McDonald’s
Nachrichtenlage:News wie Quartalszahlen und Zinsentscheidungen in den USA, relevant für Aktien wie Tesla, Micron u. a.
Relative Stärke/Schwäche:Aktien, die sich deutlich besser oder schlechter entwickeln als der Gesamtmarkt, können für das Daytrading gute Voraussetzungen bieten.
Vorbörsliche Aktivitäten:Vorbörsliche Aktivitäten können attraktiv für Aktien-Daytrading sein. Steigen die Kurse vor dem Börsenstart, kommt es nach Eröffnung oft zu Gewinnmitnahmen und einer Gegenbewegung. Bei abfallenden Kursen vor Börsenbeginn steigen die Preise oft mit der Börsenglocke.
Enger Spread:Ein enger Spread ist wichtig für das Aktien-Daytrading, da du damit beim kurzfristigen Halten der Positionen nicht unnötig Geld durch diese Spanne verlierst.

1. Hohe Liquidität

Eine hohe Liquidität ist die Grundvoraussetzung dafür, dass sich die Aktie für das Daytrading eignet. Wir schauen deswegen direkt am Anfang nach, wie viele Aktien im Tagesvolumen vorhanden sind und wie einfach sich die Werte damit kaufen bzw. verkaufen lassen. Ein wichtiger Nebeneffekt der hohen Liquidität ist, dass die Spreads im Allgemeinen schmaler sind und sich die Positionen damit ohne großen Wertverlust innerhalb weniger Stunden öffnen und schließen lassen.

Generell machen wir mit Bluechips und großen Index-Aktien gute Erfahrungen in Bezug auf die Liquidität. Aber auch zahlreiche Nebenwerte weisen eine ausreichende Liquidität am Markt auf, so dass sie sich für das Daytrading mit Aktien eignen. Wäre die Liquidität hingegen nicht ausreichend, wäre das für Daytrader kontraproduktiv. So könntest du dann eventuell nicht innerhalb eines Tages den Kauf und Verkauf des Wertpapiers durchführen, weil zum Beispiel ab dem Nachmittag keine Kurse mehr gestellt werden. Um die Liquidität zu erkennen, schauen wir uns meist das Tagesvolumen, den Spread und die Aufträge im Orderbuch an.

2. Hohes Handelsvolumen

Neben der hohen Liquidität sollten sehr gut für das Daytrading geeignete Aktien ein höheres Handelsvolumen aufweisen. Beide Faktoren stehen miteinander in starker Abhängigkeit: je höher das Handelsvolumen, desto höher auch die Liquidität. Mit dem Handelsvolumen bezeichnen wir die Anzahl der Aktien, die innerhalb eines festgelegten Zeitraums gekauft oder verkauft werden.

Am Handelsvolumen können wir als Daytrader ableiten, wie groß die Aktivität bei einem Wertpapier ist, und dementsprechend dessen Liquidität erkennen. Das Handelsvolumen ist daher eine wichtige Größe, die zum Beispiel häufig zusammen mit dem aktuellen Kurs der Wertpapiere veröffentlicht wird. Alle Käufe und Verkäufe tragen zum Handelsvolumen bei. Bei deutlichen Kursschwankungen steigen die Handelsvolumina meistens an, weil die Preise zum Beispiel auf folgende Ereignisse reagieren:

  • Nachrichten und ad hoc Mitteilungen
  • Politische Ereignisse
  • Wirtschaftszahlen
  • Ankündigungen von Unternehmen

Um das Tagesvolumen zu finden, reicht das Orderbuch leider nicht aus. Dafür gibt es eine ganze Reihe an Indikatoren und direkten Kennzahlen, welche dir das Handelsvolumen direkt oder indirekt anzeigen. Neben dem Average Daily Volume schätzen wir vor allem Tools, die das Volumen einbeziehen, insbesondere den auf dem Intraday verfügbaren Indikator VWAP.

Allgemein wird für US-Aktien meist ein hohes Handelsvolumen von etwa 5 Mio. Aktien oder etwa 100 Mio. US-Dollar am Tag vorausgesetzt. Bei deutschen Werten reichen 500.000 bis 2 Mio. Aktien aus. DAX-Werte sollten am besten einen Spread von 0,1 % für das Daytrading mit Aktien haben. Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass auch amerikanische Assets, vor allem Small Caps, auch problemlos ab 500.000 Aktien am Tag fürs Daytrading geeignet sind. Darunter würden wir jedoch nicht einsteigen.

