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Der Tinder Trading Scam ist eine betrügerische Praktik auf der Dating-App Tinder, bei der Kriminelle gefälschte Profile nutzen, um Nutzer emotional zu manipulieren und sie dann in einen Krypto-Scam zu verwickeln. Dabei bauen die Scammer zunächst eine emotionale Bindung auf und überreden die Opfer dann, Gelder zu transferieren und vermeintliche Investitionen zu tätigen – oft, aber nicht nur, mit Kryptowährungen. 

Im folgenden Artikel werfen wir einen Blick darauf, was der Tinder Trading Scam ist, wie die Betrüger genau vorgehen und wie sich Betroffenen schützen respektive wehren können. 

Alles Wissenswerte zum Tinder Trading Scam

  • Betrugsmethode auf der Dating-App Tinder, bei der Kriminelle gefälschte Profile nutzen
  • Betrüger bauen eine emotionale Bindung auf und überreden Opfer, in Scam-Assets zu investieren
  • Drei Phasen: Auswahl des Opfers („Finding the pig“), Aufbau einer Beziehung und finanzielle Manipulation („Fattening the pig“), Geld abziehen („Butchering the pig“)
  • Opfer können hohe Geldbeträge verlieren, daher Vorsicht vor finanziellen Gesprächen
  • Bei Verdacht sollten Opfer Beweise sichern, rechtliche Beratung suchen und den Vorfall melden

Was ist der Tinder Trading Scam?

Der Tinder Trading Scam ist eine verbreitete Betrugsmasche, die sich auf der populären Dating-App Tinder abspielt. Dabei nutzen Kriminelle die Plattform, die eigentlich für romantische Begegnungen gedacht ist, um ahnungslose Nutzer in eine Falle zu locken. Die Täter gehen dabei methodisch und häufig äußerst raffiniert vor. Dafür nutzen diese gefälschte Profile, die durch attraktive Bilder und überzeugende Persönlichkeiten bestechen, um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen.

Tinder Logo
Vorsicht vor dem ersten Schritt!
Der erste Kontakt beginnt ganz unverfänglich mit einem scheinbar harmlosen Match. Die Betrüger bauen geschickt eine emotionale Bindung zu ihrem Opfer auf, häufig durch intensive und täuschend echte Direktnachrichten. Dieser Schritt ist entscheidend, um eine Vertrauensbasis zu schaffen, die für den nächsten Teil des Betrugs notwendig ist.

Sobald eine emotionale Verbindung etabliert ist, beginnen die Betrüger, das Gespräch auf finanzielle Themen umzulenken, insbesondere auf Investitionen in Kryptowährungen. Sie locken ihre Opfer mit Versprechungen hoher Renditen und überreden sie, Geld auf gefälschte Krypto-Handelsplattformen zu überweisen. Oftmals berichten sie von lebensverändernden Renditen für sich selbst, die nun mit der neuen Liebsten geteilt werden sollen.

Diese Webseiten sind professionell gestaltet – in Wirklichkeit allerdings nur dazu da, die Gelder der Opfer zu sammeln. Sobald das Geld überwiesen ist, verschwinden die Betrüger spurlos, die Opfer stehen ohne ihr Geld und oft mit einem gebrochenen Herzen da.

Wie funktioniert der Tinder Trading Scam?

Der Tinder Trading Scam funktioniert dabei in verschiedenen Phasen, um strukturiert und ausgeklügelt via Tinder App die Kontaktpersonen zu schädigen. Die folgenden Begrifflichkeiten sind dabei von der Bayerischen Staatsregierung übernommen, die sich aufgrund der steigenden Anzahl an Fälle mit einer öffentlichen Warnung äußerte: 

Phase 1: „Finding the pig“ („Ein Schwein finden“)

Diese Phase beginnt mit der Auswahl des Opfers. Betrüger erstellen gefälschte, attraktive Profile auf Tinder (oder anderen sozialen Netzwerken), um potenzielle Opfer anzulocken. Der erste Kontakt ist in der Regel charmant und unscheinbar. Nachdem ein Match erfolgt ist, wird das Gespräch schnell auf einen privaten Messenger verlagert. Hier beginnt das eigentliche Spiel: Mit Versprechungen von Liebe und Reichtum werden die Opfer emotional beeinflusst und für die weiteren Schritte vorbereitet.

