90 % der Trader verlieren Geld, da sie Risiken falsch managen, allgemein emotional handeln, zu hohe Hebel nutzen und den Markt nicht ausreichend analysieren.
Im folgenden Artikel stellen wir über 10+ verschiedene Trading-Statistiken vor, die wir bei Trading.de zusammengetragen haben. Erfahre, welche Trading-Statistiken es gibt, warum viele Statistiken unvollständig sind und woran es liegt, dass die meisten Trader Verluste machen.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus 10+ Trading-Statistiken:
- Rund 14 Millionen Menschen in Deutschland investieren bereits in Aktien, ETFs oder andere Wertpapiere.
- Trader schlagen den Markt langfristig statistisch nur selten.
- Zwischen 70 % und 97 % der aktiven Trader machen langfristig Verluste.
- Frauen handeln seltener als Männer, erzielen aber im Durchschnitt leicht höhere risikobereinigte Renditen.
10+ interessante Trading-Statistiken im Überblick:

| Statistik | Fakt |
|---|---|
| Investoren in Deutschland | 14.000.000 |
| Daytrader in Deutschland | 6,5 % der Erwachsenen |
| Geschlechterverteilung im Trading | Deutschland: 70 % Männer, 30 % Frauen |
| Frauen vs. Männer im Trading | Frauen erzielen im Durchschnitt eine um 0,94 Prozentpunkte höhere risikobereinigte Rendite als Männer. |
| Trading-Häufigkeit der Gen Z | 66,5 % haben noch nie gehandelt, nur rund 15 % handeln mindestens einmal pro Monat |
| Schlagen Trader den Markt? | Nein, die aktivsten Privatanleger erzielten 11,4 % Rendite, der Gesamtmarkt 17,9 % |
| Trading mit KI | KI konnte 71 % der Handelsentscheidungen aktiver Fondsmanager korrekt vorhersagen. |
| Größe des Forex-Marktes | Tägliches Handelsvolumen von rund 9,6 Billionen US-Dollar (BIS 2025). |
| Erfolgreiche Trader | Langfristig sind nur 3 % bis 26 % der Daytrader profitabel. |
| Trader mit Verlusten | Langfristig verlieren 70 % bis 97 % der Trader Geld. |
Trading-Statistik 1: Wie viele Trader gibt es in Deutschland?
Stand 2025 gibt es 14 Millionen Investoren in Deutschland. Dies geht aus einer Trading-Statistik hervor, auf die sich das ZDF in einem Artikel bezieht. So investieren 14 Millionen Deutsche ihr Geld in Anlagewerte wie Aktien, Anleihen oder ETFs. Auch eine Zählung von YouGov bestätigt, dass jeder 5. Deutsche tradet.
Trading-Statistik 2: Wie viele Daytrader gibt es in Deutschland?
Laut NDR haben lediglich 6,5 Prozent der Erwachsenen in Deutschland in 2025 Daytrading gemacht. Umgerechnet sind das laut NDR 160.000 Menschen in Schleswig-Holstein.
Trading-Statistik 3: Wie ist die Geschlechterverteilung im Trading?
In Deutschland sind laut YouGov-Profil 2022 70 % der Trader männlich, 30 % sind weiblich. Damit ist die Geschlechterverteilung im Vergleich zu Jahren zuvor im Trading bereits ausgewogener. Noch vor 2020 waren 90 % der Trader männlich und nur 10 % weiblich. Frauen im Trading sind dennoch in Spezialisierungen weiter unterrepräsentiert.
Dass Frauen noch kaum aktiv sind, zeigt die Geschlechterverteilung in spezialisierten Trading-Bereichen wie dem Futures Trading oder Algo Trading. Laut einer Studie der SEBI in 2020 waren nur 13,7 % der indischen Futures- und Options-Trader weiblich. Eine weitere Studie im Vereinigten Königreich zeigt, dass nur 9 % der institutionellen Algo-Trader Frauen sind.
