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Das Ziel besteht beim Daytrading darin, mit dem Handel Gewinne zu erzielen. Da vorhandenes Kapital dazu notwendig ist, fallen die beim Daytrading erzielten Gewinne der Trader in den Bereich der Einkünfte aus Kapitalvermögen. Das bedeutet, dass die Gewinne zu versteuern sind.

In unserem Beitrag gehen wir zunächst darauf ein, welche Steuern beim Daytrading anfallen und was Sie in dem Zusammenhang wissen müssen. Ferner erläutern wir, wie viele Steuern Sie zahlen müssen, welche Besonderheit beim Handel mit Kryptowährungen existiert und welche Möglichkeiten es eventuell gibt, die Steuerlast zu verringern.

Steuern beim Daytrading

Welche Steuern fallen beim Daytrading an?

Es gibt lediglich eine Steuerart, die beim Daytrading relevant ist, mit Ausnahme des Handels von Kryptowährungen. Entgegen einer durchaus weiter verbreiteten Meinung ist das nicht die Spekulationssteuer, denn wurde schon vor fast 15 Jahren im Zusammenhang mit dem Handel von Wertpapieren und anderen Finanzprodukten abgeschafft. Heutzutage ist die Spekulationssteuer nur noch relevant im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf von Immobilien, denn dort sind eventuelle Gewinne unter bestimmten Voraussetzungen noch steuerfrei. Für das Daytrading ist die Spekulationssteuer hingegen nicht mehr von Interesse.

Wenn es um das Thema Daytrading und Steuern geht, dann ist heutzutage nur noch eine Art Steuer relevant: die Abgeltungssteuer. Manchmal sprechen Experten alternativ auch von einer Kapitalertragsteuer, denn streng genommen ist die Abgeltungssteuer eine Unterform dieser Steuerart. Wenn Sie mit dem Daytrading Gewinne erzielen, dann sind das Einkünfte aus Kapitalvermögen. Der Grund ist, dass Ihr vorhandenes Kapital die Basis dafür ist, dass Sie anschließend mit dem Tageshandel einen Ertrag generieren können. Deshalb spielt es – mit einer Ausnahme – keine Rolle, welche Art von Finanzprodukten Sie innerhalb beim Daytrading handelt.

Somit greift die Abgeltungssteuer insbesondere bei den folgenden Handelsgütern:

  • Aktien
  • Indizes
  • Rohstoffe
  • Währungen
  • CFDs und andere Derivate
  • Anleihen
  • Fonds

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Was ist die Abgeltungssteuer?

Sie wissen nun, welche Steuerart für das Daytrading relevant ist. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie hoch der Steuersatz im Rahmen der Abgeltungssteuer ist. Auch diese Antwort ist einfach, denn bei der Kapitalertragsteuer in Form der Abgeltungssteuer gibt es einen fixen Steuersatz. Dieser beläuft sich auf 25 Prozent. Hinzu kommt noch ein eventuell zu zahlender Solidaritätszuschlag nebst Kirchensteuer, falls Sie diese prinzipiell zahlen. Wenn wir den ohnehin für die meisten Bürger abgeschafften Solidaritätszuschlag einmal weglassen und davon ausgehen, dass Sie nicht in der Kirche sind, fallen demnach 25 Prozent Steuern auf Ihre Gewinne an.

Was ist der Sparer-Pauschbetrag? 

Wenn wir im Beitrag von den Daytrading Steuern und damit der Abgeltungssteuer sprechen, dann sollten Sie unbedingt wissen, worum es sich beim sogenannten Sparer-Pauschbetrag handelt. Dieser ist nämlich in Zusammenhang mit der Abgeltungssteuer von größerer Bedeutung. Der Sparer-Pauschbetrag ist ein Freibetrag, der jedem Bürger in Deutschland zur Verfügung steht. Er hat sich momentan in 2023 auf 1.000 Euro erhöht, nachdem er bis 2022 bei 801 Euro je Person lag. 

