Zertifikate im Trading – Definition & Erklärung

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Zertifikate handeln – Grafik

Bei Zertifikaten handelt es sich um Wertpapiere, die von Banken emittiert werden. Sie haben nicht selten einen spekulativen Charakter. Aus rechtlicher Sicht sind Zertifikate nichts anderes als Schuldverschreibungen. Allerdings ohne feste Verzinsung und Rückzahlungsanspruch.

Wissenswert:

  • Bei den Trading-Zertifikaten gilt das sogenannte Emittentenrisiko. Das bedeutet, sobald der Emittent in Insolvenz geht, ist das investierte Geld weg.
  • Der Handel mit Zertifikaten erfolgt OTC oder an einer sogenannten Zertifikat-Börse (z. B. in Stuttgart oder Frankfurt). Nur beim Handel über eine solche Börse ist ein gewisser Schutz durch die Börsenaufsicht gewährleistet.
  • Die Eigenschaften von Zertifikaten sind mit denen der Derivate identisch.

Was sind Zertifikate?


Zertifikate sind eine noch recht junge Wertpapier-Art, die Ihren Ursprung in Deutschland hat. Das erste Zertifikat wurde im Jahr 1990 von der Dresdner Bank herausgegeben. Hierbei handelte es sich um ein sogenanntes Index-Zertifikat. In den darauffolgenden Jahren wurden Zertifikate immer beliebter. Immer mehr Banken gaben Sie aus. Das Angebot an Zertifikaten wurde vielfältiger.   Während Finanzkrise 2007/2008, die durch die Insolvenz der US-Investment-Bank Lehmann Brothers ausgelöst wurde, gab es starke Einschnitte beim Zertifikate-Handel. Infolgedessen verloren viele Anleger ihr Geld. Der Handel mit Zertifikaten stagnierte über viele Jahre. Mittlerweile sieht das wieder anders aus. Trotzdem werden Zertifikate nicht mehr in dem Umfang gehandelt wie vor 2007.  

Was sind Hebel-Zertifikate?

Bei Hebel-Zertifikaten handelt es sich um Zertifikate, deren Wert im Vergleich zum Basiswert exponentiell steigen kann. Das bedeutet, dass sich mit Hebel-Zertifikaten auch mit geringem Kapitaleinsatz satte Gewinne erzielen lassen. Die hohe Volatilität dieser Art Zertifikate kann aber auch zu einem Totalverlust führen.

Wissenswert:

  • Die Hebel-Zertifikate unterscheiden sich ansonsten nicht von klassischen Zertifikaten.
  • Rendite werden bei Hebel-Zertifikaten nicht durch Zinsen generiert, sondern hängen von der Wertentwicklung des Basiswerts ab.
  • Bei den Basiswerten von Hebel-Zertifikaten handelt es sich um Rohstoffe, Währungen, Indizes oder Aktien.
  • Beim Handel mit Hebel-Zertifikaten können Sie auf „steigende“ oder „fallende“ Kurse (long/short) spekulieren.

Welche Arten von Hebel-Zertifikate gibt es?

Outperformance-ZertifikateBei der Investition in Outperformance-Zertifikate können Trader überproportional von der Kurssteigerung des Basiswerts profitieren. Sobald der Basispreis des Zertifikats überschritten wird, greift der Hebel. Beim Ertragspotenzial gibt es dagegen keine Begrenzung. Kommt es aber zu einem Kursverlust, d. h.  der Kurs sinkt unter dem Basispreis, ist der Trader nur zu einem Verhältnis von 1 zu 1 beteiligt.
Knock -out-ZertifikateBei Knock-out Zertifikaten können Trader dank Knock-outs auf verschiedene Basiswerte (z. B. Währungen, Rohstoffe, Aktien usw. spekulieren, ohne die Volatilität des Basiswerts fürchten zu müssen. Diese wird durch die Knock-out-Schwelle größtenteils eliminiert.   Wissenswert: Wird die Knock-out-Schwelle unterschritten, kann es schlimmstenfalls zum Totalverlust kommen.  
Sprint-ZertifikateBei Sprint-Zertifikaten gibt es eine feste Laufzeit. Ist deren Ende erreicht, wird zusätzlich zum Startkurs auch der doppelte Kursgewinn ausgezahlt, der durch den Basiswert generiert wurde.
Faktor-ZertifikateBei Faktor-Zertifikaten hat die Volatilität des Basiswerts keinen Einfluss auf deren Preisbildung. Der Hebel bleibt jederzeit konstant. Dieses Hebelprodukt ermöglicht auf Short oder Long zu spekulieren.

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