Trading-Statistik 4: Sind Frauen oder Männer die besseren Trader?
Statistisch erzielen Frauen bessere Renditen als Männer im Trading. Die bekannteste Untersuchung von Barber und Odean aus 2001 analysierte mehr als 35.000 Brokerkonten und zeigte, dass Männer zwar 45 % häufiger als Frauen handeln, durch diese Häufigkeit aber die jährliche Nettorendite auf 2,65 % sinkt, die von Frauen liegt bei 1,72 %. Risikobereinigt liegt die Jahresrendite von Frauen 0,94 % über den der Männer. Dass die Studie von Barber und Odean weiterhin aktuell für das Trading-Verhalten von Frauen und Männern ist, zeigt eine Studie der ING aus 2023. Auch die ING bestätigt, dass die Portfolio-Performance der Frauen 0,5 % besser ist, als die der Männer.
Trading-Statistik 5: Wie oft tradet die Gen Z?
Einer Umfrage von Statista zufolge handeln nur 2,9 % der Gen Z in Deutschland mehrmals pro Woche mit Aktien. Explizit unterteilt sich die Trading-Häufigkeit der Gen Z wie folgt:
| Trading-Häufigkeit der Gen Z | Anteil |
|---|---|
| Mehrmals am Tag | 1,8 % |
| Einmal am Tag | 1,2 % |
| Mehrmals pro Woche | 2,9 % |
| Einmal pro Woche | 2,7 % |
| Mehrmals im Monat | 5,4 % |
| Einmal im Monat | 5,1 % |
| Seltener | 14,4 % |
| Nie | 66,5 % |
Die Zahlen zeigen: Gerade einmal rund 15 % der Gen Z handeln wirklich regelmäßig mindestens einmal im Monat. Lies dazu auch unsere Studie zum Trading von Generation Z! ➞ https://trading.de/studie/
Trading-Statistik 6: Schlagen Trader langfristig den Markt?
Statistisch schlagen Trader und sogar professionelle Fondsmanager den Markt nicht. Beispielsweise blieben laut SPIVA Scorecard aus 2025 zum S&P Dow Jones 79 % der aktiv gemanagten US-Large-Cap-Fonds hinter dem S&P zurück. Dass Trader langfristig den Markt nicht schlagen, zeigen auch Studien, die Privatanlegerkonten untersuchen. In der Trading-Studie „Trading is Hazardous to Your Wealth“ wurden beispielsweise 66.000 Privatanlegerkonten untersucht. Die aktivsten Trader erzielten durchschnittlich rund 11,4 % Jahresrendite, während der Gesamtmarkt etwa 17,9 % erreichte.
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Trading-Statistik 7: Wie erfolgreich ist Trading mit KI?
Aktuelle Forschung zeigt, dass KI den Investmentprozess deutlich unterstützen kann. Eine Harvard-Studie ergab, dass ein KI-Modell 71 % der Handelsentscheidungen aktiver Fondsmanager korrekt vorhersagen konnte. Ausgerechnet die 29 % der nicht vorhersagbaren Entscheidungen schafften jedoch die höchste Überrendite von durchschnittlich 4,24 Prozentpunkten pro Jahr. Das deutet darauf hin, dass KI Routinemuster im Trading mittlerweile sehr gut erkennt.
Auch eine Studie der University of Chicago bestätigt den Erfolg von KI im Trading. ChatGPT erreichte in einer Untersuchung beispielsweise eine 60 % Trefferquote bei Gewinnprognosen, Analysten nur eine Trefferquote von 57 %.
Meinung von Profi Trader Andre Witzel zu KI Trading

KI wird immer besser darin, Finanzmärkte zu analysieren, sich jedoch ausschließlich auf sie in Trading-Entscheidungen zu verlassen, ist meiner Meinung nach gefährlich. KI erkennt nur Muster und somit Herdenverhalten. Auch ist oft im Algo Trading noch unklar, wer die KI-Modelle überhaupt betreibt. Auch die Deutsche Bundesbank warnt vor dem Einsatz von KI im Trading.
