Trading für Berufstätige mit Vollzeitjob ist möglich, wenn die Strategie und die Handelszeiten zum eigenen Arbeitsalltag passen. Wir von Trading.de empfehlen dafür feste Zeitfenster, zum Beispiel zwischen 9 und 12 Uhr für die europäischen Märkte oder zwischen 16 und 22 Uhr für die US-Märkte.
Lerne in diesem Artikel von Trading-Experten, welche Strategien sich für das Trading neben dem Beruf eignen, wie viel Zeit du dafür einplanen solltest und wann der Schritt zum Vollzeit-Trading sinnvoll sein kann.

Die wichtigsten Fakten zum nebenberuflichen Trading:
- Nebenberufliches Trading lässt sich mit einem Zeitaufwand von etwa 1 bis 2 Stunden täglich in den Berufsalltag integrieren.
- Feste Handelszeiten und eine zum Arbeitsalltag passende Trading Strategie erleichtern den nebenberuflichen Handel.
- Gewinne sind beim nebenberuflichen Trading nicht garantiert und hängen von der Strategie, dem eingesetzten Kapital und dem Risikomanagement ab.
Kann man das Trading nebenberuflich machen?
Trading lässt sich nebenberuflich betreiben. Beim nebenberuflichen Trading handelst du zusätzlich zu deinem Hauptberuf mit eigenem Kapital an den Finanzmärkten. Voraussetzung für einen tatsächlichen Nebenverdienst ist allerdings, dass du nach Kosten und Verlusten insgesamt profitabel handelst.
Ein Beispiel: Erzielst du mit einem Trading-Kapital von 10.000 Euro in einem Monat eine Rendite von 2 %, entspricht das einem Gewinn von 200 Euro vor Steuern und Gebühren. Bei 20.000 Euro wären es unter gleichen Bedingungen 400 Euro. Eine solche Rendite ist jedoch nicht garantiert und kann von Monat zu Monat deutlich schwanken.
Was sind Chancen & Risiken des nebenberuflichen Tradings?
Den größten Vorteil des nebenberuflichen Tradings sehen wir bei Trading.de in der zeitlichen Flexibilität. Du kannst deine Handelszeiten passend zu deinem Beruf und deiner Strategie wählen und musst deinen Hauptjob nicht für das Trading aufgeben. Trading neben dem Beruf kostet allerdings auch Zeit und erfordert eine gute Planung. Hinzu kommt das Verlustrisiko: Auch mit einer erprobten Strategie gibt es keine Garantie, dass du mit dem Trading dauerhaft Gewinne erzielst.
Die folgende Übersicht zeigt Chancen und Risiken im nebenberuflichen Handel:
Vorteile vom nebenberuflichen Trading:
- Zusätzliches Einkommen von Zuhause aus erzielen möglich
- Handel inzwischen (fast) rund um die Uhr möglich
- Lerneffekt durch regelmäßiges Trading
- Keine großen Kapitaleinsätze notwendig
- Keine zusätzlichen Investitionen nötig
- Keine Qualifikationsnachweise für den Job
Nachteile beim Nebenberuflichen Trading:
- Täglicher Zeitaufwand von 1-2 Stunden kann das Privatleben von nebenberuflichen Tradern beeinflussen
- Verluste sind möglich
Tipp von Profi Trader Andre Witzel zum nebenberuflichen Handel

In unserer Trading.de-Ausbildung bilden wir unsere Teilnehmer zu nebenberuflichen Tradern aus. Für die Ausbildung planen wir mit einem Zeitaufwand von etwa 1 bis 2 Stunden täglich. Am Ende hängt es aber von der eigenen Strategie ab, wie hoch der tägliche Zeitfaktor wirklich ist. An manchen Handelstagen kann der Aufwand deutlich geringer sein, an anderen entsprechend höher.“
Teilzeit Trading neben dem Beruf: Diese Trading Strategien eignen sich
Für das Trading neben dem Beruf eignen sich Strategien, deren Zeitaufwand und Handelszeiten zu deinem Arbeitsalltag passen. Wir unterscheiden bei Trading.de zwischen kurzfristigen Ansätzen mit festen Handelszeiten und Strategien, bei denen Positionen über mehrere Tage, Wochen oder länger gehalten werden.
