Rohstoff CFDs: Anleitung zum Handel für Trader

INHALTSÜBERSICHT

Contracts For Difference (CFDs) sind bei vielen spekulativ eingestellten Tradern auch deshalb so beliebt, weil es ein breites Angebot an Basiswerten gibt. Es können mittels der Differenzkontrakte nicht nur indirekt Aktien, Indizes und Devisen gehandelt werden, sondern darüber hinaus ebenso Rohstoffe. In unserem Beitrag möchten wir auf die Frage eingehen, was Rohstoff CFDs sind und wie sie funktionieren. Ferner erfahren Sie, wie und wo Sie Rohstoff CFDs handeln können und wir geben Ihnen eine Anleitung für das Trading der CFDs mit einem Rohstoff als Basiswert.

Was sind Rohstoff CFDs?

Beim Handel mit Differenzkontrakten gibt es unterschiedliche Basiswerte, die aus den jeweiligen Kategorien gehandelt werden können. Dazu gehören in erster Linie:

  • Aktien
  • Indizes
  • Devisen
  • Rohstoffe
  • Kryptowährungen

Bei Rohstoff CFDs handelt es sich dementsprechend um Differenzkontrakte, bei denen ein Rohstoff den Basiswert darstellt. Dabei kann es sich zum Beispiel um Rohöl, Gold, andere Metalle oder Agrarprodukte handeln, wie zum Beispiel Weizen oder Mais. Dementsprechend werden alle Differenzkontrakte unter der Bezeichnung Rohstoff CFDs zusammengefasst, die einen Basiswert aus der Gruppe der Rohstoffe haben.

Wie funktionieren CFDs auf Rohstoffe?

Vom Grundsatz her funktionieren CFDs auf Rohstoffe genauso wie alle anderen Differenzkontrakte. Das bedeutet, dass jeder CFD zunächst einmal einen Basiswert hat. In der Gruppe der Rohstoff CFDs sind vor allen Dingen die folgenden Assets beliebt:

  • Rohöl
  • Erdgas
  • Gold
  • Silber
  • Seltene Erden
  • Agrarrohstoffe wie Weizen und Mais

Die meisten CFD Broker bieten zumindest drei bis fünf unterschiedliche Rohstoffe als Basiswerte an, insbesondere Rohöl, Gold und Silber. Sie müssen sich also im ersten Schritt vor dem Handel mit Rohstoff CFDs dafür entscheiden, auf welchen Basiswert Sie mit dem Differenzkontrakt spekulieren möchten. Ferner müssen Sie eine Wahl treffen, ob Sie an fallende oder steigende Kurse glauben. Sind Sie zum Beispiel der Auffassung, dass die Erdgaspreise weiter ansteigen werden, würden Sie in dem Fall Rohstoff CFDs mit dem Basiswert Erdgas kaufen und auf diese Weise eine sogenannte Long-Position aufbauen. 

Sind Sie hingegen der Auffassung, dass eine Korrektur an Erdgasmarkt eintreten wird, würden Sie dementsprechend die jeweiligen Rohstoff CFDs verkaufen und somit eine Short-Position eröffnen. Zur Funktionsweise der Rohstoff CFDs gehört auch, dass in diesem Fall ebenfalls mit einem Hebel gehandelt wird. Das bedeutet, dass der CFD Broker Ihnen ein Vielfaches Ihres Kapitals zum Handel mit Rohstoff CFDs leiht, meistens zwischen dem 2- und dem 10-fachen.

Hebelwirkung von Rohstoff CFDs und Beschränkungen

Aufgrund bestimmter Richtlinien sind die maximalen CFD Hebel seit geraumer Zeit allerdings auch im Bereich der Rohstoff CFDs begrenzt, sodass der maximalen Hebel bei jedem in der EU ansässigen CFD Broker 30:1 betragen darf. Viele CFD Broker haben ihre Hebel gerade bei Rohstoffen jedoch freiwillig noch weiter begrenzt, zum Beispiel auf maximal 5:1. Insbesondere bei Rohstoffen wie Rohöl ist es aufgrund der in der Vergangenheit extremen Kursschwankungen sogar so, dass manche Broker hier nur noch mit einem Hebel von 2:1 arbeiten.

Für Sie als Trader bedeutet das, dass einerseits die möglichen Gewinne nicht mehr so hoch wie früher ausfallen, als zum Beispiel noch Hebel von 50:1 oder 100:1 möglich waren. Auf der anderen Seite ist dadurch das Risiko etwas gesunken, weil zum Beispiel bei einem Hebel von 2:1 dementsprechend die Margin bei 50 Prozent liegen muss. Das wiederum hat die Konsequenz, dass Sie bei vielen Rohstoff CFDs eine relativ hohe Sicherheitsleistung tätigen und dementsprechend viel eigenes Kapital aufbringen müssen.