3. Hohe Volatilität bei Aktien

Aktien, die sich am besten für das Daytrading eignen, sollten neben einer hohen Liquidität und einem möglichst hohen Handelsvolumen ebenfalls eine überdurchschnittliche Volatilität besitzen. Gemeint ist damit die Schwankungsbreite des Wertpapiers innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Je größer sie ist, desto höher können eventuelle Gewinne der Daytrader innerhalb des Tageshandels ausfallen. Würde der Aktientitel hingegen nur eine geringe Volatilität aufweisen, wären die Kursgewinne innerhalb des Tages eventuell so gering, dass sie unter Einbezug der Kosten keine Gewinne generieren.

Um die Volatilität zu ermitteln, nutzen wir häufig den Betafaktor, der ein Indiz dafür gibt, ob sich der Kurs des entsprechenden Wertes im Durchschnitt stärker verändert als der Gesamtmarkt. Solche Wertpapiere sind dann prädestiniert fürs Daytrading mit Aktien. Solche Positionen nehmen wir meist in die Watchlist auf und verfolgen dann Kennzahlen, Indikatoren sowie Chartmuster. Generell bevorzugen wir Aktien, die am Tag bis 10-12 % springen können. Aber auch niedrigere Schwankungen sind mit Hilfe des Hebels für uns attraktiv. 5 % reichen meist aus, um eine sinnvolle Rendite zu erzielen.

4. Relevante Nachrichtenlage

Nachrichten geben einen deutlichen Push oder einen Impuls für einen Abverkauf. Als Experten kennen wir uns natürlich auch in der News Trading Strategie aus und nutzen bestimmte Events dafür, im Tageshandel schnell Gewinne zu machen. Dazu gehören insbesondere die Veröffentlichungen der Quartalszahlen. Fallen diese positiv aus, kommt es oft zu einem starken Wachstum. Sind die Aussichten hier schlecht, kann der Kurs rasant abstürzen.

Chart mit Earnings-News bei Marvell vom März 2026
Sprunghaftes Wachstum nach Quartalszahlen: ideal für Daytrading mit Aktien

Um sich über die wichtigsten Ereignisse in der Finanzpolitik zu informieren, nutzen wir in der Regel einen Wirtschaftskalender. Viele Broker, so auch unser Favorit für das Daytrading mit Aktien, Capital.com, bieten ein solches Tool und integrieren es in die Plattform. Hier werden alle relevanten Termine mitgeteilt, so dass du deine Trading-Woche genau planen kannst.

Kalender mit aktienexternen Wirtschaftsereignissen bei Capital.com
Wirtschaftskalender mit anstehenden Ereignissen in der Finanz- und Kapitalwelt (Screenshot: Capital.com)

5. Relative Stärke/Schwäche

Wir halten es im Daytrading mit Aktien für besonders wichtig, dass sich der entsprechende Basiswert stärker oder schwächer als der Gesamtmarkt verhält. Indem er nämlich über dem Durchschnitt performt, bietet er gute Möglichkeiten, um Kursbewegungen an einem einzigen Tag mitzunehmen. Für Short-Positionen sollte im Gegensatz zum Longhandel eine Relative Schwäche vorhanden sein.

Bei dieser Eigenschaft sprechen wir nicht zwingend von der Volatilität an sich, sondern eher von der Kraft, die ein bestimmter Trend haben kann. Diese kann z. B. mit Hilfe von wichtigen Indikatoren wie dem RSI oder dem MACD ermittelt werden.

6. Vorbörsliche Aktivitäten

Bereits vor der Eröffnung der Börse wird am Markt gehandelt. Die vorbörslichen Aktivitäten werden dabei direkt auf den Charts angezeigt und können ein Hinweis auf die Ereignisse nach Handelsstart sein. Die Faustregel lautet: Wenn der Kurs vor Börsenstart stark ansteigt, geht er kurz danach meist nach unten. Bei negativen Entwicklungen im Pre-Market kommt es daraufhin oft zu einem kurzfristigen Anstieg.

