Vermögenswert im Trading – Definition und Erklärung

INHALTSÜBERSICHT

Ein Vermögenswert ist ein materiales oder immaterielles Gut mit einem gewissen Wert.

Große Villa – Vermögenswert-Symbolbild

Was ist ein materieller Vermögenswert?

Bei materiellen Vermögenswerten handelt es sich um greifbare Objekte, die gemessen und erfasst werden können. Dazu gehören Maschinen und Anlagen, welche in einem Betrieb eingesetzt werden. Beispielsweise handelt es sich um Software oder Lizenzen.

Der in § 246 Abs. 1 HGB beschriebene Grundsatz der Vollständigkeit besagt, dass sämtliche Aktiva und Passiva, welchem einem Betrieb wirtschaftlich zugerechnet werden können beziehungsweise auf die der Betrieb einen Rechtsanspruch hat, in die Bilanz des Unternehmens aufzunehmen sind. Der Grundsatz der Vollständigkeit soll verhindern, dass die Verbindlichkeiten sowie Vermögenswerte eines Betriebes in der Bilanz unvollständig ausgewiesen werden und damit das so genannte Gläubigerschutzprinzip eine Verletzung erfährt.

Jedoch werden nicht sämtliche Vermögenswerte in die Bilanz aufgenommen. Es gibt viele Ausnahmen, um festzustellen, ob eine Immobilie ein Vermögenswert ist oder nicht. Vermögenswerte haben einen immateriellen beziehungsweise materiellen wirtschaftlichen Nutzen für einen Betrieb. Vermögenswerte, für deren Erwerb der Betrieb Ausgaben tätigen musste, sind Vermögenswerte, die unabhängig bewertet werden können. Es gibt Vermögenswerte, welche einzeln und in Unabhängigkeit vom Betrieb eine Veräußerung erfahren. Es sollte stets darauf geachtet werden, dass keine Vermögenswerte in die Bilanz aufgenommen werden, welche nicht zur Bedienung von Gläubigeransprüchen verwendbar sind.

Im Handelsgesetzbuch gibt es keine gesonderte Definition des Begriffs Vermögen. Nur reale Vermögenswerte können in der Bilanz eines Betriebes ausgewiesen werden. Daher muss geprüft werden, ob es sich bei einem Vermögenswert um einen echten Vermögenswert handelt, bevor er in der Bilanz ausgewiesen wird. Die Basis für diese Einstufung sind das Sachwertprinzip und der Grundsatz der Fiktion des Käufers. Das Substanzwertprinzip ist ein ökonomischer Ansatz, bei dem die Bewertung nicht auf formaljuristischen Gründen, sondern vielmehr auf einer ökonomischen Sichtweise beruht. Nach dem Sachwertprinzip geht es um Vermögensgegenstände, wenn die Güter einen ökonomisch verwertbaren Vermögensvorteil für den Betrieb darstellen.

Maschinenpark einer Firma (Vermögenswert)

Wenn zum Beispiel die Forderung eines Unternehmens uneinbringlich ist, stellt die Forderung keinen Vermögenswert dar, weil sie aufgrund ihrer Uneinbringlichkeit keinen ökonomisch verwertbaren Vermögensvorteil für den Betrieb darstellt, obwohl das Unternehmen einen Rechtsanspruch darauf hat. Das Prinzip des fiktiven Käufers geht von der Annahme aus, dass ein Vermögenswert ein Vermögenswert ist, wenn er am fiktiven Markt einem fiktiven Käufer verkauft werden kann. Dieser Grundsatz ist erfüllt, sobald ein Dritter im Rahmen der Ausübung eines Geschäftsbetriebs diesen Vermögenswert bei der Bestimmung des Kaufpreises des Geschäftsbetriebs berücksichtigen würde. Ein Vermögenswert beschreibt ein Gut, das materiell und immateriell sein kann. Ihm kann ein Wert zugewiesen werden. Bei dem Vermögenswert kann es sich einerseits um einen materiellen Vermögenswert handeln, wie beispielsweise um eine Maschine, andererseits aber auch um einen finanziellen Vermögenswert wie z. B. Bargeld.

