Was ist ein Zero-Bond (Nullkupon-Anleihe)? – Definition & Erklärung

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist der Begriff Zero-Bond auch als Nullkupon-Anleihe bekannt. Hierbei handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere, auch Schuldverschreibung genannt. Der Zins einer Schuldverschreibung berechnet sich aus dem Unterschiedsbetrag, der sich zwischen Emissions- und Einlösepreis ergibt. Die Auszahlung findet entweder bei vorzeitiger Veräußerung oder am Ende der Laufzeit statt. Der Gewinn aus einem Zero-Bond wird als Einnahmen aus Kapitalvermögen klassifiziert.

Was ist die Besonderheit von Zero-Bonds?

In der Regel weisen Zero-Bonds eine lange Laufzeit auf. Sie beläuft sich auf 30 Jahre. Wird diese Schuldverschreibung vor ihrer Fälligkeit veräußert, wird die Rendite aus der Differenz zwischen dem Anschaffungspreis und dem Veräußerungspreis ermittelt. Wahlweise kann als Rendite auch der Ertrag angesetzt werden, der auf die Besitzzeit entfällt. Die Zinsen dieser Anleihen werden nicht jährlich ausgezahlt. Stattdessen findet am Ende der Laufzeit eine vollständige Auszahlung statt. Zero-Bonds eignen sich für Anleger, die auf eine jährliche Auszahlung des Zinsertrags verzichten können. Außerdem bietet der Zero-Bond den Vorteil der Planbarkeit.

Denn bereits zum Zeitpunkt des Erwerbs lässt sich die Rendite ermitteln. Wenn Anleger zu einem bestimmten Zeitpunkt, wie beispielsweise mit Eintritt in den Ruhestand, eine bestimmte Summe Geld erhalten möchten, eignen sich Zero-Bonds perfekt. Allerdings sollte der Anleger darauf verzichten, die Zero-Bonds frühzeitig zu verkaufen. Denn häufig resultieren aus dieser Veräußerung Verluste. Sie werden entweder zum Bar- oder Nominalwert ausgegeben. Bei Ausgabe ist der Nominalwert bereits bekannt. Die Berechnung des Barwerts erfolgt hingegen durch Abzinsung.

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