Preisspanne ++ Definition & Erklärung

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Trading ist die Investition in Wertpapiere, um insbesondere von den Kursveränderungen zu profitieren. Doch der Handel mit Finanzinstrumenten ist eine komplexe Angelegenheit. Es gibt viele verschiedene Faktoren, die den Preis eines Instrumentes beeinflussen können. Um erfolgreich handeln zu können, müssen Anleger den Markt gut kennen und stets auf dem Laufenden sein. Auch die Preisspanne im Trading sollte kein Fremdwort für sie sein. In diesem Artikel geht es um das Thema Preisspanne im Trading: Definition, Berechnung und Bedeutung für den Trader.

Preisspanne im Trading – einfach erklärt

Eine Preisspanne im Trading ist die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Preis, den ein Asset während eines bestimmten Zeitraums erreicht hat. Die Preisspanne kann in verschiedenen Zeiträumen gemessen werden, zum Beispiel in Stunden- oder Tageszeiträumen. Die Preisspanne ist ein wichtiger Indikator für die Volatilität des Assets. Je größer die Preisspanne, desto volatiler ist das Asset. 

Anleger sollten die Preisspanne beobachten, um zu sehen, wie stark sich der Preis des Assets im Laufe der Zeit ändert. Die Preisspanne kann auch verwendet werden, um die Liquidität eines Assets zu bestimmen. Die Liquidität beschreibt, wie leicht es ist, ein Asset zu kaufen oder zu verkaufen. Ein Asset mit einer großen Preisspanne ist illiquider als ein Wertpapier mit einer kleinen Preisspanne.

Spread: Die Preisspanne zwischen Kauf und Verkaufskursen

Auch beim Spread wird von einer Preisspanne gesprochen, deren Bedeutung daher zur besseren Unterscheidung kurz erklärt werden soll.

Ein Spread ist der Unterschied zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis eines Finanzinstruments. Er wird ebenso als Geld- und Briefkurs bezeichnet. Der Spread ist für Trader von großer Bedeutung, da er die Kosten des Trades darstellt. Umso höher der Spread, desto teurer wird der Trade. Um kostengünstig zu traden, ist es daher wichtig, den Spread so niedrig wie möglich zu halten.

Der Spread wird von den jeweiligen Brokern festgelegt. Er kann sich daher je nach Broker unterscheiden. Bevor sich Anleger für einen Broker entscheiden, sollten sie sich daher den Spread des jeweiligen Brokers ansehen. Daneben ist der Spread bei wenig liquiden Werten sowie in schwachen Handelszeiten tendenziell höher.

Vertikaler Spread

Wie wird die Preisspanne berechnet? 

Die Preisspanne ist der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Kurs, den ein bestimmtes Finanzinstrument innerhalb einer definierten Zeit erreicht hat. Diese Zeit kann ein Tag, mehrerer Tage oder Wochen betragen.

Beispiel: Ein Anleger kauft die Aktie des Unternehmens XYZ zu einem Preis von 100 US-Dollar. Am nächsten Tag ist der Preis auf 120 US-Dollar gestiegen. In diesem Fall beträgt die Preisspanne 20 US-Dollar. 

Soll die Preisspanne über einen längeren Zeitraum berechnet werden, zum Beispiel über eine Woche, zählt der höchste und der niedrigste Preis der Aktie für diese Woche. Notiert der Kurs am Anfang der Betrachtungswoche bei 105 US-Dollar und am Ende der Betrachtungswoche bei 120 US-Dollar, beträgt die Preisspanne innerhalb dieser Woche 15 US-Dollar.

Spread-Betting-Long

Welche Bedeutung hat die Preisspanne für den Trader? 

Die Preisspanne ist ein wichtiger Indikator im Trading, der auch grundsätzlich innerhalb der technischen Analyse verwendet wird. 

Die unterschiedlichen Preisspannen lassen dabei folgende Beurteilungen zu:

  • Eine enge Preisspanne bedeutet, dass der Kurs des Produkts nur wenig geschwankt ist.
  • Eine hohe Preisspanne zeigt, dass der Kurs stark geschwankt ist. 
  • Eng beieinanderliegende Preisspannen deuten auf einen ruhigen Markt hin und können daher, je nach Position, für Trader attraktiv sein.

Fazit

Die Preisspanne ist ein wichtiger Indikator im Trading, der es ermöglicht, die Kursbewegungen eines Finanzinstruments zu prognostizieren. Dabei handelt es sich um die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Preis, den ein Instrument während einer bestimmten Zeit erreicht. 

Die Preisspanne ist also ein Maß für die Volatilität des Kurses eines Wertpapiers. Je höher die Preisspanne ist, desto volatiler ist das Wertpapier und umgekehrt. Eine hohe Preisspanne bedeutet also, dass der Kurs des Wertpapiers in Zukunft stärker schwanken wird und umgekehrt.

Trader sollten die Preisspanne daher als Indikator für die Volatilität des jeweiligen Wertpapiers nutzen. Je höher die Preisspanne ist, desto risikoreicher ist das Investment, aber auch desto größer ist das Potenzial für hohe Gewinne. Umgekehrt sollten Trader Investments mit niedriger Preisspanne bevorzugen, wenn sie ein möglichst risikoarmes Investment suchen. 

Des Weiteren kann die Preisspanne beim Trading genutzt werden, um Unterstützungs- und Widerstandsbereiche zu identifizieren.

Um Fehlinterpretationen zu vermeiden, sollten Trader Punkte zusätzlich in die Betrachtung einbeziehen:

  • Bei der Beurteilung eines Finanzprodukts sollte man es mit ähnlichen Produkten aus derselben Branche vergleichen.
  • Titel mit einer geringen Marktkapitalisierung, die nur wenig gehandelt werden, haben in der Regel eine größere Preisspanne, können jedoch trotzdem chancenreiche Investments sein.
  • In schwachen Handelszeiten sind die Preisspannen oft höher. Daher ist bei der Berechnung von Preisspannen auf repräsentative bzw. gleiche Zeitpunkte für die Berechnung zu achten.

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