Zum Coaching!

Alle Indikatoren haben eine Gemeinsamkeit: Die Berechnung basiert nahezu immer auf der gleichen Grundsätze, nämlich auf dem Kurs des Basiswertes. Dieser Preis wird anschließend mit verschiedenen Formeln verarbeitet. Auf dieser Grundlage trifft der Indikator seine Aussagen. Auf dieser Grundlage stellt sich die Frage, ob das Trading ohne Indikatoren nicht genauso erfolgreich sein kann? 

Alles Wichtige zum Trading ohne Indikatoren

  • Das Trading ohne Indikatoren eignet sich besonders gut zum Wissensaufbau
  • Ohne Indikatoren kann genauso erfolgreich gehandelt werden wie mit Indikatoren
  • Mittel- und langfristig orientierte Trader greifen meistens auf die Fundamentalanalyse zurück
  • Die manuelle Analyse des Marktes bedarf mehr Zeit

Wie funktioniert das Trading ohne Indikatoren?

Der wesentliche Inhalt besteht beim Trading ohne Indikatoren darin, dass mögliche Kursbewegungen eines Basiswertes vorhergesagt werden, ohne dass Trader dabei auf einen Indikator zurückgreifen. Das sind zum Beispiel:

  • Oszillatoren
  • Trendindikatoren
  • Gleitende Durchschnitte

Beim Trading ohne Indikatoren verfahren die Händler so, dass sie das Verhalten des Marktes analysieren, ohne dabei auf die technischen Indikatoren zurückgreifen zu müssen. Anstelle mathematischer Formeln richten Trader ihrer Einschätzung beim Handel ohne Indikatoren daran aus, wie sich die Märkte aufgrund anderer Grundlagen verhalten. Deshalb werden in erster Linie die folgenden Hilfsmittel zur Analyse in Anspruch genommen: 

  • Unterstützungs- und Widerstandsniveaus
  • Marktstimmung wird beobachtet
  • Analyse der Preisaktion

Sehr wichtig sind für das Trading ohne Indikatoren sowohl Unterstützungs- als auch Widerstandsniveaus. Dabei handelt es sich um markante Kurspunkte, an denen der Kurs in der Vergangenheit häufig identisch reagiert hat. Ein Widerstandsniveau ist zum Beispiel ein bestimmter Punkt, an dem der Kurs des Basiswertes in der Vergangenheit öfter nach einem Aufwärtstrend abgeprallt ist. Die Ermittlung solcher Unterstützungs- und Widerstandsniveaus findet oft auf folgender Grundlage statt:

  • Vorherige Hochs und Tiefs 
  • Privat-Punkte
  • Fibonacci-Retracements

Auf dieser Basis können Trader anschließend die möglichst optimalen Ein- und Ausstiegspunkte identifizieren. Ebenfalls sehr hilfreich ist beim Handel ohne Indikatoren die Beobachtung der Stimmung an den Märkten. Das bedeutet, dass Trader zum Beispiel News verfolgen, wirtschaftliche Indikatoren wie die Beschäftigungsquote und andere Daten zurate ziehen oder analysieren, wie sich aktuelle Ereignisse entwickelt haben

Besonders wichtig beim Trading ohne Indikatoren ist die Analyse der sogenannten Preisaktion (Price Action). Das bedeutet, dass Trader ein möglichst gutes Verständnis davon haben, wie und warum sich die Kurse des Basiswertes bewegen und wann. Dazu ist eine genaue Beobachtung der Märkte notwendig. Wichtig ist, dass Trader unter der Voraussetzung ein Verständnis für Kerzenmuster, Chart-Formationen und Trendlinien besitzen.