Wir stellen die beliebtesten Strategien für Berufstätige vor:
- Daytrading: Geeignet am späten Nachmittag in den US Märkten, aber hohe Stressbelastung
- Swing Trading: Flexibler Handel über mehrere Tage oder Wochen
- Buy-and-Hold-Trading: Langfristiger Handel mit geringem laufendem Zeitaufwand
- Copy Trading: Einfaches System ohne viel Zeitaufwand
- News Trading: Handel zu planbaren Nachrichtenterminen
| Strategie | Typische Haltedauer | Zeitaufwand | Für wen geeignet? |
|---|---|---|---|
| Daytrading | Minuten bis Stunden, keine Position über Nacht | Hoch: aktive Trading-Sessions von mehreren Stunden möglich | Berufstätige mit festen freien Handelsfenstern und der Möglichkeit, sich während eines Trades vollständig auf den Markt zu konzentrieren |
| Swing Trading | Mehrere Tage bis Wochen | Mittel: Analyse und Positionskontrolle lassen sich auf feste Zeiten verteilen | Berufstätige, die nicht dauerhaft Kurse beobachten können und ihre Trades beispielsweise morgens oder abends verwalten möchten |
| Buy-and-Hold | Mehrere Jahre | Gering: hoher Aufwand bei Auswahl und Analyse, danach regelmäßige Kontrollen | Berufstätige, die langfristig investieren und möglichst wenig Zeit für die laufende Verwaltung aufbringen möchten |
| Positionstrading | Wochen bis Monate | Gering bis mittel: regelmäßige Analyse und Kontrolle notwendig | Berufstätige, die längerfristige Marktbewegungen handeln und ihre Entscheidungen außerhalb der Arbeitszeit treffen möchten |
| Copy Trading | Abhängig vom kopierten Trader | Gering: Auswahl und regelmäßige Kontrolle des Traders notwendig | Berufstätige, die wenig Zeit für eigene Marktanalysen haben und Trades anderer Trader automatisiert kopieren möchten |
| News Trading | Sekunden bis Stunden | Punktuell hoch: Vorbereitung und volle Aufmerksamkeit rund um die Veröffentlichung | Berufstätige, die sich gezielt Zeit für vorher bekannte Wirtschaftstermine nehmen können |
Schau dir auch unser Video auf dem Trading.de Youtubechannel an, in dem wir die besten Strategien für den nebenberuflichen Handel vorstellen:
Daytrading: Auch nach Feierabend möglich
Beim Daytrading öffnest und schließt du deine Positionen innerhalb eines Handelstages. Für Berufstätige bietet sich dafür beispielsweise der späte Nachmittag an, wenn die US-Börsen geöffnet sind. Alternativ kannst du feste freie Tage für das Daytrading nutzen, wenn dein Arbeitsmodell das zulässt.
| Kriterium | Daytrading im Nebenberuf |
|---|---|
| Zeitaufwand pro Woche | Hoch, abhängig von Anzahl und Länge der Trading-Sessions |
| Stresslevel | Hoch, da während offener Trades schnelle Entscheidungen erforderlich sein können |
| Kapitalbedarf | Abhängig von Instrument, Positionsgröße und Risikomanagement |
| Anfängertauglichkeit | Eher gering |
| Geeignet für Berufstätige | Ja, wenn feste und ungestörte Handelszeiten verfügbar sind |
Aus unserer Erfahrung bei Trading.de funktioniert Daytrading neben dem Beruf am besten mit einem festen Handelsfenster, in dem du dich vollständig auf den Markt konzentrieren kannst. Wir empfehlen unseren Tradern außerdem, sich pro Trading-Session auf nur einen Markt zu konzentrieren.

Das sind die Vor- und Nachteile beim nebenberuflichen Daytrading:
Vorteile
- Kursbewegungen lassen sich durch Hebel verstärkt handeln
- Gewinne in kürzester Zeit möglich
- Zeitliche Flexibilität
- Abgeschlossene Handelsaktivitäten am Ende des Tages
Nachteile
- Hohe Stressbelastung
- Zeitintensiv während der Umsetzung
- Mit einem hohen Risiko verbunden
Swing Trading: Flexibler Handel neben dem Job
Swing Trading eignet sich aus unserer Erfahrung bei Trading.de besonders gut für nebenberufliches Trading, da du deine Positionen nicht dauerhaft beobachten musst. Für Berufstätige hat das einen entscheidenden Vorteil: Analyse, Einstieg und Kontrolle der Positionen lassen sich zu festen Zeiten einplanen.
