Was versteht man unter Non-Farm Payrolls? – Definition & Erklärung

Die Non-Farm Payroll ist eine wichtige Statistik in Amerika, da sie über die Beschäftigungszahlen in der privaten Wirtschaft Auskunft gibt. In Amerika ist die Statistik auch als NFP oder Non-Farms bekannt. NFP steht dabei für die Jobs, die nicht Grundlage der Statistik sind. Darunter fallen beispielsweise Beschäftigte in der Landwirtschaft oder Mitarbeiter von gemeinnützigen Organisationen. Die Statistik wird in der Regel einmal im Monat, immer am ersten Freitag des Monats veröffentlicht. Die darin enthaltenen Auswertungen haben einen entscheidenden Einfluss auf das Geschehen am Markt. 

Welche Daten werden in der Non-Farm Payrolls veröffentlicht?

Wie bereits erwähnt, hat die einmal im Monat veröffentliche Non-Farm-Payroll einen besonderen Einfluss auf das Marktgeschehen. Dies liegt vor allem darin, dass sie neben den Beschäftigungszahlen noch viele weitere wichtige Informationen enthält. So sind unter anderem die Arbeitslosenquote, der durchschnittliche Lohn pro Stunde, Informationen zu bestimmten Abschnitten, aber auch die Berichtigung vorheriger Statistiken darin enthalten. Viele Analysten veröffentlichen vor der Bekanntgabe der neuen Non-Farm Payroll ihre Prognosen, sodass es Monat für Monat zu vielen Spekulationen am Markt kommt. Wir fassen nun kurz noch einmal zusammen, welche Daten in der Non-Farm Payroll Berücksichtigung finden:

  • Arbeitslosenquote
  • Schwankungen in den verschiedenen Jobbranchen
  • Durchschnittliche Stundenlöhne
  • Korrekturen von Gehaltsabrechnungen

Warum hat die Non-Farm Payrolls so einen großen Einfluss auf das Marktgeschehen?

Die Bedeutung der Non-Farm Payrolls am amerikanischen Markt ist besonders hoch. So zählt gerade die Veröffentlichung der monatlichen Gehaltsabrechnungen zu einem entscheidenden Faktor für die Volkswirtschaft des Landes. Denn diese Zahlen geben Auskunft darüber, wie sich der Markt in Amerika entwickelt und vor allem worauf in naher Zukunft Zinsen von der sogenannten Federal Reserve erhoben werden können. Zusätzlich dazu gibt die Zahl der Arbeitsplätze Auskunft über die Wirtschaftsgesundheit, was wiederum entscheidend für die Federal Reserve ist. Werden Zinsen demnächst gesenkt oder erhöht, die Zahlen der NFP sind dafür entscheidend. Beispielsweise liefern hohe Arbeitsplatzzahlen ein Merkmal, das von Analysten als Druck der Inflation ausgewertet wird, meist führt dies zu einer Erhöhung der Zinsen. 

Ankündigung und Veröffentlichung der Non-Farm Payrolls

Die Non-Farm Payrolls werden einmal im Monat veröffentlicht. Der Veröffentlichungstermin ist immer am ersten Freitag des neuen Monats um 14:30 Uhr deutscher Ortszeit. Herausgeber der bedeutendsten Statistik der amerikanischen Wirtschaft ist das U.S. Bureau of Labor Statistics. Wirtschaftsexperten können jeden Monat die Veröffentlichung der Zahlen kaum abwarten, viele Analysten stellen bereits vorab Spekulationen auf, die den Markt noch weiter aufheizen. Die enthaltenen Daten der Statistik liefern immer eine Betrachtung zum Vormonat auf. Gerade wenn die Beschäftigungszahl zugenommen hat, ist dies ein markantes Anzeichen dafür, dass die Wirtschaft stärker geworden ist. Ein Rückgang der Zahlen deutet wiederum auf eine Schwächung der US-Wirtschaft hin. Neben diesen Zahlen spielt aber auch die Schätzung bis zur nächsten Veröffentlichung eine wichtige Rolle. Diese Schätzungen können Finanzinteressierte auf vielen verschiedenen Wirtschaftsportalen nachlesen. 

Was muss man beim Traden mit NFPs beachten?
Wer mit NFPs handeln möchte, muss sich darauf entsprechend vorbereiten. So sollte man unter anderem die letzten Zahlen genau analysieren. Die Arbeitsmarktzahlen, aber auch die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, können bereits wichtige Indikatoren sein. Die Vergleiche zu den Vormonaten sowie die Prognosen für kommende Monate sind ebenfalls besonders wichtig und sollten in die eigene Analyse miteinbezogen werden. Als sogenannter Frischling macht das Traden von NFPs also wenig Sinn und bringt wahrscheinlich keine großen Gewinne ein.

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