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Neben einem Vollzeitjob sind nur wenige Stunden am Tag übrig, um sich ein zweites Einkommen aufzubauen. Bei der Suche nach einer flexiblen und selbstbestimmten Verdienstmöglichkeit stoßen Suchende früher oder später auf das Trading. Anders als andere Minijobs birgt Trading jedoch auch die Gefahr, das investierte Geld zu verlieren. Für wen sich Trading im Nebenjob empfiehlt, welche Strategien möglich sind und wie du Trading zum Hauptberuf machst, zeigen wir in diesem Artikel. 

Trading neben Beruf

Teilzeit Trading: Diese Trading Strategien gibt es

Um an den Börsen langfristig Renditen zu erwirtschaften, sollte der Handel strategisch erfolgen. Hierfür ist es notwendig, dass die Trading Zeiten und Strategien zum Hauptberuf passen. Berufstätige müssen in diesem Zuge einen Weg finden, die Nebentätigkeit mit der eigenen Jobausübung zu verbinden. Hierfür gibt es sowohl kurzfristige als auch langfristige Varianten. 

Wir stellen die beliebtesten Strategien für Berufstätige vor:

  • Daytrading – Geeignet am späten Nachmittag in den US Märkten, aber hohe Stressbelastung
  • Swing Trading – Perfektes Mittelmaß zwischen Kurzzeit- und Langzeit- Trading
  • Buy-and-Hold-Trading – Die beste Wahl für entspanntes Handeln
  • Copy Trading – Einfaches System ohne viel Zeitaufwand

Daytrading – Der Sprint

Der Charme des Daytradings besteht darin, dass der Kauf und Verkauf von Positionen binnen eines Handelstages erfolgt. So können Berufstätige nach der Arbeit mit dem Handel beginnen oder einen Tag die Woche für das Daytrading aufbringen, sofern der eigene Beruf eine 4-Tage-Woche zulässt. Entscheidend beim Daytrading ist der Fokus. Während die Positionen offen sind, stehen die Märkte unter kontinuierlicher Beobachtung. Um dennoch Pausen machen zu können, unterstützt das Setzen von Orderzusätzen.

Schnelligkeit ist aber definitiv ein Faktor, der im Daytrading zum Tragen kommt. Daytrading stellt neben dem Beruf die wohl intensivste Form des Tradings dar, da es mit viel Konzentration und einer hohen Reaktionsfähigkeit verbunden ist. Für das Daytrading spricht die komprimierte Form des Handels unter Betrachtung der Zeit. Unter Verwendung von Hebeln können so in kürzester Zeit mit geringen Kapitaleinsätzen maximale Potenziale ausgeschöpft werden.

Daytrading-Mit-Indizes

Das sind die Vor- und Nachteile: 

Vorteile

  • Höhere Renditen durch Hinzunahme von Hebeln 
  • Gewinne in kürzester Zeit möglich 
  • Zeitliche Flexibilität 
  • Abgeschlossene Handelsaktivitäten am Ende des Tages

Nachteile

  • Hohe Stressbelastung
  • Zeitintensiv während der Umsetzung
  • Mit einem hohen Risiko verbunden

Swing Trading – Das Ziel im Visier 

Während das Day Trading sich durch ein kurzfristiges Zeitfenster charakterisiert, ist das Swing Trading eine mittelfristige Strategie. Beim Swing Trading orientieren sich Swing Trader an Preisänderungen im Markt. Diese Schwankungen der Kurse, auch Swings genannt, werden dann je nach Strategie mehrere Tage oder sogar Wochen ausgenutzt, um maximale Profite aus ihnen zu schöpfen. Anders als der Tageshandel muss bei dieser Strategie nicht 24/7 der Fokus auf dem Traden liegen. Analysen sowie Orderzusätze helfen dabei, die Kontrolle zu behalten.

Wichtig zu beachten ist aber, dass das Swing Trading in Summe zeitaufwändig ist. Dafür verteilen sich die Arbeitseinsätze auf mehrere Tage.