Es gibt ein Problem der Vermögensbewertung. In der Bilanz des Unternehmens kommt es zur Sammlung der Vermögenswerte auf der Aktivseite sowie zu einer Ordnung nach ihrer voraussichtlichen Fälligkeit. So werden z. B. Waren oder Vermögenswerte, die zum Wiederverkauf bestimmt sind, als Umlaufvermögen eingestuft. Ausrüstungen, Maschinen und sogar Grundstücke, die für den Betrieb des Unternehmens benötigt werden, erfahren eine Bezeichnung als Anlagevermögen. Die realistische Bewertung von Vermögenswerten gilt als große Herausforderung. Anlagen und Maschinen unterliegen einem technischen Verschleiß oder einer Abnutzung und auch Rost sowie ähnliche Faktoren können ihre Nutzungsdauer begrenzen. Daher kommt es zur Abschreibung von Anlagen und Maschinen von ihrem ursprünglichen Anschaffungspreis über ihre Nutzungsdauer. Es wird also immer ein realistischer Wert ausgewiesen statt des Anschaffungswerts oder des neuen höheren Werts zu Beginn. Bei Umlaufvermögen können nur reine Herstellungskosten eine Berücksichtigung finden, nicht aber ein möglicher künftiger Markt- beziehungsweise Verkaufspreis. Für Privatpersonen ist dies kein Problem, da sie nicht verpflichtet sind, eine Bilanz oder eine Aufstellung der Aktiva und Passiva zu erstellen.

Vermögenswerte an der Börse – Symbolbild

Vermögenswerte in Bezug auf den Börsenhandel

Auf der Börse entstehen die Preise der gehandelten Werte nur auf der Grundlage von Angebot sowie Nachfrage. Das heißt, dass sich die Preise ständig ändern. Erfolgreiche Händler versuchen, aus der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis einen Gewinn zu erwirtschaften. Darüber hinaus erhöht sich die Rendite von Börsengeschäften durch die Zinsen und Dividenden, die auf spezielle Wertpapiere bezahlt werden. Jeder Käufer sowie Verkäufer sollte sich darüber bewusst sein, dass der Handel möglicherweise finanzielle Verluste bringt. Manchmal bedeutet dies auch den Verlust des gesamten investierten Kapitals. Privatanleger sollten deshalb nur Geld für den Handel investieren, das sie nicht für laufende Ausgaben beziehungsweise für größere Reparaturen und Anschaffungen brauchen.

In Zeiten niedriger Zinsen kann der Handel mit Aktien sowie alternativen Wertpapieren eine bessere Rendite bringen als die Anlage von Geld auf einem Sparkonto, Girokonto beziehungsweise Festgeld. Deshalb steigt die Nachfrage nach dem Aktienhandel ebenso bei Kleinanlegern. Damit sie an der Börse handeln können, eröffnen Sie zuerst ein Wertpapierkonto bei Ihrer Bank. Die Commerzbank stellt Ihnen mit ihrem DirektDepot ein gratis Depot mit digitaler Depotführung zur Verfügung. Damit der Handel an der Börse geübt werden kann und Sie sich mit Aktien sowie anderen Wertpapieren vertraut machen können, können Anfänger bei bestimmten Anbietern ein Standarddepot aufmachen. Dort erhalten Sie ein fiktives Guthaben, mit dem sie den Handel üben können. Der Preis der Wertpapiere entspricht in etwa den derzeitigen Börsenkursen, so dass Verluste und Gewinne realistisch sind. Handeln Sie Ihre ersten Wertpapiere an der Börse, stellen Sie rasch fest, dass es ohne genug Hintergrundwissen nicht möglich ist, erfolgreich zu sein. Verkäufer und Käufer sollten sich deshalb mit den Börsenhandelgrundlagen vertraut machen und die Differenz zwischen unterschiedlichen Wertpapieren kennen. 

Wichtig in diesem Zusammenhang sind Optionsscheine. Diese stellen Wertpapiere dar, welche eine verbriefte Option sind. Dies heißt, dass der Käufer das Recht hat, eine Option auszuführen und über den Optionsschein an der Börse zu handeln. Zu diesem Zweck wird der Optionsschein mit einer Wertpapierkennnummer oder einer internationalen Wertpapierkennnummer versehen. Aktien stellen die Käuferbeteiligung am Unternehmen dar. Ein Optionsschein gibt dem Anleger das Recht, einen Basiswert zu einem speziellen Preis in einem festen Verhältnis und zu einer bestimmten Zeit zu erwerben beziehungsweise zu verkaufen. Ist der Anleger der Käufer, spricht man von einer Kaufoption. Wenn der Anleger der Verkäufer des Basiswerts ist, handelt es sich um den Finanzmarkt einer Verkaufsoption. Die Basiswerte eines Optionsscheins sind Anleihen, Aktien, Währungen, Rohstoffe sowie weitere Vermögenswerte und Wertpapiere. Die Käufer wagen den Versuch, mit der Hebelwirkung des Optionsscheins mehr Gewinne zu erzielen als wenn sie den Basiswert direkt an der Börse handeln würden. Beim Handel mit Optionen kann jedoch nicht nur das gesamte investierte Kapital verlorengehen. Vielmehr kann auch eine Nachschusspflicht bestehen und der Käufer muss unter Umständen zusätzliches Geld hinterlegen. Dies ist der von allen Teilnehmern befürchtete Margenausgleich. Aufgrund des hohen Verlustrisikos eignet sich der Handel mit Optionsscheinen nicht für Anfänger. Deshalb ist die Optionen-Nachfrage an der Börse kleiner als jene nach Aktien.