Unser Tipp: Über 5.800 Märkte nie wieder zu hohen Gebühren traden

› Jetzt ein kostenloses Trading Konto bei XTB eröffnen(Risikohinweis: 76% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter)

Sie achten dann auf folgende Punkte, auf deren Grundlage Sie Ihre Entscheidungen für Käufe oder Verkäufe treffen:

  • Ausbrüche
  • Umkehrmuster
  • Reversals

Die Analyse der Preisaktion ist die Grundlage für das sogenannte Price Action Trading. Dieses beinhaltet, dass Trader versuchen, herauszufinden, wie der Kurs bei unterschiedlichen Unterstützungs- und Widerstandsniveaus reagiert. Dazu findet beim Price Trading die Implementierung eines technischen Ansatzes statt, der bei der Analyse der voraussichtlichen Kursentwicklung hilft. Zusätzlich müssen Trader folgende Punkte analysieren: 

  • Widerstandsbereiche
  • Trendlinien
  • Historische Unterstützungen
  • Swing-Hoch/Swing-Tief

Das gesamte Price Action Trading basiert darauf, dass der Kurs Widerstände und Unterstützungen testet. Entscheidend ist auf jeden Fall, dass keine Indikatoren Sie vom Kurs abzulenken und Sie faktisch ein „sauberes“ Chartbild haben. 

Verschiedene Strategien für das Trading ohne Indikatoren

Zahlreiche Strategien basieren auf Indikatoren, die jeweils ein wichtiges Element darstellen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie beim Verzicht auf Handelsindikatoren keine Strategie anwenden sollten. Das Gegenteil ist der Fall. Auch beim Handel ohne Indikatoren ist es wichtig, dass Sie auf Grundlage einer Strategie handeln. So verhindern Sie Emotionen, die fast immer störend beim Trading sind und den Erfolg gefährden. Wir möchten uns mit den folgenden fünf Strategien näher beschäftigen:

  • Price Action Strategie
  • Fundamentale Analyse
  • Support / Resistance
  • „Der letzte Kuss“
  • Hammer und Hanging Man Varianten

Price Action Trading Strategie

Das Price Action Trading haben wir im vorherigen Abschnitt bereits kurz angesprochen. Wichtig ist vor allem, dass Sie im Zuge der sogenannten Price Action Setups die Definitionen kennen. Im Rahmen dieser Strategie gibt es die folgenden drei Zonen: 

  • Tote Zone
  • Rote Zone
  • Endzone

Kennzeichnend für die sogenannte „tote Zone“ ist, dass in dieser faktisch kein Trader handeln wird, sollte sich der Kurs des Basiswertes darin aufhalten. Diese Zone ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass es keinen erkennbaren Trend und damit keine eindeutigen Kursbewegungen gibt. Es existieren weder niedrigere Tiefs noch höhere Hochs. In dieser Zone gibt es in der Regel weder Gewinner noch Verlierer, sodass in dem Fall Abwarten angesagt ist. 

Ein großer Anteil der Price Action findet innerhalb der sogenannten roten Zone statt. Gekennzeichnet ist diese dadurch, dass dort ein großes Handelsvolumen zu finden ist. Meistens geschieht das innerhalb eines Trends. Sie als Trader müssen sehr aktiv sein, Ihre Schritte jedoch mit Bedacht wählen. 

Die dritte Zone innerhalb einer Price Action Strategie ist die sogenannte Endzone. Dort gibt es ein großes Handelsvolumen, weil Trader innerhalb dieser Zone meistens ihren Gewinn optimieren möchten. Gekennzeichnet ist die Endzone vor allem durch größere Bewegungen der Kurse, sodass weitere Anpassungen möglich sind.

Unser Tipp: Über 5.800 Märkte nie wieder zu hohen Gebühren traden

› Jetzt ein kostenloses Trading Konto bei XTB eröffnen(Risikohinweis: 76% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter)

Fundamentale Analyse

Bei der Fundamentalanalyse werden unterschiedliche Kennzahlen des Basiswertes analysiert. Häufig wird die fundamentale Analyse bei Aktien verwendet. Sie gliedert sich in die folgenden drei Schritte:

  • Globalanalyse
  • Branchenanalyse
  • Unternehmensanalyse

Diese Form der Analyse lässt sich auch auf andere Basiswerte anwenden, zum Beispiel bei Devisen oder Rohstoffen. Im Fokus stehen allerdings beim Trading weniger Unternehmenskennzahlen, sondern vor allen Dingen Entwicklungen und Nachrichten. Man spricht in dem Zusammenhang daher auch häufig vom sogenannten News Trading.

