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New York Stock Exchange

Die NYSE (ausgeschrieben New York Stock Exchange) gehört zur Intercontinental Exchange und ist weltweit eine der größten Wertpapierbörsen.

New York Stock Exchange – Das Wichtigste in Kürze

  • Aufgrund ihres Sitzes in New York direkt an der Wall Street wird die Börse auch umgangssprachlich als Wall Street bezeichnet.
  • Die Handelszeiten der New York Stock Exchange bewegen sich nach MEZ zwischen 15.30 -22.00 Uhr.
  • Der Betreiber der New York Stock Exchange ist die Intercontinental Exchange.
  • Der bekannteste Aktienindex an der NYSE ist der Dow Jones Industrial Averages. In diesem sind die dreißig größten amerikanischen Firmen aufgeführt.
  • An der New Yorker Börse werden täglich Milliarden von Wertpapieren gehandelt.     

New York Stock Exchange: die Historie

Die Ursprungsgeschichte der New York Stock Exchange geht bis auf das 17. Jahrhundert zurück, als die US-Regierung Staatsanleihen im Wert von über 80 Millionen Dollar ausgab, um die Schulden begleichen zu können, die sich im Zuge des Unabhängigkeitskriegs angesammelt haben. Der Handel mit Kriegsanleihen war sozusagen der Startschuss für den amerikanischen Wertpapierhandel.

Anfang 1792 sollte die Bank of New Yorks in Straucheln geraten, weil sich deren Gründer William Duer verspekulierte. Um einen Bankrott der Bank zu verhindern, übernahm Alexander Hamilton die Anteile der Bank. Sie waren die ersten Wertpapiere, die an der Wall Street gehandelt wurden. Noch im selben Jahr wurde der Grundstein für den heutigen Aktienhandel gelegt, als das Buttonwood Agreement unterzeichnet wurde.

Exkurs – Buttonwood Agreement:

  • Durch die Unterschrift unter dem Buttonwood Agreement verpflichteten sich die Broker, sich gegeneinander den Vorzug zu geben beim Handel mit Anleihen und Aktien. Außerdem sollen sie ihren Kunden eine Kommission von mindestens ¼ % berechnen beim Kauf und/oder Handel mit Wertpapieren.  

1792 wurde der Dollar auch US-amerikanischen Münzgesetz zur offiziellen Währungseinheit erklärt. Seitdem findet Wertpapierhandel auch in US-Dollar stattfinden. Während 1792 nur 5 verschiedene Wertpapiere an der New Yorker Stock Exchange gehandelt wurden (3 Staatsanleihen und zwei verschiedene Bankenaktien), sollte der Aktienhandel in den darauffolgenden Jahren rasant wachsen. Für den täglichen Handel trafen sich die Broker vor- und nachmittags im Tontine Coffee House.

US-Dollar-Wertpapierhandel
US-Dollar-Wertpapierhandel

März 1817 wurde die erste formelle Organisation, die New York Stock & Exchange Board gegründet. Diese hatte ihren Sitz direkt an der Wall Street. Daneben wurde das erste Börsenreglement festgelegt.

1830 kam die erste Aktie einer Eisenbahngesellschaft an die New Yorker Börse. Der Emittent war die Mohawk & Hudson. Sehr schnell sollten Aktien weiterer Eisenbahngesellschaften folgen. Kein Wunder, dass sich die Wertpapiere zu Boom-Aktien entwickelten und das Handelsgeschehen dieses Jahrhunderts maßgeblich beeinflussten. Immerhin ermöglichte die Eisenbahn den Menschen eine Mobilität, die bis dato unbekannt war.

Eisenbahnaktien
Eisenbahnaktien

1835 kam es zu einem Großbrand in New York bei dem mehr als 700 Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das Feuer ging auch an der Wallstreet nicht spurlos vorbei. Zwar fanden sich sehr schnell Ausweichmöglichkeiten, um den Aktienhandel weiterzubetreiben. Jedoch wurden die Möglichkeiten sehr schnell begrenzt, denn 1 Jahr später wurde es verboten, auf den Straßen von New York mit Aktien zu handeln.