Terminkontrakte (Futures) sind ebenfalls standardisierte Wertpapiere, welche an einer Börse gehandelt werden. Der Käufer sowie der Verkäufer wagen den Abschluss eines Termingeschäfts. Der Verkäufer geht die Pflicht ein, dem Käufer eine spezielle Ware, eine feste Zahl von Aktien beziehungsweise einen anderen Vermögenswert zu einem festen Preis an einem speziellen Datum zu liefern. Zur gleichen Zeit gibt es für Käufer die Pflicht, die Aktien beziehungsweise die Ware abzunehmen sowie den vereinbarten Preis an den Verkäufer zu bezahlen. Termingeschäfte werden hauptsächlich zum Absichern gegen Kursschwankungen bei Börsengeschäften eingesetzt. Zu den Basiswerten von Termingeschäften gehören:

  • Rohstoffe bei Warentermingeschäften und Aktien
  • Währungen und
  • Indizes bei Finanztermingeschäften.

Fazit

Zusammengefasst können Vermögenswerte in diese drei Hauptkategorien unterteilt werden:

Das Wort Vermögenswert bezeichnet einen materiellen Vermögenswert eines Unternehmens, der in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, einschließlich der International Accounting Standards oder des IFRS/IAS-Rahmenkonzepts für das Aufstellen sowie Darstellen von Abschlüssen steht. Bei Vermögenswerten handelt es sich um ökonomische Ressourcen, welche einen bestimmen Wert beziehungsweise Nutzen haben – normalerweise in Bargeld umwandelbar und sich im Unternehmensbesitz beziehungsweise bei Einzelpersonen befinden, z. B. ein Haus oder eine Maschine.

Laut der Grundsätze des International Accounting Standards Boards gelten Vermögenswerte als das Ergebnis vergangener Ereignisse, von welchen ein künftiger ökonomischer Nutzen erwartet wird. Ein Vermögenswert ist also eine Option, um das Ergebnis eines in der Vergangenheit liegenden Ereignisses, wo zum Beispiel den Kauf, die Produktion usw. entstanden ist unter der Kontrolle, nicht notwendigerweise dem Eigentum des Betriebs steht und  einen künftigen ökonomischen Nutzen bringen wird. Das Rahmenkonzept definiert den wirtschaftlichen Nutzen eines Vermögenswertes in dem Sinne, dass er das Potenzial hat, einen direkten beziehungsweise indirekten Zahlungsmittel-Zufluss sowie Zahlungsmitteläquivalenten zu erzeugen. Das Potenzial kann folgendermaßen ausschauen: 

  • Der Vermögenswert wird zur Erzeugung von Output im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit genutzt 
  • Der Vermögenswert wird in Zahlungsmittel beziehungsweise Zahlungsmitteläquivalente umgetauscht (konvertiert) 
  • Der Vermögenswert kann den Mittelabfluss reduzieren (alternatives Produktionsverfahren usw.) 
  • Der Vermögenswert hat das Potenzial, Mittelzuflüsse zu erzeugen, die direkt oder indirekt dem Vermögenswert zuzurechnen sind. 

Im Rahmen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen werden Vermögenswerte als Wertaufbewahrungsmittel definiert, an welchen institutionelle Einheiten persönliche beziehungsweise kollektive Eigentumsrechte haben sowie ihren Besitz bzw. ihre Nutzung es den Eigentümern ermöglicht, über einen speziellen Zeitraum hinweg einen wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen (der ökonomische Nutzen ist das Primäreinkommen von der Nutzung des Vermögenswerts sowie der Betrag, welcher beim Veräußern beziehungsweise bei der Liquidation des Vermögenswerts erzielt werden kann, inklusive der Umbewertungsgewinne. Nach dem ESVG 2010  sind Vermögenswerte wie folgt definiert: Ein Wirtschaftsgut ist ein Wertaufbewahrungsmittel und stellt das Einkommen dar, das der wirtschaftliche Eigentümer durch das Halten oder die Nutzung der Einheit über einen bestimmten Zeitraum hinweg erzielt. Es ist ein Mittel zur Übertragung von Werten von einer Rechnungsperiode auf eine andere.

  • produzierte Vermögensgüter 
  • nicht produzierte Vermögensgüter sowie
  • finanzielle Vermögenswerte

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