Trading-Statistik 8: Wie groß ist der Forex-Markt?
Im April 2025 wurden am weltweiten Devisenmarkt durchschnittlich rund 9,6 Billionen US-Dollar pro Tag umgesetzt. Gemeint ist das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen.
Trading-Statistik 9: Welche Krypto-Plattform ist für Privatanleger am Teuersten?
Coinbase ist aktuell mit einem Round Turn von 6,45 % die teuerste Krypto-Plattform für Privatanleger in Deutschland und verzeichnet so die höchsten Gesamtkosten laut einer Statista-Untersuchung aus 2026. Folgend sind Kraken und Bitpanda die teuersten Krypto-Plattformen. Die folgende Übersicht zeigt das gemessene Kostenniveau, wobei Bitvavo die niedrigsten Gesamtkosten verzeichnet.
| Krypto-Plattform | Gesamtkosten pro Round Turn in % |
|---|---|
| Coinbase | 6,45 |
| Kraken | 5,92 |
| Bitpanda | 4,99 |
| N26 | 4,77 |
| Trade Republic | 2,77 |
| Bison | 2,5 |
| flatex | 1,21 |
| justTRADE | 0,64 |
| Bitvavo | 0,53 |
Trading-Statistik 10: Wie viele Trader sind erfolgreich und wie viele Trader verlieren Geld?
Je nach untersuchtem Markt und Zeitraum liegt der Anteil profitabler Daytrader in den ausgewerteten Studien zwischen etwa 3 und 26 Prozent. Diese Erfolgsquote geht aus Trading-Statistiken Fast & Slow, Forschern der Universität Sao Paulo und offiziellen Berichten der Finanzaufsicht ESMA hervor.
- Trading-Statistik „Learning Fast or Slow“ aus 2020: Laut der Trading-Statistik der Oxford University ist die Gesamtrendite der Daytrader negativ, denn 74 % des Daytrading-Volumens stammen von Tradern mit einer Verlusthistorie. 97 % der Daytrader werden voraussichtlich auch künftig Geld mit Daytrading verlieren.
- Trading-Statistik von SEBI 2024: Gemäß SEBI machen 70 % der Intraday-Trader Verluste, aktive Trader mit mehr als 500 Trades pro Jahr liegt die Verlustquote sogar bei 80 %.
- Trading-Statistik „The Myth of Profitable Day Trading“: Im Working Paper der SSRN-Review konkludieren die Autoren, dass weniger als 1 % der Trader dauerhaft Gewinne erzielen, 80 % der Trader verlieren noch vor Abzug der Transaktionsgebühren Geld.
- Trading-Statistik der ESMA: Die europäische Finanzaufsicht ESMA verpflichtet CFD-Broker zu Risikohinweisen wie „Zwischen 74 % und 89 % der Konten privater CFD-Anleger verlieren Geld.“
Warum verlieren Trader Geld? Gründe statistisch belegt
Die Hauptgründe, warum Trader Geld verlieren sind
- emotionale Entscheidungen
- Angst und Gier
- Overtrading
- fehlendes Risikomanagement
- fehlendes Money Management
Warum über 90% der Trader Geld verlieren, erklären wir auch in diesem Video:
1. Mangel an Disziplin: Verluste durch impulsives Handeln und Abweichen von der Handelsstrategie
Studien belegen, dass der Mangel an Disziplin im Trading zu schlechteren Trading-Ergebnissen führt. Die Kernaussage des Journal of Economics aus 2005 ist zum Beispiel, dass disziplinierte Trader signifikant bessere Ergebnisse als weniger disziplinierte Trader erzielen.
Der Grund für die schlechteren Trading-Ergebnisse aufgrund fehlender Disziplin ist unserer Erfahrung nach, dass diese sich in impulsiven Entscheidungen manifestieren. Sind Trader also nicht mehr diszipliniert, folgen sie nicht mehr ihrer Handelsstrategie. Dies begünstigt suboptimale Ein- und Ausstiegspunkte.