Grund für diesen Effekt sind vor allem Abverkäufe und Einstiege. Wenn der Kurs sofort bei der Eröffnung nach oben springt, wollen viele Trader im Rahmen der Price Action Profite mitnehmen. Ergebnis: Der Kurs geht nach unten, fängt sich an einer Unterstützung und steigt dann langsam wieder an.

Vorbörsliche Aktivitäten im Chart von Nebius
Vorbörsliche Aktivitäten sind ein Indiz für kommende Kursbewegungen

Negative Bewegungen vor Börsenstart steigern wiederum das Interesse auf Nachfrageseite. Gerade bei langfristig attraktiven Assets nutzen viele Trader die tiefen Preise, um in den Handel einzusteigen. Mit der wachsenden Nachfrage geht dann der Kurs nach oben. Diese Effekte lassen sich also optimal für klassisches Daytrading und Scalping nutzen.

7. Enger Spread und geringe Gebühren

Da beim Daytrading mit Aktien innerhalb weniger Stunden viele Trades eingeleitet werden, tendieren wir immer zu Kontomodellen mit niedrigen Spreads und ohne Provisionen. Werden z. B. Ordergebühren von 3 USD pro Richtung verlangt, können die Trades kaum profitabel durchgeführt werden. Bei kommissionslosen Trades gehen die Kosten jedoch meist auf den Spread über. Dieser sollte aber ebenfalls schmal sein und bei etwa 0,5 Pips beginnen.

Um enge Spreads und kommissionsfreien Handel zu finden, empfehlen wir dir, einen umfangreichen Brokervergleich anzustellen. Bei Trading.de stellen wir dir detaillierte Informationen zu allen Anbietern bereit. Für Daytrading mit Aktien empfehlen wir speziell Capital.com, weil hier ohne Provisionen gehandelt werden kann.

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Mit welchen Methoden finde ich die richtigen Daytrading-Aktien?

Gute Methoden, um die richtigen Daytrading-Aktien zu finden, sind z. B. das Filtern nach hohen Beta-Faktoren und ATRs über Tools wie die Aktienscreener. Zudem kann man sich am Handelstag die Orderbücher anschauen, um Informationen über das Volumen zu erhalten. Im Folgenden erklären wir dir mehr:

Betafaktor und ATR für Volatilität verwenden

Um passende Aktien herauszufiltern, kannst du die Werte nach Volatilität prüfen und dafür eine Kombination aus Beta-Faktor und ATR verwenden. Zunächst würden wir hier den Beta-Faktor empfehlen, um ein erstes Indiz für die Schwankungsbreite zu haben. Wir wählen meist Aktien fürs Daytrading, die einen Beta-Faktor von > 1,5 haben. Hier gibt es mehr Bewegung und somit zusätzliche Trading-Chancen.

Im nächsten Schritt öffnet man die Charts und fügt den ATR hinzu. Dieser gibt dann konkrete Schwankungsbreiten in einer bestimmten Währung im Intraday an. Bei einem ATR zwischen 5 und 15 USD werden wir aktiv und gehen tiefer in die Chartanalyse ein.

Unser Tipp: Nutze Aktienscreener, um Daytrading-Aktien zu finden

Eines der wichtigsten Tools in unserer Arbeit als Daytrader ist der Aktienscreener. Mit diesem Hilfsmittel lassen sich Aktien nach Kennzahlen wie dem Betafaktor filtern und sortieren. Ebenso können bestimmte Marktkapitalisierungen, Liquidität und vieles mehr ermittelt werden. Für praktisch halten wir des Weiteren die Option, Aktien mit jüngsten News und Quartalszahlen oder einer relativen Stärke über die Scanner herauszufinden.

Aktienscreener bei TradingView mit Einstellungen für hohe Volatilität
Filter für Aktien mit hohem Beta und hohem ATR beim TradingView Aktienscreener

Neben den Aktienscreenern von namhaften Daytrading-Brokern gibt es eine Reihe an kostenlosen Profiversionen. Oft kannst du auch Zusatzfunktionen gegen eine Abo-Gebühr freischalten. In unserer Praxis nutzen wir sehr häufig die Angebote von Capital.com, aber auch von InvestingPro+, TradingView, TraderFox und Finviz. Schaue dir jetzt unseren Vergleich der besten Aktienscreener an!