| Kriterium | Swing Trading im Nebenberuf |
|---|---|
| Zeitaufwand pro Woche | Mittel, da Analyse und Kontrolle auf feste Zeiten verteilt werden können |
| Stresslevel | Mittel |
| Kapitalbedarf | Abhängig von Instrument, Positionsgröße und Risikomanagement |
| Anfängertauglichkeit | Gut, da mehr Zeit für Analyse und Entscheidungen bleibt |
| Geeignet für Berufstätige | Sehr gut, da Positionen nicht permanent beobachtet werden müssen |
In unserer Trading-Praxis arbeiten wir beim Swing Trading zudem mit Kursalarmen und vorbereiteten Orders. Erreicht der Kurs eine vorher festgelegte Marke, kannst du prüfen, ob dein Setup für einen Einstieg erfüllt ist. Berücksichtigen musst du beim Swing Trading im nebenberuflichen Handel zudem das Overnight- und Wochenendrisiko. Denn Nachrichten und Kurslücken können deine Position während deiner Arbeitszeit bewegen. Wir empfehlen deshalb bereits vor dem Einstieg das maximale Risiko und die Positionsgröße und prüfen anstehende Wirtschaftstermine.

Das sind die Vor- und Nachteile im Swing Trading neben dem Job:
Vorteile
- Nicht zeitintensiv in der Umsetzung
- Trader kann von mittelfristigen Markttrends profitieren
- Erhöhte Flexibilität für die Terminierung von Analysen
- Stressfreiere Gestaltung des Tages
Nachteile
- Übernacht-Risiko und Kosten bestehen
- Kapitalbedarf fällt ggf. hoch aus
Buy-And-Hold-Trading: geringer Zeitaufwand neben dem Beruf
Buy-and-Hold und Positionstrading eignen sich für Berufstätige, die möglichst wenig Zeit in die laufende Verwaltung ihrer Positionen investieren möchten.
| Kriterium | Langfristiger Handel im Nebenberuf |
|---|---|
| Zeitaufwand pro Woche | Gering, nach der Auswahl sind vor allem regelmäßige Kontrollen notwendig |
| Stresslevel | Gering |
| Kapitalbedarf | Bereits mit kleinen Beträgen möglich, abhängig vom Wertpapier |
| Anfängertauglichkeit | Hoch |
| Geeignet für Berufstätige | Sehr gut, da kaum laufender Handelsaufwand entsteht |
- Buy-and-Hold: Du kaufst ausgewählte Wertpapiere und hältst sie langfristig, häufig über mehrere Jahre. Der größte Zeitaufwand entsteht bei der Auswahl und Analyse der Anlage. Danach reichen regelmäßige Portfolio-Checks.
- Positionstrading: Du hältst einen Trade meist über mehrere Wochen oder Monate und versuchst, längerfristige Marktbewegungen zu handeln. Dadurch sind Analyse und Kontrolle häufiger notwendig als bei Buy-and-Hold, lassen sich aber gut außerhalb der Arbeitszeit einplanen.
Für nebenberufliche Trader empfehlen wir, feste Zeiten für die Kontrolle der Positionen einzuplanen.

Das sind die Vor- und Nachteile beim nebenberuflichen Handel mit Buy and Hold:
Vorteile
- Dividenden und thesaurierende Gewinne mitnehmen
- Geringes Stresslevel
- Geringere Kosten für Transaktionen
- Für Anfänger geeignet
Nachteile
- Langfristige Bindung des Kapitals
- Langer Atem ist gefragt
Copy Trading: Anderen Trading-Strategien folgen
Eine alternativ mögliche Trading Strategie ist das Copy Trading. Statt selbst zu handeln, investieren Trader in das Portfolio anderer Händler. Diese stellen ihr Portfolio als Musterportfolio zum Nachhandeln bereit. Die Chancen: Der Fokus liegt zu 100 % auf dem Beruf, es ist vordergründig kein Wissen zum Traden notwendig und der Zeitinvest geht gen null. Die Risiken ergeben sich jedoch aus den Vorteilen: Wer nichts über das Traden weiß, übersieht Ausstiegssignale und bleibt abhängig von anderen Tradern.
| Kriterium | Copy Trading im Nebenberuf |
|---|---|
| Zeitaufwand pro Woche | Gering, hauptsächlich für Auswahl und Kontrolle der kopierten Trader |
| Stresslevel | Gering bis mittel |
| Kapitalbedarf | Abhängig von Plattform und gewähltem Investment |
| Anfängertauglichkeit | Gut, Grundkenntnisse zu Risiko und Performance sind trotzdem erforderlich |
| Geeignet für Berufstätige | Sehr gut bei wenig verfügbarer Zeit |
Wir empfehlen, vor der Auswahl eines Traders unter anderem auf folgende Punkte zu achten:
- Performance: Wie hat sich der Trader über einen längeren Zeitraum entwickelt?
