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Während bei einem Differenzkontrakt vereinbart wird, dass bei der Auflösung die Preisdifferenz des Basiswertes am Markt auf diesem Vertrag greift, sind die beiden Partner bei einer Option dazu verpflichtet, diese beim Ziehen der Option zum vorher vereinbarten Kurs einzulösen. Daraus ergeben sich verschiedene Vor- und Nachteile sowie Anwendungsmöglichkeiten. Wir finden z. B., dass Anfänger sehr viel besser mit CFDs arbeiten und ihre Einlagen multiplizieren können, während Optionen für komplexere Strategien mit Hedging geeignet sind. In diesem Artikel erklären wir Ihnen genauer, was der Unterschied zwischen Optionen vs. CFDs ist und wie die Instrumente funktionieren. Lesen Sie jetzt weiter und erfahren Sie mehr!

Die Übersicht der Unterschiede zwischen CFDs und Optionen:

Eigenschaft:Optionen:CFDs:
Funktionsweise:Verträge, die das Recht, aber nicht die Pflicht geben, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.Nachbildung eines Basiswertes über Differenzkontrakt mit dem Broker: Wette auf steigende oder fallende Kurse.
Handel via:TerminbörseCFD Broker
Mögliche Rendite:hochhoch
Verlustrisiko:hochhoch
Hebel:oft zwischen 2:1 und 10:1je nach Basiswert 2:1 bis 500:1
Wiedergabe Basiswert:mehrere Einflussfaktoren1:1
Laufzeit:begrenztunbegrenzt
Komplexität Produkt:komplexeinfach
Long & Short möglich:jaja

Das Wichtigste im Überblick:

  • CFDs ermöglichen das Spekulieren auf Preisänderungen von Basiswerten wie Aktien, Indizes, Rohstoffen und Kryptowährungen.
  • Optionen dagegen sind Verträge, die das Recht, aber nicht die Pflicht bieten, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Optionen haben eine begrenzte Laufzeit und einen Verfallstermin.
  • Beide Instrumente bieten Chancen auf hohe Gewinne, bergen aber auch Risiken. Die Wahl zwischen CFDs und Optionen hängt von den individuellen Zielen und Strategien des Traders ab.

Wie unterscheidet sich die Laufzeit von CFDs und Optionen?

Die Laufzeit von CFDs und Optionen unterscheidet sich darin, dass CFDs keine Begrenzung haben, während bei Optionen ein offizielles Vertragsende festgelegt ist. An diesem Zeitpunkt muss die Option entweder zum festgelegten Preis ausgeführt oder verfallen gelassen werden. Die Verfallstermine liegen hier meist bei zwischen 3 und 12 Monaten, wobei es in der Regel auch Verlängerungsmöglichkeiten gegen Gebühr gibt.

Bei der Option ist eben aufgrund dieses Verfallstermins zu beachten, dass der Optionspreis gegen Ende der Laufzeit immer weiter sinkt. Man bezeichnet das in der Praxis auch als Zeitverfall, weil der Zeitwert immer weiter absinkt. CFDs werden dagegen zu jedem beliebigen Zeitpunkt vom Trader eröffnet und geschlossen.

Wo kaufe ich Optionen und CFDs?

Optionen kauft man an einer Terminbörse über einen speziellen Optionsbroker, während CFDs über den jeweiligen CFD Broker gehandelt werden. Damit hängt zusammen, dass CFD Broker als Market Maker auftreten, also selbst den Preis stellen. Bei Optionen hingegen bilden sich die Preise ausschließlich durch Angebot und Nachfrage am Markt, wobei natürlich in beiden Fällen die Kurs- und Preisentwicklung des Basiswertes der entscheidende Einflussfaktor ist.

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Unterschiedliche Abbildung des Basiswertes

Optionen und CFDs unterscheiden sich darin, dass die Kursentwicklung und damit der Wert des Basiswertes unterschiedlich abgebildet werden. Bei CFDs ist es so, dass die Preisentwicklung des Basiswertes, zum Beispiel einer Aktie, im Verhältnis 1:1 nachgebildet wird. Steigt also beispielsweise der DAX-Index um 2,5 Prozent, erhöht sich auch der Wert / Preis des CFD um 2,5 Prozent.

Bei Optionen haben noch weitere Faktoren Einfluss auf den Optionspreis und damit den Wert der Option, nämlich neben der Kursentwicklung des Basiswertes unter anderem auch der bereits zuvor angesprochene Zeitwert.

