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Für Anleger ist es wichtig, neben den Vorteilen und Chancen auch die potentiellen Risiken einer Anlage zu kennen. Dies gilt besonders für den CFD Handel, der als sehr risikoreich zu betrachten ist. Die wichtigsten Risiken beim CFD Handel, die wir in behandeln werden sind die Folgenden:

Die größten Risiken bei CFDs:

  • Totalverlust
  • Volatilität der Märkte
  • Nicht vorhergesehene Kosten
  • Unsicherer / unseriöser CFD Broker
  • Falsche Nutzung der Hebelwirkung

Im heutigen Artikel gehen wir vertieft auf die bereits kurz genannten Risiken ein und geben Ihnen Tipps, wie Sie diese Risiken minimieren können.

Welche Risiken können beim Handel mit CFDs eintreten?

Das größte und gleichsam gefürchtete CFD Risiko ist das eines Totalverlustes. Während es zum Beispiel beim direkten Investment in Aktien oder auch Währungen eher unwahrscheinlich ist, dass Sie Ihr gesamtes Kapital verlieren, sind mögliche Totalverluste beim CFD Trading an der Tagesordnung.

In den meisten Fällen entsteht ein solcher CFD Verlust des gesamten Kapitals dadurch, dass der CFD Broker Ihre Handelsposition schließen musste. Dazu ist der Broker unter der Voraussetzung verpflichtet, dass die Margin für den CFD nicht mehr ausreicht, um die offene Position abzudecken.

Verlustrisiko durch Marktvolatilität

Ein weiteres CFD Risiko ist die übliche Marktvolatilität, die es im Hinblick auf die entsprechenden Basiswerte gibt. Allein aufgrund dieser Schwankungsbreite kann die Frage: „Sind CFDs riskant?“ eindeutig mit ja beantwortet werden.

Mit der Marktvolatilität ist gemeint, dass die Kurse der Basiswerte zum Teil erheblich schwanken können. Zu einem CFD Verlust kann diese Schwankungsbreite führen, wenn sich die Kurse des Basiswertes entgegen Ihrer spekulierten Richtung entwickeln oder deshalb sogar Ihre Position seitens des Brokers geschlossen werden muss.

Bessere Risikokontrolle bei stabilen Basiswerten

Im Gegensatz zu einem möglichen Totalverlust können Sie sich gegen diese Marktvolatilität nur sehr schwer und oftmals gar nicht absichern. Allerdings könnten Sie sich zumindest für solche Basiswerte entscheiden, die – statistisch betrachtet – eine nicht allzu hohe Marktvolatilität besitzen.

Innerhalb der unterschiedlichen Kategorien von Basiswerten gibt es durchaus Unterschiede. Die durchschnittliche Schwankungsbreite der Märkte zeigt sich anhand der Basiswerte wie folgt:

  • Indizes: Geringere bis mittlere Volatilität
  • Aktien (Standardwerte): Geringere bis mittlere Volatilität
  • Aktien (Nebenwerte): Mittlere bis höhere Volatilität
  • Devisen (Hauptwährungen): Geringere bis mittlere Volatilität
  • Devisen (Nebenwerte): Mittlere bis hohe Volatilität
  • Rohstoffe: Hohe Volatilität

Wenn Sie also beispielsweise Aktien- und Rohstoff-CFDs miteinander vergleichen, gibt es durchaus Unterschiede im Hinblick auf die Marktvolatilität. Die größte Schwankungsbreite haben übrigens Kryptowährungen, dementsprechend die jeweiligen Krypto-CFDs.

Das Gesamtrisiko beim CFD Trading ist natürlich auch aufgrund des Hebels mit seiner entsprechenden Wirkung besonders hoch. Immerhin potenzieren sich durch den Hebel nicht nur eventuelle Gewinne, sondern gleichsam nicht erwünschte Verluste. Sinkt der Kurs des Basiswertes an einem Tag zum Beispiel um zwei Prozent, bedeutet das bei einem Hebel von 10:1, dass Sie einen Verlust von 20 Prozent erleiden. 

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Nicht kalkulierte Ausgaben durch Haltekosten

Ein CFD Risiko, welches häufig vernachlässigt wird, sind – etwas aus dem Ruder laufende – Haltekosten. Der Hintergrund ist, dass für sogenannte Long Positionen, die über Nacht offen sind, gegenüber dem Broker Zinsen anfallen. Diese werden beim CFD Trading auch als Finanzierungskosten bezeichnet.

beispiel finanzierungskosten dax

Insbesondere unter der Voraussetzung, dass Sie eine Position über einen relativ langen Zeitraum hinweg halten, können diese Finanzierungskosten in der Summe sogar höher als Ihre erzielten Gewinne ausfallen. Andererseits führen Finanzierungskosten nicht selten zu verstärkten Gesamtverlusten. Aus dem Grund ist es wichtig, dass Sie die anfallenden Haltekosten zumindest durch ein auf dem CFD Handelskonto verfügbares, ausreichendes Guthaben abdecken können. Lesen Sie auch unseren Artikel zu allen CFD Kosten und Gebühren!

