Gold CFDs handeln: Anleitung für Trader

INHALTSÜBERSICHT

Der CFD Handel bietet gute Möglichkeiten, wenn Sie auf ganz unterschiedliche Assets spekulieren möchten. Sehr spekulativ, aber definitiv beliebt, sind zum Beispiel sogenannte Rohstoff CFDs. Dabei handelt es sich um Differenzkontrakte, die sich auf einen Rohstoff als Basiswert beziehen. Mit der beliebteste Rohstoff wiederum ist das Edelmetall Gold, sodass sich zahlreiche Trader für den Handel mit Gold CFDs entscheiden.

In unserem Beitrag möchten wir zunächst darauf eingehen, wie man grundsätzlich Gold handeln kann. Anschließend erläutern wir, welche verschiedenen CFD Anlageklassen es gibt, was ein CFD auf Gold ausmacht und wovon die Goldpreise und damit auch der Kurs Ihres Differenzkontraktes in der Praxis beeinflusst werden.

Wie lässt sich Gold grundsätzlich handeln?

Das Edelmetall Gold ist momentan auch deshalb sehr beliebt, weil es sich um eine sogenannte inflationsgeschützte Anlage handelt. Damit ist gemeint, dass die aktuell sehr hohe Inflationsrate von fast acht Prozent in Deutschland keine negativen Auswirkungen auf die Wertentwicklung des Edelmetalls hat – so zumindest die Theorie. Während also das klassische Zentralbankgeld, also zum Beispiel der Euro, durch die Inflation massiv an Kaufkraft und damit an Wert verliert, gibt es diesen Mechanismus beim Gold nicht. In der Praxis existieren mehrere Möglichkeiten, wie Sie in Gold investieren und Gold handeln können, nämlich:

  • Physische Anlage
  • Goldaktien und Goldfonds
  • Derivate wie CFDs
  • Rohstoffhandel

Lassen Sie uns kurz auf die unterschiedlichen Möglichkeiten eingehen. Seitens vieler Bank- und Anlageberater wird momentan vor allem der physische Kauf von Edelmetallen empfohlen. Das meint, dass Sie zum Beispiel Silbermünzen oder Goldbarren erwerben und diese tatsächlich in physischer Form in Händen halten. Ein Vorteil besteht darin, dass keine anderen Einflussfaktoren sich auf den Wert des Barrens oder die Münze auswirken. Wenn Sie hingegen indirekt in Edelmetalle investieren, beispielsweise durch Goldaktien oder Goldfonds, gibt es diese beeinflussenden Faktoren. 

Der Nachteil beim physischen Erwerb ist allerdings, dass es einen relativ hohen großen Unterschied (Spread) zwischen An- und Verkaufspreis geben kann, was natürlich die mögliche Rendite mindert. Die Alternative zum physischen Handel mit Gold ist ein sogenanntes indirektes Investment. In dem Fall investieren Sie auf indirektem Wege in Gold, indem Sie zum Beispiel Goldaktien oder Goldfonds mit deren Anteile erwerben. Ebenfalls in diese Kategorie fallen weitere Finanzinstrumente, insbesondere Derivate wie Optionen, Zertifikate, Futures und auch CFDs. 

Die dritte Alternative besteht darin, direkt am Rohstoffhandel teilzunehmen. Dies ist allerdings eine hochspekulative Investition und bietet sich für die meisten Privatanleger nicht an. Dafür ist der Rohstoffmarkt viel zu volatil und Sie müssen sich gut mit den entsprechenden Gepflogenheiten auskennen. Neben dem physischen Investment in Gold entscheiden sich daher zahlreiche Anleger und Trader für das CFD Trading und Edelmetalle als Basiswerte.

In unserer nachfolgenden Tabelle haben wir die wichtigsten Möglichkeiten zusammengefasst, wie Sie mit Gold handeln können und zeigen die bedeutenden Eigenschaften und Unterschiede auf. Wie Sie dort erkennen, zeichnen sich die Gold CFDs durch diverse Vorteile aus.