Durch den Sparer-Pauschbetrag müssen Sie nicht alle beim Daytrading und sonstigen Anlagen anfallende Gewinne versteuern, sondern lediglich die Erträge, die über die Grenze von 1.000 Euro pro Jahr steigen. Wenn Sie also beispielsweise mit dem Daytrading auf ein Jahr gerechnet einen Gewinn von 950 Euro erzielen und keine weiteren Einkünfte aus Kapitalvermögen haben, müssen Sie im Endeffekt nichts versteuern.

Was ist der Freistellungsauftrag?

Im Zusammenhang mit dem Sparer-Pauschbetrag ist im zweiten Schritt der Freistellungsauftrag relevant. Zwar steht Ihnen auf der einen Seite der bereits angesprochene Sparer-Pauschbetrag uneingeschränkt zur Verfügung. Damit die Banken und Broker allerdings trotzdem keine Abgeltungssteuer an das Finanzamt abführen müssen, müssen Sie andererseits dennoch einen solchen Auftrag erteilen. 

Sie geben dem Kreditinstitut oder dem Broker damit die Erlaubnis, die anfallenden Steuern nicht an das Finanzamt abzuführen. Sollten Sie hingegen keinen Freistellungsauftrag erteilen, sind Bank oder Broker dazu verpflichtet, die auf die Erträge und damit Gewinne anfallende Abgeltungssteuer abzuführen. Das gilt allerdings ausschließlich unter der Voraussetzung, dass Bank oder Broker in Deutschland ansässig sind. Darauf gehen wir im weiteren Verlauf unseres Beitrages noch näher ein.

Im Zusammenhang mit dem Freistellungsauftrag sollten Sie ferner beachten, dass dieser auf maximal 1.000 Euro pro Jahr lauten kann, eben aufgrund des Sparer-Pauschbetrages. Darunter fallen allerdings sämtliche Gewinne aus Kapitalvermögen. Wenn Sie also beispielsweise neben dem Daytrading noch Geldanlagen tätigen und damit ebenfalls eine Rendite erzielen, werden die Erträge ebenfalls durch den Sparer-Pauschbetrag und damit den Freistellungsauftrag abgedeckt. 

Sie müssen dementsprechend jeder Bank und jedem Broker einen separaten Freistellungsauftrag erteilen, wenn Sie dort Erträge von der Abfuhr der Abgeltungssteuer freistellen möchten. Sie müssen Ihren Freistellungsauftrag und damit den Sparer-Pauschbetrag faktisch aufteilen, wobei die Summe der Freistellungsaufträge den Sparer-Pauschbetrag von insgesamt 1.000 Euro nicht überschreiten darf. Das könnte in der Praxis wie folgt aussehen:

  • Bank A: 200 Euro
  • Bank B: 300 Euro
  • Broker A: 250 Euro
  • Broker B: 250 Euro

Sie hätten in dem Fall Ihren Sparer-Pauschbetrag vollumfänglich in Höhe von 1.000 Euro ausgenutzt und den Freistellungsauftrag auf zwei Banken und zwei Broker aufgeteilt.

Abgeltungssteuer...

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Wie sieht es bei ausländischen Brokern aus?

Zuvor haben wir kurz erwähnt, dass lediglich in Deutschland ansässige Banken und Broker dazu verpflichtet sind, eine Abfuhr der Abgeltungssteuer vorzunehmen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Daytrading Steuern nicht anfallen, wenn Sie sich für einen ausländischen Broker entscheiden. Es geht stattdessen lediglich darum, dass ausländische Broker keine Verpflichtung haben und dies in der Praxis auch nicht tun, auf die Gewinne anfallende Steuern an das deutsche Finanzamt abzuführen. 

In dem Fall sind Sie selbst dafür verantwortlich, Ihre Einnahmen bzw. Gewinne aus dem Daytrading im Rahmen Ihrer jährlichen Einkommensteuererklärung dem Finanzamt anzuzeigen. Dennoch gibt es im Zusammenhang mit den Steuern einen – wenn auch nur vorübergehenden – Vorteil, den Sie bei ausländischen Brokern nutzen können. Dieser besteht darin, dass Ihnen durch die nicht stattfindende Abfuhr der Abgeltungssteuer mehr Liquidität erhalten bleibt. 