Achten Sie auf einen seriösen CFD Broker

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Ein mittlerweile vergleichsweise selten auftretendes Risiko beim CFD Trading sind unsichere oder sogar unseriöse Broker. Dennoch sollten Sie auch dieses mögliche CFD Risiko nicht komplett vernachlässigen. Die gute Nachricht ist, dass Sie sich gegen diese Gefahr sehr gut schützen können, indem Sie sich bewusst für einen seriösen und bewährten CFD Broker entscheiden.

Das Risiko durch unsichere oder unseriöse Broker besteht vor allem darin, dass Kurse beeinflusst werden oder die entsprechenden IT-Systeme von Hackern angegriffen und Daten gestohlen werden, sodass im schlimmsten Fall Geld von Ihrem Handelskonto entwendet wird.

Wie sicher ist der CFD Handel und wie erkenne ich seriöse Broker?

Auf den Aspekt der Seriösität und Sicherheit von CFD Brokern möchten wir nun noch etwas näher eingehen. Damit in Verbindung steht auch die grundsätzliche Frage: Wie sicher ist der CFD Handel?

Hier geht es nicht um die Sicherheit in Form von möglichen Kapitalverlusten durch sinkende Kurse beim Basiswert oder in Form eines Totalverlustes, weil die Position geschlossen werden muss. Vielmehr steht die generelle Sicherheit des Handels im Vordergrund.

Die wichtigsten Merkmale beim CFD Broker Vergleich

Grundsätzlich sollten Sie vor der Eröffnung eines CFD Kontos einen Brokervergleich durchführen. Im Rahmen des Vergleichs sollten Sie nicht nur auf die jeweiligen Konditionen achten, sondern auch prüfen, ob es sich um einen sicheren und seriösen CFD Broker handelt.

Denn davon hängt auch Ihre Sicherheit beim CFD Trading ab. Es existieren durchaus einige Merkmale, an denen Sie mit größerer Wahrscheinlichkeit einen seriösen Broker erkennen können:

  • CFD Broker hat seinen Hauptsitz innerhalb der Europäischen Union
  • Broker wird seitens der Aufsichtsbehörde reguliert
  • CFD Broker besitzt offizielle Lizenz seitens der Aufsichtsbehörde
  • Kundenservice in mehreren Sprachen – gut – erreichbar
  • Impressum mit Anschrift und nicht nur Postfach oder Postbox
  • Mitarbeiter persönlich erreichbar (per Telefon)
  • Risikohinweise auf der Webseite
  • Marktgerechte Spreads und Hebel
  • Gesicherte und verschlüsselte Internetverbindung
  • Broker bereits seit einigen Jahren am Markt

Bei einigen Punkten dürfen Sie jedoch nicht automatisch negative Rückschlüsse ziehen, wenn einzelne, zuvor genannten Kriterien nicht zutreffen. So bedeutet ein nicht innerhalb der Europäischen Union ansässiger CFD Broker natürlich keineswegs automatisch, dass dieser unsicher oder unseriös wäre.

Auf der anderen Seite ist aber das Risiko statistisch geringer, dass es zukünftig keine Probleme mit dem CFD Broker gibt, wenn dieser seinen Hauptsitz innerhalb der EU hat und im Idealfall seitens der Aufsichtsbehörde reguliert wird.

Was ist CFD Risikomanagement und woraus besteht es? 

Risikomenegament

Wer Risiken beim CFD Trading verringern und die Gefahr von Verlusten reduzieren möchte, der sollte sich für ein gutes CFD Risikomanagement entscheiden. Mithilfe verschiedener Tools und Maßnahmen ist es möglich, Ihre individuellen Verlustrisiken so gering wie möglich zu halten und auf der anderen Seite sogar Gewinnchancen zu optimieren.