Über das Orderbuch Daytrading-Aktien erkennen

Einige Broker gewähren dir einen Einblick in das Orderbuch. Hier kannst du einsehen, welche Kauforders und Verkauforders derzeit anstehen, wodurch sich eine gewisse Liquidität für den jeweiligen Wert ergibt. Uns hilft das Orderbuch zunächst einmal dabei, Assets mit hohem Handelsvolumen zu einem Zeitpunkt zu bestimmen und auf dieser Basis Daytrading mit Aktien zu betreiben.

Was uns meist interessiert, sind Aktien mit punktuell starken Bid-Seiten und einem hohen Liquiditätscluster. Erkennen wir einen solchen Wert, gehen wir weiter in die Analyse und ergänzen die üblichen Indikatoren, meist VWAP und den MACD.

Daytrading vs. Aktienhandel: Was ist der Unterschied?

Der Unterschied zwischen Daytrading und Aktienhandel besteht darin, dass beim Daytrading an einem einzigen Tag versucht wird, schnelle Gewinne mit CFDs zu erzielen, während der Aktienhandel meist auf ein langfristiges Wachstum sowie Vermögensaufbau setzt. Während der klassische Handel damit weniger Konzentration bedarf, muss man beim Daytrading stets auf die Charts schauen und diese im Rahmen eines Börsentages intensiv analysieren. Dadurch ist die Herangehensweise oft mit mehr Zeitwaufwand verbunden. Beim Daytrading mit Aktien planst du dir also direkt einen Arbeitstag ein.

Typische Unterschiede zwischen Daytrading mit Aktien und Aktienhandel im Überblick:

  • Daytrader profitieren von kurzfristigen Schwankungen der Kurse
  • Trading Horizont zwischen wenigen Minuten und maximal 12 Stunden
  • Daytrading mit Aktien ist relativ zeitaufwendig
  • Volatilität der Wertpapiere innerhalb eines Tages wird ausgenutzt

Lerne jetzt Aktien Daytrading mit unserer Trading.de Ausbildung

Daytrading mit Aktien will gelernt sein: Andernfalls drohen Fehleinschätzungen und hohe Verluste. Deshalb empfehlen wir dir eine strukturierte Ausbildung, die wir dir im Rahmen unseres Coachings anbieten können. Profitiere hierbei von mehr als 10 Jahren Erfahrung und lerne die wichtigsten Tricks bei der Suche nach geeigneten Trades kennen.

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Wir zeigen dir dabei, wie du einen Trend verfolgen und die Auswahl der Trades am besten skalieren kannst. Ein Fokus in der Trading.de-Ausbildung ist das Chance-Risiko-Verhältnis, so dass du vorab genau einschätzen kannst, welche Risiken du für wie viel Gewinn eingehst. Neben dem Coaching bieten wir dir eine lebendige Peer-Gruppe über Discord und Telegram, wo du dich mit anderen Anfängern und Fortgeschrittenen im Daytrading mit Aktien austauschen kannst. Jetzt bei Trading.de anmelden und teilnehmen!

Fazit: Lohnt sich Aktien Daytrading?

Daytrading mit Aktien ist eine Strategie, die auf Basis der technischen Analyse jeden Tag hohe Summen an Gewinnen am Markt abschöpfen kann. Die Idee dahinter ist es, die täglichen Kursbewegungen auszunutzen und durch den Einsatz von Hebeln schrittweise Profit aufzubauen. In der Regel können dabei zwischen 100 und 1.000 Euro am Tag erzielt werden.

Die Schwierigkeit liegt aber im Detail: Zunächst muss man nach den passenden Positionen für das Daytrading mit Aktien suchen. Diverse Indikatoren helfen dabei, Wertpapiere mit hoher Liquidität, Volatilität und Handelsvolumen herauszufiltern. Nun muss das Setup stimmen, bevor mit Hebel eingestiegen werden kann.