Profi Trader Andre Witzel zu mangelnder Disziplin im Trading

Die Missachtung eines disziplinierten Ansatzes untergräbt die Effektivität einer Strategie, die auf gründlicher Analyse und Risikomanagement basiert. Langfristig führen solche Abweichungen zu unnötigen Verlusten, da sie den systematischen Ansatz eines wohlüberlegten Handelsplans durch spontane Aktionen ersetzen. Das sehe ich auch immer in den Trading Journals unserer Teilnehmer. Die Strategie funktioniert, bis nach zwei Verlusttrades spontan die Positionsgröße erhöht oder ein Einstieg ohne Signal genommen wird. Deshalb lassen wir jeden Trade mit Einstiegssignal, Risiko und emotionalem Zustand dokumentieren.
2. Fehlendes Risikomanagement: Zu große Positionen oder fehlende Stop-Loss-Orders
Trader verlieren aufgrund fehlenden Risikomanagements regelmäßig Geld. Allein das Setzen eines Stop Losses verbessert das Money Management so sehr, dass es Drawdown-Effekte und psychologische Fehlentscheidungen minimiert. Eine Untersuchung aus 2019 beweist zum Beispiel, dass Stop Losses den Dispositionseffekt im Trading minimieren, also dass Trader Gewinne zu früh verkaufen und Verluste zu spät realisieren. Ein Paper aus 2019 des MIT-Forschers Andrew Lo zeigt zudem, dass Stop-Loss-Regeln in Trendmärkten die Performance verbessern können und historisch einen Mehrwert von 50 bis 100 Basispunkten pro Monat lieferten.

3. Zu hohe Hebel: Einsatz von zu hohem Leverage
Dass zu hohe Hebel statistisch häufig zu Verlusten im Trading führen, ist im Trading ein so häufiger Fehler, dass die ESMA-Hebelbegrenzungen eingeführt hat und CFD-Trader verpflichtend Risikohinweise auf ihrer Webseite führen müssen.
Eine Art Überhebelung entsteht, wenn Trader mehr Kapital im Markt bewegen, als sie tatsächlich besitzen, indem sie Leverage nutzen. Das Trading mit Hebeln steigert Gewinne überproportional, ebenso aber auch Verluste, da bereits geringe Preisänderungen zu großen Schwankungen im Wert der Position führen.
Beispiel: Bei einem Hebel von 1:200 bewegst du mit 1.000 Euro Eigenkapital eine Position von 200.000 Euro. Eine Gegenbewegung von nur 0,5 Prozent entspricht bereits 1.000 Euro und kann das eingesetzte Kapital vollständig aufzehren.
Überschreitet der Markt eine gewisse Grenze gegen die Position, können die Verluste das eigene Kapital übersteigen und zum Totalverlust führen. Trader unterschätzen unserer Meinung dieses Risiko und erkennen nicht, dass hoher Leverage bei nachteiligen Marktbewegungen zu schnellen und massiven Verlusten führen kann, die die gesamte Handelsstrategie zunichtemachen.
4. Mangelnde Erfahrung: Unzureichendes Verständnis der Märkte
Trader mit geringer Erfahrung verstehen oft die Komplexität der Finanzmärkte und die Nuancen der verschiedenen Handelsinstrumente nicht vollständig. Ohne tiefgehendes Wissen über
- Marktmechanismen,
- Analysemethoden und
- das Verhalten von Finanzinstrumenten unter verschiedenen Bedingungen
schätzen sie die Risiken falsch ein. Tatsächlich zeigen Studien, dass Anfänger im Trading ihre Fähigkeiten tendenziell überschätzen und aggressiver statt mit Vorsicht handeln. Aus dem Journal of International Money and Finance geht klar hervor, dass Anfänger im Trading aus kurzfristigen Gewinnen oder Verlusten nicht lernen, dauerhaft profitabler zu werden. Deshalb etablieren wir in unserer Trading.de zunächst ein Grundlagenwissen und handeln im Demokonto, bis alle Teilnehmer ihr Grundlagenwissen im Trading aufgebaut haben.
