Pull Back – Was ist ein Pullback? – Definition für Trader

Pullback-Trading ist bei erfahrenen und neuen Tradern gleichermaßen beliebt. Dies verwundert nicht, weil das Suchen nach einem Pullback garantiert, dass eine Orientierung am Markt stattfindet. Das Pullback macht ein optimales Chance-Risiko-Verhältnis möglich. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, was ein Pullback ist, damit Sie als Trader eine Ahnung davon bekommen, was der Begriff bedeutet. Weiter stelle ich Ihnen einige Strategien und Regeln vor, die Sie einhalten können, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Was ist ein Pullback? – Definition

Ein Pullback beschreibt eine vorübergehende Unterbrechung beziehungsweise den Einbruch eines Vermögenswerts. Das Wort wird hin und wieder synonym mit Konsolidierung beziehungsweise Rückzug verwendet. Mit einem Reversal, worunter eine dauerhafte Bewegung gegen den aktuellen Trend gemeint ist, sollten Sie den Pullback nicht. Er zeigt auf, dass der Markt vorübergehend nicht dem allgemeinen Trend nachfolgt. Die Ursache dafür kann unterschiedlich sein.

Wie funktioniert ein Pullback?

Beispielsweise liegt ein kurzfristiger Vertrauensverlust der Händler nach einer speziellen Ankündigung, die die Wirtschaft betrifft, vor. Daher werden Reversals oftmals als Gelegenheit gesehen, um Vermögenswerte zu kaufen, welche sich im Aufwärtstrend befinden. Es ist wichtig, dass Sie als Händler beachten, dass ein Pullback nicht zu früh verkauft wird. Besonders ist dies dann gültig, wenn eine Risikomanagementstrategie ein Reversal darstellt. Diverse Aspekte, darunter der gleitende Pivot- und Durchschnittspoints, können Ihnen helfen, festzustellen, ob ein Pullback oder ein Reversal vorliegt.

Der Grund ist, dass die Indikatoren Unterstützungsniveaus aufzeigen. Durchbricht der Pullback die Unterstützungsniveaus, dann kommt es wahrscheinlich zu einem Reversal. Durch CFDs ist es möglich, dass Händler einen Pullback bzw. ein Reversal ausnutzen, indem sie short gehen sowie eine Spekulation auf negative Marktbewegungen vornehmen. Alternativ dazu können sie long gehen und einen Profit auf ansteigenden Märkten schlagen.

Das Pullback-Trading differenziert zwischen verschiedenen Strategien. Ein paar davon möchte ich Ihnen nachfolgend vorstellen.

Ausgewählte Strategien des Pullback-Tradings

Trendlinien Methode

Eine bekannte Strategie ist das Pullback-Trading mit Channels und Trendlinien. Diese Strategie eignet sich für Sie, wenn Sie Wert auf eine einfache Price Action legen. Es kommt zur Nutzung einer Trendlinie mit dem Ziel, einen wichtigen Trend herauszufinden. Dabei wird ein Kanal gezeichnet, damit überverkaufte Bedingungen für den Einstieg erfassbar sind. Eine weitere Strategie nennt sich Trendlinien-Methode. Diese wurde von John Hill entwickelt. Sie ist einzigartig, weil sie Trendlinien in einer besonderen Art nutzt.

Die Strategie setzt auf die Verwendung des Neigungsgrades von Trendlinien. Damit verfolgt sie den Zweck einer Beurteilung der Dynamik beim Retracement bzw. beim Kursrücklauf. Kommen flache Linien vor, bedeuten diese ein eher schwaches Momentum, wohingegen steile Linien auf ein starkes Momentum hinweisen. Deshalb kommt es nur zu einem Einstieg vonseiten John Hills, wenn die Stärke des Gegentrends in das Stocken gerät. Die Strategie kommt nur im Falle komplexer Pullbacks zum Einsatz.

Umgang mit Preisspannen

Daneben existiert der Umgang mit Preisspannen bei Pullbacks mit dem Heiken-Ashi. Der Heiken-Ashi-Chart verfügt über mehr ist Konstanz als der übliche Candlestick-Chart. Wenn Sie sich zum ersten Mal mit Heiken-Ashi-Kerzen beschäftigen, können Sie zunächst recht radikal aussehen. Sie bieten jedoch einen nützlichen Überblick über die Preisentwicklung. Mit der Strategie soll anhand der Heiken-Ashi-Kerzen ein Gebiet gefunden werden, in dem der Pullback möglicherweise ein Ende findet.

Eine Heiken-Ashi-Kerze, welche als rasiert bezeichnet wird, ist ohne Docht oder einen oberen Schatten im oberen Bereich der Kerze. Das meint einen bärischen Pullback. Wenn erkannt wird, dass es zur Entwicklung von Schatten im oberen Gebiet kommt, wird eine Zonenkerze bestimmt. Sie können sich auf die Zonenkerzen konzentrieren, um Unterstützungszonen zu identifizieren. Sie können dann auf dem neuesten Kerzenchart nach Pullbacks-Einstiegen in diesem Bereich suchen. Alle Strategien haben einen Balanceakt zum Ziel.

