CFD Handel – Was sind die Risiken und wie risikoreich ist das CFD Trading?

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Jeder Anleger kennt die Angst, dass es beim Investment zu Verlusten kommen kann. Bei manchen Anlageformen droht sogar ein Totalverlust. Andere Investments zeichnen sich wiederum im negativen Sinne dadurch aus, dass die Risiken vielfältig und zum Teil nicht komplett durchschaubar sind.

Wer sich für den CFD Handel interessiert, der wird ebenfalls wissen wollen, was die Risiken sind und wie riskant das CFD Trading ist. Auf exakt diese Fragen zum Thema CFD Risiko und möglichem CFD Verlust möchten wir in unserem Beitrag näher eingehen.

CFD Trading einfach erklärt

Bevor wir näher auf die Risiken und mögliche Verluste beim CFD Trading eingehen, möchten wir kurz erläutern, worum es sich beim Handel mit Differenzkontrakten eigentlich handelt. Im rechtlichen Sinne sind Contracts For Difference Inhaberschuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten. Dabei wiederum handelt es sich entweder um ein Kreditinstitut oder um ein anderes Unternehmen aus dem Bereich Finanzdienstleistungen. 

Von der wirtschaftlichen Seite her betrachtet sind CFDs Derivate, da sich deren Wert auf einen Basiswert bezieht. Mit CFDs investieren Sie Ihr Kapital demzufolge nicht direkt in den Basiswert, indem Sie zum Beispiel Aktien erwerben würden. Stattdessen spekulieren Sie durch Long- und Short CFDs entweder auf steigende oder fallende Kurse.

Welche Risiken können beim Handel mit CFDs eintreten?

Zunächst möchten wir uns mit der Frage beschäftigen: Welche Risiken können im Handel mit CFDs eintreten? In erster Linie gliedert sich das gesamte CFD Risiko in die folgenden Bestandteile auf:

  • Totalverlust
  • Volatilität der Märkte
  • Nicht vorhergesehene Kosten
  • Unsicherer / unseriöser CFD Broker

Das größte und gleichsam gefürchtete CFD Risiko ist das eines Totalverlustes. Während es zum Beispiel beim direkten Investment in Aktien oder auch Währungen eher unwahrscheinlich ist, dass Sie Ihr gesamtes Kapital verlieren, sind mögliche Totalverluste beim CFD Trading an der Tagesordnung. In den meisten Fällen entsteht ein solcher CFD Verlust des gesamten Kapitals dadurch, dass der CFD Broker Ihre Handelsposition schließen musste. Dazu ist der Broker unter der Voraussetzung verpflichtet, dass die Margin für den CFD nicht mehr ausreicht, um die offene Position abzudecken.

Glücklicherweise haben Sie mehrere Möglichkeiten, wie Sie sich gegen das Risiko eines Totalverlustes in größerem Umfang absichern können. Die erste Option ist es, dass Sie auf den erfolgten Margin Call des Brokers reagieren und Ihre Position entweder eigenständig schließen oder weitere Margin auf Ihr Handelskonto einzahlen. 

Eine zweite Möglichkeit besteht darin, dass Sie – entweder direkt mit dem Handelsauftrag oder später – eine sogenanntes Stop-Loss Order erteilen. Damit verfügen Sie, dass die offene Position seitens des Brokers unter der Voraussetzung geschlossen wird, dass ein bestimmter Kurs unterschritten wird. Durch die entsprechende Stop-Loss Marke können Sie zumindest einen hohen CFD Verlust in Form eines Totalverlustes meistens vermeiden.

Marktvolatilität kann zu hohen Verlusten führen

Ein weiteres CFD Risiko ist die übliche Marktvolatilität, die es im Hinblick auf die entsprechenden Basiswerte gibt. Allein aufgrund dieser Schwankungsbreite kann die Frage: „Sind CFDs riskant?“ eindeutig mit ja beantwortet werden. Mit der Marktvolatilität ist gemeint, dass die Kurse der Basiswerte zum Teil erheblich schwanken können. Zu einem CFD Verlust kann diese Schwankungsbreite führen, wenn sich die Kurse des Basiswertes entgegen Ihrer spekulierten Richtung entwickeln oder deshalb sogar Ihre Position seitens des Brokers geschlossen werden muss.