Zusammenfassung der Erfahrungen unseres Trading.de Experten:

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Meiner Erfahrung nach unterschätzen gerade viele Anfänger die Unterschiede bei der Wertentwicklung zwischen Optionen und CFDs. Steigt eine Aktie beispielsweise von 100 auf 105 Euro, bedeutet das bei einem CFD zunächst eine Wertsteigerung von 5 Prozent. Bei einer Option lässt sich diese Entwicklung dagegen nicht einfach übertragen. Eine Call-Option kann beispielsweise deutlich stärker steigen, wenn sie aufgrund der Kursbewegung näher an ihren Ausübungspreis rückt. Umgekehrt kann ihr Wert trotz eines steigenden Aktienkurses sinken, wenn gleichzeitig viel Zeitwert verloren geht. Aus diesem Grund gebe ich meinen Schülern immer den Hinweis, nicht nur auf die Kursrichtung des Basiswertes zu achten, sondern auch auf die Laufzeit und die Höhe der Prämie. Diese Komplexität ist es, die Optionen eher für Profis als für Anfänger geeignet macht.

Was sind Vor- und Nachteile vom CFD- und Optionshandel?

Bevor du dich für den Handel mit Optionen oder CFDs entscheidest, solltest du einen Blick auf die jeweiligen Vor- und Nachteile werfen. Da es auch Gemeinsamkeiten zwischen den zwei Derivatearten gibt, überschneiden sich natürlich manche Vor- und einige Nachteile.

Vorteile CFDs

  • Transparente Bildung des Preises
  • Abbildung des Basiswertes 1:1
  • Hebel von bis zu 30:1 möglich
  • Chance auf überproportional hohe Gewinne
  • Keine Laufzeitbegrenzung
  • Zahlreiche Märkte
  • Geringer Kapitaleinsatz

Nachteile CFDs

  • Pflicht zur Akzeptanz der Kursdifferenz bei Schließung der Position
  • Totalverlust möglich
  • Gefahr, einen Margin Call zu verpassen
  • Eventuelle Nachschusspflicht (bei Nicht-EU-Brokern) 

Vorteile Optionen

  • Auf Optionsprämie begrenztes Risiko
  • Umsetzung verschiedener Strategien durch Optionen
  • Flexibilität im Rahmen von Strategien
  • Überproportionale Gewinne durch Hebel möglich

Nachteile Optionen

  • Begrenzte Laufzeit (Verfallstag)
  • Totalverlustrisiko
  • Wenig transparente Preisbildung
  • Abbildung des Basiswertes nicht 1:1
  • Komplexeres Finanzprodukt

Ein wichtiger Vorteil der CFDs ist – gerade im Vergleich mit Optionen – die sehr transparente Preisbildung. Trader wissen genau, dass der Wert des Differenzkontraktes um exakt vier Prozent steigt, wenn auch der Preis / Kurs des Basiswertes um vier Prozent gestiegen ist. Bei Optionen spielen hingegen weitere Einflussfaktoren eine Rolle bezüglich des Wertes, wie zum Beispiel Zeitwert oder auch bestimmte Kennzahlen, die wiederum einen Einfluss auf Nachfrage und Angebot am Markt haben.

Ein Vorteil der Option besteht darin, dass sich damit bestimmte Handelsstrategien sehr gut umsetzen lassen. So können Trader beispielsweise im Rahmen einer Strategie sowohl eine Kauf- als auch eine Verkaufsoption für den gleichen Basiswert nutzen, um so eine Absicherung in zwei Richtungen vorzunehmen. Bei CFDs gibt es diese Möglichkeit zwar auch, allerdings lässt sich die entsprechende Strategie mit Optionen einfach besser umsetzen.

Was haben CFDs und Optionen gemeinsam?

Sowohl Optionen als auch CFDs haben den Vorteil, dass Trader damit sogenanntes Hedging betreiben können. Das bedeutet, dass Trader andere Positionen, zum Beispiel Aktien, gegen (zu hohe) Verluste absichern. Besitzt ein Trader zum Beispiel 50 Amazon Aktien, könnte er CFDs mit dem Basiswert Amazon Aktien verkaufen oder entsprechende Put-Optionen erwerben. Dann würde er im besten Fall einen Kursverlust der Amazon Aktien dadurch ausgleichen, dass er mit den CFDs oder den Optionen einen Gewinn erzielt.

CFDs oder Optionen – was ist besser?

Welches Format, CFDs oder Optionen, besser ist, hängt ganz klar von der Strategie und der Erfahrung der Trader ab. CFDs bieten Vorteile, wenn man mit einem Hebel und geringem Eigenkapital in eine Position investieren will. In der Regel werden CFDs mit Leverage zum Daytrading, Scalping und Swing Trading verwendet. Anfänger verstehen diese Instrumente zudem einfacher und die Einstiegsschranken sind dank der geringen Sicherheitseinlage meist niedrigschwelliger.

Optionen sind dagegen komplexer und eignen sich entsprechend für genauso komplexe Strategien. Generell empfehlen wir dieses Instrument daher Fortgeschrittenen, da aus unserer Sicht wesentlich mehr Erfahrung und Fingerspitzengefühl gefragt sind. Positiv fällt immerhin auf, dass die Optionen über die Terminbörsen gehandelt und somit garantiert von einem echten Marktpreis bestimmt werden. CFDs sind dagegen offener für Manipulationen, weswegen es hier besonders wichtig ist, sich einen seriösen Broker auszusuchen.