Verschiedene CFD Anlageklassen

Einen Vorteil der Differenzkontrakte sehen viele Trader darin, dass mehrere Tausend Basiswerte zur Verfügung stehen. Diese wiederum lassen sich den CFD Anlageklassen zuordnen. Damit sind die Kategorien gemeint, in welche die Assets fallen. Die meisten CFD Broker bieten Basiswerte aus den folgenden CFD Anlageklassen an:

  • Aktien
  • Indizes
  • Devisen
  • Rohstoffe
  • Kryptowährungen

Eine beliebte Anlageklasse sind die Rohstoffe, zu denen natürlich auch Edelmetalle wie Gold oder Silber gehören. Weitere Rohstoffe, die Sie bei vielen CFD Brokern ebenfalls über die entsprechenden Differenzkontrakte handeln können, sind Industriemetalle wie Eisen oder Zink, Agrarrohstoffe wie Mais oder Weizen sowie Energierohstoffe, zu denen insbesondere Öl und Gas zählen. 

Wenn Sie also an fallende oder sinkende Goldpreise glauben, haben Sie über die CFD Anlageklasse Rohstoffe die Möglichkeit, auf die Preisentwicklung von Gold zu spekulieren. Das tun Sie mit einem CFD auf Gold, häufig alternativ als Gold CFD bezeichnet. 

Info: Mit CFDs auf Gold können Sie im Vergleich zu den meistens sonstigen Anlagearten auf fallende Preise spekulieren. Mit Goldfonds, Goldaktien (außer Leerverlauf) und physischen Edelmetallen ist das nicht möglich. Dort profitieren Sie immer nur von eventuell steigenden Goldpreisen.

Was ist ein CFD auf Gold?

Was ein CFD auf Gold ist, lässt sich relativ schnell und einfach erklären. Wie bereits im vorherigen Abschnitt aufgeführt, gibt es verschiedene CFD Anlageklassen. Dazu zählen unter anderem Rohstoffe, bei denen wiederum Edelmetalle eine unter Rubrik sind. In die Gruppe der Edelmetalle fallen in erster Linie die folgenden Stoffe: 

  • Gold
  • Silber
  • Platin
  • Palladium

Ein CFD auf Gold ist dementsprechend ein Differenzkontrakt, der das Edelmetall Gold als Basiswert hat. Der Kurs bzw. Preis des Differenzkontraktes orientiert sich daher stets 1:1 an der Preisentwicklung des Goldes. Steigt der Goldpreis beispielsweise um drei Prozent, wirkt sich das mit ebenfalls drei Prozent Anstieg positiv auf den Preis des Differenzkontraktes aus. 

Natürlich haben Sie mit einem CFD auf Gold alternativ ebenso die Möglichkeit, auf fallenden Goldpreise zu spekulieren. Dann würden Sie entsprechend keine Gold CFDs kaufen, sondern faktisch leer verkaufen und somit eine sogenannte Short Position aufbauen. In beiden Fällen müssen Sie beachten, dass Sie eine Margin hinterlegen müssen. Reicht die Sicherheitsleistung allerdings nicht mehr aus, kann dies zu einem Totalverlust führen. Gold CFDs sind demnach sehr risikoreich, ermöglichen andererseits aber auch hohe Gewinne innerhalb eines kurzen Zeitraums.

Was passiert wenn ich CFDs auf Gold kaufen?

Wenn Sie sich für CFDs auf Gold entschieden haben, müssen Sie zunächst zwischen dem Kauf und dem Verkauf wählen. Beim Kauf von Gold CFDs entscheiden Sie sich automatisch dafür, an steigende Goldpreise zu glauben und darauf zu spekulieren. Durch den Kauf wird der entsprechende Differenzkontrakt auf Ihrem Handelskonto verbucht. Das geschieht solange, bis Sie sich entscheiden, die Gold CFDs zu verkaufen oder der Broker die Position automatisch schließen muss. 

Das geschieht, wenn Ihre Sicherheitsleistung (Margin) auf Ihrem Handelskonto nicht mehr ausreicht. Ob Sie mit Ihren Gold CFDs einen Gewinn erzielen oder Verluste erleiden, hängt dementsprechend ausschließlich von der Entwicklung des Goldpreises ab. Daher ist es wichtig zu wissen, welche Faktoren die Goldpreise eigentlich im Detail beeinflussen. Darauf gehen wir in einem unserer nächsten Abschnitte ein. Zuerst möchten wir allerdings die Vor- und Nachteile zusammenfassen, die Sie im Zusammenhang mit dem Handel von Gold CFDs kennen sollten.

