Was versteht man unter dem Begriff Buy the Dip?

Der Begriff Buy the Dip bezeichnet eine Aktienstrategie, die hauptsächlich in Amerika zum Einsatz kommt. Dabei beruht die Strategie darauf, kleinere Korrekturen von bedeutenden Aktien zu kaufen. Dies eignet sich vor allem bei Aktien, die seit längerem einen Aufwärtstrend haben, aber auch bei namhaften Aktien, bei denen man schon länger auf einen günstigen Einstieg gewartet hat. Letztendlich wird bei Buy the Dip also darauf gewartet, dass es stärkere Kursrücksetzer gibt.

Diese werden dann zum Kaufen genutzt. Man geht bei diesem Verfahren davon aus, dass nach einem Preisverfall automatisch ein Kursanstieg folgen muss. Man sollte dieses Verfahren allerdings mit Vorsicht genießen, denn man kann nie genau bestimmen, wann der absolute Tiefpunkt erreicht ist. Ein scheinbar gutes Schnäppchen kann sich dann als Investition mit hohen Verlusten erweisen. 

Buy the Dip – Eine genaue Definition

Im geologischen Sinne versteht man unter einem Dip eine Bodensenke. Überträgt man dies auf den Finanzmarkt bedeutet dies, dass Anleger bei Kursrückschlägen Aktien kaufen sollten, um so bessere Einstiegskurse zu erhalten. In einer Phase von steigenden Kursen kann diese Strategie von Erfolg gekrönt sein. Fallen die Kurse allerdings, kann sich die Buy the Dip Strategie sehr schnell negativ für den Anleger auswirken. Da Anleger nie genau wissen, wann die Kurse einen Höchststand und wann einen Tiefststand erreichen, ist es äußerst schwierig die Buy the Dip Strategie effektiv einzusetzen. 

Buy the Dip – Eine Zusammenfassung:

  • Aktienstrategie, die hauptsächlich in Amerika angewendet wird.
  • Strategie beruht darauf, Aktien im Tief zu kaufen, um dann von Kursanstiegen positiv zu profitieren.
  • Devise: Nach einem Preisverfall kommt automatisch ein Kursanstieg.
  • Strategie sollte allerdings mit Vorsicht angewendet werden, da der Anleger nie wissen kann, wann die Aktie den absoluten Tiefstand erreicht und wann ein Hoch kommt. 

Die Geschichte der Buy the Dip Strategie 

Schauen wir uns nun einmal an, wie erfolgreich die Buy the Dip Strategie in der Vergangenheit bereits war. Immerhin können wir mittlerweile auf eine mehr als 60-jährige Aktiengeschichte zurückblicken. In dieser Zeit kam es sowohl zu Rekordhochs als auch zu Tiefpunkten. So gab es etwa acht Hochs und sieben Zeitpunkte, die sich für den Kauf am besten geeignet haben. Blicken wir allerdings auf den langen Zeitraum zurück, ist es fraglich, ob die Buy the Dip Strategie wirklich effektiv für den Aktienanleger ist. Denn vergleichen wir die Strategie mit dem stetigen Nachkaufen von Aktien, schneidet die Buy the Dip Strategie ganz klar schlechter ab. 

Beispiel für einen Buy the Dip

Am besten versteht man das Buy the Dip Verfahren an einem Beispiel. Dieses wollen wir uns nun einmal anschauen. Hierzu müssen wir zur Finanzkrise zwischen 2007 und 2008 zurückblicken. In diesem Zeitraum kam es zu einem Aktieneinbruch vieler Finanz- und Hypothekenunternehmen. Die stärksten betroffenen Unternehmen waren New Century Mortgage und Bear Stearns. Anleger, die zu diesem Zeitpunkt die Buy the Dip Strategie angewendet hätten, hätten damals so viele Aktien gekauft, wie es möglich gewesen wäre. Das ist aber damals nicht passiert, was für die Anleger auch gut war. Denn beide Unternehmen verschwanden vom Markt, nachdem ihre Aktien erheblich an Wert verloren hatten. Eine Investition hätte sich also bei diesem Beispiel sehr schnell als Fehlinvestition entwickelt. Dieses Beispiel zeigt also auf, wie risikobehaftet die Buy the Dip Strategie eigentlich für den Anleger ist. 

Ist die Buy the Dip Strategie sinnvoll?

Wer sich als Anleger mit dem Aktienmarkt genauer auseinandersetzt, wird früher oder später auch auf die Buy the Dip Strategie stolpern. Ob diese Strategie für das eigene Aktienportfolio angewendet werden soll, muss der Anleger selbst entscheiden. Mittels der Buy the Dip Strategie können selbstverständlich hohe Gewinne eingefahren werden, sehr schnell kann es aber auch zu Verlusten kommen. Anleger sollten daher nicht konsequent die Buy the Dip Strategie verfolgen. Hin und wieder kann es sinnvoll sein, Aktien günstig nachzukaufen. Gerade wenn es sich dabei vielleicht um Aktien von namhaften Unternehmen handelt. 