- Risiko: Welche Verluste und Drawdowns sind in der Vergangenheit aufgetreten?
- Strategie: Welche Märkte handelt der Trader und wie lange hält er seine Positionen?
- Kosten: Welche Gebühren fallen für das Copy Trading auf der jeweiligen Plattform an?

Das sind die Vor- und Nachteile von Copy Trading im Nebenjob:
Vorteile
- Mit kaum Zeitaufwand verbunden
- Geschieht quasi automatisch
- Nutzung der Schwarmintelligenz
- Hohe Diversifikation im Portfolio
- Für Anfänger geeignet
Nachteile
- Hohe Abhängigkeit vom Signalgeber
- Abgabe der Kontrolle
- Ggf. hohe Kosten
News Trading: feste Handelszeiten für Berufstätige
News Trading eignet sich für Berufstätige, die ihre Trading-Zeit gezielt auf einzelne Markttermine konzentrieren möchten. Dabei handelst du Kursbewegungen, die rund um wichtige Nachrichten und Wirtschaftsdaten entstehen. Dazu zählen beispielsweise Zinsentscheidungen, Inflationsdaten oder Arbeitsmarktdaten.
| Kriterium | News Trading im Nebenberuf |
|---|---|
| Zeitaufwand pro Woche | Punktuell, abhängig von den ausgewählten Nachrichtenterminen |
| Stresslevel | Hoch, da Kurse innerhalb kurzer Zeit stark reagieren können |
| Kapitalbedarf | Abhängig von Instrument, Positionsgröße und Risikomanagement |
| Anfängertauglichkeit | Eher gering |
| Geeignet für Berufstätige | Bedingt, da zu festen Veröffentlichungsterminen volle Aufmerksamkeit erforderlich ist |
Aus unserer Erfahrung bei Trading.de liegt der Vorteil für nebenberufliche Trader in der Planbarkeit. Viele wichtige Veröffentlichungen stehen bereits vorher im Wirtschaftskalender. Du kannst dir gezielt interessante Termine auswählen und musst nicht jeden Tag mehrere Stunden nach Trading-Chancen suchen.
Das sind die Vorteile und Nachteile vom News Trading im Nebenberuf:
Vorteile
- Feste Handelstermine im Voraus planbar
- Trading-Zeit auf ausgewählte Nachrichten begrenzbar
- Hohe Kursbewegungen können kurzfristige Trading-Chancen bieten
- Wirtschaftskalender erleichtert die Vorbereitung
- Für verschiedene Märkte und Instrumente nutzbar
Nachteile
- Hohe Volatilität rund um wichtige Nachrichten
- Schnelle Reaktion während der Veröffentlichung erforderlich
- Erhöhte Spreads und Slippage möglich
- Marktreaktion auf Nachrichten nicht sicher vorhersehbar
- Für Anfänger aufgrund der schnellen Kursbewegungen anspruchsvoll
Trading mit der Berufstätigkeit vereinbaren: Die besten Tipps
Beim Trading neben dem Beruf kommt es darauf an, Handelszeiten, Strategie und verfügbares Kapital auf den eigenen Arbeitsalltag abzustimmen. Das sind unsere Tipps aus der Trading.de-Redaktion.
1. Feste Trading-Zeiten einplanen
Feste Trading-Zeiten helfen dir, Marktanalyse und Handel außerhalb deiner Arbeitszeit zu organisieren. Plane dafür konkrete Zeitfenster für die Vorbereitung, das aktive Trading und die Kontrolle offener Positionen ein. Welche Zeiten sinnvoll sind, hängt von deiner Strategie und den Handelszeiten der gewählten Märkte ab. Je nach Arbeitsrhythmus ist es daher sinnvoll, die Investitionen an den Märkten so zu wählen, dass die Öffnungszeiten der Börse außerhalb der Arbeitszeiten des Vollzeitjobs liegen.