Was das im Detail bedeutet, möchten wir im Folgenden durch die Gegenüberstellung eines inländischen und eines ausländischen Brokers erläutern. Dazu nehmen wir an, dass Sie Ihre Handelsgeschäfte einerseits bei einem inländischen und andererseits bei einem ausländischen Broker tätigen. Das führt zum Beispiel zu folgenden Situationen:

Inländischer Broker:

  • Handelskapital: 20.000 Euro
  • Realisierter Gewinn: 3.000 Euro
  • Freistellungsauftrag: 1.000 Euro
  • Zu versteuernden Gewinne: 2.000 Euro
  • Abzuführende Abgeltungssteuer: 500 Euro
  • Handelskapital nach Abzug der Steuer: 22.500 Euro

Ausländischer Broker:

  • Handelskapital: 20.000 Euro
  • Realisierter Gewinn: 3.000 Euro
  • Freistellungsauftrag: 1.000 Euro
  • Zu versteuernden Gewinne: 2.000 Euro
  • Abzuführende Abgeltungssteuer: –
  • Handelskapital nach Abzug der Steuer: 23.000 Euro

Sie sehen also, dass Sie beim ausländischen Broker trotz des gleichen, realisierten Gewinns anschließend mehr Liquidität zur Verfügung haben. Der Grund ist, dass keine direkte Abfuhr der Abgeltungssteuer stattfindet. Somit haben Sie für den Moment eine höhere Liquidität zum Handeln, wenn Sie sich für einen ausländischen Broker entscheiden. 

Manchmal fallen allerdings bereits im Ausland Steuern an, wenn Sie Gewinne erzielen, beispielsweise mit dem Daytrading. Dann ist es jedoch in der Regel möglich, die bereits gezahlte Steuer mit der in Deutschland fälligen Abgeltungssteuer zu verrechnen. Grundsätzlich müssen Sie also als in Deutschland lebender Daytrader sämtliche Gewinne aus dem Tageshandel versteuern, unabhängig davon, ob Sie einen inländischen oder ausländischen Broker in Anspruch nehmen.

Wie viel Steuern muss ich bei Daytrading Gewinnen zahlen?

Wie viel Steuern muss ich bei Daytrading Gewinnen zahlen?

Kommen wir nun zu der Frage, wie viel Steuern Sie de facto auf Daytrading Gewinne zahlen müssen. Den Steuersatz kennen Sie nun, er beläuft sich auf 25 Prozent. Allerdings muss es sich dabei nicht zwangsläufig um den Steuersatz handeln, den Sie persönlich zahlen. Darauf gehen wir im Verlauf des Beitrages noch näher ein, wenn wir zu dem Thema kommen, wie Sie Ihre Steuerlast eventuell verringern können. 

Sie wissen ebenfalls, dass Sie nicht sämtliche Daytrading Gewinne versteuern müssen, sondern Ihren Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro pro Jahr nutzen dürfen. Unter Umständen gibt es jedoch die Möglichkeit, dass Sie selbst beim Überschreiten dieses Sparer-Pauschbetrages mit Ihren Gewinnen dennoch keine Daytrading Steuern zahlen müssen. Wie und unter welchen Voraussetzungen ist das möglich?

Ganz einfach: Jeder Bundesbürger hat in Deutschland einen sogenannten Grundfreibetrag. Das bedeutet, dass Einkünfte unterhalb des Grundfreibetrages nicht versteuert werden. Aktuell (2023) beläuft sich dieser Grundfreibetrag auf 10.908 Euro. Unter den Grundfreibetrag fallen allerdings sämtliche Einkunftsarten und nicht nur Einkünfte aus Kapitalvermögen.