5. Psychologische Fallen: Gier und Angst führen zu schlechten Entscheidungen
Emotionales Trading und die Psychologie dahinter führen zu Verlusten im Trading. Gier kann zu übermäßig riskanten Positionen verleiten, während Angst zu vorzeitigem Verkaufen und dem Verpassen potenzieller Gewinne führen kann. Der MIT-Forscher Andrew Lo hat 80 Daytrader über fünf Wochen begleitet und fand dabei heraus, dass Trader mit stärkeren emotionalen Reaktionen auf Gewinne und Verluste schlechtere Ergebnisse erzielten.
Trader Andre Witzel warnt vor emotionalem Trading

Emotionen untergraben die Fähigkeit eines Traders objektive Entscheidungen zu treffen und an einem strategischen Plan festzuhalten. Die Herausforderung für angehende wie auch professionelle Trader besteht stets darin, kognitive Verzerrungen zu erkennen und zu kontrollieren, was eine wichtige Disziplin im Risikomanagement darstellt. Denn so manch eine Bias hat dem Trader schon das Kapital gekostet. Emotionen im Trading sind Teil unserer Trading.de Ausbildung und wir führen unsere Teilnehmer 1:1 in Coachings durch diese durch.
6. Mangelnde Geduld: Vorschnelles Handeln ohne abwartende Markteinschätzung.
Mangelnde Geduld führt ebenfalls dazu, dass Trader Geld verlieren. In der Studie „Patience is not Prudence“ aus 2026 wirkte sich Geduld haben zwischen zwei Orders positiv auf die Performance aus. Eine weitere Untersuchung von Futures Tradern aus 2017 ergibt, dass unerfahrene Trader häufiger zu früh in Position einsteigen. Auch das ist unserer Meinung neben fehlender Erfahrung auf Geduld zurückzuführen.
7. Overtrading: Zu häufiges Handeln
Das Overtrading beschreibt ein Szenario, in dem Trader zu häufig handeln, oft getrieben von der Suche nach verpassten Gelegenheiten oder dem Versuch, Verluste schnell wieder wettzumachen.
Diese Überaktivität führt zu überproportional hohen Transaktionskosten und Gebühren, die die Rendite schmälern. Zudem verursacht das Overtrading unserer Erfahrung nach auch emotionale Probleme. Diese beeinträchtigen das Urteilsvermögen und bedingen erneut schlechte Entscheidungen.

Profi Trader Andre Witzel: Overtrading lässt sich abtrainieren

Dass Overtrading Lernsache ist, zeigt eine Untersuchung, die im Journal of Banking & Finance aus 2025 veröffentlicht wurde. Sie zeigt, dass Overconfidence im Trading mit zunehmender Börsenerfahrung abnimmt. Diese Selbstüberschätzung ist aus meiner Sicht die größte Ursache für Overtrading und ist in unserer Ausbildung immer sichtbar, wenn Trader mehrere Gewinne nachheinander verzeichnen. Dann gehen Euphorie und Gier mit ihnen durch und sie verlieren wieder viel Geld. Deshalb immer eine Pause nach einem Gewinn machen.
8. Unzureichende Recherche: Handel basierend auf Tipps statt auf eigener Analyse
Trader, die ohne gründliche Recherche handeln und sich stattdessen auf Tipps oder unzuverlässige Quellen stützen, setzen sich einem hohen Verlustrisiko aus. Der Bericht „The Democratization of Investment Research“ aus dem Journal of Financial Economics 2022 fasst zusammen, dass Privatanleger, die hochwertige Research-Berichte nutzen, ihre Handelsentscheidungen verbessern und Renditen besser einschätzen.