Ein möglicher Tagesablauf für Berufstätige sieht so aus:
- Vor der Arbeit: Offene Positionen und anstehende Wirtschaftstermine prüfen
- Nach Feierabend: Märkte analysieren, Setups prüfen und geplante Trades umsetzen
- Nach der Trading-Session: Ausgeführte Trades im Trading-Tagebuch dokumentieren und auswerten
Aus unserer Erfahrung bei Trading.de gehört zu einem festen Trading-Plan auch die Entscheidung, keinen Trade zu eröffnen. Erfüllt während deines eingeplanten Zeitfensters kein Setup die Kriterien deiner Strategie, wartest du auf die nächste Gelegenheit.
2. Trading Stil definieren und Erwartungen managen
Im zweiten Schritt erweist es sich als sinnvoll, eine Strategie zu definieren. Sie dient als roter Faden durch alle Handelsentscheidungen. Neben den oben vorgestellten Strategien gibt es noch viele andere, die für den Handel am Markt infrage kommen. Wichtig ist, dass sie zum eigenen Stil passt und gleichzeitig mit den Lebensbedingungen zusammenpasst. Diese Strategie gilt es mindestens bis Jahresende durchzuziehen, um ein Resümee ziehen zu können.
Bei der Strategiewahl ist es wichtig, so präzise wie möglich zu sein und diese auch für sich aufzuschreiben. Du benötigst also kein Studium, um Trading im Nebenjob auszuführen, aber einen Plan.
Definiere daher gerne Fakten wie:
- Welche Trading Strategie wähle ich?
- Wie viel Geld investiere ich pro Anlage?
- Zu welchen Zeiten handel ich an den Märkten?
- Wie reagiere ich im Szenario XY?
- Wann verkaufe ich gewinnbringende Positionen spätestens?
- Wie gehe ich mit Verlusten um?
3. Risiko pro Trade bestimmen
Lege vor jedem Einstieg fest, welchen Betrag du mit dem Trade maximal riskieren möchtest. Im Zuge des Money Managements erweist sich aus unserer Sicht im Trading beispielsweise die 1-Prozent-Regel als beliebt. Sie besagt, dass pro Trade maximal etwa 1 % des Trading-Kapitals riskiert wird.
Beispiel: Bei einem Trading-Konto von 10.000 Euro entsprechen 1 % einem maximalen Risiko von 100 Euro. Liegt dein Einstieg bei 100 Euro und dein Stop Loss bei 98 Euro, beträgt dein Risiko 2 Euro pro Einheit. Bei einem maximalen Risiko von 100 Euro könntest du entsprechend bis zu 50 Einheiten handeln, sofern Kosten und mögliche Ausführungseffekte nicht berücksichtigt werden.

Nebenberufliche Trading-Gewinne versteuern
Trading-Gewinne sind auch beim nebenberuflichen Trading steuerpflichtig. Auf Kapitalerträge wie Kursgewinne, Dividenden und Zinsen fallen in Deutschland grundsätzlich 25 % Abgeltungssteuer an. Hinzu kommen 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Abgeltungssteuer und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Steuerfrei bleiben Kapitalerträge innerhalb des Sparer-Pauschbetrags. Dieser liegt bei 1.000 Euro pro Jahr für Ledige und 2.000 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare. Bei einem deutschen Broker kannst du einen Freistellungsauftrag einrichten, damit bis zu dieser Höhe keine Abgeltungssteuer einbehalten wird.
Verluste aus dem Trading lassen sich in der Steuererklärung mit den Gewinnen verrechnen. Als nebenberuflicher Trader brauchst du kein Gewerbe, solange du ausschließlich mit deinem eigenen Kapital handelst.
Für weitere Informationen zum steuerfreien Handel lohnt sich eine Beratung durch einen Steuerexperten oder ein Blick in unseren Trading Steuern Artikel.

Vom Hobby zum Beruf: Trading zum Vollzeitjob machen
Trading kann zum Vollzeitjob werden, wenn deine Handelsergebnisse langfristig ausreichen, um deinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Ein festes Gehalt gibt es dabei nicht. Dein Einkommen hängt unmittelbar von deinen Trading-Ergebnissen ab und kann von Monat zu Monat deutlich schwanken.
Wir empfehlen bei Trading.de deshalb, den Hauptberuf nicht allein aufgrund einiger profitabler Monate aufzugeben. Bevor du vollständig vom Trading lebst, solltest du über einen längeren Zeitraum profitabel gehandelt und ausreichend Kapital sowie finanzielle Rücklagen aufgebaut haben.