Swing Highs und Swing Lows erklärt

Das sind die Vor- und Nachteile: 

Vorteile

  • Nicht zeitintensiv in der Umsetzung 
  • Trader kann von mittelfristigen Markttrends profitieren 
  • Erhöhte Flexibilität für die Terminierung von Analysen 
  • Stressfreiere Gestaltung des Tages

Nachteile

  • Übernacht-Risiko und Kosten bestehen 
  • Hoher Zeitaufwand bis zum Verkauf 
  • Kapitalbedarf fällt ggf. hoch aus

Buy-And-Hold-Trading/ Positionstrading – Der Marathon 

Berufstätige, die vorwiegend das Ziel verfolgen, mehr aus ihrem Geld zu machen, könnten von der Buy-And-Hold-Strategie profitieren. Während andere Strategien es ermöglichen, Hebel einzusetzen und auf steigende und fallende Kurse zu setzen, ist das Positionstrading vor allem auf Wachstumskurs. Ziel ist es, Anlagen bewusst auszuwählen und diese langfristig im Portfolio zu halten. Der Verkauf findet erst mehrere Jahre später statt. Cashflow wird währenddessen ggf. durch Dividenden der Wertpapiere generiert. 

Diese Strategie benötigt einen langen Atem, kann sich jedoch gerade für berufstätige Trader lohnen: Der Aufwand ist komprimiert auf den Startpunkt. In Analysen und Recherchen passender Wertpapiere fließt die meiste Zeit. Während die Positionen im Portfolio sind, reichen regelmäßige Analysen zu bestimmten Zeiten aus. Der Verkauf ist ein Schritt, der erst deutlich später erfolgt. Damit ein potenzieller Ausstiegspunkt nicht verpasst wird, können Trader einen Stop-Loss oder Take Profit setzen. So müssen sie nicht tägliches Portfolio neben dem Beruf schauen und die Anlagen sind dennoch geschützt. 

Buy and hold

Das sind die Vor- und Nachteile: 

Vorteile

  • Dividenden und thesaurierende Gewinne mitnehmen 
  • Geringes Stresslevel 
  • Geringere Kosten für Transaktionen 
  • Für Anfänger geeignet

Nachteile

  • Langfristige Bindung des Kapitals 
  • Geringere zu erzielende Renditen 
  • Langer Atem ist gefragt

Copy Trading – Die Abkürzung

Eine alternativ mögliche Trading Strategie ist das Copy Trading. Statt selbst zu handeln, investieren Trader in das Portfolio anderer Händler. Diese stellen ihr Portfolio als Musterportfolio zum Nachhandeln bereit. Die Chancen: Der Fokus liegt zu 100 % auf dem Beruf, es ist vordergründig kein Wissen zum Traden notwendig und der Zeitinvest geht gen null. Die Risiken ergeben sich jedoch aus den Vorteilen: Wer nichts über das Traden weiß, übersieht Ausstiegssignale und bleibt abhängig von anderen Tradern. 

eToro-Copytrading-1

Das sind die Vor- und Nachteile: 

Vorteile

  • Mit kaum Zeitaufwand verbunden 
  • Geschieht quasi automatisch 
  • Nutzung der Schwarmintelligenz
  • Hohe Diversifikation im Portfolio
  • Für Anfänger geeignet

Nachteile

  • Hohe Abhängigkeit vom Signalgeber 
  • Abgabe der Kontrolle 
  • Ggf. hohe Kosten 

Trading mit der Berufstätigkeit vereinbaren: Die besten Tipps

Etwas neben dem Vollzeitjob aufzubauen, kann kräftezehrend sein. Denn die eigenen Energiereserven sind bereits nach einem 8-Stunden-Tag aufgebraucht. Je mehr die Nebentätigkeit zur Routine wird, desto automatischer können wir diese auch ausführen. Das spart Kapazitäten im Kopf und sorgt dafür, dass die Tätigkeit leichter fällt. Natürlich ist der Aufbau eines Nebengewerbes aber immer ein Spagat zwischen Freizeit und Arbeit und ist gleichzeitig mit Emotionen verbunden. Nicht jeder Arbeitstag endet mit einem Plus auf dem Konto. Manchmal ist es auch ein Minus. Um hier nicht mit Emotionen zu handeln, sondern strategisch, kannst du folgende Wege gehen:

Trading neben Job Faktoren

Trading Stil definieren und Erwartungen managen

Im ersten Schritt erweist es sich als sinnvoll, eine Strategie zu definieren. Sie dient als roter Faden durch alle Handelsentscheidungen und gleichzeitig als Anker. Neben den oben vorgestellten Strategien gibt es noch viele andere, die für den Handel am Markt infrage kommen. Wichtig ist, dass sie zum eigenen Stil passt und gleichzeitig mit den Lebensbedingungen zusammenpasst. Diese Strategie gilt es mindestens bis Jahresende durchzuziehen, um ein Resümee ziehen zu können.

Bei der Strategiewahl ist es wichtig, so präzise wie möglich zu sein und diese auch für sich aufzuschreiben. Du benötigst also kein Studium, um Trading im Nebenjob auszuführen, aber einen Plan. 

Definiere daher gerne Fakten wie:

  • Welche Trading Strategie wähle ich?
  • Wie viel Geld investiere ich pro Anlage?
  • Zu welchen Zeiten handel ich an den Märkten?
  • Wie reagiere ich im Szenario XY? 
  • Wann verkaufe ich gewinnbringende Positionen spätestens?
  • Wie gehe ich mit Verlusten um? 
1 Prozent Regel Money Management

Solche Fragen unterstützen bei der emotionalen Kontrolle im Trading. Im Zuge des Money Managements erweist sich im Trading beispielsweise die 1-Prozent-Regel als beliebt. Diese gibt an, dass immer nur 1 Prozent des Gesamtkapitals in eine Anlage fließt. So ist das Risiko direkt diversifiziert und das Risiko von hohen Verlusten minimiert sich. 

Feste Zeitfenster und Budgets einplanen 

Berufstätige besitzen nur kleine Zeitfenster, um sich nebenher etwas aufzubauen. Das Zeitmanagement spielt in diesem Zuge beim Börsenhandel eine besondere Rolle. Denn auch der Börsenhandel unterliegt Öffnungszeiten in Form von Handelszeiten. Je nach Arbeitsrhythmus ist es daher sinnvoll, die Investitionen an den Märkten so zu wählen, dass die Öffnungszeiten der Börse außerhalb der Arbeitszeiten des Vollzeitjobs liegen.

Doch auch persönliche Zeitfenster sind wichtig. Um A) am Ball zu bleiben und B) auch ausreichend Zeit für Privates verbleibt. Die Strategie im Trading passend zu wählen, kann Vorteile bieten. So gibt es Strategien, die mit kürzesten Zeitfenstern von wenigen Stunden arbeiten. Das würde bedeuten, dass du innerhalb einer Handelssession alle deine Positionen kaufst und verkaufst. Anders sieht es aus, wenn du keine festen Zeitfenster für den Handel beschließen möchtest. Dann könnten Dividendenstrategien oder Strategien mit längeren Zeitfenstern besser funktionieren.

Zeitinvestition

Zu kalkulieren ist nicht nur der zeitliche Invest, sondern auch das zu investierende Kapital. Dabei sei immer davon auszugehen, dass das Trading mit einem Totalverlust enden KANN. Finde daher einen Weg für dich, so zu investieren, dass ein Totalverlust kein existenzielles Risiko für dich darstellt. Das investierte Kapital ist zudem diversifiziert zu nutzen, falls das Risiko eingegrenzt werden soll. Definiere also von Beginn an Risikoschwellen durch das Setzen von Orderzusätzen, Gewinnzielen und Budgets pro Position.

Vom Hobby zum Beruf: Trading zum Vollzeitjob machen

Im Vergleich zu anderen Jobs in Vollzeit ist Trading eine Herausforderung. Der Grund hierfür ist, dass die Arbeit nicht zwingend mit einem Gewinn vergütet wird. Setzen Trader alles auf eine Karte und verdienen ihr Geld ausschließlich durch den Börsenhandel ist die Fallhöhe extrem hoch. Es gibt jedoch einige Personen, die resilient gegenüber Marktschwankungen auftreten und einen kühlen Kopf bewahren. Dieser Skill unterstützt strategische Trades, die sich auch in einem Vollzeitgehalt widerspiegeln. 