Statt sich an Indikatoren zu orientieren, betrachten Trader im Rahmen der Fundamentalanalyse zum Beispiel wirtschaftliche Nachrichten, politische News und Entwicklungen in verschiedenen Gesellschaftsbereichen. Der Grund besteht darin, dass sich Veränderungen, Neuigkeiten und zum Beispiel Krisen häufig negativ oder positiv auf die Kurse von Basiswerten auswirken können. 

Wer als Trader sehr langfristig orientiert ist, kann durchaus ebenso die klassische Fundamentalanalyse nutzen. Dort werden entsprechende Unternehmenskennzahlen analysiert, wie zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis, die Eigenkapitalrendite oder der Cashflow. Hinzu kommt oftmals die Branchen- und Globalanalyse. Im Rahmen dieser werden weitere Zahlen und Daten analysiert, wie zum Beispiel: 

  • Konjunktur
  • Geldmenge
  • Wechselkurse
  • Branchenklima
  • Auftragseingänge

Gehandelt wird auf Basis der Fundamentalanalyse zum Beispiel bei positiven Nachrichten zu einem Basiswert. Veröffentlicht eine AG positive Zahlen, kaufen Trader, weil dann ein Kursanstieg wahrscheinlich ist.

Support / Resistance

Eine andere Strategie ohne Handelsindikatoren trägt die Bezeichnung Support / Resistance Strategie. Basis ist, dass Kurse und Angebote in den Grundzügen betrachtet werden, jedoch nicht mit Details. Die Grundlage dafür ist, dass Kurse der Basiswerte stets durch von Angebot und Nachfrage entstehen. 

Ist das Angebot größer als die Nachfrage, handelt es sich um einen sogenannten Angebotsüberhang. Dieser hat in der Regel fallende Kurse zur Folge. Wenn sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ändert, gibt es oft einen Wendepunkt. Das sind folgende zwei Punkte:

  • Obere Blockade (Resistance)
  • Unsere Blockade (Support) 

Die obere Blockade ist ein Resistance, also ein Widerstand. Dort passiert es häufig, dass der Kurs an diesem Punkt stoppt und umgekehrt. In dem Fall steigt normalerweise die Anzahl der Verkäufe über die der Käufe, sodass ein Absinken des Kurses die Folge ist. 

Exakt andersherum verhält es sich bei der unterem Blockade, dem Support (Unterstützung). Die Unterstützung ist der Punkt, der oft ein Ende eines Abwärtstrends kennzeichnet. Der Kurs erreicht seinen Tiefstand und wird an der Unterstützung gedreht, sodass er anschließend steigt. 

Auf dieser Grundlage funktioniert die Support / Resistance Strategie. Stoppt der Kurs des Basiswertes zum Beispiel nach einem der Abwärtstrend an der Unterstützung, gehen Trader davon aus, dass der Kurs anschließend dreht und entsprechend steigt. Andersherum verhält es sich bei einem Widerstand. In dem Fall würde der Kurs nach einem Aufwärtstrend an der Resistance abprallen, drehen und fallen

Unser Tipp: Über 5.800 Märkte nie wieder zu hohen Gebühren traden

› Jetzt ein kostenloses Trading Konto bei XTB eröffnen(Risikohinweis: 76% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter)

„Der letzte Kuss“

Eine weitere Strategie, für die Sie keine Indikatoren benötigen, wird als „Der letzte Kurs“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine bekannte Methode, mittels derer ein Ausbruch des Kurses aus einer Seitwärtsbewegung festgestellt wird, auf dessen Grundlage Sie handeln.

Schnelligkeit ist gefragt
Das Manko beim Handel auf Basis einer Seitwärtsbewegung ist oftmals, dass Händler zwar die Bewegung erkennen, es jedoch verpassen, rechtzeitig in den Ausbruch einzusteigen. An der Stelle setzt die Strategie an.

Grundlage der Strategie ist, dass der Kurs des Basiswertes oftmals nach einem Ausbruch aus einer Seitwärtsbewegung mindestens einmal zurückgekehrt, um auf diese Weise das Niveau des Ausbruchs erneut zu testen. Dort setzt die Strategie im Detail an. Sie gehen somit nach dem folgenden Schema vor:

  1. Identifizierung einer Seitwärtsbewegung
  2. Ausbruch frühzeitig feststellen
  3. Position eröffnen
  4. Position schließen bei Rückkehr auf Ausbruchsniveau

Wichtig ist vor allem, dass Sie die Seitwärtsbewegung identifizieren. Dazu wird in der Regel die Trendlinie genutzt, die in Bezug auf den Kurs des Basiswertes erkennbar ist. Diese wiederum machen Sie vor allem an steigenden Tiefs innerhalb eines Aufwärtstrends oder fallenden Hochs in einem Abwärtstrend fest. 