Im Gegensatz zu einem möglichen Totalverlust können Sie sich gegen diese Marktvolatilität nur sehr schwer und oftmals gar nicht absichern. Allerdings könnten Sie sich zumindest für solche Basiswerte entscheiden, die – statistisch betrachtet – eine nicht allzu hohe Marktvolatilität besitzen. Innerhalb der unterschiedlichen Kategorien von Basiswerten gibt es durchaus Unterschiede. Die durchschnittliche Schwankungsbreite der Märkte zeigt sich anhand der Basiswerte wie folgt:

  • Indizes: Geringere bis mittlere Volatilität
  • Aktien (Standardwerte): Geringere bis mittlere Volatilität
  • Aktien (Nebenwerte): Mittlere bis höhere Volatilität
  • Devisen (Hauptwährungen): Geringere bis mittlerer Volatilität
  • Devisen (Nebenwerte): Mittlere bis hohe Volatilität
  • Rohstoffe: Hohe Volatilität

Wenn Sie also beispielsweise Aktien- und Rohstoff-CFDs miteinander vergleichen, gibt es durchaus Unterschiede im Hinblick auf die Marktvolatilität. Die größte Schwankungsbreite haben übrigens Kryptowährungen, dementsprechend die jeweiligen Krypto-CFDs.

Haltekosten können für nicht kalkulierte Ausgaben sorgen

Ein CFD Risiko, welches häufig vernachlässigt wird, sind – etwas aus dem Ruder laufende – Haltekosten. Der Hintergrund ist, dass für sogenannte Long Positionen, die über Nacht offen sind, gegenüber dem Broker Zinsen anfallen. Diese werden beim CFD Trading auch als Finanzierungskosten bezeichnet. Insbesondere unter der Voraussetzung, dass Sie eine Position über einen relativ langen Zeitraum hinweg halten, können diese Finanzierungskosten in der Summe sogar höher als Ihre erzielten Gewinne ausfallen. Andererseits führen Finanzierungskosten nicht selten zu verstärkten Gesamtverlusten. Aus dem Grund ist es wichtig, dass Sie die anfallenden Haltekosten zumindest durch ein auf dem CFD Handelskonto verfügbares, ausreichendes Guthaben abdecken können.

Das Gesamtrisiko beim CFD Trading ist natürlich auch aufgrund des Hebels mit seiner entsprechenden Wirkung besonders hoch. Immerhin potenzieren sich durch den Hebel nicht nur eventuelle Gewinne, sondern gleichsam nicht erwünschte Verluste. Sinkt der Kurs des Basiswertes an einem Tag zum Beispiel um zwei Prozent, bedeutet das bei einem Hebel von 10:1, dass Sie einen Verlust von 20 Prozent erleiden. 

Ein mittlerweile vergleichsweise selten auftretendes Risiko beim CFD Trading sind unsichere oder sogar unseriöse Broker. Dennoch sollten Sie auch dieses mögliche CFD Risiko nicht komplett vernachlässigen. Die gute Nachricht ist, dass Sie sich gegen diese Gefahr sehr gut schützen können, indem Sie sich bewusst für einen seriösen und bewährten CFD Broker entscheiden. Das Risiko durch unsichere oder unseriöse Broker besteht vor allem darin, dass Kurse beeinflusst werden oder die entsprechenden IT-Systeme von Hackern angegriffen und Daten gestohlen werden, sodass im schlimmsten Fall Geld von Ihrem Handelskonto entwendet wird.

Wie sicher ist der CFD Handel und wie erkenne ich seriöse Broker?

Auf ein zuvor angesprochenes Risiko möchten wir noch etwas näher eingehen, nämlich unsichere oder unseriöse Broker. Damit in Verbindung steht auch die grundsätzliche Frage: Wie sicher ist der CFD Handel? Hier geht es nicht um die Sicherheit in Form von möglichen Kapitalverlusten durch sinkende Kurse beim Basiswert oder in Form eines Totalverlustes, weil die Position geschlossen werden muss. Vielmehr steht die generelle Sicherheit des Handels im Vordergrund.