Trading Nachteile: 4 Risiken auf einen Blick
Doch was spricht neben den häufigen Verlusten laut Trading-Statistiken gegen das Trading? Die folgenden Trading Nachteile solltest du kennen, um diese gezielt zu managen.
- Marktrisiko: Trader sind Marktschwankungen und unvorhersehbaren Ereignissen wie Wirtschaftsnachrichten ausgesetzt. Diese Ereignisse können zu schnellen und signifikanten Verlusten führen, besonders wenn große Hebel eingesetzt werden.
- Liquiditätsrisiko: In manchen Märkten oder bei bestimmten Instrumenten kann es an Liquidität mangeln, was dann zu Schwierigkeiten beim Ein- oder Ausstieg aus Positionen zu gewünschten Preisen führen kann. Dieses Risiko ist besonders hoch außerhalb der Hauptmarktzeiten oder bei exotischen Instrumenten mit einer geringen Liquidität.
- Hebelrisiko: Der Einsatz von Hebeln kann Gewinne vergrößern, aber auch Verluste dramatisch erhöhen. Eine kleine Marktbewegung kann bereits einen schnellen und erheblichen Verlust des eingesetzten Kapitals bedingen, insbesondere ohne adäquates Risikomanagement.
- Psychologisches Risiko: Das Trading kann emotional belastend sein, emotionale Entscheidungen können zu unüberlegten Trades führen. Stress ist an der Tagesordnung, Gier und Angst sind die entscheidenden Emotionen, die den Handel mitunter negativ beeinflussen.
Die drei wichtigsten Tipps zur Vermeidung von Trading-Verlusten
Um Trading-Verluste zu vermeiden, müssen Trader statistisch gesehen vor allem ihre Emotionen im Trading sowie ihr Risikomanagement kontrollieren. Im Folgenden teilen wir dir unsere Tipps als Trading.de Coaches und Profi Trader.
Risikomanagement
Eine zentrale Herangehensweise zur Vermeidung von Trading-Verlusten ist für uns ein effektives Risikomanagement. Dies umfasst die Festlegung von Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen, und das Einhalten von festgelegten CRVs, damit die potenziellen Gewinne die Risiken rechtfertigen. Unseren Teilnehmern der Trading.de Ausbildung sagen wir deshalb, dass sie niemals mehr riskieren sollen, als sie sich leisten können zu verlieren. Zu einem effektiven Risikomanagement gehört für uns auch nur einen kleinen Prozentsatz des Gesamtkapitals pro Trade einzusetzen. Eine Faustregel hier sind maximal 1 bis 2 % des Gesamtkapitals pro Trade zu riskieren.
Emotionale Disziplin
Emotionale Disziplin ist für uns ebenfalls entscheidend, um impulsives Handeln und die damit verbundenen Verluste zu vermeiden. Unserer Erfahrung nach gelingt dies am besten, wenn Trader ihre Emotionen überwachen. Deshalb erhalten alle Trader in unserer Trading.de Ausbildung ein Trading Journal. Neben Gewinnen, Verlusten und Strategien dokumentieren Trader auch ihre Emotionen und sehen so, wie ihre Emotionen mit dem Ausgang des Trades zusammengehen. Unser Tipp ist an dieser Stelle immer mindestens 24 Stunden das Trading zu pausieren, wenn du bemerkst, dass du emotional handelst.
Kontinuierliche Bildung
Ein tiefes Verständnis der Märkte und eine kontinuierliche Weiterbildung sind für uns ebenfalls unerlässlich, um Trading-Verluste zu minimieren, weshalb wir unsere Trading.de Ausbildung eröffnet haben. Trader sollten sich regelmäßig über Markttrends, Wirtschaftsnachrichten und technologische Entwicklungen informieren, um ihre gesamte Trading Strategie auszuschöpfen.
Wie viele Broker gibt es?
Am deutschen Markt gibt es schätzungsweise rund 100 Online Broker, wobei weltweit gesehen mehrere 100 Online Broker existieren. Broker unterteilen sich wiederum in Kategorien wie
- Aktienbroker,
- Forex-Broker,
- CFD-Broker,
- Krypto-Börsen.