Stellt Trading die einzige Einkommensquelle dar, gibt es jedoch einige Punkte zu beachten: 

  • Für die Ausübung als Hauptberuf ist die Anmeldung eines Gewerbes erforderlich 
  • Alle mit dem Trading verbundenen Einnahmen sind zu versteuern
  • Im Gewerbe können alle mit dem Trading verbundenen Kosten (anteilig) abgesetzt werden 
  • Eine Trading Firma als UG, Trading GmbH oder AG könnte sich im Einzelfall steuerreduzierend auswirken
  • Es werden Rücklagen empfohlen, die mindestens 3-6 Monate Verdienstausfall abfedern können 
Noch eine Alternative:
Tradern ist es natürlich ebenso möglich, ihre Fähigkeiten in einem Job unter Beweis zu stellen. Hedgefonds und andere Finanzinstitute wie Banken stellen Trader aktiv ein, um die eigenen Finanzen verwalten zu lassen. In diesem Fall sind jedoch eine Qualifikation im Finanzbereich sowie einschlägige Referenzen von Vorteil. 

Fazit: Neben dem Beruf traden funktioniert 

Berufstätige können durch den Handel an den Börsen das eigene Geld für sich arbeiten lassen. Je nach Strategie fällt auch der Zeitinvest gering aus. Der Fokus sollte weiterhin auf der Karriere liegen, da mit dem Traden kein kalkulierbares Gehalt erzielt werden kann. Um sich ein Nebeneinkommen aufzubauen, ist es jedoch eine alternative Option zu anderen Aushilfsjobs. Ein großer Vorteil: Solange der Handel an den Börsen nur Privatzwecke erfolgt, muss dieser nicht mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden (Ausnahme: Du arbeitest bei einem Unternehmen im Bereich der Finanzen). 

Denn andere Nebenjobs musst du bei deinem Arbeitgeber anmelden und um Erlaubnis bitten. Die zusätzliche Tätigkeit kann dein Hauptarbeitgeber verweigern. Bei Trading stellt sich diese Frage nicht, da es keinen richtigen „Job“ darstellt. Geld verdienst du dennoch mit der richtigen Strategie. So bringst du Job, Familie und Geld in Einklang. 

Häufige Fragen und Antworten zum Trading neben dem Job:

Welche Steuern müssen nebenberufliche Trader bezahlen?

Für Trading Gewinne im Privathandel fallen die Kapitalertragssteuer in Höhe der Abgeltungssteuer von 25 % an. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer können die Gewinne zusätzlich schmälern. In Summe wird der Kapitalertrag in der Einkommenssteuer als zusätzliche Einnahme veranschlagt. Sollte ein Trading Gewerbe bestehen, fällt zusätzlich eine Gewerbesteuer für die erzielten Renditen an. 

Brauche ich eine Trading Ausbildung? 

Der Erfolg eines Traders ist in erster Linie von dessen Geschick an den Märkten und dem Timing des Handels ab. Eine Trading Ausbildung erhöht den Wissensstand und gibt Impulse an die Hand, ist jedoch für das Handeln an den Börsen nicht zwingend erforderlich. 

Was verdiene ich für ein Gehalt als Trader? 

Wie viel ein Trader verdient, hängt von den eigenen Investitionen, Erfolg und dem Handelsvolumen ab und lässt sich somit nicht pauschal benennen. Berufliche Trader verdienen bei einer 40 Stundenwoche laut Gehalt.de zwischen rund 72.000 Euro brutto im Jahr. Dieser Betrag basiert jedoch am Gehalt angestellter Trader und nicht den erzielten Gewinnen von Privatpersonen.

Maren Dinges
Als Content Marketing Strategien kuratiert, recherchiert und selektiert Maren bei Trading.de anlagerelevantes Wissen und bereitet es so auf, dass Trader auf Basis persönlichen Kriterien zwischen Anlageformen qualitativ wählen können.
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