Grundsätzlich sollten Sie vor der Eröffnung eines CFD Kontos einen Brokervergleich durchführen. Im Rahmen des Vergleichs sollten Sie nicht nur auf die jeweiligen Konditionen achten, sondern unter anderem darauf, ob es sich um einen sicheren und seriösen CFD Broker handelt. Davon hängt auch Ihre Sicherheit beim CFD Trading ab. Es existieren durchaus einige Merkmale, an denen Sie mit größerer Wahrscheinlichkeit einen seriösen Broker erkennen können:

  • CFD Broker hat seinen Hauptsitz innerhalb der Europäischen Union
  • Broker wird seitens der Aufsichtsbehörde reguliert
  • CFD Broker besitzt offizielle Lizenz seitens der Aufsichtsbehörde
  • Kundenservice in mehreren Sprachen – gut – erreichbar
  • Impressum mit Anschrift und nicht nur Postfach oder Postbox
  • Mitarbeiter persönlich erreichbar (per Telefon)
  • Risikohinweise auf der Webseite
  • Marktgerechte Spreads und Hebel
  • Gesicherte und verschlüsselte Internetverbindung
  • Broker bereits seit einigen Jahren am Markt

Bei einigen Punkten dürfen Sie jedoch nicht automatisch negativen Rückschlüsse ziehen, wenn einzelne, zuvor genannten Kriterien nicht zutreffen. So bedeutet ein nicht innerhalb der Europäischen Union ansässiger CFD Broker natürlich keineswegs automatisch, dass dieser unsicher oder unseriös wäre. Auf der anderen Seite ist das Risiko statistisch eben geringer, dass es zukünftig keine Probleme mit dem CFD Broker gibt, wenn dieser seinen Hauptsitz innerhalb der EU hat und im Idealfall seitens der Aufsichtsbehörde reguliert wird.

Was ist das CFD Risikomanagement und woraus besteht es? 

Wer Risiken beim CFD Trading verringern und die Gefahr von Verlusten reduzieren möchte, der sollte sich für ein gutes CFD Risikomanagement entscheiden. Mit der Hilfe verschiedener Tools und Maßnahmen ist es möglich, Ihre individuellen Verlustrisiken so gering wie es geht zu halten und auf der anderen Seite sogar Gewinnchancen zu optimieren. Es gibt zwar kein einheitliches Risikomanagement, da dieses aus mehreren Bestandteilen besteht. Allerdings existieren bestimmte Grundsätze, auf diesem ein gutes Risikomanagement fußen sollte, nämlich:

  • Erkennen von Risiken
  • Analyse und Auswertung der Gefahren
  • Maßnahmen, um die Risiken zu reduzieren
  • Maßnahmen kontinuierlich anwenden und Erfolg kontrollieren

Tragende Säule des CFD Risikomanagements ist demnach, die Risiken zu kennen und den Markt möglichst richtig einzuschätzen. Das Risikomanagement besteht hauptsächlich aus dem Informationen sammeln, Analysen durchführen und Risiken möglichst korrekt bewerten. Im zweiten Schritt sollten Sie aktiv werden, um durch verschiedene Maßnahmen Ihr CFD Risiko im besten Fall deutlich zu reduzieren. Dazu stehen insbesondere die folgenden Aktionen und Werkzeuge zur Verfügung:

  • Sinnvolle Ordergrößen wählen
  • Stop-Loss nutzen
  • Auf den Hebel achten
  • Externe Faktoren im Blick haben
  • Angebote einiger Broker nutzen

Ein durchaus wichtiges Instrument zur Begrenzung von Risiken besteht in der Wahl der passenden Ordergröße. Wenn Sie beispielsweise zehn Orders am Markt platzieren, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie mit sämtlichen Aufträgen einen Gewinn generieren. Statistisch dürfte die Quote eher im Bereich zwischen fünf bis sieben erfolgreichen Trades liegen. Aus dem Grund ist es wichtig, an die passende Ordergröße zu denken, also nicht zu viel Kapital in einem CFD Auftrag zu binden.

Das wohl effektivste Instrument zur Begrenzung von Verlusten ist Ihr persönliches Limit innerhalb einer Stop-Loss Order. Der große Vorteil besteht darin, dass eine Position durch die Order automatisch geschlossen wird, wenn ein vorgegebenes Limit erreicht ist. Die automatisierte Order reagiert demzufolge schneller als Sie es selbst manuell tun könnten, wodurch häufig größere Verluste verhindert werden.