Damit gibt es Hunderte von größeren Brokern weltweit, die in den jeweiligen Märkten an der Spitze stehen und Tausende von kleineren Brokern, die spezifische Nischen bedienen oder in bestimmten geografischen Gebieten agieren. Hier ist es kaum möglich, eine konkrete Anzahl zu identifizieren.
Unter 100+ Online Brokern am deutschen Markt sind das unsere 3 Broker-Favoriten:
- Spreads ab 0,0 Pips
- Niedrige Kommissionen
- Direkte ECN Ausführung
- TradingView, cTrader, MT4/MT5
- Regulierung durch FMA (Neuseeland)
- Über 26.000 Märkte
- Sehr nutzerfreundliche Plattform
- Großes Angebot an 5.000+ CFDs auf Anlageklassen
- 24/7 Deutscher-Kundenservice
- Konkurrenzfähige Spreads
- 0% Provision (andere Gebühren fallen an)
- TradingView, MT4 & mehr
- Vielfältiges Weiterbildungsprogramm
- Mehrfache Regulierung
- Große Auswahl an handelbaren Instrumenten
- Copy Trading möglich
- Enge Spreads ab 0.0 Pips
- Hebel bis 1:1000
- Kostenloses Demokonto
- Deutschsprachiger Kundensupport
Online-Broker-Betrug vermeiden
Betrugsfälle beim Trading reichen von unehrlichen Brokern, die Handelsbedingungen zu ihrem Vorteil manipulieren, bis hin zu betrügerischen Plattformen, die Einlagen sammeln und dann verschwinden. Forex- und Kryptomärkte, oft weniger reguliert als traditionelle Finanzmärkte, sind besonders anfällig für Betrug und Manipulation. Dennoch sind die Finanzmärkte problemlos handhabbar und sicherer als dies Anfänger oftmals meinen.
Wir empfehlen dir, nur bei seriösen und regulierten Online Brokern ein Konto zu eröffnen. Aufsichtsbehörden wie die SEC in den USA, die FCA im Vereinigten Königreich oder die BaFin in Deutschland bemühen sich um die Überwachung des Handels und den Schutz der Investoren.
Großer unregulierter Schwarzmarkt
- Betrügerische Broker und Plattformen werden von kriminellen Banden genutzt, um ahnungslose Anleger zu prellen. Das Volumen an Betrug dürfte ziemlich hoch sein, laut Schätzungen werden in Deutschland jährlich mehrere hundert Millionen Euro auf den Konten der Betrüger landen.
Expertentipp von Profi Trader Andre Witzel zu Trading Betrug

Mit der Auswahl eines seriösen Brokers und einer adäquaten Trading Strategie lässt sich das Risiko eines Betrugs massiv reduzieren. Vielmehr zeigen Trading Statistiken, dass das größte Risiko eine unprofitable Strategie ist. Ein Trader wird eher durch falsche Entscheidungen im Handel sein Geld verlieren als Opfer eines Betrugs werden.
Mein Tipp: Lizenzierungen, Regulierung und Kundenerfahrungen helfen bei der Bewertung eines Brokers.
Was kosten Trading Ausbildungen?
Die Kosten für Trading-Ausbildungen können stark variieren, abhängig von Anbieter, Umfang und Inhalt des Programms. Einstiegs- und Online-Kurse sind meist ab einigen hundert Euro verfügbar, während umfassendere Programme oder persönliche Coachings mitunter mehrere tausend Euro kosten.
Viele Online-Plattformen bieten auch kostenlose Einführungskurse zum Trading lernen an, um Grundlagen des Tradings zu vermitteln. Allerdings sollten Trader beachten, dass höhere Kosten nicht immer höhere Qualität garantieren. Hier ist es wichtig, das Preis-Leistungs-Verhältnis zu bewerten und sicherzustellen, dass die Ausbildung von erfahrenen und vertrauenswürdigen Tradern durchgeführt wird.