Tinder Trading Scam Betrug

Phase 2: „Fattening the pig“ („Das Schwein mästen“)

In dieser Phase etablieren die Betrüger eine tiefere emotionale Verbindung. Sie beginnen nun, das Gespräch auf finanzielle Themen zu lenken, insbesondere auf scheinbar lukrative Investitionsmöglichkeiten in Kryptowährungen. Die Opfer werden ermutigt, auf speziellen, aber gefälschten Handelsplattformen zu investieren. Anfangs werden kleine Erfolge und Gewinne vorgegaukelt, um Vertrauen aufzubauen. Dies soll die Opfer dazu bringen, zunehmend größere Summen zu investieren, oft unter Einsatz ihrer gesamten Ersparnisse.

Phase 3: „Butchering the pig“ („Das Schwein schlachten“)

In der letzten Phase zielen die Betrüger darauf ab, so viel Geld wie möglich zu extrahieren. Wenn Opfer versuchen, ihr Geld abzuheben oder Rückerstattungen zu fordern, werden sie mit Ausreden, hohen Zusatzgebühren oder technischen Problemen vertröstet. In vielen Fällen wird dann der Kontakt abrupt abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt ist das investierte Kapital der Opfer vollständig verloren, oft ohne eine Möglichkeit der Rückverfolgung oder Wiederbeschaffung.

Schutz vor Tinder Trading Scam: Das ist wichtig 

Um sich vor dem Tinder Trading Scam zu schützen, ist es natürlich wichtig, wachsam und informiert zu sein. Doch wie gelingt der Schutz vor Tinder Trading Scam? Unsere Tipps: 

  1. Skepsis an den Tag legen: Anleger sollten vorsichtig sein, wenn ein neues Tinder-Match beginnt, über finanzielle Investitionen, insbesondere in Kryptowährungen, zu sprechen. Betrüger nutzen häufig das Versprechen schneller Gewinne, um Opfer anzulocken. Eine gesunde Portion Skepsis ist hier stets angebracht.
  2. Persönliche Informationen schützen: Die Nutzer sollten niemals persönliche oder finanzielle Informationen an jemanden weitergeben, den sie gerade erst online kennengelernt haben.
  3. Keine Geldüberweisungen: Natürlich sollte man niemals Geld an jemanden schicken, den diese nur über eine Dating-App kennen. Egal, wie überzeugend oder dringend die Bitte auch erscheinen mag – dies ist ein häufiges Zeichen für Betrug.
  4. Verifizierung der Identität: Nutzer sollten vorsichtig sein, wenn der Online-Kontakt zögert, seine Identität zu verifizieren. Betrüger vermeiden oft Videoanrufe oder Treffen im realen Leben. Diese bestehen dann auf einem Videoanruf, um sicherzustellen, dass die Person derjenige ist, für den sie sich ausgibt.
  5. Informieren und aufklären: Bestenfalls informiert man sich über gängige Online-Betrugsmaschen. Kenntnisse über solche Betrügereien können dann davor schützen, selbst zum Opfer zu werden. Aufklärung ist eine gute Antwort im Kampf gegen Betrug.
  6. Vorsicht bei zu guter Performance: Ferner sollten die Nutzer misstrauisch sein, wenn ihnen die Profile zu perfekt erscheinen. Oft benutzen Betrüger gefälschte oder gestohlene Fotos und erschaffen überzeugende, aber unrealistische Persönlichkeiten, um Vertrauen zu gewinnen.
  7. Auf das Bauchgefühl hören: Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch. Deshalb hören Nutzer mitunter auch auf das Bauchgefühl, besonders wenn sie sich unsicher oder unter Druck gesetzt fühlen. Abschließend sollte dann die Überlegung natürlich rational fortgeführt werden. 

