Wertpapierkennnummer

Die Wertpapierkennnummer beschreibt eine Kombination aus Buchstaben und Ziffern, welche in Deutschland genutzt wird, um Wertpapiere identifizieren zu können. Dieser Artikel erklärt den Begriff genauer und gibt Beispiele.

Definition und Beispiele

Die Wertpapierkennnummer kommt nicht für alle Wertpapiere zur Anwendung, sondern nur für Wertpapiere wie Anleihen, Aktien sowie Investmentzertifikate. Ihre Bezeichnungen (wie z. B. die Bundesanleihe aus dem Jahr 2012 (2044) sind schwieriger digitalisierbar als eine Identifikationsnummer. Aus diesem Grund erfolgt die Identifikation von Wertpapieren bei der elektronischen Verarbeitung von Daten deutschlandweit seit dem Jahr 1955 nur mit der Wertpapierkennnummer. Diese Wertpapierkennnummer ist einer sachenrechtlichen Bestimmbarkeit und eindeutigen Identifizierung von Wertpapieren dienlich. Sie wurde im Jahr 2003 durch die internationale Harmonisierung von Finanzmärkten durch eine zwölfstellige International Securities Identification Number erweitert. Ab dem Jahr 2004 war ein alphanumerischer Code enthalten. Die Keppler Lehmann GmbH & Co. KG gilt als die offizielle Nummerierungsstelle für das Vergeben der Nummern innerhalb Deutschlands sowie als Association of National Numbering Agencies Mitglied. Dabei ist es möglich, Emittenten von Instrumenten der Finanzen bzw. ihre Beauftragte eine Wertpapierkennnummer zu beantragen. Sie ist auch eine Bedingung für eine Zulassung von Aktien zu einem Börsenhandel. Jedes Wertpapier, das an der Börse Deutschlands gehandelt wird, weist eine solche Kennnummer auf.

Weiter wichtig ist:

  • Es gibt viele nicht börsennotierte Wertpapiere sowie technische Werkzeuge
  • Beispiele sind Aktienindizes, Futures, Währungen, Zinssätze und Rohstoffe. Sie haben auch eine solche Nummer. 
  • Der DAX-Aktienindex, Goldpreis 965515 usw. haben Wertpapierkennzahlennummern, die nicht zu den Wertpapieren gehören.

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