Es gibt zwar kein einheitliches Risikomanagement, da dieses aus mehreren Bestandteilen besteht. Allerdings existieren bestimmte Grundsätze, auf denen ein gutes Risikomanagement fußen sollte, nämlich:

  • Erkennen von Risiken
  • Analyse und Auswertung der Gefahren
  • Maßnahmen, um die Risiken zu reduzieren
  • Maßnahmen kontinuierlich anwenden und Erfolg kontrollieren

Tragende Säule des CFD Risikomanagements ist demnach, die Risiken zu kennen und den Markt möglichst richtig einzuschätzen. Das Risikomanagement besteht hauptsächlich aus dem Informationen sammeln, Analysen durchführen und Risiken möglichst korrekt bewerten.

Im zweiten Schritt sollten Sie aktiv werden, um durch verschiedene Maßnahmen Ihr CFD Risiko im besten Fall deutlich zu reduzieren. Dazu stehen insbesondere die folgenden Aktionen und Werkzeuge zur Verfügung:

  • Sinnvolle Ordergrößen wählen
  • Stop-Loss nutzen
  • Auf den Hebel achten
  • Externe Faktoren im Blick haben
  • Angebote einiger Broker nutzen

Ein durchaus wichtiges Instrument zur Begrenzung von Risiken besteht in der Wahl der passenden Ordergröße. Wenn Sie beispielsweise zehn Orders am Markt platzieren, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie mit sämtlichen Aufträgen einen Gewinn generieren.

Statistisch dürfte die Quote eher im Bereich zwischen fünf bis sieben erfolgreichen Trades liegen. Aus dem Grund ist es wichtig, an die passende Ordergröße zu denken, also nicht zu viel Kapital in einem CFD Auftrag zu binden.

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Verluste mit Stop-Loss begrenzen

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Das wohl effektivste Instrument zur Begrenzung von Verlusten ist Ihr persönliches Limit innerhalb einer Stop-Loss Order. Der große Vorteil besteht darin, dass eine Position durch die Order automatisch geschlossen wird, wenn ein vorgegebenes Limit erreicht ist. Die automatisierte Order reagiert demzufolge schneller als Sie es selbst manuell tun könnten, wodurch häufig größere Verluste verhindert werden.

Vorsicht bei zu hohen Hebeln

Zum Risikomanagement gehört ebenfalls, dass Sie den CFD Hebel mit Bedacht wählen. Zu hohe Hebel bergen immer ein höheres Risiko von Verlusten, weil dementsprechend die Margin geringer ausfällt. Das wiederum führt dazu, dass die Schwelle schneller erreicht wird, bei der Ihre Sicherheitsleistung nicht mehr ausreicht und der Broker die Position eventuell zwangsweise schließen muss. 

Externe Faktoren beachten

Neben den genannten Maßnahmen zur Risikobegrenzung und Verlustreduzierung gibt es zusätzlich sogenannte externe Faktoren, die sich negativ auswirken können. Sie sollten beispielsweise dafür sorgen, dass Sie eine möglichst stabile Internetverbindung haben.

Müssen Sie nämlich schnell einen Trade ausführen lassen oder zusätzliches Margin auf Ihr Konto einzahlen und funktioniert das aufgrund von Störungen bei der Internetverbindung nicht, kann Sie das Geld kosten. Darüber hinaus empfiehlt es sich, das CFD Trading nicht in Situationen durchzuführen, in denen Sie eher auf andere Dinge konzentriert sind. So lassen sich Fehler durch Unkonzentriertheit vermeiden

Broker bieten ebenfalls Hilfen an 

Nicht wenige CFD Broker unterstützen Ihr persönliches Risikomanagement, indem sie bestimmte Hilfen anbieten. Dazu gehört definitiv der Margin Call. Dieser weist Sie darauf hin, dass Ihre Sicherheitsleistung eventuell in Kürze nicht mehr ausreicht. Reagieren Sie entsprechend auf den Margin Call, können Sie mitunter einen Totalverlust verhindern. 

Ein weiteres Mittel sind sogenannte SMS-Alarme. Diese können Sie bei manchen Brokern einrichten. Der Alarm informiert Sie zum Beispiel darüber, wenn bei einem Basiswert ein bestimmter Kurs unterschritten wird, sodass Sie entsprechend reagieren können. Somit sind SMS-Alarme faktisch eine Art Vorstufe eines eventuellen Margin Calls. 

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Risiken testen mit CFD Demokonten

Insbesondere Anfänger können von CFD Demokonten profitieren. Nahezu alle CFD Broker stellen mittlerweile ein solches Testkonto zur Verfügung. Das Demokonto bildet die später echte Handelsoberfläche 1:1 ab und ist mit virtuellem Geld ausgestattet. Sie können daher auf Basis eines solchen Demokontos nicht nur die Trading-Plattform des Brokers kennenlernen, sondern gleich Strategien ausprobieren und so effektiv Risiken testen.