Optionen zur Absicherung nutzen

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Ich persönlich nutze Optionen oft, um mein Portfolio abzusichern. Indem sich der Preis nämlich einfrieren lässt, können Optionen als eine Art Versicherung gekauft werden. Ein Beispiel dazu: Vor einigen Jahren hatte ich Aktien im Wert von 50.000 Euro im Portfolio, war mir aber nicht sicher, ob der Markt aufgrund von politischer Instabilität nicht doch sinken würde. Entsprechend verwendete ich einen Protective Put von 48.000 Euro mit einer Prämie von 1.000 Euro als Absicherung. Als der Markt tatsächlich unter diese Grenze fiel, konnte der Put einen großen Anteil der Verluste auffangen. Die 1.000 Euro Prämie waren also sehr gut investiert.

Fazit zu CFDs vs. Optionen: Die Wahl hängt vom persönlichen Trading-Stil ab

Zu Beginn haben wir die Frage gestellt, was besser ist: CFDs oder Optionen? Tatsächlich gibt es keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage, weil sie u. a. von Strategie, Erfahrung und Risikoaffinität abhängt. Daher ist es wichtig, die eigenen Ziele im Kopf zu haben und dann zu schauen, ob diese sich besser mit Differenzkontrakten oder Optionen umsetzen lassen. Bei Contracts for Difference haben Trader zum Beispiel den Vorteil, dass sie nicht unter Zeitdruck stehen, da die CFDs keine Laufzeitbegrenzung haben. Zudem können sie deutlich mehr Basiswerte als bei Optionen handeln. 

Für den Handel mit Differenzkontrakten spricht weiter, dass dieser transparenter als bei Optionen ist, insbesondere im Hinblick auf die Preisgestaltung. Dazu trägt auch bei, dass sich mehrere Faktoren auf die Optionspreise auswirken, während beim CFD Handel ausschließlich die Kursentwicklung des Basiswertes von Bedeutung ist.

Aus den genannten Gründen entscheiden sich heutzutage immer mehr Trader für CFDs und gegen Optionen, insbesondere Anfänger oder Gelegenheitstrader. Diesen raten auch wir Beginnern dazu, erst einmal mit CFDs zu arbeiten. Aber natürlich ist das CFD Trading auch für Profis sehr gut geeignet, um die eigenen Ziele zu erreichen.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen:

Was sind Optionen?

Eine Option ist eine Vereinbarung, bei der der Käufer das Recht, nicht aber die Verpflichtung hat, einen Basiswert zu einem bestimmten Preis an oder vor einem bestimmten Datum zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Trader können so auf steigende oder fallende Kurse eines Basiswerts spekulieren. Alternativ sind Optionen ein beliebtes Mittel, sich gegen unerwünschte Kursentwicklungen bei einem Basiswert abzusichern.

Sind Optionen sicherer als CFDs?

Optionen können für Trader sicherer sein, weil der größtmögliche Verlust bei einer Option nie höher als die gezahlte Prämie ist. Trader haben so bessere Möglichkeiten, ihre Verluste zu kontrollieren. Bei CFDs sind durch die Aufnahme von Fremdkapital über den Hebel dagegen hohe Verluste möglich.

Wie unterscheiden sich CFDs von Optionen?

CFDs unterscheiden sich von Optionen u. a. dadurch, dass sie kein festes Enddatum des Vertrages haben und auch keinen vorab festgelegten Preis einfrieren. Sie orientieren sich an den Kursbewegungen des Basiswertes am Markt und können zu jedem beliebigen Zeitpunkt geschlossen werden. Bei Optionen muss der Besitzer dagegen am Ende oder innerhalb der Laufzeit entscheiden, ob er sie zum genannten Preis ziehen will oder nicht.

Wo werden Optionen gehandelt?

Optionen werden ausschließlich an Terminbörsen gehandelt, weil diese Instrumente offizielle Terminkontrakte sind. Besonders wichtige Terminbörsen sind die CME in den USA und die Eurex in Frankfurt.

Oliver Schoch
Oliver Schoch ist gelernter Bankkaufmann und er hat sich 2008 als Finanz-Journalist selbstständig gemacht. Seitdem verfasst er in Vollzeit als Freiberufler nahezu ausnahmslos Beiträge zu Finanz- und Wirtschaftsthemen wie Börse, Trading, Geldanlage, Vermögensaufbau, Versicherungen und Finanzierungen. Zu seinem Repertoire zählen u.a. Ratgeber, Fachtexte, News, Blogbeiträge und eBooks auf Trading.de. Er ist experte für CFDs sowie Optionen und Technische Analyse.
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