Hammer und Hanging Man Varianten

Zwei sehr bekannte Formationen im Bereich der Candlestick Charts sind zum einen der Hammer und zum anderen der Hanging Man. Diese können ebenfalls Basis einer Strategie sein, die ohne Handelsindikatoren funktioniert. Grundlage für die Kerzenformationen ist, dass der entsprechende Schatten entweder die zwei- oder dreifache Größe des Körpers der Kerze hat. Geht es allerdings um die Variation dieser Formationen, ist ausschließlich von einem „sehr langen“ Schatten die Rede. 

Möchten Sie nun ohne Handelsindikatoren traden, sind noch einige weitere Regeln im Hinblick auf diese Formationen der Candlesticks zu beachten. Eine der Regeln ist, dass die Kerze mit dem langen Schatten an einem sogenannten Strukturlevel liegt. Möchten Sie einen Kauf durchführen, ist es eine Voraussetzung, dass die Kerze positiv ist. Das bedeutet, dass der Schlusskurs höher als der Eröffnungskurs ist. 

Unter dieser Voraussetzung werfen Sie einen Blick auf die nächste Kerze. Sind Sie bullisch eingestellt, muss diese höher als die vorherige Kerze sein. Auf Grundlage dieser Strategie gibt es nun zusammengefasst folgende Empfehlungen für den Handel ohne Indikatoren: 

  • Schatten ist sehr kurz → kein Handel
  • Formation fällt nicht auf Strukturlevel → kein Handel
  • Starke Bewegung im Vorfeld der Formation → Fortsetzung eines Trends → Handel

Welche Charts zum Trading ohne Indikatoren? 

Wenn Sie sich entscheiden, ohne Indikatoren zu traden, sollten Sie dennoch die zuvor angesprochenen oder weitere Handelsstrategien nutzen. Darüber hinaus spricht ebenfalls nichts dagegen und ist sogar hilfreich, trotz des Handels ohne Indikatoren auf Charts zur Analyse zurückzugreifen. Diese sind für Trader von großer Bedeutung, denn eine Fundamentalanalyse ist meistens bei einem kurz- bis mittelfristigen Horizont nicht hilfreich. Grundsätzlich gibt es drei Hauptarten von Charts, nämlich:

  • Linien
  • Balken
  • Candlesticks

Die Unterschiede bestehen vorwiegend darin, was die einzelnen Charts im Detail anzeigen. Bei Liniencharts ist es so, dass ausschließlich der Schlusskurs des Basiswertes dargestellt wird, und zwar über eine Periode, die Sie festlegen können. Demgegenüber lassen sich bei den Balkencharts für die gewünschten Zeiträume sowohl die Hochs und Tiefs als auch die Eröffnungs- und Schlusskurse darstellen

Die dritte Variante von Charts sind die Candlesticks. Die sogenannten Kerzen sind so aufgebaut, dass der Körper den Bereich darstellt, der sich zwischen dem Eröffnungs- und dem Schlusskurs ergibt. Darüber hinaus wird durch den Schatten dargestellt, welcher Bereich zwischen Hoch- und Tiefkurs liegt. Zusätzlich gibt der Schatten durch seine Farbe an, ob der Kurs gesunken oder gestiegen ist. 

Ein Vorteil besteht vor allem darin, dass Trader den Kerzen alle relevanten Kurse des Basiswertes entnehmen können und auf einen Blick erkennen, nämlich: 

  • Eröffnungskurs
  • Schlusskurs
  • Tiefstkurs
  • Höchstkurs

Durch die Farben lässt sich zusätzlich erkennen, ob der Kurs im Vergleich zum vorherigen Zeitraum gleichgeblieben, gestiegen oder gefallen ist. Die Analyse der Candlestick Charts ist vergleichsweise einfach. Im Wesentlichen geht es darum, anhand der Kerzen zu definieren, wie sich der Markt in Kürze verhalten wird. 