Das bedeutet, dass der Grundfreibetrag zum Beispiel die folgenden Einkunftsarten umfasst:

  • Einkünfte aus nicht selbstständiger Tätigkeit
  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen

Wenn Sie also beispielsweise nur nebenbei handeln, was bei der überwiegenden Mehrheit aller Trader der Fall ist, Sie also einer abhängigen Beschäftigung nachgehen, ist der Grundfreibetrag alleine dadurch meistens aufgebraucht und überschritten. Nehmen wir beispielsweise an, dass Sie in Ihrem Hauptberuf 32.000 Euro an Bruttogehalt im Jahr erzielen. Dann wäre damit der Grundfreibetrag schon deutlich überschritten. 

In dem Fall müssen Sie auf die anfallenden Gewinne aus dem Tageshandel – lediglich unter Anrechnung des Sparer-Pauschbetrages – vollumfänglich Steuern zahlen. Ist das Daytrading hingegen Ihre einzige Einkunftsart, wären tatsächlich sämtliche Gewinne bis 11.908 Euro (Grundfreibetrag + Sparer-Pauschbetrag) steuerfrei. Sie könnten dann nämlich neben den Grundfreibetrag sowie ebenfalls Ihren Sparer-Pauschbetrag in Anspruch nehmen.

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Daytrading Steuern beim Handel mit Kryptowährungen

Wie in unserer Einleitung bereits kurz thematisiert, greift die Abgeltungssteuer bei fast allen Handelsgütern, die es beim Daytrading gibt. Es existiert jedoch eine Ausnahme, nämlich der Handel mit Kryptowährungen. Hier muss jedoch differenziert werden, in welcher Form Sie auf steigende oder fallende Kurse der digitalen Währungen spekulieren. Zu unterscheiden ist, ob Sie die Coins direkt handeln oder stattdessen mittels verschiedener Derivate auf die Preisentwicklung spekulieren, beispielsweise im Rahmen des CFD Trading. Ist Letzteres der Fall, handeln Sie also sogenannte Krypto CFDs, werden auch hier die anfallenden Gewinne in den Bereich der Abgeltungssteuer fallen. 

Anders ist die Situation, wenn Sie direkt Coins kaufen oder verkaufen, beispielsweise den Bitcoin an einer Kryptobörse. In dem Fall fallen die entstehenden Gewinne nicht unter die Abgeltungssteuer und damit auch nicht in den Bereich der Einkünfte aus Kapitalvermögen. Stattdessen werden die Gewinne sogenannten privaten Veräußerungsgeschäften zugerechnet. Das wiederum führt zu zwei wesentlichen Unterschieden im Vergleich zur indirekten Spekulation auf Kryptowährungen, bei der die Abgeltungssteuer greifen würde. 

Der erste Unterschied besteht darin, dass es eine Freigrenze in Höhe von 600 Euro geht und nicht der Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro greift. Der zweite Unterschied ist, dass eine Spekulationsfrist existiert. Liegen nämlich zwischen Kauf und Verkauf der Kryptowährungen mehr als 365 Tage, dann sind die Gewinne steuerfrei. Für den Tageshandel ist das allerdings in der Praxis nicht relevant, da bekanntlich zwischen Eröffnen und dem Schließen der Position faktisch nie mehr als ein Tag vergeht, wenn wir den echten Tageshandel als Grundlage nehmen.

Es gibt sogar noch einen dritten Unterschied, wenn es um den Tageshandel von Digitalwährungen geht. Da die Abgeltungssteuer nicht greift, gibt es auch keinen fixen Steuersatz in Höhe von 25 Prozent. Das bedeutet, dass die aus dem Daytrading mit Kryptowährungen resultierenden Einnahmen mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuert werden.

