Was bedeutet Xetra? – Definition & Erklärung

Bei Xetra handelt es sich um einen elektronischen Handelsplatz an der Frankfurter Wertpapiere-Börse. Rund 90 Prozent des deutschen Aktienhandels, außer es geht um Termingeschäfte, wird über den Xetra-Handel abgewickelt. Xetra steht für „exchance electronic trading“, auch „elektronischer Börsenhandel“ genannt. 1997 wurde dieses System erstmalig eingeführt. Sein Name ist als Marke der Deutschen Börse geschützt. Xetra stellt den deutschen Referenzmarkt für ETFs und Aktien dar. Das bedeutet, dass es sich um einen Börsenplatz mit höchster Liquidität bei Wertpapieren handelt. Der Marktanteil beim Handel mit DAX-Werten, den Xetra im europäischen Maßstab besitzt, beträgt etwa 60 Prozent.

Xetra verfügt über etwa 175 Handelsteilnehmer. Davon haben 45 Prozent ihren Ursprung in Deutschland. Rund ein Drittel der Teilnehmer stammen aus Großbritannien, Frankreich sowie den Niederlanden. Die Xetra-Notierungen bilden die Grundlage für die Berechnung des wohl bekanntesten deutschen Aktienindexes DAX. Der Xetra-Handel beginnt morgens um neun Uhr und endet abends um 17:30 Uhr.

Er bietet den Teilnehmern zahlreiche Vorteile. So gewährleistet der Xetra-Handel eine faire Preisbildung auf Grund der hohen Marktliquidität und des umfangreichen Handelsvolumens. Kommt es zu „Störungen“, greifen spezielle Schutzmechanismen. Weiterhin ist die Nutzung dieses Systems vergleichsweise kostengünstig. Dank der elektronischen Abwicklung werden schnelle Transaktionen ermöglicht. Des Weiteren unterliegt der Handel einer funktionierenden Börsenaufsicht, die für klare und transparente Regeln sorgt.

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