Vorteile

  • Mit geringem Kapitaleinsatz auf Goldpreise spekuliert
  • Hochliquide, da Verkauf der CFDs jederzeit möglich 
  • Chance auf sehr gute Gewinne
  • Gold CFDs spiegeln Goldpreisentwicklung 1:1 wider
  • Kostengünstiger Handel
  • Einfaches Finanzprodukt (CFD)

Nachteile

  • Hohes Risiko bis hin zum möglichen Totalverlust
  • Automatisches Schließen der Position, wenn Margin nicht mehr ausreicht
  • Goldpreis wird von zum Teil unberechenbaren Faktoren beeinflusst

Was beeinflusst die Goldpreise?

Da Sie mittels Gold CFDs auf fallende oder steigende Goldpreise spekulieren, sollten Sie sich zumindest grundlegend mit dem Thema beschäftigen, welche Faktoren den Goldpreis in der Praxis beeinflussen können. Da Sie nämlich mittels der CFDs auf Gold auf die zukünftige Entwicklung spekulieren, ist eine Zukunftsprognose von großer Bedeutung. In erster Linie wirken sich die folgenden Faktoren oft auf die Goldpreise und damit auch auf den Preis Ihrer Gold CFDs aus:

  • Inflation
  • Kapitalmarktzinsen
  • Globale Politik
  • Krisen
  • Aktienmärkte
  • Nachfrage, insbesondere aus Asien
  • Ölpreise

Einige Einflussfaktoren sind sehr leicht zu erklären, wie zum Beispiel die Inflation. Je höher die Inflationsrate ausfällt, desto eher flüchten Anleger in den sicheren Hafen Gold. Momentan zeigt sich dieser Trend noch nicht, denn trotz einer sehr hohen Inflationsrate bewegen sich die Goldpreise aktuell eher seitwärts. Daran erkennen Sie allerdings auch, dass ein Zusammenspiel mehrere Einflussfaktoren wirkt, die dann zu Veränderungen beim Goldpreis führen. In dem Zusammenhang lautet die Antwort auf die Frage: „Was spiegelt der CFD?“, dass Gold CFDs die Entwicklung des Goldpreises 1:1 wiedergeben.

Ähnlich wie die Inflation wirken sich auch Kapitalmarktzinsen und das Verhalten der Aktienmärkte auf den Goldpreis aus. Tendenziell ist es so, dass höhere Kapitalmarktzinsen dazu führen, dass Anleger vermehrt Gold verkaufen und stattdessen zum Beispiel in sichere Anleihen Geld investieren. Den gleichen Mechanismus können wir feststellen, wenn die Aktienmärkte gut laufen, die Börsen also freundlich sind. Dann investieren viele Anleger in Wertpapiere statt in Gold. Gibt es hingegen einen Crash oder zeigt sich an der Börse eine Baisse, schichten Anleger ihr Kapital vermehrt in Gold um, was wiederum steigende Goldpreise zur Folge haben kann. 

Neben den Finanzmärkten haben allerdings auch Krisen rund um den Globus sowie die sogenannte Geopolitik einen zum Teil erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Goldpreise. Krisen sind zwar grundsätzlich negativ, wirken sich allerdings meistens positiv auf den Goldpreis aus. Der Grund ist, dass das Edelmetall als sicherer Hafen gilt und Anleger sprichwörtlich aufgrund einer Krise vermehrt in das Edelmetall Gold oder Silber „flüchten“. Natürlich werden die Goldpreise auch von der Nachfrageseite aus beeinflusst, wobei insbesondere Asien (China und Indien) hier ein großes Gewicht haben. Diese beiden Länder können die Goldpreise zum Teil deutlich beeinflussen, indem sie ihre Nachfrage entweder drosseln oder erhöhen. 

Die Verbindung zwischen Ölpreisen und Goldpreisen stellt sich wie folgt dar: Krisen gibt es rund um den Globus oft im Bereich des Nahen Ostens, wo bekanntlich besonders viel Öl gefördert wird. In der Regel wird bei solchen Krisen von steigenden Ölpreisen ausgegangen, was wiederum tendenziell dazu führt, dass Inflationsraten steigen. Daraus wiederum resultiert, dass mehr Menschen in inflationsgeschützte Anlagen wie Gold fürchten und der Goldpreis steigt. Vereinfacht dargestellt haben steigende Ölpreise also nicht selten ebenfalls steigende Goldpreise zur Folge. 