1837 sollte die erste Spekulationsblase platzen, die dadurch entstanden war, weil die Banken die Konvertibilität von Papiergeld in Silber und Gold stoppen wollten. Durch daraus resultierenden Währungsknappheit wurde die Panik an der Börse erst richtig angefacht. Die Folgen der geplatzten Spekulationsblase waren bitter, denn die Arbeitslosigkeit stieg rasant. Viele Banken mussten eine Zahlungsunfähigkeit anmelden. Das führe wiederum dazu, dass Amerika eine sechs Jahre andauernde wirtschaftliche Depression überstehen.

Als der Telegraf eingeführt wurde, konnten zum ersten Mal Händler aus aller Welt Investitionen an der New Yorker Börse tätigen. Zwanzig Jahre später gab es den nächsten Börsenkrach im August. Dieser wurde durch den Zusammenbruch der Ohio Life Insurance & Trust Company ausgelöst.  Dieser Börsencrash entwickelte sich zu einer Weltwirtschaftskrise nie gekannten Ausmaßes.

New York Stock Exchange
Foto – New York Stock Exchange

1863 bekam die New Yorker Börse ihren heutigen Namen – NYSE.

September 1869 kam der Schwarze Freitag, der durch Goldspekulationen von Jay Gould und James Fisk ausgelöst wurde. Vier Jahre später sollte die nächste Krise folgen, die zu einem Finanzzusammenbruch führte. Im Laufe dessen ging die Bank Jay Cooke & Company bankrott. Um eine weitere Eskalation zu verhindern, wurde zum ersten Mal in der Geschichte der New Yorker Börse der Handel für zehn Tage eingestellt.

Dow Jones Industrial Average
Dow Jones Industrial Average

1896 wurde der Dow-Jones-Index eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt beinhaltete der Leitindex der New Yorker Börse gerade mal 12 Aktien.

Wendepunkte und Herausforderungen an der New York Stock Exchange

  • Die Finanzkrise 1907 machte es schwierig Kredite zu beschaffen, was dazu führte, dass 6 Jahre später die US-Notenbank gegründet wurde.
  • Während des Ersten Weltkriegs war die New Yorker Börse für 4,5 Monate geschlossen.
  • Oktober 1916 kam das erste Wall Street Journal heraus.
  • September 1920 explodierte vor der Börse eine Bombe, bei der 38 Menschen ums Leben kamen und um die 400 Menschen verletzt wurden.
  • Oktober 1929 kam es zum schlimmsten Börsenkrach, der sich weltweit auswirkte. Er war der Auslöser der Weltwirtschaftskrise. Während in Amerika vom schwarzen Donnerstag gesprochen wurde, ist in Europa die Rede vom schwarzen Freitag.
  • Dezember 1965 wurde der NYSE Composite eingeführt, ein Index, in dem alle Unternehmen aufgeführt sind, die an der New Yorker Börse gelistet sind.
  • 1979 wurde die NYFE (New York Futures Exchange) gegründet, eine Tochtergesellschaft der New Yorker Börse. Hier wurde es möglich, auch Termingeschäfte abzuwickeln.
  • Oktober 1988 wurde von der United Securities and Exchange Commission (kurz: SEC) (amerikanische Börsenaufsicht) die Regel 80 B eingeführt. Diese besagt, dass der Handel bei einer außergewöhnlichen Volatilität ausgesetzt werden kann.
Niklas Mueller
Niklas Mueller ist ein Content-Manager und Autor, der sich auf den Finanzbereich spezialisiert hat. Während seines BWL-Studiums an der Universität zu Köln entwickelte er eine Leidenschaft für Trading und verfügt nun über fundiertes Wissen über Forex, CFDs, Aktien und technische Analyse. Niklas verfasst hochwertige Beiträge, einschließlich Broker Reviews, um den Lesern die besten Angebote zu präsentieren. Sein Ziel ist es, das Trading Verständnis zu erhöhen und den Lesern zu helfen bessere Trading Entscheidungen zu fällen.
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