Beispielsweise können Trader mit unserer Trading-Ausbildung von Trading.de wertvolles Fachwissen erwerben und sich mit langjährig profitablen Händlern austauschen.
Als Trader solltest du die verschiedenen Optionen sorgfältig prüfen und eine Ausbildung wählen, die deinen individuellen Lernbedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten entspricht. Doch eine Trading Ausbildung kann langfristig durchaus einen Unterschied in puncto Erfolgsaussichten machen.
Wie viel Geld investiert der durchschnittliche Trader?
Der Betrag, den der durchschnittliche Trader investiert, variiert stark und hängt von individuellen finanziellen Verhältnissen, Handelszielen und Risikobereitschaft ab. Generell starten viele Einsteiger mit einem Kapital von einigen hundert bis einigen tausend Euro. Der Durchschnitt in Deutschland liegt nach unserem Wissen und Nachfragen bei Brokern bei ca. 3.000 Euro, wobei Mindesteinzahlungsgrößen meist unter 200 Euro liegen.
Trading.de Gründer und Profi Trader Andre Witzel empfiehlt zum Beispiel ein Startkapital von mindestens 500 Euro für den Handel, um auch wirklich Strategien umzusetzen. Anfänger sollten laut Andre Witzel aber immer im Demokonto zunächst üben, bis sie profitabel handeln.
Erfahrene Trader oder solche, die professionell handeln, können jedoch deutlich größere Summen einsetzen. Trader sollten eine solide Risikomanagementstrategie verfolgen, um ihr Kapital zu schützen und langfristig erfolgreich zu sein.
Fazit: Trading-Statistiken zeigen, dass noch Luft nach oben ist
Trading-Statistiken zeigen, dass rund 90 % der Trader Geld verlieren, da sie ihr Risiko nicht managen oder zu emotional handeln. Zudem zeigen Trading-Statistiken, dass nur die wenigsten Trader tatsächlich den Markt schlagen, es aber durchaus Möglichkeiten gibt, durch emotionale Kontrolle Fehlverhalten wie Overtrading zu vermeiden. In unserer Trading.de Ausbildung zeigen wir dir, wie du strategisch und mit Trading Mindset handelst und dich so zum profitablen Trader entwickelst.
FAQ: Meist gestellte Fragen:
Warum verlieren Trader Geld?
Trader verlieren oft Geld aufgrund mangelnder Marktkenntnis, unzureichenden Risikomanagements und emotionalen Entscheidungen. Fehlende Disziplin und das Nichtbefolgen eines konsistenten Handelsplans tragen ebenfalls zu Verlusten bei.
Kann ich als Trader mehr verlieren, als ich eingezahlt habe?
Ja, beim Handel mit Hebelwirkung ohne Negativsaldoschutz können Trader mehr verlieren als ihre ursprüngliche Einzahlung.
Kann ich mit Trading Geld verlieren?
Ja, das Trading birgt das Risiko, Geld zu verlieren. Ein effektives Risikomanagement ist von Bedeutung, um Verluste zu minimieren.
Warum hat das Trading nicht funktioniert?
Das Trading funktioniert oft nicht aufgrund unrealistischer Erwartungen, mangelnder Strategie und Planung, sowie unzureichender Analyse. Zudem führen emotionale Entscheidungen zu Verlusten. Das Trading sollte rational erfolgen.
Welche Altersgruppe ist am häufigsten beim Daytrading in Deutschland vertreten?
Statistisch gesehen daytraden die Altersgruppe zwischen 30 und 50 Jahren am häufigsten. Diese Gruppe hat in der Regel eine stabilere finanzielle Basis und ist oft bereit, mehr Risiko zu übernehmen. Nach den neuesten Entwicklungen partizipieren aber auch immer mehr jüngere Menschen am Daytrading, da es sich um eine Möglichkeit handelt, das eingesetzte Kapital zu vervielfachen.