Was können Betrugsopfer machen?

Opfer eines Betrugs auf Tinder oder bei ähnlichen Online-Betrügereien zu werden, kann eine erschütternde Erfahrung sein. Doch es ist wichtig, nicht in Passivität zu verfallen. Denn es gibt mehrere Schritte, die Betroffene ergreifen können, um aktiv gegen diese Situation anzugehen. Wir fassen diese kurz zusammen, bevor wir im Detail darauf eingehen:

Das können Sie als Betrugsopfer tun

  • Beweismaterial sichern
  • Rechtliche Beratung in Anspruch nehmen
  • Psychologische Unterstützung
  • Betrug melden
  • Sensibilität für künftige Situationen

Beweismaterial sichern: Das Wichtigste ist, alle relevanten Informationen und Beweise zu sichern. Dazu gehören Screenshots von Profilen der Betrüger, Chatverläufe, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und jegliche andere Kommunikation, die während des Betrugs stattgefunden hat. Besonders wichtig sind auch die Wallet-Adressen, an die Kryptowährungen gesendet wurden. Diese Daten können entscheidend sein, um den Fall zu dokumentieren und bei rechtlichen Schritten zu unterstützen.

Rechtliche Beratung: Es ist ratsam, sich an einen Rechtsanwalt zu wenden, der auf Betrugsfälle oder Kryptowährungen spezialisiert ist. Viele Anwälte bieten eine kostenlose Ersteinschätzung an. Hierbei kann geklärt werden, welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen und wie die Chancen stehen, das verlorene Geld zurückzuerlangen. Dieser Schritt kann entscheidend sein, um zu verstehen, welche rechtlichen Wege offenstehen.

Psychologische Unterstützung: Neben den finanziellen Verlusten kann ein Betrug auch emotional sehr belastend sein. Daher ist es wichtig, mit vertrauenswürdigen Personen über das Erlebte zu sprechen. Dies könnte ein Familienmitglied, ein Freund oder ein professioneller Therapeut sein. Es ist entscheidend, diese Erfahrungen nicht in sich hineinzufressen, sondern einen Weg zu finden, sie zu verarbeiten.

Melden des Betrugs: Es ist auch wichtig, den Betrug bei den entsprechenden Behörden zu melden. Dies kann bei der Polizei, bei Verbraucherschutzorganisationen oder sogar bei der Dating-Plattform selbst geschehen. Obwohl es keine Garantie gibt, dass das Geld zurückerstattet wird, können Betroffene hier helfen, zukünftige Betrugsfälle zu verhindern und andere Nutzer zu warnen.

Tinder Betrug melden

Vorsicht für die Zukunft: Schließlich sollten Betroffene aus der Erfahrung lernen und in Zukunft vorsichtiger sein, besonders im Umgang mit Online-Bekanntschaften und bei Investitionen in Kryptowährungen. Es ist wichtig, skeptisch zu bleiben und sich über die Risiken und Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit Online-Plattformen und finanziellen Transaktionen zu informieren.

Ergo ist es für Betrugsopfer entscheidend, aktiv zu werden, Beweise zu sammeln, rechtliche und psychologische Unterstützung zu suchen, den Vorfall zu melden und aus der Erfahrung zu lernen, um sich vor zukünftigen Betrügereien zu schützen.

Fazit: Vorsicht vor dem Tinder-Scam

Ein Tinder Trading Scam ist ein alarmierendes Beispiel dafür, wie Betrüger die Kombination aus emotionaler Anfälligkeit und dem Mangel an Wissen ausnutzen. Damit sollte man sowohl im Bereich der Online-Dating-Welt als auch im Umgang mit Finanzangelegenheiten besonders wachsam sein. Denn Scammer gibt es überall.