Zusammengefasst sind es demnach die folgenden drei Unterschiede, die Sie beim Direkthandel von Kryptowährungen beachten sollten:

  • Freigrenze von 600 Euro statt 1.000 Euro Sparer-Pauschbetrag
  • Private Veräußerungsgeschäfte statt Einkünfte aus Kapitalvermögen
  • Persönlicher Steuersatz statt 25 Prozent Abgeltungssteuer

Daytrading Steuern: eine Beispielrechnung

Lassen Sie uns das bisher Gelernte an einem Beispiel verdeutlichen, nämlich wie viel Steuern Sie beim Daytrading zahlen müssen, die durch den Tageshandel entstehen. Wir möchten dazu beide „Modelle“ einzubeziehen, nämlich zum einen die Abgeltungssteuer und zum anderen die bereits angesprochen, privaten Veräußerungsgeschäfte beim Handel mit Kryptowährungen. Daher gehen wir davon aus, dass Sie zum einen durch den Tageshandel mit Aktien und zum anderen durch das Daytrading mit Kryptowährungen Gewinne erzielt haben.

Das führt zu folgendem Beispiel:

  • Gewinn aus dem Handel mit Aktien: 5.000 Euro
  • Sparer-Pauschbetrag 1.000 Euro
  • Zu versteuernder Gewinn: 4.000 Euro
  • Abgeltungssteuer: 1.000 Euro
  • Gewinn aus dem Handel mit Kryptowährungen: 2.000 Euro
  • Freigrenze: 600 Euro (unerheblich, da überschritten)
  • Zu versteuernder Gewinn: 2.000 Euro
  • Persönlicher Steuersatz: 22 Prozent
  • Steuern: 440 Euro
  • Steuerlast insgesamt: 1.400 Euro

Im Beispiel würden Sie also insgesamt auf die erzielten Gewinne 1.400 Euro Daytrading Steuern zahlen. Einen Aspekt sollten Sie unbedingt berücksichtigen: Sie müssen selbstverständlich nicht nur auf Ihre Gewinne Steuern zahlen, sondern im gleichen Jahr erlittene Verluste dürfen Sie gegenrechnen. Wenn Sie also auf der einen Seite mit dem Tageshandel zum Beispiel 5.000 Euro an Gewinnen erzielt haben, auf der anderen Seite allerdings Verluste von 2.000 Euro erlitten haben, müssen Sie lediglich den Saldo von 3.000 Euro versteuern.

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Wie kann ich meine Steuerlast reduzieren?

Wie kann ich meine Steuerlast reduzieren?

Grundsätzlich müssen Sie selbstverständlich die durch das Daytrading erzielten Gewinne (nach Abzug der Verluste) versteuern. Allerdings gibt es einige, teilweise im Beitrag bereits angesprochenen Möglichkeiten, wie Sie Ihre Steuerlast reduzieren können. Das sind im Wesentlichen:

  • Sparer-Pauschbetrag in Anspruch nehmen
  • Auf Freigrenze achten (bei Kryptowährungen)
  • Freistellungsauftrag erteilen
  • Gegenrechnung der Verluste (auch eventueller Verlustvortrag aus Vorjahren)
  • Liquidität erhalten durch ausländische Broker
  • Persönlicher Steuersatz statt 25 Prozent Abgeltungssteuer (wenn niedriger)

Am effektivsten senken Sie Ihre Steuerlast dadurch, dass Sie auf jeden Fall im gleichen Jahr entstandene Verluste gegenrechnen. Sie müssen lediglich den Saldo versteuern, also die Differenz aus Gewinnen und Verlusten. Dies klingt zwar selbstverständlich. Es gibt jedoch zahlreiche Trader, die nicht daran denken, erlittene Verluste zu verrechnen und dementsprechend ausschließlich die Gewinne bei der Steuererklärung angeben. Dadurch zahlen Sie viel mehr Steuern, als Sie eigentlich müssen.

Wie bereits angesprochen, hat die Abgeltungssteuer zwar einerseits den fixen Steuersatz in Höhe von 25 Prozent. Wenn Ihr persönlicher Einkommensteuersatz allerdings darunter liegt, beispielsweise bei 22 Prozent, wird dieser herangezogen, wenn es um die Versteuerung der Gewinne aus dem Daytrading geht. Das Finanzamt berechnet in dem Fall somit keine 25 Prozent, sondern im Beispiel lediglich 22 Prozent auf die Gewinne aus dem Tageshandel. Das wiederum reduziert dementsprechend ebenfalls Ihre Steuerlast.