Es lässt sich sowohl ein vorherrschender Kauf- als auch Verkaufsdruck erkennen und ebenso, wenn sich der Markt eher seitwärts bewegt sich damit die Kurse nicht unbedingt innerhalb eines Trends befinden. Die Interpretation der Candlesticks ist relativ leicht, sodass die Kerzen sich bestens für das Trading ohne Indikatoren eignen. 

Unser Tipp: Über 5.800 Märkte nie wieder zu hohen Gebühren traden

› Jetzt ein kostenloses Trading Konto bei XTB eröffnen(Risikohinweis: 76% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter)

Vor- und Nachteile von Trading Indikatoren

Bevor Sie sich dafür entscheiden, mit Trading Indikatoren zu handeln, sollten Sie sich über deren Vor- und Nachteile informieren. Natürlich gibt es nicht nur Argumente gegen, sondern ebenfalls für die Nutzung der Handelsindikatoren. In der Übersicht zeichnen sich die Indikatoren insbesondere durch die folgenden Vor- und Nachteile aus:

Vorteile

  • Gute Indikatoren sind dazu in der Lage, klare Signale zu geben
  • Durch Indikatoren sparen Sie Zeit bei der Analyse
  • Indikatoren sind rein sachlich und nicht von Emotionen geprägt
  • Durch Handelsindikatoren können sich Trader auf die wichtigsten Bereiche eines Charts konzentrieren

Nachteile

  • Indikatoren machen Trader in der Analyse von ihnen abhängig
  • Falsche Verwendung von Indikatoren kann zu Verlusten führen
  • Nicht alle Indikatoren lassen sich erfolgreich kombinieren
  • Viele Indikatoren sind nachlaufend, geben somit verzögerte Signale
  • In bestimmten Marktsituationen weisen viele Indikatoren fehlerhafte Handelssignale auf, insbesondere in Seitwärtsmärkten
  • Durch Trading Indikatoren sehen Charts häufiger übersichtlich und vor allem für Anfänger verwirrend aus
  • Die Zuverlässigkeit der Aussage ist sehr von der Marktsituation und vom Indikator abhängig
  • Selbst die besten Indikatoren schaffen es bei der Zuverlässigkeit kaum über 70 bis 75 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass die Aussage korrekt ist

Es ist also durchaus so, dass besonders gute Indikatoren relativ klare Signale für den Kauf oder Verkauf geben. Daher sollten Sie, falls Sie mit Indikatoren handeln möchten, auf jeden Fall den für Sie passenden finden. Es gibt zum Teil gravierende Unterschiede zwischen den Handelsindikatoren, auch, was deren Komplexität angeht. 

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Sie durch die Indikatoren Zeit sparen. Sie müssen den Chart nicht selbst analysieren, sondern nutzen die Aussagen, die vom Indikator getroffen werden. Hinzu kommt, dass Indikatoren rein objektiv arbeiten und daher Emotionen keine Rolle spielen. Die Handelsindikatoren helfen Ihnen dabei, dass Sie sich in erster Linie auf die wichtigsten Bereiche innerhalb eines Charts konzentrieren. 

Es gibt tatsächlich den Vorteilen entgegen eine Reihe von Nachteilen, die gegen Trading Indikatoren und dementsprechend für das Trading ohne Indikatoren sprechen. Dabei sollten Sie beachten, dass es zum Teil gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Indikatoren gibt. Allesamt haben den Nachteil, dass sich Anleger häufig zu sehr auf die Aussage der Indikatoren verlassen und irgendwann auf diese angewiesen sind.

Darüber hinaus neigen zahlreiche Indikatoren zum Nachlaufen, geben also verspätete Handelssignale. Ein weiterer Nachteil der Indikatoren besteht darin, dass diese in manchen Situationen falsche Signale geben. Dabei handelt es sich insbesondere um Seitwärtsbewegungen, aber auch in sehr volatilen Märkten zeigen manche Indikatoren Schwächen. Für Anfänger sind Indikatoren oft unübersichtlich, weil sie innerhalb des Charts durch die Linien, Kurven und Graphen verwirrend wirken können.