Unserer Erfahrung nach sind 3-5 % Monatsrendite problemlos möglich. Grundlage dafür ist jedoch, dass die Trader genau wissen, was sie tun. Wir raten daher prinzipiell zu einem strengen Risikomanagement und einer umfangreichen Übungsphase. Trading.de bietet entsprechende Kurse und Coaching an. Profitiere von mehr als 10 Jahren Wissen im Daytrading mit Aktien und lerne Schritt für Schritt, wie man seine Trades skaliert.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Daytrading mit Aktien:

Wie kann man Aktien Daytrading lernen?

Aktien Daytrading kann man durch Online-Kurse lernen, aber auch Bücher, Webinare, Foren und Blogs sind gute Quellen. Sehr hilfreich ist die Eröffnung eines Demokontos bei einem Broker. Hier können Strategien ohne finanzielles Risiko ausprobiert werden. Wir empfehlen insbesondere, ein umfangreiches Coaching zu durchlaufen. In der Trading.de-Ausbildung zeigen wir dir dabei, wie du Schritt für Schritt die Grundlagen fürs Aktien-Daytrading erlernst.

Kann man mit 5 € Aktien daytraden?

Ja, theoretisch gesehen ist es möglich, mit nur 5 € Aktien zu daytraden, wenn man hierfür CFDs und einen Hebel verwendet. Wir empfehlen jedoch grundsätzlich, einen höheren Betrag zu wählen. So bringen wir in der Praxis mindestens 100 € für einen Trade auf und erhöhen diesen Wert dann mit Leverage.

Wie viel Geld brauche ich für das Aktien Daytrading?

Daytrading mit Aktien ist bereits mit wenig Geld möglich, da kurzfristige Finanzinstrumente wie CFDs bereits ab Summen von unter 10 Euro handelbar sind und mit einem Hebel versehen werden. Um signifikante Gewinne zu realisieren, empfehlen Experten das Aktien Daytrading ab 1.000 Euro. So sind auch Renditen von zwei Prozent ausreichend.

Welcher Broker eignet sich für das Aktien Daytrading?

Der Broker Capital.com eignet sich besonders gut fürs Aktien Daytrading, da er niedrige Spreads ab 0,6 Pips und keine Kommissionen aufweist. Zudem ist eine große Auswahl an Aktien verfügbar. Generell raten wir zu transparenten Anbietern, die ihre Gebühren offenlegen. Zudem sollte eine Anbindung an Handelsplattformen wie TradingView und MetaTrader gegeben sein. Das Vorhandensein von relevanten Analysetools wie Indikatoren ist für das Daytrading mit Aktien Pflicht.

Welche Steuern fallen beim Aktien Daytrading an?

Auf die Gewinne beim Aktien Daytrading musst du Kapitalertragsteuer zuzüglich des Solidaritätszuschlages zahlen. Gegebenenfalls werden auch Kirchensteuern erhoben, wenn du Mitglied in einer entsprechenden Gemeinde bist.

Wie hoch ist der maximale Hebel im Daytrading mit Aktien?

Innerhalb der EU liegt der maximale Hebel beim Daytrading mit Aktien bei 1:5, da die ESMA-Regelung damit das Risiko etwas reduzieren will. Auf außereuropäischer Ebene ist Leverage bis 1:30 üblich. Viele Offshore-Broker bieten sogar Hebel bis 1:500 oder 1:1000 für das Aktien Daytrading an.

Was ist die beste Aktie zum Daytrading?

Die beste Aktie zum Daytrading sollte eine hohe Volatilität aufweisen, liquide sein und ein hohes Handelsvolumen besitzen, weil somit innerhalb von nur einem Tag ausreichende Wachstumsraten entstehen. Für das Aktien Daytrading waren in den letzten Jahren vor allem Tech-Werte wie Tesla, NVIDIA, Micron & Co. interessant. Die Situation verändert sich aber und es ist deswegen wichtig, die passenden Assets mit einem Aktienscreener herauszufiltern.

Andre Witzel
Andre Witzel hat über 10 Jahre Erfahrungen im Trading und ist der Gründer von Trading.de. Als Experte, Coach in der Trading.de Ausbildung und Trader teilt seine Strategien und Methoden mit seinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps zum erfolgreichen Handel geben.
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