Einige Betrüger nutzen gezielt Dating-Apps wie Tinder, um eine emotionale Bindung zu ihren Opfern aufzubauen. Dann nutzen diese das Vertrauen der Opfer für finanzielle Betrügereien aus. Diese Vorgehensweise unterstreicht die Gefahren, die entstehen, wenn persönliche und finanzielle Grenzen in Online-Beziehungen verschwimmen. Die Opfer werden dabei nicht nur finanziell, sondern auch emotional schwer getroffen.

Für Betroffene ist es wichtig, aktiv zu bleiben und nicht in Resignation zu verfallen. Die Sammlung von Beweismaterial, die rechtliche Beratung, das Teilen der Erfahrung mit Vertrauenspersonen und das Melden des Betrugs sind wesentliche Schritte, um die Situation zu bewältigen, in seltenen Fällen Entschädigung zu erlangen und andere Menschen zu schützen. 

Ergo erfordert der Schutz vor dem Tinder Trading Scam und ähnlichen Betrügereien eine Kombination aus Skepsis, Selbstschutz und Wissen. Hier ist es wichtig, auf finanzielle Diskussionen mit Unbekannten skeptisch zu reagieren, persönliche und finanzielle Informationen zu schützen, die Identität von Online-Kontakten zu verifizieren und generell vorsichtig im Umgang in der digitalen Welt zu werden. 

Meist gestellte Fragen:

Was ist Tinder?

Tinder ist eine Dating-App, die Nutzern ermöglicht, Profile anzusehen und Interesse durch „Swipen“ – nach rechts wischen für Interesse und nach links für kein Interesse – zu signalisieren. Bei gegenseitigem Interesse (beide Nutzer wischen nach rechts) entsteht ein Match, das eine direkte Kommunikation zwischen den Nutzern ermöglicht. Betrüger nutzen diese App für Trading-Scam.

Wie erkennt man den Tinder Trading Scam?

Warnsignale sind, wenn ein Tinder-Match schnell das Thema auf finanzielle Investitionen lenkt – insbesondere in Kryptowährungen. Auch hohe Renditeversprechen sollten Sie in dem Zuge skeptisch machen. Seien Sie vorsichtig, wenn diese Personen Druck ausüben, Geld zu überweisen oder nach persönlichen finanziellen Informationen fragen.

Was sollte man tun, wenn man einen Tinder Trading Scam bemerkt?

Sie sollten jeglichen Kontakt abbrechen, keine Geldüberweisungen tätigen und vor allem Ihre persönlichen Informationen schützen – also nicht preisgeben. Um später Beweise zu haben, ergibt es Sinn, Screenshots von Profilen und Nachrichten zu machen. Zudem können Sie den Vorfall bei Tinder sowie gegebenenfalls bei der Polizei melden.

Bekomme ich mein Geld zurück, wenn ich auf den Tinder Trading Scam hereingefallen bin?

Es ist oft schwierig, verlorenes Geld zurückzubekommen, da Betrüger in der Regel anonym sind und internationale Grenzen überschreiten. Falls Sie Opfer werden: Sichern Sie dennoch alle relevanten Informationen und holen Sie rechtlichen Rat ein – vor allem dann, wenn Sie viel Geld verloren haben.

Wie kann ich mich vor dem Trading-Scam auf Tinder schützen?

Seien Sie skeptisch, wenn jemand über finanzielle Themen spricht, und senden Sie niemals Geld an Online-Bekanntschaften. Sie sollten die Identität der Person überprüfen, beispielsweise durch einen Videocall – das ist meist ein guter Indikator, wie es um die Person steht.

Welche rechtlichen Schritte kann ich beim Trading-Scam auf Tinder einleiten?

Opfer sollten einen Anwalt konsultieren, der sich auf Betrugsfälle spezialisiert hat, um zu klären, welche rechtlichen Schritte möglich sind. In einigen Fällen kann eine Anzeige bei der Polizei oder einer Verbraucherschutzorganisation sinnvoll sein.

Andre Witzel
Andre Witzel ist selbstständiger Trader und der Gründer von Trading.de. Er teilt seine Strategien und Methoden mit meinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps geben. Lernen Sie von seinen Erlebnissen auf Trading.de.
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