Abandonnement – Definition und Erklärung

Mit dem Begriff Abandonnement wird zum einen eine Abfindung an Aktionäre verstanden. Die Aktionäre erhalten diese Abfindung, weil sie nicht zugestimmt haben, dass die Rechtsform der Gesellschaft, an der sie beteiligt sind, in eine andere Rechtsform umgewandelt wird. Der Begriff Abandon bezeichnet allerdings auch die Möglichkeit auf ein bestimmtes Recht zu verzichten. Dies ist dann der Fall, wenn die damit verbundene Verpflichtung nicht ausgeführt werden kann. 

Abandonnement ist die Bezeichnung für zwei verschiedene Vorgänge in der Finanzwelt. Zum einen bezeichnet das Abandonnement eine Zahlung bzw. Abfindung an Aktionäre, die einer Umwandlung der Rechtsform der Gesellschaft, von der sie die Aktien halten, in einer anderen Rechtsform nicht zustimmen. Mit der Abfindung erlöschen sämtliche ihrer Rechte. Aber nicht nur bei der Umwandlung der Rechtsform können Aktionäre ein Abandonnement erhalten, auch wenn der Gesellschafter wechselt und die Aktionäre dem nicht zustimmen, kann es zur Zahlung der Abfindung kommen. Zum anderen bezeichnet das Abandon die Möglichkeit auf ein bestimmtes Recht zu verzichten. Dieser Verzicht kann immer dann erfolgen, wenn die mit dem Recht verbundene Verpflichtung nicht realisiert bzw. ausgeführt werden kann. 

Beispiele für Abandonnement

Abandons kommen immer dann zum Einsatz, wenn Verpflichtungen nicht ausgeführt werden können oder gar nicht erfüllbar sind. Gerade im Börsentermingeschäft kann dies der Fall sein. Wenn man z.B. ein Börsentermingeschäft vereinbart wurde, bei dem aber am Tag des entsprechenden Verkaufs bzw. Kaufs die Lieferung der vereinbarten Aktien nicht möglich ist. Hat der Käufer bzw. Verkäufer dann die Möglichkeit vom Geschäft zurückzutreten bezeichnet man dies als Abandonrecht. Ein weiteres Beispiel für ein Abandonnement ist die Umwandlung der einer AG in eine GmbH. Stimmen die Aktionäre dieser Umwandlung der Rechtsform nicht zu, erhalten sie eine Abfindung. Dies ist im Aktiengesetz § 305 geregelt.  

Schreibe einen Kommentar