Das Training mittels des CFD Testkontos führt in vielen Fällen dazu, dass beim anschließenden Echthandel Fehler verhindert werden können und Strategien bereits erprobt wurden. Sie können zum Beispiel durch einige, virtuelle Trades herausfinden, worin die speziellen Risiken eines Basiswertes bestehen und wie hoch das CFD Risiko insgesamt für Sie persönlich einzuschätzen ist.

Die besten CFD Demokonten – Handel ohne Risiko

CFD Risiko Demokonto Beispiel

Beim Brokervergleich macht es durchaus Sinn, einen Blick auf die angebotenen Demokonten der verschiedenen Anbieter zu werfen. Die besten CFD Demokonten zeichnen sich oftmals durch folgende Eigenschaften aus:

  • Kostenfreies Demokonto
  • Keine vorherige Einzahlung auf das Echtgeldkonto notwendig
  • Demokonto kann zeitlich unbefristet genutzt werden
  • Testkonto ist mit ausreichend virtuellem Geld ausgestattet
  • Demokonto spiegelt Echtgeldkonto 1:1 wieder
  • Testkonto verfügt über alle Handelsfunktionen und Tools, mit denen auch die echte Handelsoberfläche später ausgestattet ist

Fazit zu Risiken beim CFD Trading

Wer sich für das CFD Trading entscheidet, nimmt bewusst hohe Risiken in Kauf. Immerhin sind CFDs Derivate und dementsprechend spekulative Finanzinstrumente. Der mögliche Verlust kann bis zum Totalverlust reichen und es gibt mehrere Risiken zu berücksichtigen.

Allerdings haben Sie als Trader verschiedene Möglichkeiten, wie Sie die Risiken reduzieren und eventuelle Verluste verringern. Dazu steht insbesondere das CFD Risikomanagement zur Verfügung, durch das Sie in Form unterschiedlicher Maßnahmen Ihr persönliches CFD Risiko reduzieren.

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Häufig gestellte Fragen:

Was sind die Risiken beim CFD Handel?

CFDs haben relativ hohe Hebel (bis zu 30:1), was das Risiko potenzierter Verluste in sich birgt. Hinzu kommt, dass bei den oft extrem volatilen Märkten gelegentliche Verluste praktisch garantiert sind.

Sind CFDs riskanter als Aktien?

CFDs sind wegen der Hebelwirkung in der Regel riskanter als Aktien. Im Gegensatz zu Aktien müssen Sie beim CFD Handel lediglich die Sicherheitsleistung (Margin) erbringen, die nur einen kleinen Prozentsatz des gesamten Handelsgegenwertes ist. Das bedeutet, dass ihre Eigenkapital wegen des hohen Hebels relativ schnell aufgebraucht sein kann, falls sich der Trade nicht zu Ihren Gunsten entwickelt.

Wie kann man sich vor den Risiken des CFD Handels schützen?

Um sich vor einem Totalverlust zu schützen, sollten Sie darauf achten, immer genügend Kapital auf dem Konto zu haben, damit ihre Sicherheitsleistung ausreicht, bzw. unverzüglich auf Margin-Calls Ihres Brokers zu reagieren. Um zu verhindern, dass Ihre Position zu tief in den Verlust gerät, empfiehlt es sich, immer einen Stop-Loss zu setzen, bei dessen Erreichen die Position automatisch geschlossen wird. Gerade als Anfänger kann es außerdem sinnvoll sein, stabile Basiswerte mit hoher Liquidität zu handeln, da diese in der Regel eine niedrigere Volatilität aufweisen.

Welchen Nutzen hat ein CFD Demokonto?

Bei einem CFD-Demokonto können Sie alle Funktionen des CFD-Handels nutzen, ohne echtes Geld einsetzen zu müssen. Insbesondere für Anfänger ist ein Demokonto ein nützliches Werkzeug, sich mit den Funktionen und Märkten vertraut zu machen. Ein Demokonto kann aber auch Fortgeschrittene interressant sein, z.B., um neue Strategien zu testen.

Oliver Schoch
Oliver Schoch ist gelernter Bankkaufmann und er hat sich 2008 als Finanz-Journalist selbstständig gemacht. Seitdem verfasst er in Vollzeit als Freiberufler nahezu ausnahmslos Beiträge zu Finanz- und Wirtschaftsthemen wie Börse, Trading, Geldanlage, Vermögensaufbau, Versicherungen und Finanzierungen. Zu seinem Repertoire zählen u.a. Ratgeber, Fachtexte, News, Blogbeiträge und eBooks auf Trading.de. Er ist experte für CFDs sowie Optionen und Technische Analyse.
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