Für den Schritt zum Vollzeit-Trading solltest du insbesondere folgende Punkte berücksichtigen:
- Alle mit dem Trading verbundenen Einnahmen sind zu versteuern
- Im Gewerbe können alle mit dem Trading verbundenen Kosten (anteilig) abgesetzt werden
- Eine Trading Firma als UG, Trading GmbH oder AG könnte sich im Einzelfall steuerreduzierend auswirken
- Es werden Rücklagen empfohlen, die mindestens 3-6 Monate Verdienstausfall abfedern können
Tradern ist es natürlich ebenso möglich, ihre Fähigkeiten in einem Job unter Beweis zu stellen. Hedgefonds und andere Finanzinstitute wie Banken stellen Trader aktiv ein, um die eigenen Finanzen verwalten zu lassen. In diesem Fall sind jedoch eine Qualifikation im Finanzbereich sowie einschlägige Referenzen von Vorteil.
Nebenberuflich traden: Wir helfen bei Trading.de
Das nebenberufliche Trading ist aus unseren Erfahrungen gut möglich, wenn man Handelszeiten, Märkte und deren Muster kennt und einzuschätzen weiß. In der Trading Ausbildung bei Trading.de helfen wir das Trading neben dem Beruf zu erlernen. Mit den angepassten Strategien benötigt man pro Tag 1 bis 2 Stunden aktive Handelszeit, um gute Ergebnisse zu erzielen. Melde dich gerne bei Trading.de für eine Ersteinschätzung für deine Situation.
Fazit: Neben dem Beruf traden funktioniert
Nebenberufliches Trading ist möglich, ohne den Hauptberuf aufzugeben. Wir empfehlen bei Trading.de, zunächst im Demokonto zu üben und erst mit echtem Kapital zu starten, wenn du deine Strategie sicher anwenden kannst. Nutze für den virtuellen Handel auch unseren Trading.de-Simulator.
Wichtig ist im nebenberuflichen Handel auch für den Einstieg nur Kapital einzusetzen, auf das du nicht für deine laufenden Ausgaben angewiesen bist. Dokumentiere deine Trades außerdem in einem Trading-Tagebuch. So kannst du nach einigen Monaten prüfen, ob deine Strategie neben dem Beruf funktioniert und wo du sie verbessern solltest.
Häufige Fragen und Antworten zum Trading neben dem Job:
Welche Steuern müssen nebenberufliche Trader bezahlen?
Für Trading Gewinne im Privathandel fallen die Kapitalertragssteuer in Höhe der Abgeltungssteuer von 25 % an. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer können die Gewinne zusätzlich schmälern. In Summe wird der Kapitalertrag in der Einkommenssteuer als zusätzliche Einnahme veranschlagt. Sollte ein Trading Gewerbe bestehen, fällt zusätzlich eine Gewerbesteuer für die erzielten Renditen an.
Brauche ich eine Trading Ausbildung zum nebenberuflichen Trading?
Nein, aber eine Trading Ausbildung erhöht den Wissensstand und gibt Impulse an die Hand. Eine Trading Ausbildung ist jedoch für das Handeln an den Börsen nicht zwingend erforderlich.
Was verdiene ich für ein Gehalt als Trader neben dem Beruf?
Wie viel ein Trader verdient, hängt von den eigenen Investitionen, Erfolg und dem Handelsvolumen ab und lässt sich somit nicht pauschal benennen. Berufliche Trader verdienen bei einer 40 Stundenwoche laut Gehalt.de zwischen rund 80.000 Euro brutto im Jahr. Dieser Betrag basiert jedoch am Gehalt angestellter Trader und nicht den erzielten Gewinnen von Privatpersonen.
Wie sieht der Tagesablauf eines nebenberuflichen Traders aus?
Der Tagesablauf eines nebenberuflichen Traders hängt von der Strategie und den eigenen Arbeitszeiten ab. Bei einem klassischen Arbeitstag von 9 bis 17 Uhr kann das Trading beispielsweise so aussehen: Morgens prüfst du für 15 bis 30 Minuten offene Positionen und wichtige Wirtschaftstermine. Nach Feierabend planst du etwa 60 Minuten für Marktanalyse, neue Setups und mögliche Trades ein. Am Ende reichen wenige Minuten, um deine Trades im Trading-Tagebuch zu dokumentieren.