Gründe fürs Trading ohne Indikatoren

Wie Sie bereits an den Nachteilen der Indikatoren erkennen, gibt es durchaus gute Gründe für das Trading ohne Indikatoren. Einer davon ist, dass Indikatoren im Allgemeinen deutlich weniger zuverlässig sind, als die meisten Trader meinen. Daraus resultiert die Gefahr, sich auf die Aussage der Indikatoren zu verlassen und dementsprechend – zum Teil unnötige – Verluste zu erleiden. Auf der anderen Seite gibt es selbstständig ebenfalls Trader, die in der Vergangenheit sehr gut mit Indikatoren gefahren sind. 

Ebenfalls ein Grund dafür, Indikatoren nicht zu nutzen, sind bestimmte Handelsstile und Trading Ziele. Wer zum Beispiel eher mittel- bis langfristig orientiert ist, bedient sich häufig ohnehin eher der Fundamental- statt der Chartanalyse. Ein weiterer Grund dafür, auf Indikatoren zu verzichten, findet sich häufig bei Anfängern. Diese müssen sich erst einmal überhaupt in der Materie zurechtfinden, sodass Indikatoren er verwirrend sind. 

Zudem verhindern sie im Grunde, dass man sich selbst mit der Analyse von Charts beschäftigt, zum Beispiel mit den Candlesticks. Es gibt mit den angesprochenen „nackten“ Charts wie Balken, Linien und Kerzen eine sehr gute Möglichkeit, die wahrscheinliche Kursbewegung auch ohne Indikatoren zu analysieren und in gewissem Umfang vorherzusagen.

Fazit: Trading ohne Indikatoren

Trader profitieren stets davon, wenn sie sich damit auskennen, Charts ohne die Zunahme von Indikatoren zu interpretieren. Das führt zu einem Grundwissen, welches an den Märkten stets hilfreich ist. Vorgefertigte Lösungen, zu denen unter anderem Indikatoren zählen, führen häufiger dazu, dass sich Trader erst gar nicht mit der Analyse sogenannter „nackter“ Charts beschäftigen. 

Auf der anderen Seite können Indikatoren insbesondere für sogenannte Vieltrader nützlich sein, weil sie einiges an Arbeit abnehmen. Selbstverständlich ist es deutlich zeitsparender, lediglich den Indikator mit seinen Aussagen zu interpretieren, als sich näher mit den Charts und Formationen zu beschäftigen. Wichtig ist es auf jeden Fall, dass Sie Ihren eigenen Handelsstil und Ihre Handelsziele kennen. 

Darauf basierend sollten Sie entscheiden, ob Sie mit oder ohne Indikatoren handeln. Oftmals ist die Methode sinnvoll, dass Anfänger sich zunächst einmal mit sogenannten „nackten“ Charts beschäftigen, weil sie so ihr Wissen erweitern können. Sollte es in der Folge hilfreich sein, spricht nichts dagegen, zum Teil oder dauerhaft im zweiten Schritt Indikatoren zur Analyse zu Hilfe zu nehmen.

Unser Tipp: Über 5.800 Märkte nie wieder zu hohen Gebühren traden

› Jetzt ein kostenloses Trading Konto bei XTB eröffnen(Risikohinweis: 76% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter)

FAQ: Meist gestellte Fragen zum Thema Trading ohne Indikatoren

Wie funktionieren Handelsindikatoren?

Indikatoren sind mathematische Berechnungen, wie sich ein Kurs zukünftig verhalten könnte. Sie basieren auf bestimmten Formeln, die sich bei den zahlreichen Indikatoren teilweise sehr ähnlich sind. Letztendlich analysieren Indikatoren das Marktverhalten und historische Kursverläufe, um so anhand bestimmter Bewegungen, Volumen und der Volatilität eine Aussage über mögliche Kursverluste zu treffen. 

Wie viele Indikatoren gibt es am Markt?

In den bekanntesten Handelssoftwares, wie zum Beispiel dem MetaTrader oder TradingView, sind oft rund 30 bis 40 Indikatoren standardmäßig eingestellt. Es gibt allerdings noch eine deutlich größere Anzahl von Indikatoren, die teilweise von Tradern selbst entwickelt worden sind. Allerdings kann man sagen, dass ungefähr 30 bis 40 Indikatoren zu den bekanntesten und mit Abstand am häufigsten genutzten gehören, wie zum Beispiel die Bollinger, der RSI oder auch die Bill Williams Indikatoren.