Was versteht man unter einem Double-Dip?

In Verbindung mit der Buy the Dip Strategie müssen wir uns auch mit dem Begriff Double-Dip genauer auseinandersetzen. Übersetzt man den Begriff ins Deutsche erhält man „doppeltes Eintauchen“. Übertragen wir diese Übersetzung nun in die Finanzwelt handelt es sich dabei um eine besondere Art von Kursentwicklung, die nach einer Rezession eintritt. So tritt üblicherweise nach einem Tief ein Aufschwung ein. Doch dieser Aufschwung ist in der Regel nur von kurzer Zeit, wenn man von einem Double-Dip spricht. Dann kehrt die Wirtschaft bereits nach kurzer Zeit zur Rezession zurück. 

Double-Dip kurz zusammengefasst:

  • Wörtlich übersetzt bedeutet Double-Dip „doppeltes Eintauchen“
  • Bezeichnet eine bestimmte Form der Entwicklung der Aktienkurse nach einer Rezession
  • Es kommt zu einem Aufschwung, nach dem eine konjunkturelle Schwächephase bestand
  • Bei einem Double-Dip ist dieser Aufschwung allerdings nur kurz.
  • Bereits nach kurzer Zeit kehrt die Wirtschaft wieder zur Rezession zurück. 

Buy the Dip Strategie effektiv einsetzen

Alles in Allem sollte man eine Buy the Dip Strategie jedoch nicht ganz aus dem Auge verlieren. Denn als perfekte Anlagestrategie hat es sich schon immer als lukrativ erwiesen, auch das ein oder andere Risiko einzugehen. Eine Risikokontrolle sollte daher eine feste Strategie jedes Anlegers sein. Wann es sich lohnt Aktien im Tief zu kaufen, ist jedoch immer wieder Glückssache, denn niemand kann genau sagen, wann die Aktienwerte wieder steigen. 

Buy the Dip und Corona

Durch Corona hat auch die Buy the Dip Strategie bei Anlegern nochmal an Bedeutung gewonnen. So nutzten viele Anleger diese Strategie in der Corona-Krise und kauften Aktien zu besonders günstigen Preisen, nachdem deren Kurse in den Keller gerutscht waren. Diese Käufe waren jedoch ein Verlustgeschäft für die Anleger, da die Aktien noch weiter sanken und bisherige Tiefststände noch weiter getoppt wurden. Für Experten ist dies das beste Beispiel dafür, dass die Buy the Dip Strategie keine Zukunft in der weiteren Praxis haben wird. 

Fazit zur Buy the Dip Strategie

Der Begriff Buy the Dip bezeichnet eine Aktienstrategie, die hauptsächlich in Amerika zum Einsatz kommt. Im geologischen Sinne versteht man unter einem Dip eine Bodensenke. Überträgt man dies auf den Finanzmarkt bedeutet dies, dass Anleger bei Kursrückschlägen Aktien kaufen sollten, um so bessere Einstiegskurse zu erhalten. Dies eignet sich vor allem bei Aktien, die seit längerem einen Aufwärtstrend haben, aber auch bei namhaften Aktien, bei denen man schon länger auf einen günstigen Einstieg gewartet hat. Letztendlich wird bei Buy the Dip also darauf gewartet, dass es stärkere Kursrücksetzer gibt.

In einer Phase von steigenden Kursen kann diese Strategie von Erfolg gekrönt sein. Fallen die Kurse allerdings, kann sich die Buy the Dip Strategie sehr schnell negativ für den Anleger auswirken. Innerhalb der deutschen Aktiengeschichte, die nunmehr mehr als 60 Jahre beträgt kam es etwa zu acht Hochs und sieben Zeitpunkten, die sich für die Buy the Dip Strategie am besten geeignet haben. Blicken wir allerdings auf den langen Zeitraum zurück, ist es fraglich, ob die Buy the Dip Strategie wirklich effektiv für den Aktienanleger ist. In Verbindung mit der Buy the Dip Strategie müssen wir uns auch mit dem Begriff Double-Dip genauer auseinandersetzen. Übersetzt man den Begriff ins Deutsche erhält man „doppeltes Eintauchen“. Übertragen wir diese Übersetzung nun in die Finanzwelt handelt es sich dabei um eine besondere Art von Kursentwicklung, die nach einer Rezession eintritt. Alles in Allem sollte man eine Buy the Dip Strategie jedoch nicht ganz aus dem Auge verlieren. Denn als perfekte Anlagestrategie hat es sich schon immer als lukrativ erwiesen, auch das ein oder andere Risiko einzugehen. Eine Risikokontrolle sollte daher eine feste Strategie jedes Anlegers sein.

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