Um den Grundfreibetrag müssen Sie sich nicht explizit kümmern, denn dieser wird bei Abgabe Ihrer Steuererklärung automatisch angesetzt. Wenn also das Daytrading Ihre einzige Einnahmequelle ist und Sie dort zum Beispiel einen Gewinn von 9.000 Euro im Jahr erzielt haben, fällt dieser komplett unter den Grundfreibetrag und Sie müssten nichts versteuern. Dass der Sparer-Pauschbetrag angerechnet wird, darum müssen Sie sich hingegen selbst kümmern und dies bei der Einkommensteuererklärung eintragen.

Notiz:
Sie können sich zwar für einen ausländischen Broker entscheiden, jedoch können Sie dadurch nicht Ihre Steuerlast mindern.
Sie erreichen lediglich, dass Sie während des Jahres mehr Liquidität zur Verfügung haben, da im Ausland ansässigen Broker die anfallende Abgeltungssteuer nicht an das deutsche Finanzamt abführen müssen.
Einen echten Steuerspareffekt erreichen Sie damit allerdings nicht.

Fazit: Auch Daytrading Gewinne müssen Sie versteuern

Als eindeutiges Fazit können wir festhalten, dass aus dem Daytrading entstehende Gewinne zu versteuern sind. In den allermeisten Fällen greift die Abgeltungssteuer, mit Ausnahme des Direkthandels von Kryptowährungen. Die Abgeltungssteuer beläuft sich auf 25 Prozent, falls Sie nicht Ihren persönlichen Steuersatz ansetzen dürfen, weil dieser niedriger ist. Zudem dürfen Sie Gewinne und Verluste gegenrechnen und können so Ihre Steuerlast deutlich senken. 

Wenn Sie einen inländischen Broker gewählt haben, führt dieser die anfallende Abgeltungssteuer automatisch an das Finanzamt ab. Das können Sie allerdings bei Gewinnen von bis zu 1.000 Euro pro Jahr vermeiden, indem Sie einen Freistellungsauftrag stellen. Bei ausländischen Brokern funktioniert das nicht, aber dafür erhalten Sie zumindest während des Jahres mehr Liquidität, da die Abgeltungssteuer nicht abgeführt wird. Keine Steuern zahlen Sie auf Daytrading Gewinne unter der Voraussetzungen, dass diese durch Ihren Grundfreibetrag abgedeckt werden und Sie sonst entsprechend keine anderen Einkünfte haben.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ) über Steuern beim Daytrading:

Wie viel zu versteuerndes Einkommen erzielt ein Daytrader im Monat?

Das monatliche Einkommen eines Daytraders kann sehr unterschiedlich ausfallen; einige erfolgreiche Daytrader können Tausende oder sogar Zehntausende Euro pro Monat verdienen, während andere Verluste hinnehmen müssen. Grundsätzlich müssen alle Gewinne in Deutschland versteuert werden, wenn der Wohnsitz in Deutschland ist.

Wie viele Steuern zahlt ein Daytrader?

In Deutschland unterliegen Gewinne aus dem Daytrading der Abgeltungssteuer, die derzeit bei 25% liegt. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Abgeltungssteuer sowie ggf. die Kirchensteuer. Insgesamt kann die Steuerlast somit bis zu 28% der Trading-Gewinne betragen. Ein Steuerberater kann Ihnen mehr darüber verraten. Es gibt jährliche Freibeträge, die von Jahr zu Jahr variieren.

Andre Witzel Über 10 Jahren Erfahrungen an der Börse
Andre Witzel ist selbstständiger Trader und der Gründer von Trading.de. Er teilt seine Strategien und Methoden mit meinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps geben. Lernen Sie von seinen Erlebnissen auf Trading.de.
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