Was spricht für den Handel mit Indikatoren?

Für den Handel mit Indikatoren spricht in erster Linie, dass die Analyse der Charts deutlich weniger Zeit kostet, als es ohne Indikatoren der Fall ist. Darüber hinaus können insbesondere relativ zuverlässige Indikatoren tatsächlich die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Sie den besten Ein- oder Ausstiegszeitpunkt finden. Ferner gibt es eine große Auswahl an Indikatoren, sodass viele Trader den für sie am besten geeigneten Indikator finden, der zur Strategie passt.

Was spricht gegen die Nutzung von Handelsindikatoren?

Es gibt nicht nur Pro-, sondern ebenfalls Contra-Argumente im Zusammenhang mit dem Handel auf Basis von Indikatoren. Dagegen spricht zum Beispiel der Nachteil, dass Indikatoren oftmals nicht so zuverlässig sind, wie es von Tradern angenommen wird. Darüber hinaus sind viele Handelsindikatoren anfällig für Fehler und sind Nachläufer, sodass Trader mitunter die besten Ein- oder Ausstiegszeitpunkte verpassen. Insbesondere für Anfänger sind Indikatoren im Charts verwirrend.

Sollte ich mit oder ohne Indikatoren handeln?

Die Antwort ist individuell und kann nicht pauschal gegeben werden. Jeder Trader sollte in Verbindung mit seinem Trading Stil und seinen Zielen feststellen, ob Indikatoren für ihn eher eine Hilfe oder eine Hürde darstellen. Häufig ist es so, dass einfache Indikatoren helfen, Sie können allerdings auch zu einer Last werden. Auf der anderen Seite nutzen insbesondere Vieltrader oft Indikatoren, weil sie so Zeit bei der Analyse einsparen.

Oliver Schoch
Oliver Schoch ist gelernter Bankkaufmann und er hat sich 2008 als Finanz-Journalist selbstständig gemacht. Seitdem verfasst er in Vollzeit als Freiberufler nahezu ausnahmslos Beiträge zu Finanz- und Wirtschaftsthemen wie Börse, Trading, Geldanlage, Vermögensaufbau, Versicherungen und Finanzierungen. Zu seinem Repertoire zählen u.a. Ratgeber, Fachtexte, News, Blogbeiträge und eBooks auf Trading.de.
Schreibe ein Kommentar

Tritt jetzt unserer Trading Telegram Gruppe bei!
Triff andere profitable Trader und tausche dich über die Märkte und Strategien aus.
  • Triff andere profitable Trader
  • Zugang zu Schritt für Schritt Anleitungen
  • Playlists mit Lernvideos
  • Kostenlose Unterstützung
Jetzt teilnehmen!
Skaliere mit uns dein Trading
Wir suchen lernwillige Trader zum ausbilden und begleiten diese langfristig.
Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.
Schritt 1 von 9

Was beschreibt dich am besten?

Was trifft auf dich zu? * Dieses Feld ist erforderlich
Trading.de veröffentlicht alle Beitrage nach strikten Redaktionsrichtlinien. Durch unsere erfahrenen Autoren und disziplinierter Kontrolle veröffentlichen wir aktuelle und geprüfte Inhalte. Auch ältere Beiträge werden von uns immer wieder geupdatet und mit aktuellen Inhalten versehen. Lesen Sie warum Sie uns vertrauen können
Finanzierung
Trading.de ist eine unabhängige Webseite und ein unabhängiges Vergleichsportal. Alle Artikel, Tools oder Informationen werden Ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt. Trading.de dient ausschließlich als Informationsquelle. und ist keine Anlageberatung. Ein Teil unserer Finanzierung geschieht durch Partner, die wir durch Partnerlinks bewerben. Ebenfalls finanzieren wir uns durch den Verkauf von Trading Ausbildungen und Trading Wissen. Kunden bzw. Trader, die unsere Links nutzen, haben dadurch keine Nachteile. Manchmal können wir sogar dadurch Sonderangebote für unsere Leser bereitstellen. Für vermittelte Kunden können wir eine Provision erhalten. Lesen Sie wie wir uns finanzieren.