Info: Bevor Sie sich für ein Investment in Gold oder die Spekulation mit Gold CFDs entscheiden, sollten Sie sich über mögliche Einflussfaktoren auf den Goldpreis informieren. Aktuell zum Beispiel zeigt sich, dass die hohe Inflationsrate den Goldpreis kaum beeinflusst. Stattdessen stehen andere Einflussfaktoren im Vordergrund, wie zum Beispiel die wieder steigenden Zinsen und natürlich der Ukraine Krieg.

Warum der CFD Handel von Gold besonders rentabel sein kann

Im ersten Teil unseres Beitrages haben Sie erfahren, welche Möglichkeiten grundsätzlich bestehen, wenn Sie mit Gold handeln und in das Edelmetall investieren möchten. Unterschiede zwischen den Varianten gibt es vor allem im Hinblick auf die mögliche Rendite. Die Erträge sind zwar selten gedeckelt. Allerdings lässt sich an den durchschnittlichen Renditen erkennen, dass es größere Unterschiede macht, ob Sie zum Beispiel physisches Gold erwerben oder mittels des CFD Handels auf steigende oder fallende Goldpreise spekulieren. Insbesondere der CFD Handel von Gold gilt als besonders rentabel. Doch warum ist das eigentlich so? 

Mittels Gold CFDs haben Sie deshalb die Chance, eine sehr hohe Rendite zu erzielen, weil grundsätzlich beim CFD Trading mit einem Hebel gearbeitet wird. Das bedeutet, dass Ihnen der CFD Broker ein Vielfaches des Kapitals leiht, welches Sie selbst durch Einzahlung auf Ihrem Trading Konto investieren möchten. Bei Rohstoff CFDs arbeiten nicht wenige Broker nach wie vor mit Hebeln zwischen 5:1 bis zu 20:1. 

Wenn wir einen CFD Hebel von 20:1 als Beispiel nehmen, würde Ihre Margin fünf Prozent betragen. Sie könnten dementsprechend mit einem eigenen Kapitaleinsatz von beispielsweise 1.000 Euro insgesamt Gold CFDs im Gegenwert von 20.000 Euro handeln. Die dann stattfindende Preisentwicklung beim Gold und der daraus eventuell resultierende Gewinn beziehen sich natürlich auf die kompletten 20.000 Euro und nicht nur auf Ihren Kapitaleinsatz in Höhe von 1.000 Euro. Welche Rendite Sie mit Ihren zum Beispiel 1.000 Euro Eigenkapital erzielen können, zeigt das folgende Beispiel:

Kapitaleinsatz: 1.000 Euro

Hebel: 20:1

Handelsvolumen: 20.000 Euro

Kaufpreis Gold CFDs: 1.730 Euro je CFD

Verkaufspreis Gold CFDs: 1816,50 Euro

Entwicklung Goldpreis: 5 % Anstieg

Gewinn: 1.000 Euro (5 % von 20.000 Euro)

Rendite: 100 %

Wie dieses Beispiel zeigt, haben Sie – bezogen auf Ihr investiertes Kapital – trotz eines Anstiegs des Goldpreises von „nur“ fünf Prozent eine Rendite von 100 Prozent erzielt. Grund dafür ist die Geldleihe des Brokers, die eben dazu führt, dass der CFD Handel von Gold besonders rentabel sein kann. 

Sie dürfen natürlich nie außer Acht lassen, dass eben genau dieser Hebel auch zu hören Verlusten bis hin zum Totalverlust führen kann. Hätte sich der Goldpreis in unserem Beispiel nämlich negativ entwickelt und wäre dann beispielsweise um sechs Prozent gefallen, hätte Ihre Margin nicht mehr ausgereicht. Der Broker hätte dann unter Umständen die Position geschlossen und Sie hätten die gesamten 1.000 Euro verloren.

Fazit zum CFD Handel von Gold

Der CFD Handel von Gold stellt für spekulativ eingestellte Trader eine sehr gute Möglichkeit dar, indirekt von steigenden oder fallenden Goldpreisen zu profitieren. Differenzkontrakte sind leicht verständlich und können zu einer überdurchschnittlich hohen Rendite führen. Gold CFDs bietet heute faktisch jeder CFD Broker an, da Gold in die Kategorie der Rohstoffe fällt. Damit Sie sich für die möglichst richtige Richtung entscheiden, also entweder Gold CFDs zu kaufen oder zu verkaufen, sollten Sie sich auch mit den Einflussfaktoren beschäftigen, die den Goldpreis steigen oder fallen lassen können.

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