Gleichgewicht finden

Dafür braucht es ein optimales Gleichgewicht zwischen der Sicherheit, dass sich der Trend fortsetzt und einem besseren Risiko-Ertrags-Verhältnis. Je tiefer sich der Pullback befindet, umso besser fällt das Verhältnis zwischen dem Risiko und dem Ertrag für den Trader aus. Ein tiefes Retracement beziehungsweise eine Korrektur kann jedoch ebenso ein Symbol für einen Trend sein, der schwächer wird. Es geht also darum, ein Gleichgewicht herzustellen zwischen einer langfristigen positiven Renditeerwartung und der Sicherheit, dass der Trend gleich weiterläuft.

Haben Sie das Gleichgewicht gefunden, dann können Sie die Entwicklung einer Pullback-Handelsstrategie mit dem Handelsinstrument Ihrer Wahl starten. Von den bekannten Strategien sind manche sicherlich besonders nützlich für Sie. Es ist auch möglich, dass Sie eine Strategie finden, die besonders gut zu Ihrem derzeitigen Ansatz dazu passt. Am besten ist es, Sie selbst recherchieren, damit Sie die Strategien selber bewerten können.

Ein Pullback kommt dann zutage, wenn eine Aktie zuerst deutlich steigt und danach eine gewisse Zeit lang nach unten fällt. Manche Händler ziehen es vor, Pullbacks mit einer längeren Zeithorizont zu handeln, viele jedoch handeln kurzfristig. Sie suchen nach Aktien, die ihren vorherigen Aufwärtstrend nach dem Pullback wieder aufnehmen. Es existieren mehrere Möglichkeiten, um Pullbacks zu erkennen. Diese reichen von der einfachen Betrachtung des Charts hin zur Verwendung von Fibonacci-Sequenzen. Die Methoden sind für manche Händler gänzlich ausreichend.

Parameterkonditionen

Andere brauchen eine Strategie mit soliden Testergebnissen für diverse Parameterkombinationen. Jeder Händler kann dann die Strategie an den persönlichen Handelsstil anpassen. Händler, welche mit kurzfristigen Abhebungen handeln, sollten ihre Position mindestens einige Tage lang halten. Oftmals kommt es bei Aktien zu starken Rückgängen, die sich am Ende wieder erholen. Keiner weiß vorher, wie lange die anschließende Aufwärtsbewegung andauern wird. Deshalb sind im Vorfeld genaue Regeln für einen Ausstieg zu bestimmen. Mit ihnen wird die Strategie umgesetzt. 

Abschließend möchte ich Ihnen noch ein paar Handelsregeln vorstellen.

Handelsregeln

Die Handelsregeln der Long-Pullback-Strategie zeugen von einer Einfachheit, sind jedoch genau. Es gilt nur in Aktien einzusteigen, welche je Stück mehr als fünf Dollar gehandelt werden. Werden Aktien gehandelt, die einen Abschluss über dem 200-Tage-MA erfahren, deutet das auf einen längerfristigen Aufwärtstrend hin. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen sollte mindestens 250.000 Aktien in einem Handelsmonat, also in 21 Tagen, betragen. Dies deutet auf einen liquiden Markt hin. Die Volatilität in den letzten 100 Tagen muss höher als 30 sein,  der durchschnittliche 10-Tage-Directional-Index fällt am besten höher als 30 aus.

Der Aktienkurs schließt zwei beziehungsweise mehr Tage in Folge niedriger. Am Tag vor der Positionseröffnung hat der Aktienkurs zumindest zwischen vier und sechs Prozent unter dem MA der Periode Y zu schließen. Treffen die Regeln alle zu, dann wird der nächste Tag mit einem zusätzlichen Intraday-Limit Z von 4 bis 10 % unter dem Schlusskurs des Vortages eingekauft. Die Regel 6 unterstützt Sie dabei, den Pullback zu erkennen. Eine Aktie, welche weit unter dem kurzfristigen MA abschließt, stellt kurzfristige Rückzugsmöglichkeiten bereit. Die Regel 7 bestätigt, dass wir wirklich eine Position nach unseren Regeln eröffnen wollen. Während die meisten Pullback-Strategien nur einen kleinen Vorteil bieten, sorgt Regel 8 dafür, dass der Pullback größer ausfällt, denn beim Intraday-Handel wird eine solche Bewegung in der Regel durch Panik oder Angst ausgelöst. Es ist genau die Panik, die in dem Fall einen Vorteil verschafft und die Behavioral Finance bestätigt.

Regel 9 legt den Ausstiegspunkt fest. Dies ist zwar eine oftmals gehörte Wiederholung, aber weil so bedeutend ist, kann es nicht oft genug betont werden. Definieren Sie im Vorfeld klare Ausstiegsregeln. Alle Menschen können sagen, wann in eine Aktion eingestiegen werden soll, aber nur wenige sagen Ihnen, wann Sie am besten aussteigen sollen und fast niemand hat nachprüfbare, genaue und strukturierte Regeln dafür. Regel 8 gibt Ihnen also genaue Leitlinien für den besten Ausstieg vor, welche sich in den letzten elf Jahren in Textform bewährt haben.

Fazit

Ein Pull Back zeigt Ihnen also im Endeffekt, dass der Markt dem üblichen Trend vorübergehend nicht nachfolgt. Ursachen dafür sind ein kurzzeitiger Vertrauensverlust der Trader, der nach speziellen Ankündigungen mit wirtschaftlichen Auswirkungen verbunden ist. Wenn Sie die obigen Strategien und Regeln einhalten, kann beim Traden nichts schief gehen.

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