Zum Risikomanagement gehört ebenfalls, dass Sie den Hebel mit Bedacht wählen. Zu hohe Hebel bergen immer ein höheres Risiko von Verlusten, weil dementsprechend die Margin geringer ausfällt. Das wiederum führt dazu, dass die Schwelle schneller erreicht wird, bei der Ihre Sicherheitsleistung nicht mehr ausreicht und der Broker die Position eventuell zwangsweise schließen muss. 

Externe Faktoren beachten

Neben den genannten Maßnahmen zur Risikobegrenzung und Verlustreduzierung gibt es zusätzlich sogenannte externe Faktoren, die sich negativ auswirken können. Sie sollten beispielsweise dafür sorgen, dass Sie eine möglichst stabile Internetverbindung haben. Müssen Sie nämlich schnell einen Trade ausführen lassen oder zusätzliches Margin auf Ihr Konto einzahlen und funktioniert das aufgrund von Störungen bei der Internetverbindung nicht, kann Sie das Geld kosten. Darüber hinaus empfiehlt es sich, das CFD Trading nicht in Situationen durchzuführen, in denen Sie eher auf andere Dinge konzentriert sind. So lassen sich manchmal Fehler durch Unkonzentriertheit vermeiden. 

Broker bieten ebenfalls Hilfen an 

Nicht wenige CFD Broker unterstützen Ihr persönliches Risikomanagement, weil sie bestimmte Hilfen offerieren. Dazu gehört definitiv der Margin Call. Dieser weist Sie darauf hin, dass Ihre Sicherheitsleistung eventuell in Kürze nicht mehr ausreicht. Reagieren Sie entsprechend auf den Margin Call, können Sie mitunter einen Totalverlust verhindern. 

Ein weiteres Mittel sind sogenannte SMS-Alarme. Diese können Sie bei manchen Brokern einrichten. Der Alarm informiert Sie zum Beispiel darüber, wenn bei einem Basiswert ein bestimmter Kurs unterschritten wird, sodass Sie entsprechend reagieren können. Somit sind SMS-Alarme faktisch eine Art Vorstufe eines eventuellen Margin Calls

Risiken testen mit CFD Demokonten

Insbesondere Anfänger können von CFD Demokonten profitieren. Nahezu alle CFD Broker stellen mittlerweile ein solches Testkonto zur Verfügung. Das Demokonto bildet die später echte Handelsoberfläche 1:1 ab und ist mit virtuellem Geld ausgestattet. Sie können daher auf Basis eines solchen Demokontos nicht nur die Trading-Plattform des Brokers kennenlernen, sondern gleich Strategien ausprobieren und so effektiv Risiken testen. Das Training mittels des Testkontos führt in vielen Fällen dazu, dass beim anschließenden Echthandel Fehler verhindert werden können und Strategien bereits erprobt wurden. Sie können zum Beispiel durch einige, virtuelle Trades herausfinden, worin die speziellen Risiken eines Basiswertes bestehen und wie hoch das CFD Risiko insgesamt für Sie persönlich einzuschätzen ist.

Die besten CFD Demokonten – Handel ohne Risiko

Beim Brokervergleich macht es durchaus Sinn, einen Blick auf die angebotenen Demokonten der verschiedenen Anbieter zu werfen. Die besten CFD Demokonten zeichnen sich oftmals durch folgende Eigenschaften aus:

  • Kostenfreies Demokonto
  • Keine vorherige Einzahlung auf das Echtgeldkonto notwendig
  • Demokonto kann zeitlich unbefristet genutzt werden
  • Testkonto ist mit ausreichend virtuellem Geld ausgestattet
  • Demokonto spiegelt Echtgeldkonto 1:1 wieder
  • Testkonto verfügt über alle Handelsfunktionen und Tools, mit denen auch die echte Handelsoberfläche später ausgestattet ist

Fazit zu Risiken beim CFD Trading

Wer sich für das CFD Trading entscheidet, nimmt bewusst hohe Risiken in Kauf. Immerhin sind CFDs Derivate und dementsprechend spekulative Finanzinstrumente. Der mögliche Verlust kann bis zum Totalverlust reichen und es gibt mehrere Risiken zu berücksichtigen. Allerdings haben Sie als Trader verschiedene Möglichkeiten, wie Sie die Risiken reduzieren und eventuelle Verluste verringern. Dazu steht insbesondere das CFD Risikomanagement zur Verfügung, durch das Sie in Form unterschiedlicher Maßnahmen Ihr persönliches CFD Risiko reduzieren.

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