Beispiel für den Handel mit Rohstoff CFDs mit Hebel:

Nehmen wir an, dass Sie zum Beispiel Rohstoff CFDs mit dem Basiswert Rohöl (WTI) handeln möchten. Der Broker veranschlagt einen Hebel von beispielsweise 3:1. Unter der Voraussetzung müssten Sie eine Margin von 1.000 Euro stellen, um für einen Gegenwert von 3.000 Euro CFD Kontrakte mit dem Basiswert Rohöl handeln zu können. Es kommt daher aktuell insbesondere beim geplanten Handel mit Rohstoff CFDs darauf an, sich für einen CFD Broker zu entscheiden, der vielleicht mit noch etwas höheren Hebeln als 2:1 arbeitet, damit Sie einen geringeren Kapitaleinsatz leisten müssen.

Wo kann man Rohstoff CFDs handeln?

Diese Frage ist einfach und schnell zu beantworten. Sie können Rohstoff CFDs bei den meisten CFD Brokern handeln, über die Sie zum Beispiel auch Aktien- oder Index-CFDs mit den entsprechenden Basiswerten traden können. Unterschiede gibt es zwischen den Brokern allerdings im Hinblick auf die Anzahl der handelbaren Rohstoff-CFDs, also der Assets. Bei manchen Brokern stehen lediglich drei bis fünf Basiswerte in dieser Kategorie zur Verfügung, bei anderen CFD Brokern haben Sie eine Auswahl zwischen 10, 20 oder noch mehr Rohstoffe.

Trading Anleitung für Rohstoff CFDs

Falls Sie erstmals Rohstoff CFDs oder Differenzkontrakte im Allgemeinen handeln möchten, stellen Sie sich vermutlich die Frage, wie die einzelnen Schritte ablaufen. Aus dem Grund möchten wir Ihnen gerne im Folgenden eine Trading Anleitung für Rohstoff CFDs geben und anschließend auf die einzelnen Schritte etwas näher eingehen. In der Übersicht verläuft der Handel mit Rohstoff CFDs wie folgt:

  1. Handelskonto bei einem CFD Broker eröffnen
  2. Geld auf das Handelskonto einzahlen
  3. Long- oder Short-Position eröffnen (Handelsauftrag erteilen)
  4. Eventuelle Stop-Loss Order zur Absicherung erteilen
  5. Position durch Kauf / Verkauf der CFDs schließen

Vor der Eröffnung eines Handelskontos beim CFD Broker sollten Sie zunächst einen Vergleich der Anbieter durchführen. Dabei ist es wichtig, dass Sie darauf achten, dass der entsprechende Broker überhaupt CFDs mit Rohstoffen als Anlageklasse anbietet. Nicht bei allen Brokern ist es selbstverständlich, dass zum Beispiel neben Aktien- und Index-CFDs auch Rohstoff-CFDs handelbar sind. 

Ferner sollten Sie beim Brokervergleich noch auf weitere Aspekte achten, wie zum Beispiel die Höhe des Spreads, den maximalen Hebel und ob die entsprechende Handelsplattform intuitiv bedienbar ist. Nach dem CFD-Konto-Vergleich eröffnen Sie dann ein Handelskonto bei dem CFD Broker, der aus Ihrer Sicht am besten geeignet ist, um dort Rohstoff CFDs zu traden.

Eröffnung eines CFD Accounts für den Rohstoffhandel

Die Eröffnung des Trading Accounts geht in der Regel schnell vonstatten. Sie müssen lediglich einige Angaben zu Ihrer Person machen, die üblichen Daten wie Name, Anschrift, Geburtsdatum und eventuell einige weitere Daten. Das auf diese Weise ausgefüllt Online-Formular senden Sie direkt an den Broker und erhalten nach erfolgreicher Legitimierung – mittlerweile meistens durch das VideoIdent-Verfahren – anschließend Ihre Zugangsdaten für Ihr Handelskonto. 

Falls Sie tatsächlich das erste Mal mit CFDs traden, sollten Sie die Möglichkeit nutzen, vor dem Einstieg in den Echthandel ein CFD Demokonto zu nutzen. Dort haben Sie die Möglichkeit, die Handelsplattform kennenzulernen und virtuelle Handelsaufträge mit Rohstoff CFDs zu erteilen. Auf diese Weise lernen Sie häufig auch Chart-Funktionen kennen, die Ihnen anschließend beim Echthandel helfen können.

