Muttergesellschaft ++ Definition & Erklärung

INHALTSÜBERSICHT

Muttergesellschaften haben eins mit Müttern in Familien gleich: Die Funktion der Muttergesellschaft im Konzern ist vielfältig. Sie fungiert als strategisches Zentrum, koordiniert die Aktivitäten der Tochtergesellschaften und trägt das wirtschaftliche Risiko des gesamten Konzerns. Die Muttergesellschaft ist ein Unternehmen, das andere Unternehmen kontrolliert. In der Regel ist die Muttergesellschaft größer und hat mehr Einfluss als ihre Tochtergesellschaften. Oftmals hat die Muttergesellschaft auch eine repräsentative Funktion und stellt das öffentliche Gesicht des Konzerns dar. Dieser Beitrag steigt in die Thematik ein und erklärt, was Muttergesellschaft bedeutet, welche Funktion sie hat und zeigt dazu praktische Beispiele.

Muttergesellschaft – einfach erklärt

Eine Muttergesellschaft ist ein Unternehmen, das eine Tochtergesellschaft oder ein anderes Unternehmen kontrolliert. Die Kontrolle kann durch Beteiligungen, Betriebsvereinbarungen oder andere Abkommen ausgeübt werden. Die Muttergesellschaft kann auch ein gemeinsames Unternehmen sein, das von zwei oder mehr anderen Unternehmen kontrolliert wird. In diesem Fall wird es als Joint Venture bezeichnet. 

Die Muttergesellschaft ist für die strategische Planung und Entscheidungsfindung des Konzerns verantwortlich. Sie übt auch Aufsicht über die Tochtergesellschaften aus und trägt die Hauptverantwortung für den Erfolg oder Misserfolg des Konzerns. 

Die Beziehung zwischen der Muttergesellschaft und ihren Tochtergesellschaften ist in der Regel eng und vertrauensvoll. Die Tochtergesellschaften sehen sich als Teil des Konzerns und identifizieren sich mit dem Ziel der Muttergesellschaft. Dies stärkt die Zusammenarbeit zwischen den Gesellschaften und trägt zum Erfolg des Konzerns bei.

Wann kann von einer Muttergesellschaft gesprochen werden?

Bei einer Muttergesellschaft ist mindestens ein anderes Unternehmen von ihr abhängig. Das Unternehmen, das von der Muttergesellschaft beherrscht wird, wird als Tochtergesellschaft bezeichnet. Die Beherrschung kommt normalerweise durch eine entsprechende finanzielle Abhängigkeit des Tochterunternehmens zustande. Die Muttergesellschaft beteiligt sich dazu beim Tochterunternehmen und wird Gesellschafter.

  • Sobald ein Unternehmen über 50 Prozent der Anteile an einem Tochterunternehmen besitzt, kann von einer Muttergesellschaft gesprochen werden.
  • Hat ein Unternehmen das Recht, bei einem anderen Unternehmen die leitenden Organe festzulegen (beispielsweise Geschäftsführer), wird ebenso von einer Muttergesellschaft gesprochen.
  • Durch einen „Beherrschungsvertrag“ kann ebenso das Verhältnis Muttergesellschaft/Tochtergesellschaft begründet werden.

Warum die Bezeichnung Muttergesellschaft richtig ist

Die weibliche Form Muttergesellschaft ist die logische Konsequenz der deutschen Sprache. Denn danach heißt es sowohl die Gesellschaft als auch die Firma. Auch im amtlichen Kontext wird etwa in Zusammenhang von Gesellschaften von Klägerin und nicht etwa von Kläger gesprochen.

Aufbau einer Muttergesellschaft

Eine Muttergesellschaft ist die oberste Körperschaft einer Gruppe von verbundenen Unternehmen und hat über sie die Kontrolle. Die anderen Gesellschaften in der Gruppe werden als Tochtergesellschaften bezeichnet. Die Muttergesellschaft kann einzelne Tochtergesellschaften besitzen, aber auch mehrere Tochtergesellschaften über eine Beteiligungsgesellschaft (Holding) kontrollieren. In der Regel ist die Muttergesellschaft eine Aktiengesellschaft (AG), da sie so die nötige Kapitalausstattung für den Aufbau der Tochtergesellschaften aufbringen kann.

Schließen sich mehrere Unternehmen zu einer Unternehmensgruppe zusammen, entsteht ein Konzern. Diese Struktur hat weitreichende Auswirkungen für die Muttergesellschaft und die angeschlossenen Tochterunternehmen. Wesentliche Auswirkungen sind:

  • Bilanz und Erfolgsrechnung des Konzerns
  • Die gesamte Unternehmensstruktur (durch die Aufteilung in Muttergesellschaft und Tochtergesellschaften)
  • Verantwortlichkeiten und Kompetenzen in den Mutterunternehmen und Tochterunternehmen
  • Aufbau von Ebenen im Konzern
  • Eigenständigkeit der Tochtergesellschaften
  • Fragen zur Haftung
  • Kapital der Unternehmen

Für die Tochterunternehmen bedeutet die Kontrolle durch die Muttergesellschaft zwar den Erhalt der rechtlichen Unabhängigkeit, jedoch den Verlust der wirtschaftlichen sowie finanziellen Selbstständigkeit. Die Richtung gibt in der Regel die Muttergesellschaft vor. 

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