Nachdem Sie vielleicht einige Tage oder auch Wochen mit dem Demokonto trainiert und die Trading-Plattform kennengelernt haben, können Sie anschließend auf das echte Handelskonto wechseln. Sie müssen sich nur noch für einen Basiswert des entsprechenden Rohstoff CFDs entscheiden und ob Sie auf fallende oder steigende Kurse spekulieren möchten. Dementsprechend kaufen Sie beispielsweise Rohöl-CFDs, wenn Sie an weiterhin steigende Ölpreise glauben. Sie erteilen dem CFD Broker somit einen Handelsauftrag, innerhalb dessen Sie mindestens die folgenden Angaben machen:

  • Basiswert (zum Beispiel Rohöl)
  • Anzahl der CFDs
  • Eventuelles Limit
  • Hebel (falls wählbar)

Eröffnung der Order am Markt

Nach der Auftragserteilung wird die entsprechende Order in der Regel innerhalb weniger Minuten bzw. Sekunden ausgeführt. Die entsprechenden Rohstoff CFDs werden dann verbucht. Oftmals ist es empfehlenswert, dass Sie anschließend eine sogenannte Stop-Loss Order erteilen. Damit sichern Sie Ihre aktuelle Position gegen größere Verluste ab, falls sich der Kurs nicht in die von Ihnen nicht gewünschte Richtung entwickelt. Greift die entsprechende Stop-Loss Order, wird die Position automatisch beim Erreichen des von Ihnen vorgegebenen Kurslimits geschlossen. 

Trotz oder ohne eine Stop-Loss Order kann es während der Zeit nach dem Eröffnen der Position passieren, dass der Broker Ihnen einen sogenannten Margin Call sendet. Das bedeutet, dass Ihre Sicherheitsleistung in Kürze nicht mehr ausreichen könnte, um die Position abzudecken. Dann sollten Sie schnell handeln, denn ist die Margin tatsächlich nicht mehr in ausreichender Höhe vorhanden, muss der Broker die Position automatisch schließen. Das würde für Sie einen Totalverlust bedeuten.

Der letzte Teil unserer Trading Anleitung für Rohstoff CFDs besteht dann darin, dass Sie Ihre Position durch den Verkauf der im Bestand befindlichen Rohstoff CFDs schließen. Im besten Fall haben Sie das Handelsgeschäft mit einem Gewinn abgeschlossen. Sie konnten also die entsprechenden Rohstoff CFDs zu einem höheren Preis an den Broker verkaufen, als Sie zuvor beim Kauf und Eröffnen der Long-Position bezahlt hatten. Bei einer Short-Position verhält es sich genau umgekehrt. Dann hätten Sie einen Gewinn erzielt, wenn Sie die CFDs zu einem niedrigeren Kurs kaufen können, also sie diese zuvor verkauft hatten.

Broker mit Rohstoff CFDs als Anlageklasse

Wenn Sie Rohstoff CFDs handeln möchten, müssen Sie bei der Wahl des Brokers unbedingt darauf achten, dass dieser solche CFDs überhaupt im Angebot hat. Zwei Broker, bei denen Sie mehrere Rohstoff CFDs handeln können, sind zum einen GBE Brokers und zum anderen Capital.com. Sie können dort nicht nur über die entsprechende Handelsplattform Rohstoff CFDs traden, sondern profitieren zusätzlich von weiteren Vorteilen, durch die sich diese Broker auszeichnen, nämlich:

GBE Brokers

  • Mehr als 500 Handelsinstrumente, davon mehr als 15 Rohstoff-CFDs
  • Äußerst schnelle Orderausführung
  • Spreads ab null Pips
  • MetaTrader 4 und 5 als beliebte Trading-Plattformen
  • Mehr als 50 voreingestellte technische Indikatoren
  • Kursalarm und weitreichende Funktionen
  • Automatisiertes Handeln möglich

Capital.com

  • Mehr als 6.000 Handelsinstrumente (Märkte), davon über 20 Rohstoff CFDs
  • Keine Provision
  • Maximaler Hebel von bis zu 1:30
  • Zahlreiche technische Indikatoren und Analysetools
  • Risikomanagement Tools
  • Intuitives Interface
  • Hohe Datenschutz- und Sicherheitsstandards

Fazit zum Handel mit Rohstoff CFDs

Rohstoff CFDs sind bei zahlreichen Tradern beliebt, weil Sie durch die vergleichsweise hohe Volatilität von Rohstoffen im allgemeinen Chance auch recht hohe Gewinne erzielen können. Der Handel mit Rohstoff CFDs funktioniert so wie mit allen anderen Assets, also wie mit Aktien- oder Index-CFDs. Das bedeutet, dass der Broker Ihnen einem Hebel zur Verfügung stellt und Sie mit der entsprechenden Margin dann die Möglichkeit haben, Long- oder Short-Positionen mit den entsprechenden Rohstoff CFDs zu eröffnen. Die Auswahl an unterschiedlichen Assets bewegt sich bei den meisten Brokern zwischen drei bis 20 unterschiedlichen Rohstoffen.

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